Schuldialoge Archiv
32 Episoden
23 Minuten
Thomas Ferber ist seit über zehn Jahren Schulleiter der Richtsbergschule in Marburg, eine integrierte Gesamtschule mit 680 SchülerInnen.
In Teil 1 sind Ausschnitte der Präsentation zu hören, die Thomas Ferber vor einer kleinen Besuchergruppe gehalten hat.
Es geht dabei natürlich um die Entstehungsgeschichte des PerLenWerks (Personalisiertes Lernen und Werkstätten), aber auch um die Umstrukturierung der Schulleitung, um delegieren können, um Teamstrukturen, um "Macht abgeben", um das 4-K-Modell der OECD, um "pädagogische Geschlossenheit" und um "das, was die Kinder zum Lernen brauchen".
In Teil 1 sind Ausschnitte der Präsentation zu hören, die Thomas Ferber vor einer kleinen Besuchergruppe gehalten hat.
Es geht dabei natürlich um die Entstehungsgeschichte des PerLenWerks (Personalisiertes Lernen und Werkstätten), aber auch um die Umstrukturierung der Schulleitung, um delegieren können, um Teamstrukturen, um "Macht abgeben", um das 4-K-Modell der OECD, um "pädagogische Geschlossenheit" und um "das, was die Kinder zum Lernen brauchen".
48 Minuten
Katja Braun ist seit 2017 Schulleiterin der Ecole d’humanité, ein privates Internat in der Schweiz. Die Ecole d’Humanité wurde 1910 von dem Reformpädagogen Paul Geheeb gegründet, orientiert sich an der Wagenschein-Didaktik und den Grundsätzen der TZI (Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn).
Katja Braun erzählt mit großer Begeisterung von ihrer „Ecole-Familie“ (Wohngruppeneinheit von 6-10 Personen), den verschiedenen Abenteuern und Herausforderungen, die die Schweizer Berge bieten und den ganz unterschiedlichen Lerngelegenheiten und Lernmöglichkeiten des Internats.
„Werde der du bist/werde die du bist“, der sehr anspruchsvolle Leitsatz von Paul Geheeb prägt das Lernen und Leben an der Ecole. Auch wenn am Vormittag das „akademische Lernen“ im Vordergrund steht, sind die Inhalte des Nachmittags, wie Handarbeit, Hauswirtschaft, Outdooraktivitäten usw. genauso wichtig und sind ganz wesentlich für die Entwicklung der SchülerInnen.
Ich habe Katja Braun gefragt, was es braucht, damit Lernen gelingt? Die SchülerInnen brauchen das Vertrauen darauf, dass sie als Person zählen und gesehen werden. Es braucht Vertrauen und Freiräume für flexible Tagesgestaltung, ein motiviertes Kollegium, das bereit ist, sich immer wieder in Frage zu stellen.
Medienkonsum ist eingeschränkt auf 6 Stunden Smartphone pro Woche. Eine Ausweitung ist angedacht, jedoch: „Wir würden weiterhin gerne Kreatives vor Konsum stellen“.
Was können andere Schulen von der Ecole d’Humanité lernen?
Wie wichtig es ist
- SchülerInnen so viel wie möglich in Entscheidungsprozesse für ihr Lernen einzubeziehen und mit ihnen nach der Sinnhaftigkeit des Lernens zu suchen
- uns alle als Lernende zu sehen
- immer wieder vom Jugendlichen aus zu denken
- auch Lehrpersonen, die keine pädagogische Ausbildung haben, in Schulen zu haben
- Freiräume zu schaffen und sie auch zu nutzen bzw. auszuschöpfen
Katja Braun erzählt mit großer Begeisterung von ihrer „Ecole-Familie“ (Wohngruppeneinheit von 6-10 Personen), den verschiedenen Abenteuern und Herausforderungen, die die Schweizer Berge bieten und den ganz unterschiedlichen Lerngelegenheiten und Lernmöglichkeiten des Internats.
„Werde der du bist/werde die du bist“, der sehr anspruchsvolle Leitsatz von Paul Geheeb prägt das Lernen und Leben an der Ecole. Auch wenn am Vormittag das „akademische Lernen“ im Vordergrund steht, sind die Inhalte des Nachmittags, wie Handarbeit, Hauswirtschaft, Outdooraktivitäten usw. genauso wichtig und sind ganz wesentlich für die Entwicklung der SchülerInnen.
Ich habe Katja Braun gefragt, was es braucht, damit Lernen gelingt? Die SchülerInnen brauchen das Vertrauen darauf, dass sie als Person zählen und gesehen werden. Es braucht Vertrauen und Freiräume für flexible Tagesgestaltung, ein motiviertes Kollegium, das bereit ist, sich immer wieder in Frage zu stellen.
Medienkonsum ist eingeschränkt auf 6 Stunden Smartphone pro Woche. Eine Ausweitung ist angedacht, jedoch: „Wir würden weiterhin gerne Kreatives vor Konsum stellen“.
Was können andere Schulen von der Ecole d’Humanité lernen?
Wie wichtig es ist
- SchülerInnen so viel wie möglich in Entscheidungsprozesse für ihr Lernen einzubeziehen und mit ihnen nach der Sinnhaftigkeit des Lernens zu suchen
- uns alle als Lernende zu sehen
- immer wieder vom Jugendlichen aus zu denken
- auch Lehrpersonen, die keine pädagogische Ausbildung haben, in Schulen zu haben
- Freiräume zu schaffen und sie auch zu nutzen bzw. auszuschöpfen
48 Minuten
So beschreibt Micha Pallesche, der seit 2015 Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule (ERS) ist, seine Schule, als „total lebendig, immer im Wandel, immer in Veränderung“.
Die ERS, eine Gemeinschaftsschule in Karlsruhe mit 320 SchülerInnen und 36 KollegInnen, hat bereits viele Preise und Auszeichnungen erhalten, u.a. für ihre Schülerzeitung, ihr Medienprofil und die Erklärvideos. "Das hilft zu strukturieren und zu evaluieren. Das macht unsere Arbeit sichtbar und hilft uns, mutig neue Projekte anzugehen."
