Tierärztliche Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 03/07 Archiv
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Ziel der vorliegenden Arbeit war die detaillierte Beschreibung von Anzahl, Lokalisation, Morphologie und Perforationwegen von perforierenden Labmagengeschwüren bei der Kuh. In einer vorgeschalteten retrospektiven Studie wurden die Selektionskriterien für diese Untersuchung erarbeitet. Die Mehrzahl der Patienten waren Rinder der Rasse Deutsches Fleckvieh mit einem Alter zwischen zwei und vier Jahren. Bei den sieben Kühen mit Typ III- Geschwüren (lokal begrenzte Peritonitis) und 16 Kühen mit Typ IV- Geschwüren (generalisierte Peritonitis) dieser Untersuchung lagen alle Perforationen im Korpus des Labmagens. Die Mehrzahl (n=11) der perforierenden Geschwüre vom Typ IV (generalisierte Peritonitis) lag im Pylorusregion-nahen Drittel des Korpus. Bei vier Tieren befand sich die Perforation im „mittleren Drittel“ des Korpus. Bei nur einem Tier mit Typ IV-Geschwür lag die Perforation im Psalter-nahen Drittel. Häufig lagen die Perforationen in den ventralen Labmagenbereichen. So waren bei 13 Patienten die perforierenden Geschwüre in dem Bereich der großen Kurvatur bis zum zentralen Labmagen lokalisiert. Bezüglich der Lokalisation der Geschwüre vom Typ III (lokal begrenzte Peritonitis) konnte keine Häufung innerhalb der Korpusregionen gefunden werden. Die Typ III-Geschwüre traten häufig gleichzeitig mit einer Labmagenverlagerung auf. Meist war nur ein perforierendes Geschwür pro Labmagen zu finden. In nur einem Fall waren zwei perforierende Geschwüre zu finden. Bei zwei Tieren konnte ein Geschwür mit zwei beziehungsweise vier Perforationen nachgewiesen werden. Die Morphologie der Geschwüre war meist oval bis rund mit wallartig aufgeworfenen Rändern. Die Geschwüre hatten meist eine Größe von einem bis vier Zentimeter(n). Bei allen Tieren mit Typ IV-Geschwüren erfolgte die Perforation in der Facies parietalis. Bei den Probanden mit Typ III-Geschwüren war nur einmal eine Perforation in der Facies visceralis zu finden. Hier erfolgte die Perforation also in die Bursa omentalis. Häufig konnte in der Bauchhöhle grün-sulziges Fibrin gefunden werden.
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Die drei verschiedenen Midazolam -Medetomidin – Ketamin (MMK) Dosierungen 0,5 + 0,01 + 1,0 mg/kg (MMK A), 0,5 + 0,02 + 2,0 mg/kg (MMK B) und 0,5 + 0,03 + 3,0 mg/kg (MMK C), und eine etablierte Vergleichsgruppe mit 0,05 + 10,0 mg/kg Medetomidin und Ketamin (MK D) werden im Zusammenhang mit einer Studie zur Verbesserung der Maulhöhlengesundheit und Zahnsteinprophylaxe verglichen. Zusätzlich werden für die mittlere MMK-Dosierung 0,5 + 0,02 + 2,0 mg/kg zwei verschiedene Methoden zur Teilantagonisierung getestet: 0,05 mg/kg Atipamezol, subkutan (A/SC) und intravenös (A/IV), bzw. kombiniert je 0,05 mg/kg Atipamezol und Flumazenil, subkutan (AF/SC) und intravenös (AF/IV). Insgesamt wird jede der 18 Katzen acht- bis neunmal mit einer der verschiedenen Varianten nach dem Zufallsprinzip in Narkose gelegt. Zur Prämedikation bekommen alle Tiere 0,04 mg/kg Atropin fünf Minuten vorher intramuskulär verabreicht. Die Antagonisten werden nach durchschnittlich 68 ± 11 Minuten verabreicht. Um die umfangreichen Messungen in der Maulhöhle abschließen zu können, wird die Hypnose bei Bedarf mit Propofol nach Wirkung verlängert. In den MMK-Gruppen A, B und C wird eine durchschnittliche Anästhesiedauer von 