Wir sprechen über:
das Kreativhaus „Wunderland“ (ein Gebäude mit 8-10 kleineren Räumen), in dem die future skills des 21. Jahrhunderts abgebildet sind. Dort findet man Orte für kreative Ideen, Kollaboration, Denken und Achtsamkeit
die Ideenbörse: ein Büro von SchülerInnen organisiert, in dem Ideen aus der Schulgemeinschaft landen. Im Ideenbüro beraten die SchülerInnen die Ideengeber, vernetzen und nehmen Kontakt auf, bis eine Lösung für die Idee gefunden wird. Das Ideenbüro ist auch für das Wohnquartier offen und hat eine Zweigstelle im Mehrgenerationenhaus im Stadtteil. Hier lernen sie gemeinschaftlich reale und komplexe Probleme zu lösen.
das Schulfach L.E.B.E.N.: Die realen Begegnungen sind an der ERS neben allem Digitalen sehr wichtig. „Es geht um eine Haltung und Einstellung und Werte, die man in einer sich ständig verändernden Welt braucht und das ist für mich die beste Berufsvorbereitung überhaupt.“
Digitalisierung, was heißt das eigentlich für die Schulen der Zukunft? Was bedeutet die Kultur der Digitalität?
den Roten Salon: ein Ort für partizipative Schulentwicklung. 2-3 x im Jahr treffen sich Eltern, Schüler und Lehrer für 2-3 Stunden, um bestimmte Fragestellungen in einem design thinking Format weiterzudenken. Durch die Partizipation der Schulgemeinschaft sind alle Perspektiven im Boot, es gibt eine tragfähige Basis für die Umsetzung, Mehrheiten werden einfacher gefunden.
Ein weiteres Interview mit Mischa Pallesche zu 30 Jahre world wide web
https://www.lmz-bw.de/newsroom/newsroom/themenwochen/themenwochen-30-jahre-www/interview-mit-schulleiter-micha-pallesche-zu-30-jahre-world-wide-web/
Buchempfehlung zur Kultur der Digitalität
https://www.suhrkamp.de/buecher/kultur_der_digitalitaet-felix_stalder_12679.html
Die ERS, eine Gemeinschaftsschule in Karlsruhe mit 320 SchülerInnen und 36 KollegInnen, hat bereits viele Preise und Auszeichnungen erhalten, u.a. für ihre Schülerzeitung, ihr Medienprofil und die Erklärvideos. "Das hilft zu strukturieren und zu evaluieren. Das macht unsere Arbeit sichtbar und hilft uns, mutig neue Projekte anzugehen."
Wir sprechen über:
das Kreativhaus „Wunderland“ (ein Gebäude mit 8-10 kleineren Räumen), in dem die future skills des 21. Jahrhunderts abgebildet sind. Dort findet man Orte für kreative Ideen, Kollaboration, Denken und Achtsamkeit
die Ideenbörse: ein Büro von SchülerInnen organisiert, in dem Ideen aus der Schulgemeinschaft landen. Im Ideenbüro beraten die SchülerInnen die Ideengeber, vernetzen und nehmen Kontakt auf, bis eine Lösung für die Idee gefunden wird. Das Ideenbüro ist auch für das Wohnquartier offen und hat eine Zweigstelle im Mehrgenerationenhaus im Stadtteil. Hier lernen sie gemeinschaftlich reale und komplexe Probleme zu lösen.
das Schulfach L.E.B.E.N.: Die realen Begegnungen sind an der ERS neben allem Digitalen sehr wichtig. „Es geht um eine Haltung und Einstellung und Werte, die man in einer sich ständig verändernden Welt braucht und das ist für mich die beste Berufsvorbereitung überhaupt.“
Digitalisierung, was heißt das eigentlich für die Schulen der Zukunft? Was bedeutet die Kultur der Digitalität?
den Roten Salon: ein Ort für partizipative Schulentwicklung. 2-3 x im Jahr treffen sich Eltern, Schüler und Lehrer für 2-3 Stunden, um bestimmte Fragestellungen in einem design thinking Format weiterzudenken. Durch die Partizipation der Schulgemeinschaft sind alle Perspektiven im Boot, es gibt eine tragfähige Basis für die Umsetzung, Mehrheiten werden einfacher gefunden.
Ein weiteres Interview mit Mischa Pallesche zu 30 Jahre world wide web
https://www.lmz-bw.de/newsroom/newsroom/themenwochen/themenwochen-30-jahre-www/interview-mit-schulleiter-micha-pallesche-zu-30-jahre-world-wide-web/
Buchempfehlung zur Kultur der Digitalität
https://www.suhrkamp.de/buecher/kultur_der_digitalitaet-felix_stalder_12679.html
51 Minuten
Als ich Ende 2018 einen Tag an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum (ESBZ) hospitieren durfte, war ich sehr angetan von dem sehr stimmigen Konzept: Lernbüros, jahrgangsübergreifendes Lernen, Projekt Verantwortung und Projekt Herausforderung in den Jahrgängen 7-10, Pulsare und Lernexpeditionen in den Jahrgängen 11-13.
Ich wollte wissen, wie eine Schule, die seit Jahren innovativ denkt und lehrt, durch die Zeit der Schulschließungen gekommen ist und habe Caroline Treier, die seit August 2016 Schulleiterin der ESBZ ist, in Berlin besucht.
Auf der Homepage der Schule wird ausführlich dargestellt, mit welchen Plattformen und tools die ESBZ arbeitet. Der starke Zusammenhalt im Kollegium und die hohe Bereitschaft zum Lernen der neuen Technik im Kollegium, betont Caroline Treier, zeigte sich deutlich bei der Umsetzung des Konzepts für das Lernen in Zeiten der Schulschließung.
Ich wollte von Caroline Treier wissen, warum die ESBZ so offen ihre Konzepte darlegt und wie schnell das Kollegium sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise hat einigen können.
Ich habe auch erfahren, welche spannenden neuen kreativen Lernformate die Schule in der Pandemie ausprobiert hat und was die nächsten Schritte sind.
Hier auch eine Aufzeichnung zu den genutzten Lernplattformen der ESBZ http://digitales-lernen.berlin/zweite-mediensprechstunde/
Ich wollte wissen, wie eine Schule, die seit Jahren innovativ denkt und lehrt, durch die Zeit der Schulschließungen gekommen ist und habe Caroline Treier, die seit August 2016 Schulleiterin der ESBZ ist, in Berlin besucht.