30 ± 15, 45 ± 19 und 68 ± 28 Minuten erreicht. Alle Tiere sind gut relaxiert und eine Intubation ist in über 64% ohne Probleme möglich. Mit ansteigender Dosis wird ein signifikanter Abfall der Atemfrequenz beobachtet, der aber, im Zusammenhang mit venösen Blutgaswerten und der peripheren Sauerstoffsättigung betrachtet, nicht gravierend ist. Der diastolische Blutdruck steigt mit MMK signifikant an. Die Propofolgabe hat auf die Aufwachphase, auch nach Antagonisierung, keinen deutlichen Einfluss. Alle partiellen Antagonisierungsversuche zeigen im Vergleich zur Variante ohne Narkoseaufhebung nur eine Tendenz aber keine signifikante Verkürzung der Aufwachzeit, bzw. der Gesamtnarkosedauer. Die Wiedererlangung des Bewusstseins ist nach Antagonistengabe aber signifikant schneller. Exzitationen und Hyperästhesie treten in Gruppe AF/IV nicht auf, während nur in dieser Gruppe Speicheln beobachtet wird. Für eine Erhebung objektiverer Daten wie Atem- und Herz-Kreislauf Parameter während der Aufwachphase am bereits wachen Tier, wäre Telemetrie eine geeignete Messmethode. Die Kombination mit Flumazenil hat keinen signifikanten Vorteil gegenüber der alleinigen Atipamezolgabe, wobei Atipamezol subkutan in dieser Dosierung kaum Wirkung zeigt. MMK A ist trotz guter kardiovaskulärer Resultate nicht empfehlenswert. Das Verhältnis von Einschlafzeit und Narkosedauer von MMK B und C eignet sich dagegen gut, auch im Hinblick auf die kurative Praxis. Vor allem mit der Option einer Teilantagonisierung stellen diese beiden Dosierungen eine echte Alternative für kurze, bzw. wenig schmerzhafte Eingriffe (z.B. Zahnreinigung, Scheren, Röntgen, Wundversorgung etc.) zu etablierten Kombinationen dar, ohne das Tier mit einer hohen Dosis zu belasten.
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ZUSAMMENFASSUNG Die Anwendung antimikrobieller Wirkstoffe in der Human- und Veterinärmedizin hat zu einer Selektion und Anreicherung antibakteriell resistenter Mikroorganismen geführt. Die Bedeutung tierischer Lebensmittel bei der Übertragung von Bakterien auf den Menschen wurde bereits des öfteren beschrieben. In Europa sind die meisten Y. enterocolitica-Stämme, die bei humanen Gastroenteritiden isoliert werden, vom Bioserotyp 4/O:3. Für menschliche Infektionen stellen symptomlos infizierte Schweine das wichtigste Erregerreservoir dar, dabei gilt Schweinefleisch als wichtigste Kontaminationsquelle. In der Literatur wurde bisher nur über eine Empfindlichkeitsbestimmung von Y. enterocolitica 4/O:3 in Deutschland berichtet. Aus diesem Grund befasste sich diese Studie mit dem Resistenzverhalten dieser Bakterien unter Anwendung zweier unterschiedlicher Methoden. Mittels Agardiffusionsverfahren wurden 200 Stämme (60 humane und 140 porcine) auf die antimikrobiellen Wirkstoffe Ampicillin, Amoxicillin/Clavulansäure, Cefotaxim, Aztreonam, Chloramphenicol, Colistin, Erythromycin, Gentamicin, Streptomycin, Nalidixinsäure, Ciprofloxacin, Tetracyclin, Sulphamethoxazol, Sulphamethoxazol/Trimethoprim und Trimethoprim getestet. Im Anschluss wurden 110 der gleichen Stämme (31 humane und 79 porcine) mittels Bouillon-Mikrodilutionsverfahren untersucht. Die im Handel erhältlichen Mikrotiterplatten wurden vom Nationalen Veterinärinstitut Schwedens bezogen und enthielten die antimikrobiellen Wirkstoffe Ampicillin, Cefotaxim, Ceftiofur, Chloramphenicol, Florfenicol, Gentamicin, Kanamycin, Streptomycin, Nalidixinsäure, Ciprofloxacin, Tetracyclin, Sulfamethoxazol und Trimethoprim. Mittels Agardiffusionstest wurden gegen fünf Wirkstoffe Resistenzen ermittelt. 