Auf der Homepage der Schule wird ausführlich dargestellt, mit welchen Plattformen und tools die ESBZ arbeitet. Der starke Zusammenhalt im Kollegium und die hohe Bereitschaft zum Lernen der neuen Technik im Kollegium, betont Caroline Treier, zeigte sich deutlich bei der Umsetzung des Konzepts für das Lernen in Zeiten der Schulschließung.
Ich wollte von Caroline Treier wissen, warum die ESBZ so offen ihre Konzepte darlegt und wie schnell das Kollegium sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise hat einigen können.
Ich habe auch erfahren, welche spannenden neuen kreativen Lernformate die Schule in der Pandemie ausprobiert hat und was die nächsten Schritte sind.
Hier auch eine Aufzeichnung zu den genutzten Lernplattformen der ESBZ http://digitales-lernen.berlin/zweite-mediensprechstunde/
50 Minuten
Mit Axel Dettmer, dem Schulleiter der Oberschule Berenbostel, spreche ich über ein Konzept, das im August 2020 mit den neuen 5. Klassen starten wird. Vor fünf Jahren wurden zwei Schulformen zusammengeschlossen. Diese Chance hat Axel Dettmer genutzt und seinen beruflichen Traum verwirklicht: die Kerncurricula wurden auf den Kopf gestellt und eine neue Unterrichtsstruktur geschaffen.
Unter einem Oberthema finden sich die Kompetenzen der Kerncurricula wieder und werden in THEO's = themenorientierter Unterricht zusammengefasst. Hinzukommt eine neue Tages- und Wochenstruktur: Stammgruppen-Planung am Morgen, dann mehrere Theo-Blöcke mit unterschiedlichen Schwerpunkten, der Tagesabschluss wieder in der Stammgruppe.
Am Freitag ist Frei-Day, hier bekommen Kinder Freiräume für eigene Fragestellungen wie z.B. "Gibt es ein Leben nach dem Tod?" und tauchen über einen Zeitraum von 4-6 Wochen tief in eine Materie ein. Donnerstags ist Forscherzeit, Barcamps wird es auch noch geben. Dank des bereits etablierten Medienkonzeptes arbeiten alle Kinder mit Padlet auf ihren iPads.
Zusätzlich zum Zeugnis wird es ein Zertifikat geben, in dem steht, welche "tollen Menschen unsere SchülerInnen sind." „Bildung heißt für mich, dass die Kinder einen guten Platz in der Gesellschaft finden, dass sie resilient sind, d.h. im Herzen sind sie starke und gute Menschen“.
Wir sprechen auch über das seit langem eingeführte positive Feedbacksystem, basierend auf dem Konzept „StARK“ = störungsfrei, anerkennend, respektvoll und konsequent", das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konfliktkultur in Freiburg entwickelt wurde. Wer eine Woche lang pünktlich erscheint, sein vollständiges Arbeitsmaterial dabei hat und eine gute Arbeitshaltung zeigt, sammelt Lobstempel, die zu Ende des Jahres z.B. als Ausflug in einen Freizeitpark eingelöst werden können.
„Uns ist bewusst: Wir werden Irrwege gehen, wir werden Sackgassen erreichen und wir werden Fehler machen, aber wir tun dies alles voller Hingabe“
Unter einem Oberthema finden sich die Kompetenzen der Kerncurricula wieder und werden in THEO's = themenorientierter Unterricht zusammengefasst. Hinzukommt eine neue Tages- und Wochenstruktur: Stammgruppen-Planung am Morgen, dann mehrere Theo-Blöcke mit unterschiedlichen Schwerpunkten, der Tagesabschluss wieder in der Stammgruppe.
Am Freitag ist Frei-Day, hier bekommen Kinder Freiräume für eigene Fragestellungen wie z.B. "Gibt es ein Leben nach dem Tod?" und tauchen über einen Zeitraum von 4-6 Wochen tief in eine Materie ein. Donnerstags ist Forscherzeit, Barcamps wird es auch noch geben. Dank des bereits etablierten Medienkonzeptes arbeiten alle Kinder mit Padlet auf ihren iPads.
Zusätzlich zum Zeugnis wird es ein Zertifikat geben, in dem steht, welche "tollen Menschen unsere SchülerInnen sind." „Bildung heißt für mich, dass die Kinder einen guten Platz in der Gesellschaft finden, dass sie resilient sind, d.h. im Herzen sind sie starke und gute Menschen“.
Wir sprechen auch über das seit langem eingeführte positive Feedbacksystem, basierend auf dem Konzept „StARK“ = störungsfrei, anerkennend, respektvoll und konsequent", das in Zusammenarbeit mit dem Institut für Konfliktkultur in Freiburg entwickelt wurde. Wer eine Woche lang pünktlich erscheint, sein vollständiges Arbeitsmaterial dabei hat und eine gute Arbeitshaltung zeigt, sammelt Lobstempel, die zu Ende des Jahres z.B. als Ausflug in einen Freizeitpark eingelöst werden können.
„Uns ist bewusst: Wir werden Irrwege gehen, wir werden Sackgassen erreichen und wir werden Fehler machen, aber wir tun dies alles voller Hingabe“
56 Minuten
Interview mit Pantelis Pavlakidis (Schulleiter der Quinoa-Schule) und Ulrike Senff (Geschäftsführerin vom Träger Quinoa Bildung) von der Quinoa-Schule, eine Privatschule in Berlin Wedding, an der kaum ein Kind das Schulgeld selbst zahlt.
Ich will wissen, was das Geheimnis dieser Schule ist und wie sie es schafft ihre SchülerInnen bis zum Abschluss zu führen.
In dem Gespräch wird sehr schnell deutlich, dass so „bunt, laut, chaotisch, herzenslieb, impulsiv“ die Schülerschaft auch sein mag, die Lehrkräfte nehmen sich viel Zeit für sie, was auch im Arbeitszeitmodell abgebildet ist. Beziehungsarbeit ist Arbeitszeit und gehört zum Stundendeputat.
Bemerkenswert ist auch die Anschlussbegleitung, die die Quinoa Schule allen Abgängern nach der 9. bzw. 10. Klasse anbietet. Eine Lehrkraft kümmert sich noch bis zu vier Jahre um ehemalige Quinoa SchülerInnen und hilft ihnen bei der Suche nach Ausbildungsstellen oder Praktika, bei Bewerbungen oder fragt einfach nach, wie es so läuft.
„Was wir seit der Schulgründung machen ist die Wirkungsmessung: wir wollen mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung schaffen und wir schauen genau hin, ob wir das auch erreichen.“
Die Arbeit mit digitalen Medien wurde bereits im August 2019 begonnen: zunächst wurde das W-Lan eingerichtet und jeder Schüler/jede Schülerin in Klasse 7 mit einem iPad ausgestattet. Eine Education Technology Coach unterstützt als Expertin die Lehrkräfte und leistet Übersetzungsarbeit bei „Wie arbeitet man eigentlich mit einem iPad im Unterricht? Wie übertrage ich pädagogische Inhalte in einer digitalen Form?“
Zwei Faktoren sind bei Aufnahme der SchülerInnen wichtig, damit sie auch den Kiez abbilden: ca. 80% nicht-deutsche Herkunft und 75% Familien mit Transferleistung, aber auch der Rest kommt aus prekären Verhältnissen.
Bei Anmeldung verpflichtet sich jeder Schüler/jede Schülerin, an allen jährlich stattfindenden Klassenfahrten teilzunehmen.
Für weiterführende Informationen
https://www.quinoa-bildung.de
Ich will wissen, was das Geheimnis dieser Schule ist und wie sie es schafft ihre SchülerInnen bis zum Abschluss zu führen.
In dem Gespräch wird sehr schnell deutlich, dass so „bunt, laut, chaotisch, herzenslieb, impulsiv“ die Schülerschaft auch sein mag, die Lehrkräfte nehmen sich viel Zeit für sie, was auch im Arbeitszeitmodell abgebildet ist. Beziehungsarbeit ist Arbeitszeit und gehört zum Stundendeputat.
Bemerkenswert ist auch die Anschlussbegleitung, die die Quinoa Schule allen Abgängern nach der 9. bzw. 10. Klasse anbietet. Eine Lehrkraft kümmert sich noch bis zu vier Jahre um ehemalige Quinoa SchülerInnen und hilft ihnen bei der Suche nach Ausbildungsstellen oder Praktika, bei Bewerbungen oder fragt einfach nach, wie es so läuft.
„Was wir seit der Schulgründung machen ist die Wirkungsmessung: wir wollen mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung schaffen und wir schauen genau hin, ob wir das auch erreichen.“
Die Arbeit mit digitalen Medien wurde bereits im August 2019 begonnen: zunächst wurde das W-Lan eingerichtet und jeder Schüler/jede Schülerin in Klasse 7 mit einem iPad ausgestattet. Eine Education Technology Coach unterstützt als Expertin die Lehrkräfte und leistet Übersetzungsarbeit bei „Wie arbeitet man eigentlich mit einem iPad im Unterricht? Wie übertrage ich pädagogische Inhalte in einer digitalen Form?“
Zwei Faktoren sind bei Aufnahme der SchülerInnen wichtig, damit sie auch den Kiez abbilden: ca. 80% nicht-deutsche Herkunft und 75% Familien mit Transferleistung, aber auch der Rest kommt aus prekären Verhältnissen.
Bei Anmeldung verpflichtet sich jeder Schüler/jede Schülerin, an allen jährlich stattfindenden Klassenfahrten teilzunehmen.
Für weiterführende Informationen
https://www.quinoa-bildung.de
55 Minuten
Michaela Winz war lange an einer Maria Montessori Schule, wechselte 2013 an die 4. Aachener Gesamtschule und wurde dort im Februar 2019 Schulleiterin. Die Gesamtschule hat ca. 750 SchülerInnen und 70 MitarbeiteInnen und wurde 2011 als 4-zügige inklusive Gesamtschule mit gebundenem Ganztag und gymnasialer Oberstufe gegründet.
„Potentialentfaltungskultur an unserer Schule bedeutet, einen Raum zu schaffen, der allen die Möglichkeit gibt, ihre individuellen Stärken, Fähigkeiten und Schätze zu entdecken, zu entwickeln und zu vermehren. Unsere Schule ist ein Haus, in dem wir diese besondere Haltung hegen und pflegen, leben und weitergeben.“
In diesen Satz laufe ich quasi hinein bei meinem Besuch bei Michaela Winz. Zu Beginn jedes Schuljahres überdenkt, hinterfragt, bestärkt das Kollegium der 4. Aachener Gesamtschule an einem Pädagogischen Tag diesen Leitsatz und formuliert für sich Haltungsrichtlinien und Ziele für das neue Schuljahr.
Wir sprechen darüber hinaus ausführlich über einzelne Aspekte des Schulprogramms
· Lernbüro und Logbuch
· Werkstatt
· Projektarbeit
· Projekt Herausforderung (Jahrgang 9)
· Projekt Verantwortung (Jahrgang 7)
· Nachhaltigkeit, Engagement – Fridays for future und global goals https://www.globalgoals.de
Zum Projekt Herausforderung gibt es einen 7-minütigen Kurzfilm auf der Seite des Deutschen Schulportals (siehe auch Podcastfolge#1 – Miriam Pech von der Heinz-Brandt-Schule in Berlin)
https://deutsches-schulportal.de/konzepte/das-projekt-herausforderung/
„Potentialentfaltungskultur an unserer Schule bedeutet, einen Raum zu schaffen, der allen die Möglichkeit gibt, ihre individuellen Stärken, Fähigkeiten und Schätze zu entdecken, zu entwickeln und zu vermehren. Unsere Schule ist ein Haus, in dem wir diese besondere Haltung hegen und pflegen, leben und weitergeben.“
In diesen Satz laufe ich quasi hinein bei meinem Besuch bei Michaela Winz. Zu Beginn jedes Schuljahres überdenkt, hinterfragt, bestärkt das Kollegium der 4. Aachener Gesamtschule an einem Pädagogischen Tag diesen Leitsatz und formuliert für sich Haltungsrichtlinien und Ziele für das neue Schuljahr.