98,0 % der untersuchten Yersinien waren gegen Ampicillin, 92,5 % gegen Erythromycin, 7,0 % gegen Streptomycin, 2,0 % gegen Sulphamethoxazol und nur 1 Stamm (0,5 %) war gegen den Kombinationswirkstoff Sulphamethoxazol/Trimethoprim resistent. Mittels Mikrodilutionsverfahren wurden bei drei von 13 getesteten Wirkstoffen Resistenzen ermittelt. So waren 97,2 % gegen Ampicillin, 15,5 % gegen Streptomycin sowie 1 Stamm (0,9 %), aus einer humanen Stuhlprobe, gegen Sulphamethoxazol resistent. Dieser Stamm war sowohl mittels Agardiffusions- als auch mittels Mikrodilutionsverfahren multiresistent. Es konnte kein wesentlicher Unterschied zwischen den Resistenzergebnissen humaner und porciner Stämme festgestellt werden. Von den 110 Yersinien waren die Ergebnisse von 82 Stämmen, mittels Agardiffusions- und Bouillon-Mikrodilutionsverfahren, übereinstimmend. Bei 28 Y. enterocolitica-Stämmen wurden unterschiedliche Resultate ermitelt. In 6 Fällen handelte es sich um größtmögliche Fehler, 4 mal sind große und 18 mal geringfügige Fehler aufgetreten. Dabei ist bei dem Vergleich der Ergebnisse der MHK-Wert als der verlässlichere anzusehen. Aus diesem zuletzt genannten Grund und da die Mikrodilution im Gegensatz zur Agardiffusion quantitative Ergebnisse liefert, was für eine effektive Therapie von Bedeutung ist, sollten Empfindlichkeitsbestimmungen mittels Mikrodilution durchgeführt werden. Insgesamt betrachtet, zeigen die Ergebnisse dieser Studie, dass Y. enterocolitica- Stämme 4/O:3 gegenüber den meisten antibakteriellen Wirkstoffen empfindlich sind und nur vereinzelt Resistenzen gegen antimikrobielle Wirkstoffe aufweisen. Des Weiteren ist zu sagen, dass bei Y. enterocolitica-Stämmen 4/O:3, die im süddeutschen Raum isoliert wurden, die Resistenzsituation zum derzeitigen Zeitpunkt nicht problematisch ist und mit den Ergebnissen anderer weltweit durchgeführten Untersuchungen übereinstimmt.
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Epilepsien zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Hund, Katze und Mensch. Sie sind mit einer fortschreitenden Schädigung des zentralen Nervensystems und mit erheblichen Einschränkungen im täglichen Leben verbunden. Trotz Entwicklung zahlreicher neuer Antiepileptika über die letzten Jahrzehnte spricht etwa ein Drittel der Veterinär- und Humanpatienten nicht auf eine Pharmakotherapie an. Diese Pharmakoresistenz von Epilepsien stellt ein schwerwiegendes und bisher ungelöstes Problem für die betroffenen Patienten dar und macht neue Therapiestrategien dringend erforderlich. Eine Ursache der Pharmakoresistenz bei Epilepsien stellt die Überexpression von Multidrug-Transportern in den Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke dar. Die physiologische Funktion dieser Efflux-Transporter besteht darin, den Eintritt von Xenobiotika in das Gewebe bestimmter Körperregionen zu verhindern. Eine Überexpression bei pharmakoresistenten Patienten führt zu einem vermehrten Efflux-Transport von Antiepileptika in die Blutbahn, so dass trotz therapeutischer Plasma-Konzentrationen keine ausreichenden Wirkstoffspiegel im Bereich des epileptischen Fokus erreicht werden können. Auf der Basis der Multidrug-Transporter-Hypothese wurden im Rahmen dieser Dissertation zwei mögliche neue Behandlungsstrategien zur Überwindung der Pharmakoresistenz von Epilepsien im Tiermodell untersucht. In den letzten Jahrzehnten wurde ein direkter intra- oder extraneuronaler Transport von Substanzen nach intranasaler (i.n.) Applikation aus der Nasenhöhle in das Gehirn wiederholt beschrieben. Diese Möglichkeit zur Umgehung der Blut-Hirn-Schranke und der dort lokalisierten Efflux-Transporter wurde im Rahmen dieser Arbeit mittels Untersuchungen zur Gehirngängigkeit von Antiepileptika nach i.n.