Wir sprechen darüber hinaus ausführlich über einzelne Aspekte des Schulprogramms
· Lernbüro und Logbuch
· Werkstatt
· Projektarbeit
· Projekt Herausforderung (Jahrgang 9)
· Projekt Verantwortung (Jahrgang 7)
· Nachhaltigkeit, Engagement – Fridays for future und global goals https://www.globalgoals.de
Zum Projekt Herausforderung gibt es einen 7-minütigen Kurzfilm auf der Seite des Deutschen Schulportals (siehe auch Podcastfolge#1 – Miriam Pech von der Heinz-Brandt-Schule in Berlin)
https://deutsches-schulportal.de/konzepte/das-projekt-herausforderung/
1 Stunde
Das Gymnasium Alsdorf ist seit über zehn Jahren ein Daltongymnasium. Die Pädagogik wurde von Helen Parkhurst, Maria Montessori Schülerin, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Dalton, Massachusetts entwickelt. Die Pädagogik ist in Deutschland nicht weit verbreitet, dafür aber in den benachbarten Niederlanden. Dort haben sich vor 15 Jahren mein Interviewgast Martin Wüller (stv. SL) und Wilfried Bock (SL) umgesehen und schnell beschlossen, das Gymnasium in der Nähe von Aachen zu reformieren.
#Daltonpädagogik
Jedes Kind hat zwei Dalton-Stunden pro Tag. Es wählt selbst mit welcher Lehrkraft und in welchem Raum es arbeiten möchte und mit welchem Inhalt es sich beschäftigen will.
Die Dalton-Pädagogik basiert auf vier Grundprinzipien: Verantwortung, Selbstständigkeit, Freiheit in Gebundenheit und Zusammenarbeit.
#Mentoring (ab Minute 26:46)
Wöchentlich trifft jedes Kind seinen persönlichen Mentor, der nicht unbedingt sein Fachlehrer ist und spricht mit ihm über seine Lernentwicklung, seine individuellen Lernwege, über Hindernisse und Strategien in seiner Schullaufbahn. Als Vorbereitung notieren die Kinder ihre Woche in sogenannten „MyWay-Heften“
#Gleitzeit (an Minute 48:58)
In der Oberstufe beginnt der Schultag mit zwei Daltonstunden. Die Oberstufenschüler dürfen selbst entscheiden, ob sie an den Stunden teilnehmen oder die Inhalte individuell zu einer anderen Zeit bearbeiten. Somit kommen sie entweder um 8 oder um 9 Uhr zur Schule.
Das Daltongymnasium Alsdorf war 2013 Preisträgerin des Deutschen Schulpreises.
Weiterführende Filme zum Daltongymnasium:
https://www.daltongymnasium-alsdorf.de/gleitzeit
https://www.deutscher-schulpreis.de/preistraeger/gymnasium-der-stadt-alsdorf
Sehenswert ist auch der 7-minütigen Konzeptfilm zum Mentorensystem auf der Seite des Deutschen Schulportals
https://deutsches-schulportal.de/konzepte/wirksamer-unterricht-bedarf-der-beziehung/
#Daltonpädagogik
Jedes Kind hat zwei Dalton-Stunden pro Tag. Es wählt selbst mit welcher Lehrkraft und in welchem Raum es arbeiten möchte und mit welchem Inhalt es sich beschäftigen will.
Die Dalton-Pädagogik basiert auf vier Grundprinzipien: Verantwortung, Selbstständigkeit, Freiheit in Gebundenheit und Zusammenarbeit.
#Mentoring (ab Minute 26:46)
Wöchentlich trifft jedes Kind seinen persönlichen Mentor, der nicht unbedingt sein Fachlehrer ist und spricht mit ihm über seine Lernentwicklung, seine individuellen Lernwege, über Hindernisse und Strategien in seiner Schullaufbahn. Als Vorbereitung notieren die Kinder ihre Woche in sogenannten „MyWay-Heften“
#Gleitzeit (an Minute 48:58)
In der Oberstufe beginnt der Schultag mit zwei Daltonstunden. Die Oberstufenschüler dürfen selbst entscheiden, ob sie an den Stunden teilnehmen oder die Inhalte individuell zu einer anderen Zeit bearbeiten. Somit kommen sie entweder um 8 oder um 9 Uhr zur Schule.
Das Daltongymnasium Alsdorf war 2013 Preisträgerin des Deutschen Schulpreises.
Weiterführende Filme zum Daltongymnasium:
https://www.daltongymnasium-alsdorf.de/gleitzeit
https://www.deutscher-schulpreis.de/preistraeger/gymnasium-der-stadt-alsdorf
Sehenswert ist auch der 7-minütigen Konzeptfilm zum Mentorensystem auf der Seite des Deutschen Schulportals
https://deutsches-schulportal.de/konzepte/wirksamer-unterricht-bedarf-der-beziehung/
41 Minuten
Wir sprechen über folgende Themen:
Europaschule
Erasmus+ Programm
gebundene Ganztagsschule
Arbeitszeitmodell
Präsenzpflicht
Lerngespräche
Rhythmisierung
"Wie miteinander"-Tag
musikalische Grundschule
Monika Frickhofen ist Schulleiterin der Blücherschule in Wiesbaden, eine Grundschule mit ca. 410 SchülerInnen und 40 MitarbeiterInnen. Die Blücherschule ist eine der 34 hessischen Europaschulen, die sich verpflichtet haben, ihre SchülerInnen fit für Europa zu machen. Wir sprechen darüber, welche Auflagen man alle fünf Jahre erfüllen muss, um das Zertifikat „Europaschule“ zu erhalten und welchen Benefit die Schule und die Schülerinnen davon haben.
Zu dem Konzept der Blücherschule gehört auch ein sehr ausgefeiltes Ganztagskonzept mit dem sogenannten Profil 3, was bedeutet, dass es an fünf Tagen Betreuung bzw. Unterricht bis 16 bzw. 17 Uhr gibt. An der Blücherschule variieren nicht nur die Dauer der Unterrichtsstunden, sondern auch die Phasen der Anspannung und Entspannung. Am Mittag gibt es eine besonders lange Mittagspause, die sogenannte „Kinderzeit“. Nach einem hausinternen Arbeitszeitmodell sind alle Lehrkräfte während ihrer kompletten Arbeitszeit an der Schule präsent, was die Teamarbeit und Koordinationsmöglichkeiten ungemein fördert.