-Applikation im Rattenmodell näher überprüft. Mikrodialyse-Untersuchungen zur Bestimmung der Extrazellulär-Konzentration von Phenobarbital, Lamotrigin und Carbamazepin im Bereich des frontalen Cortex ergaben keine Hinweise auf einen effektiveren Substanztransport nach i.n.-Applikation im Vergleich zur intravenösen (i.v.) Applikationsform. Die Bestimmung der Phenobarbital-Konzentration im Gesamtgehirngewebe nach i.n.- und i.v.-Verabreichung resultierte ebenfalls in gleichwertigen Konzentrationen. Die Untersuchung einzelner Gehirnregionen 10 min nach i.n. Applikation ergab für den Bulbus olfactorius eine signifikant höhere Gehirn-Plasma-Ratio im Vergleich zur i.v.-Applikation. Im Amygdala-Kindling-Modell der Temporallappen-Epilepsie konnte eine dosisabhängige antikonvulsive Wirkung nach i.n.-Applikation von Phenobarbital beobachtet werden, die in vergleichbarem Maße auch nach i.v.-Applikation zu beobachten war. Insgesamt geben die Untersuchungsergebnisse keinen Hinweis darauf, dass ein direkter Transport von Antiepileptika aus der Nasenhöhle in das Gehirn in therapeutisch relevantem Ausmaß stattfindet und eine Umgehung der Blut-Hirn-Schranke auf diese Weise möglich ist. Eine besondere Eignung der i.n.-Applikation zur Therapie pharmakoresistenter Patienten erscheint daher unwahrscheinlich, kann jedoch endgültig erst durch Untersuchungen in einem Tiermodell für pharmakoresistente Epilepsie beurteilt werden. Die nach i.n.-Applikation von Phenobarbital erreichten Plasma-Konzentrationen in Kombination mit der gezeigten antikonvulsiven Wirksamkeit lassen diesen Applikationsweg jedoch zur nicht invasiven Behandlung eines Status epilepticus oder von Anfalls-Clustern Erfolg versprechend erscheinen. Dem Multidrug-Transporter P-Glycoprotein (P-gp) wird in Zusammenhang mit transporter-basierter Pharmakoresistenz bei Epilepsie besondere Bedeutung beigemessen. Durch pharmakologische Inhibition der P-gp-Funktion gelang im Tiermodell bereits die Überwindung von Pharmakoresistenz. Die Anwendung von Hemmstoffen bringt jedoch den Nachteil einer P-gp-Inhibition in allen Körperregionen mit sich. Eine auf die Blut-Hirn-Schranke begrenzte Reduktion der P-gp-Expression wäre durch den Mechanismus der RNA-Interferenz zu erreichen. Für in vivo-Untersuchungen an Ratten wurde gegen P-gp-mRNA gerichtete „small interfering RNA“ (siRNA) zum Schutz vor endogenen Nukleasen in Liposomen eingeschlossen. Zudem wurde für ein Targeting das Peptid ApoE4 an die Oberfläche der Liposomen gebunden, welches eine Endozytose an Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke vermittelt. Das Ziel einer P-gp-Reduktion auf Protein-Ebene nach i.v.-Applikation derart geschützter und zielgesteuerter siRNA konnte jedoch nicht erreicht werden. Die Quantifizierung der P-gp-Expression in den Endothelzellen der Blut-Hirn-Schranke anhand immunhistochemisch gefärbter Gehirnschnitte ergab 24 h nach Applikation keine Verminderung der P-gp-Expression. Die Ursachen für die ausgebliebene P-gp-Reduktion sind in weiterführenden Untersuchungen zu klären.