Die Blücherschule hat vor vielen Jahren Lerngespräche eingeführt. Sie finden einmal pro Halbjahr zusammen mit den Eltern statt und sind eine Ergänzung zu den kompetenzorientierten Jahreszeugnissen ohne Noten.
Ein weiteres Charakteristikum der Blücherschule ist die musikalische Schiene. Viermal im Jahr findet ein „Wir miteinander“-Tag statt, an dem mit allen 400 Kindern zusammen in der Aula gesungen und musiziert wird. An der Blücherschule gibt es ein Streichorchester, eine Musical AG, diverse Angebote zum Erlernen eines Instrumentes, sowohl am Vor- als auch am Nachmittag. Es gibt eigentlich kein Kind, das nicht musiziert.
Die Blücherschule gehört, wie die GMS Thalmässing und die Hardtschule in Durmersheim aus Folgen #4 und #8 zu den 15 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis 2020.
Hier noch ein weiterführender Artikel zum Ganztagsschulkonzept https://www.ganztagsschulen.org/de/38754.php
Europaschule
Erasmus+ Programm
gebundene Ganztagsschule
Arbeitszeitmodell
Präsenzpflicht
Lerngespräche
Rhythmisierung
"Wie miteinander"-Tag
musikalische Grundschule
Monika Frickhofen ist Schulleiterin der Blücherschule in Wiesbaden, eine Grundschule mit ca. 410 SchülerInnen und 40 MitarbeiterInnen. Die Blücherschule ist eine der 34 hessischen Europaschulen, die sich verpflichtet haben, ihre SchülerInnen fit für Europa zu machen. Wir sprechen darüber, welche Auflagen man alle fünf Jahre erfüllen muss, um das Zertifikat „Europaschule“ zu erhalten und welchen Benefit die Schule und die Schülerinnen davon haben.
Zu dem Konzept der Blücherschule gehört auch ein sehr ausgefeiltes Ganztagskonzept mit dem sogenannten Profil 3, was bedeutet, dass es an fünf Tagen Betreuung bzw. Unterricht bis 16 bzw. 17 Uhr gibt. An der Blücherschule variieren nicht nur die Dauer der Unterrichtsstunden, sondern auch die Phasen der Anspannung und Entspannung. Am Mittag gibt es eine besonders lange Mittagspause, die sogenannte „Kinderzeit“. Nach einem hausinternen Arbeitszeitmodell sind alle Lehrkräfte während ihrer kompletten Arbeitszeit an der Schule präsent, was die Teamarbeit und Koordinationsmöglichkeiten ungemein fördert.
Die Blücherschule hat vor vielen Jahren Lerngespräche eingeführt. Sie finden einmal pro Halbjahr zusammen mit den Eltern statt und sind eine Ergänzung zu den kompetenzorientierten Jahreszeugnissen ohne Noten.
Ein weiteres Charakteristikum der Blücherschule ist die musikalische Schiene. Viermal im Jahr findet ein „Wir miteinander“-Tag statt, an dem mit allen 400 Kindern zusammen in der Aula gesungen und musiziert wird. An der Blücherschule gibt es ein Streichorchester, eine Musical AG, diverse Angebote zum Erlernen eines Instrumentes, sowohl am Vor- als auch am Nachmittag. Es gibt eigentlich kein Kind, das nicht musiziert.
Die Blücherschule gehört, wie die GMS Thalmässing und die Hardtschule in Durmersheim aus Folgen #4 und #8 zu den 15 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis 2020.
Hier noch ein weiterführender Artikel zum Ganztagsschulkonzept https://www.ganztagsschulen.org/de/38754.php
1 Stunde 6 Minuten
Ottmar Misoph ist seit 21 Jahren Schulleiter der Grund- und Mittelschule (GMS) Thalmässing, eine Schule mit ca. 310 SchülerInnen und 25 Lehrkräften in Mittelfranken, Bayern.
Worüber haben wir gesprochen?
Natürlich über Homeschooling und Schulöffnung und wie schwierig es manchmal ist, die Landesvorgaben erfüllen zu müssen.
Die GMS Thalmässing hat zahlreiche Preise gewonnen:
2007 und 2014 1. Platz bei i.s.i. (Innere Schulentwicklung Innovationspreis)
2015 5. Platz im Wettbewerb "Starke Schule"
2016 Jakob Muth-Preis für inklusive Schule
2020 unter den 15 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis
O. Misoph bezeichnet sich selbst als Wettbewerbsjunkie und dann zählt er auf, wie hartnäckig sich die Schule z.B. für den Deutschen Schulpreis beworben hat, bis sie endlich unter den 15 nominierten Schulen gelandet ist. Für ihn sind diese Auszeichnungen Wertschätzung der geleisteten Arbeit und zwar nicht nur seiner, sondern besonders der seines Kollegiums und Schülerschaft.
Wir sprechen auch über die Anfänge der inklusiven Beschulung im Jahr 2003 und vielen gelungenen Beispielen gelungener Inklusion.
Die erworbenen Sozialkompetenzen der SchülerInnen und das Selbstverständnis des Kollegiums, das Ottmar Misoph beschreibt, sowie seine Haltung als Schulleiter haben mich nachhaltig beeindruckt.
Das Interview ist ein Paradebeispiel dafür, wie Schule richtig gut gelingen kann und wie wichtig es ist, gelungene Schulkonzepte wie das von Thalmässing publik zu machen.
Worüber haben wir gesprochen?
Natürlich über Homeschooling und Schulöffnung und wie schwierig es manchmal ist, die Landesvorgaben erfüllen zu müssen.
Die GMS Thalmässing hat zahlreiche Preise gewonnen:
2007 und 2014 1. Platz bei i.s.i. (Innere Schulentwicklung Innovationspreis)
2015 5. Platz im Wettbewerb "Starke Schule"
2016 Jakob Muth-Preis für inklusive Schule
2020 unter den 15 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis
O. Misoph bezeichnet sich selbst als Wettbewerbsjunkie und dann zählt er auf, wie hartnäckig sich die Schule z.B. für den Deutschen Schulpreis beworben hat, bis sie endlich unter den 15 nominierten Schulen gelandet ist. Für ihn sind diese Auszeichnungen Wertschätzung der geleisteten Arbeit und zwar nicht nur seiner, sondern besonders der seines Kollegiums und Schülerschaft.