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The purpose of this work was to determine the suitability of the scoring (BCS) system according to EDMONSON et al. (1989) for judging body condition of calves by palpation. A total of 307 calves of the breeds German Simmental (Deutsches Fleckvieh) and Holstein-Friesian were examined once at the Clinic for Ruminants (Chair for Internal Medicine and Surgery) of the Ludwig-Maximilians-Universität Munich (LMU), at the experimental farm of that university, or on farms served by the veterinary practice of Dr. med. vet. M. Hof in Bad Wörishofen. An additional, ninth criterion was added to the original system. Furthermore, the components of this system were compared with those of two recently developed "gold standards". The precision and accuracy of the modified system was also tested by comparing the results of examinations of 30 calves by eleven different observers. The modified system was found to be suitable for describing calves' body condition. In comparison with the two gold standards, the system gave better results for the German Simmental calves than for the Holstein-Friesian ones. The questions thus arise as to whether the system is less well suited for the latter breed and should be modified, or whether the newly developed gold standards cannot adequately reflect the body condition of calves. A thorough investigation of these questions is necessary. It would be possible to evaluate the BCS system for example by determining the total body fat and total muscle mass. Calves must be examined by palpation only; this is necessary both because the features of the coat negatively affect the results of visual examination and because the bone processes are not particularly well defined in calves. No additional information is provided either by evaluation of BCS 5 (tuber coxae [hooks] and tuber ischii [pins]) or of BCS 8 (tailhead to pins), since scores for these sites show little variation and also do not correspond well to the other BCS areas. Furthermore, it can be difficult to explain how to locate and evaluate these two areas. In contrast, the newly incorporated costal area (BCS 9) integrates well into the existing system and provides additional information. Therefore a system based on a modification of the system of EDMONSON et al. (1989) is proposed. In this modified system, the degree of precision is very good at both the individual (r = 0.97) and the interindividual (r = 0.87) levels, as is the accuracy. The high quality of the results is a reflection of the ease and simplicity of application of this system. Nevertheless inexperienced examiners must be trained before applying it. The modified system used here is therefore suitable for calves, although it could be improved in regard to calves of the Holstein-Friesian breed. The lack of a recognised gold standard is also unsatisfactory, as this makes evaluation of the system more difficult.
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„Investigation of neurologic outcome and cerebral inflammation after deep hypothermic circulatory arrest in the rat: The impact of the rewarming rate” Despite considerable progress in medicine, and the adapt use of CPB with DHCA, congenital heart defects are still considered a challenge for surgery. Today`s scientific research focuses on CPB with DHCA and the possible cerebral inflammatory reaction, contributing to the often adverse neurologic and neurocognitive outcome following CPB with DHCA. Aim o f this study is to investigate the impact of the rate and duration of rewarming have on postoperative neurologic function, histologic outcome and cerebral inflammatory reaction in a clinically relevant animal model of CPB with 45 min of DHCA in the rat. 20 male Sprague Dawley rats (330 – 390 g) were anaesthetized, endotracheally intubated and ventilated with 2 to 2.5 Vol % Isoflurane in 40 Vol % O2. For pain management all animals received repititive 5µg boli of Fentanyl. Animals were surgically cannulated as follows: the A. sacralis mediana for arterial inflow during CPB, the taking of blood samples and drug administration. The A. epigastrica superficialis for blood pressure monitoring and the V. jugularis externa and V. cava cranialis for venous drainage during CPB. During the cooling phase anaesthesia was maintained with 0.8 to 1Vol % Isoflurane and Cisartracurium was given additionally for muscle relaxation (1,6mg/h). To cool rats down to a rectal temperature of 15 – 18 °C within 30 min, cooling blankets, ice bags and a heat exchanger in the oxygenator were used. At 15 – 18 °C, CPB and anaesthesia were terminated for 45 minutes and the venous drainage was opened every ten minutes to allow the animals to exsanguinate to prevent a right heart dilatation. Rats were then randomly assigned to one of two rewarming groups (n = 10): with reinstitution of CPB and anaesthesia, one group was rewarmed slowly over 40 minutes and a second group fast over 20 minutes back to a rectal temperature of 35.5 °C. When reaching 35.5 °C, animals were weaned from CPB, and anaesthesia was maintained for one hour folllowing CPB. During that time the blood left in the circuit was collected, centrifuged, adjusted with HES and calcium to a hematocrit below 50% and returned to raise the animal`s hematocrit above 30%. Anaesthesia was terminated one hor following CPB. Animals were extubated when showing sufficient spontaneous breathing and allowed to recover under observation in an oxygen enriched environment. Rats were neurologically tested one day prior to CPB with DHCA as well as on the postoperative day. 24 hours following the end of CPB, animals were sacrificed, their brains removed and deep frozen (-70 °C) for further analysis. H&E staining was performed using slices taken at bregma –0.3 and –3.3 to investigate the histological damage in the Gyrus cinguli, Striatum, motor cortex, Hippocampus and Vermis. NF-kB- positive neurons were labelled with an immunhistochemical double staining and counted using light microscopy. Inflammatory parameters TNF-α, COX-2 and I-kB were evalueted using Wetsern Blotting. For the first time this study compares the neurologic outcome following two different rewarming protocols after DHCa in a clinically relevant animal model of CPB with DHCA. Unexpectedly, a better neurologic outcome is seen after fast rewarming. Although results for histology and immunehistochemistry show higher amounts of eosinohilic and NF-kB- positive neurons in this group. Western Blot also shows increased levels of inflammatory parameters COX-2 and I-kB in the fast rewarming group. These findings suggest that the rewarming rate alone is not the chief cause for an adverse neurological out-come after CPB with DHCA. Further studies concerning the mechanisms leading to adverse neurologic outcome and cerebral inflammatory reaction following CPB with DHCA are required.
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Analysis of efficacy and tissue tolerance of local anaesthetics administered prior to castration of male suckling piglets Objective of this project was to examine the efficacy and tissue tolerance of various local anaesthetics used in castration of male suckling piglets. Four to six days old healthy animals were randomized into trial groups (I to IX). Animals of the control groups (I to IV) were treated analogous to the castration groups (V to IX) but not castrated. In groups "Handling" (I) and "Castration" (V) 15 minutes prior to castration/fixation the piglets were fixed as for injection but not medicated (n=28 respective n=55). The injection volume was standardised to 0.5 ml per testes. The animals of group II were injected intratesticularly with 0.9 % saline (n=20), the groups III and VI received Procainehydrochloride intratesticularly (n=21 respective n=52), groups IV and VII were injected with Procainehydrochloride intrascrotally (n=21 each), Group VIII was treated with Procainehydrochloride including Epinephrine intratesticularly (n=49) and group IX with Lidocainehydrochloride intratesticularly (n=52). Blood samples were taken shortly before and one, four and twenty four hours after castration/fixation from the Vena cava cranialis. One, seven and fourteen days after castration the healing process was evaluated by a wound score. The weight gain was established on the day of castration and then one, seven and fourteen days after castration/fixation. During the trials the serum cortisol level was analysed to determine castration pain. Monitoring the group "handling" it became apparent that the handling of the piglets, fixation and blood sampling does not induce a rise in the serum cortisol level. Contrary to that in the group castration (V) one hour after the castration the average cortisol concentration rose significantly caused by the pain induced neuroendocrine stress reaction. Four hours after castration the cortisol level remained significantly increased compared to the basal levels, after 24 hours the serum cortisol concentration was back to normal. All castration groups treated with local anaesthetics (VI to IX) showed the same level of pain induced neuroendocrine stress reaction. The average cortisol concentration one hour after castration showed a comparable or even higher level as the group castration (V). In those groups four hours after castration the cortisol level was also clearly decreased. Twenty four hours later the concentrations were back to the base level of each group. Moreover there is evidence that neither saline nor local anaesthetics cause significant increase of the serum cortisol level after intratesticular or intrascrotal injection. Determination of glucose, CK and AST as well as CK/AST-quotient did not lead to precise evidence about castration induced muscle and tissue defects. The administration of local anaesthetics prior to castration did not have any effect on the weight gain and the wound healing process. But there was the definite finding that the husbandry conditions influenced the wellbeing of the animals. The results of this study lead to the conclusion that injection of local anaesthetics shows a good tissue tolerance but the call for a reduction of the castration pain by presurgical injection of Procainehydrochloride or Lidocainehydrochloride has not been justified. The recommendation is to explore more potent alternatives to castration of suckling piglets without anaesthetisation.