Wir sprechen auch über die Anfänge der inklusiven Beschulung im Jahr 2003 und vielen gelungenen Beispielen gelungener Inklusion.
Die erworbenen Sozialkompetenzen der SchülerInnen und das Selbstverständnis des Kollegiums, das Ottmar Misoph beschreibt, sowie seine Haltung als Schulleiter haben mich nachhaltig beeindruckt.
Das Interview ist ein Paradebeispiel dafür, wie Schule richtig gut gelingen kann und wie wichtig es ist, gelungene Schulkonzepte wie das von Thalmässing publik zu machen.
39 Minuten
Petra war sechs Jahr lang Prozessbegleiterin an Deutschen Auslandsschulen mit Sitz in Brüssel, wo wir uns kennengelernt haben.
Ihr erfahrt in diesem Podcast u.a.
warum es weltweit 140 Deutsche Auslandsschulen (DAS) gibt
was eine Prozessbegleiterin an einer DAS macht
wie Qualitätsmanagement im Ausland betrieben wird
wie attraktiv und zugleich anstrengend es sein kann dort als SchulleiterIn zu arbeiten
was eine peer review ist und
warum auch Schulen im Inland viel von den Auslandsschulen lernen können.
Petra lebt inzwischen wieder in Deutschland und ist seitdem Mitglied der Vorjury für den Deutschen Schulpreis. Seit 2016 können sich auch DAS für den Schulpreis bewerben. Dass die DAS gute Chancen haben, unter den Preisträgern zu landen, zeigen die Schulen in Johannesburg, Rio de Janeiro und La Paz.
Petra Madelung hat in ganz unterschiedlichen Funktionen an verschiedenen Orten gearbeitet und hat deswegen einen riesigen Erfahrungsschatz aufgebaut. Ihr könnt also gespannt sein auf ein sehr informatives Gespräch.
Wenn Euch die Podcastfolge gefallen hat, dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar bei Instagram @schuldialoge
Ihr erfahrt in diesem Podcast u.a.
warum es weltweit 140 Deutsche Auslandsschulen (DAS) gibt
was eine Prozessbegleiterin an einer DAS macht
wie Qualitätsmanagement im Ausland betrieben wird
wie attraktiv und zugleich anstrengend es sein kann dort als SchulleiterIn zu arbeiten
was eine peer review ist und
warum auch Schulen im Inland viel von den Auslandsschulen lernen können.
Petra lebt inzwischen wieder in Deutschland und ist seitdem Mitglied der Vorjury für den Deutschen Schulpreis. Seit 2016 können sich auch DAS für den Schulpreis bewerben. Dass die DAS gute Chancen haben, unter den Preisträgern zu landen, zeigen die Schulen in Johannesburg, Rio de Janeiro und La Paz.
Petra Madelung hat in ganz unterschiedlichen Funktionen an verschiedenen Orten gearbeitet und hat deswegen einen riesigen Erfahrungsschatz aufgebaut. Ihr könnt also gespannt sein auf ein sehr informatives Gespräch.
Wenn Euch die Podcastfolge gefallen hat, dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar bei Instagram @schuldialoge
35 Minuten
Thomas Hilsenbeck ist seit 2012 Rektor der #Blautopfschule #Blaubeuren in Baden-Württemberg. Die Blautopf-Schule ist eine zweizügige #Gemeinschaftsschule mit ca. 470 Schülern und Schülerinnen im #Alb-Donau-Kreis.
Ich habe mit Thomas Hilsenbeck über den 2017 eröffneten sehr modernen #Neubau gesprochen, der im Rahmen des #Architekturwettbewerbs „Beispielhaftes Bauen“ ausgezeichnet wurde. Wir unterhalten uns über Lernen ohne Noten, über Elternbeteiligung und #Lerncoaching. Die Schüler und Schülerinnen der Blautopf-Schule haben normalerweise einmal pro Woche ein Lerncoaching, in dem sie mit ihrem Coach ihre Wochenziele besprechen. Wie das in Corona-Zeiten und #Homeschooling trotzdem funktionieren kann und wie wichtig Beziehungsarbeit gerade jetzt ist, erzählt mir Thomas Hilsenbeck. Ganz am Ende des Interviews machen wir noch einen kleinen Schlenker zur #Schulentwicklung der Blautopf-Schule. Denn eigentlich wollte die Gemeinschaftsschule im Rahmen einer #Zukunftswerkstatt ihr aktuelles Konzept überdenken. Die Überlegungen gehen sogar soweit, dass man in Erwägung zieht, Wände rauszureißen, um ganz neue #Lernlandschaften kreieren zu können.
Sehr inspirierend könnte dabei das dänische Design Büro #RosanBosch sein https://rosanbosch.com/
Hier der #Tedtalk mit Rosan Bosch über eine Schulprojekt https://www.youtube.com/watch?v=q5mpeEa_VZo
Die Aufnahmequalität ist leider immer noch nicht sehr zufriedenstellen, sorry.
Ich habe mit Thomas Hilsenbeck über den 2017 eröffneten sehr modernen #Neubau gesprochen, der im Rahmen des #Architekturwettbewerbs „Beispielhaftes Bauen“ ausgezeichnet wurde. Wir unterhalten uns über Lernen ohne Noten, über Elternbeteiligung und #Lerncoaching. Die Schüler und Schülerinnen der Blautopf-Schule haben normalerweise einmal pro Woche ein Lerncoaching, in dem sie mit ihrem Coach ihre Wochenziele besprechen. Wie das in Corona-Zeiten und #Homeschooling trotzdem funktionieren kann und wie wichtig Beziehungsarbeit gerade jetzt ist, erzählt mir Thomas Hilsenbeck. Ganz am Ende des Interviews machen wir noch einen kleinen Schlenker zur #Schulentwicklung der Blautopf-Schule. Denn eigentlich wollte die Gemeinschaftsschule im Rahmen einer #Zukunftswerkstatt ihr aktuelles Konzept überdenken. Die Überlegungen gehen sogar soweit, dass man in Erwägung zieht, Wände rauszureißen, um ganz neue #Lernlandschaften kreieren zu können.
Sehr inspirierend könnte dabei das dänische Design Büro #RosanBosch sein https://rosanbosch.com/
Hier der #Tedtalk mit Rosan Bosch über eine Schulprojekt https://www.youtube.com/watch?v=q5mpeEa_VZo
Die Aufnahmequalität ist leider immer noch nicht sehr zufriedenstellen, sorry.
25 Minuten
Ich kenne Yvonne Barckhausen noch aus der Zeit, als wir gemeinsam an der internationalen Deutschen Schule Brüssel gearbeitet haben. Als ich davon erfuhr, dass sie dabei ist eine neue Grundschule in Berlin zu gründen, habe ich sie gleich zu einem Interview eingeladen. Yvonne ist momentan stellv. Schulleiterin der evangelischen Grundschule Wilmersdorf. Die evang. Grundschule Wilmersdorf gehört wie ca. 30 andere Schulen in Berlin und Brandenburg zu Schulen der Evangelischen Schulstiftung (also alles private Schulen in freier Trägerschaft). Wir haben gesprochen über das Grundstück in Berlin Teltow-Zehlendorf, auf dem die Schule 2021 entstehen wird, über die Konkurrenz zur bestehenden Grundschule am Buschgraben und natürlich über das Konzept der neuen Schule mit theaterpädagogischem Schwerpunkt. Yvonne verschafft uns Einblicke in alle möglichen Vorüberlegungen, die man bei einer Schulgründung haben muss.
38 Minuten
Volker Arntz ist Rektor der Hardtschule Durmersheim in Baden-Württemberg, eine Gemeinschaftsschule mit 446 SchülerInnen. Die Hardtschule ist unter den Top 15 nominierten Schulen für den Deutschen Schulpreis 2020. Dieses Jahr haben sich 81 Schulen beworben, 20 Schulen wurden besucht und anschließend 15 für den Preis nominiert. Die Preisträger werden am 20. Mai verkündet. Ich habe mit Volker Arntz über den Schulentwicklungsprozess gesprochen, den die Hardtschule Durmersheim seit ihrer Gründung zur Gemeinschaftsschule im September 2014 gegangen ist. Ich habe viel gelernt über Lernateliers (eine Art Klassenraum), Inputtische (eine Art Lehrerpult), Lernbegleiter (Lehrkraft), Lernjobs (Aufgabensammlung für die SchülerInnen), Lernchecks (Besprechung der Lernjobs), Kompetenzchecks (eine Art Leistungsüberprüfung) und "fit"-Buttons (eine Art Belohnungssystem). Die Hardtschule arbeitet in engmaschigen Teamstrukturen und benutzt dafür ein Teammanagement-Tool namens SCRUM. Volker Arntz hat mich zu einem virtuellen Rundgang durch sein Schulgebäude mitgenommen und ich durfte erfahren, dass Tafeln und Whiteboards an der Hardtschule überflüssig geworden sind, denn Frontalunterricht findet nicht mehr statt. Die Hardtschule ist seit dem 12. März geschlossen und nutzt für das Home-Schooling die seit vielen Jahren etablierte Online-Plattform LEARNscape.
Ein Besuch der Homepage der Schule lohnt. Dort werden regelmäßig wunderbare Arbeiten der SchülerInnen auf school@home gepostet. Unter der Rubrik Informationen gibt es interessante Einblicke in den Schulentwicklungsprozess, aber auch viele inspirierende Seiten zu neuen Lernformen und -strukturen.
Unter https://hardtschule-durmersheim.de/lexikon findet ihr alle Begriffe noch einmal zum Nachlesen.
https://hardtschule-durmersheim.de
https://www.scrum.de
http://www.learnscape.de
Ein Besuch der Homepage der Schule lohnt. Dort werden regelmäßig wunderbare Arbeiten der SchülerInnen auf school@home gepostet. Unter der Rubrik Informationen gibt es interessante Einblicke in den Schulentwicklungsprozess, aber auch viele inspirierende Seiten zu neuen Lernformen und -strukturen.
Unter https://hardtschule-durmersheim.de/lexikon findet ihr alle Begriffe noch einmal zum Nachlesen.
https://hardtschule-durmersheim.de
https://www.scrum.de
http://www.learnscape.de
40 Minuten
Jochen Steinacker ist seit knapp vier Jahren mit Leidenschaft Schulleiter der #Klingerschule, eine berufliche Schule im Frankfurter Stadtteil #Nordend.
Jochen erzählt sehr eindrücklich von den Tagen, als auch in Hessen der reguläre Schulbetrieb eingestellt wurde, von der großen Verunsicherung kurz vor Beginn der schriftlichen #Abiturprüfungen und von den ersten Erfahrungen mit #Homeschooling. Ich habe Jochen gefragt, ob eine Verschiebung des Landesabiturs sinnvoller gewesen wäre und wie seiner Einschätzung nach die SchülerInnen mit der Situation umgegangen sind und umgehen. Und wir haben über Szenarien für die Zeit nach den Osterferien gesprochen.
Die Klingerschule vereint die Schulformen Berufsschule, Berufliches Gymnasium und Berufsfachschule, und hat eine SchülerInnenzahl von insgesamt 830.
Jochen erzählt sehr eindrücklich von den Tagen, als auch in Hessen der reguläre Schulbetrieb eingestellt wurde, von der großen Verunsicherung kurz vor Beginn der schriftlichen #Abiturprüfungen und von den ersten Erfahrungen mit #Homeschooling. Ich habe Jochen gefragt, ob eine Verschiebung des Landesabiturs sinnvoller gewesen wäre und wie seiner Einschätzung nach die SchülerInnen mit der Situation umgegangen sind und umgehen. Und wir haben über Szenarien für die Zeit nach den Osterferien gesprochen.
Die Klingerschule vereint die Schulformen Berufsschule, Berufliches Gymnasium und Berufsfachschule, und hat eine SchülerInnenzahl von insgesamt 830.