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Investigations on the Population Dynamics of Fleas in Dogs and Cats in the Region of Regensburg, Germany The objective of this study was to compile epidemiological data about the occurrence and distribution of flea infestation by parasitological screening of dogs and cats in the area of Regensburg. Simultaneously, pet owners have been interviewed by use of a questionnaire regarding their experience with flea infestation of their animals and in the environment. The mean infestation rate for dogs was 10 % and for cats 16.3 %. The highest infestation rate for dogs and cats was in August with 20 % for dogs and 36 % for cats. The lowest prevalence of fleas was reported in Januar for dogs (2 %) and in December for cats (8 %). The dominant flea species for dogs (75 %) and cats (92.2 %) was Ctenocephalides felis. Furthermore, Ctenocephalides canis, Archaeopsylla erinacei, Pulex irritans, Ceratophyllus garei, Ceratophyllus gallinae and Spilopsyllus cuniculi were found. With respect to the living sights remarkable more cats from the rural areas (21.6 %) showed a flea infestation. A similar finding could not be confirmed for the examined dogs from urban (9.4 %) and rural (10.6 %) regions. Moreover, it was observed that dogs living in groups (16.7 %) showed significantly higher rates of flea infestation than single husbanded (5.2 %) dogs. There was no correlation between the rate of flea infestation and the status of husbandry (group or single) by cats. Long-haired dogs (16.3 %) showed much higher rates of flea infestation than short-haired (3.9 %) dogs. The same correlation could not be confirmed for cats. The need for efficient and preventive flea control in animals and in their environment is also reconfirmed by the results of single case studies which have been conducted in households with animals already infested by fleas. Thus, on sleeping zones and near dogs and cats infested adult fleas have been confirmed but also flea excrements, flea eggs and flea larvae. These results impressively demonstrate that the narrow environment is a source of flea infestations.
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Das zur Bekämpfung von D. gallinae beim Geflügel kürzlich entwickelte Phoxim 50%-Emulsionskonzentrat (ByeMite, Bayer HealthCare, Animal Health Division) wurde gegen D. gallinae geprüft. Im Vergleich zu einem unbehandelten Kontrollstall mit 1368 Käfigen (5438 Tiere) wurde ein Stall mit 2112 Käfigen (8138 Tiere) gemäss den Angaben des Herstellers behandelt. In den 49 Tagen der Studie wurde der Milbenbefall regelmäßig untersucht. Beide Betriebe waren natürlich mit D. gallinae infestiert. Im Behandlungsbetrieb erfolgte die zweimalige Ausbringung einer 2000ppm Phoxim – Gebrauchslösung im Abstand von 7 Tagen. Die dafür entwickelten Milbenfallen wurden in beiden Betrieben an den Tagen -1, 2, 6, 9, 13, 20, 34 and 48 aufgestellt und nach 24 Stunden eingesammelt. Die gefangenen Milben wurden hinsichtlich ihrer Entwicklungsstufen (Eier, Larven, Nymphen, Adulte) differenziert und gezählt. Bereits 3 Tage nach der erstmaligen Ausbringung der Spraylösung war die Wirksamkeit gegen D. gallinae > 96%. Nach der zweiten Sprühung betrug die Wirksamkeit >99%. Die Milbenpopulation im unbehandelten Kontrollbetrieb stieg im Kontrollbetrieb in der Vergleichsperiode um mehr als 400% an. Daraus kann geschlossen werden, dass die 2 Sprühungen hochwirksam gegen D. gallinae sind. In der zweiten Studie wurde zur Erfassung der Epidemiologie in einem Betrieb mit Volieren – und in einem Betrieb mit Bodenhaltung ein Milben – Monitoring mittels Milbenfallen durchgeführt. Die Untersuchung begann in der Serviceperiode vor Einstallung der Junghennen und endete mit der Ausstallung der Legehennen. Im ein- bis zweiwöchigen Intervall wurden in den Betrieben Fallen aufgestellt und jeweils nach 24 Stunden eingesammelt. Die Ergebnisse zeigten, dass D. gallinae bereits 26 und 39 Tage nach der Neueinstallung in den gewählten Betrieben nachgewiesen werden konnte. Die Milbenpopulation stieg mit gewissen Schwankungen kontinuierlich nach erstmaliger Feststellung, bis zur zwingend notwendigen Behandlung an. Aufgrund der massiven Belästigung des Stallpersonals musste an den Tagen 227/ 234 und an den Tagen 278/ 285 eine Behandlung mit einer 2000ppm Phoxim – Gebrauchslösung gegen den Befall mit D. gallinae, im Abstand von 7 Tagen durchgeführt werden. Die Phoxim - Sprühung der Voliere bewirkte eine Milbenreduktion zwischen 90 und 99,3%. Im Betrieb mit Bodenhaltung zeigte sich eine Reduktion der Milben zwischen 94,5 und 97%. In beiden Studien konnte keine Auswirkung des Milbenbefalls auf die täglich verendeten Legehennen und die Legeleistung festgestellt werden.
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Drei kommerzielle Testkits wurden in Hinblick auf ihre Routinetauglichkeit zum Tierartennachweis untersucht. Den Bereich der protein-basierenden Verfahren vertrat der ELISA Testkit von Transia. Als molekularbiologische Methoden wurden einerseits ein DNS-Chip (CarnoCheck) und andererseits eine PCR auf Basis von Spezies-spezifischen Primern (CIB-A-Kit) eingesetzt. Mit Hilfe von Modellwürsten bekannter tierartlicher Zusammensetzung wurde die spezielle Untersuchung der Testkits in Hinblick auf Sensitivität, Spezifität, Zeit- und Kostenaufwand durchgeführt. Hierfür wurden 240 Proben in 20 Versuchsläufen à 12 Brühwürsten mit Konzentrationen der nachzuweisenden Tierarten Rind, Schwein, Huhn und Pute von 0,1% sowie 0,5% und 1,0% untersucht. Die Vorteile einer Sensitivität von 0,1% und die Möglichkeit der Differenzierung der Tierarten Huhn und Pute lagen auf Seiten des CIB-A-Kit und des CarnoCheck. Der ELISA erreichte dagegen nur eine Sensitivität von 0,5%, ohne zwischen den Spezies Huhn und Pute differenzieren zu können, obwohl der Geflügel-ELISA signifikant (p=0,006) sensitiver für Pute war. Allen Testkits gemeinsam war eine hohe Spezifität gegenüber den getesteten Spezies. Die Kosten für den ELISA lagen im Bereich der Reagenzien, der Verbrauchsmaterialien und der Geräte deutlich unterhalb des finanziellen Aufwandes, der für die beiden molekularbiologischen Methoden notwendig war. Bezüglich der laufenden Analysekosten war der CarnoCheck dagegen äußerst preiswert im Vergleich zu den anderen beiden Verfahren. In Hinblick des zeitlichen Aufwandes lag der ELISA mit knapp 5 ¾ Stunden vor dem CarnoCheck mit ca. 8 ½ Stunden für die Analyse von 12 Proben. Beide hatten einen deutlichen Abstand zum CIB-A-Kit, der für die Untersuchung von 12 Proben auf 4 Tierarten ca. 13 Stunden in Anspruch nahm. Im Routineeinsatz hat sich der ELISA seit Jahren bewährt, könnte jedoch vom CarnoCheck als Screening Verfahren abgelöst werden, während der CIB-A-Kit eher zur Kontrolle unschlüssiger ELISA-Ergebnisse einsetzbar ist.
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Strohbach, Kristin Spätergebnisse chirurgisch versorgter Beckenfrakturen der Katze aus den Jahren 1985-2005 Nach einleitender Darstellung der Anatomie des Katzenbeckens, werden anhand der Literatur die Ätiologie, Häufigkeit, Lokalisation, Symptomatik, Diagnostik, Klassifikation, Begleitverletzungen, Prognose und Komplikationen von Beckenfrakturen erläutert. Außerdem werden die konservativen und chirurgischen Therapiemethoden inklusive der operativen Zugänge beschrieben. Es konnten 184 Katzen mit 712 Beckenfrakturen kontrolliert werden, die in den Jahren 1985 bis 2005 an der Chirurgischen Universitäts-Tierklinik München operativ versorgt worden waren. Der durchschnittliche Kontrollzeitraum betrug 4,6 Jahre. Über die Hälfte der Tiere war zum Zeitpunkt des Traumas jünger als zwei Jahre. Als häufigste Verletzungsursache konnten Autounfälle (34,2 %) und Fensterstürze (21,2 %) ermittelt werden. Drei Viertel der Patienten waren bei der Einlieferung in die Klinik polytraumatisiert. Als häufigste Begleitverletzung konnte bei der Hälfte der Katzen ein Thoraxtrauma gefunden werden. Zusätzliche Verletzungen des Skelett- und Nervensystems zeigten 32 % und 23 % der Patienten. Aufgrund der speziellen Beckenringstruktur traten bei 93 % der Katzen multiple Beckenfrakturen auf. Die Dislokation der Fragmente verursachte bei drei Viertel der Patienten eine Beckeneinengung. Am häufigsten waren das Schambein (26,5 %), die Iliosakralgelenke (24,7 %) und das Sitzbein (20,4 %) betroffen. Etwas seltener wurden Frakturen des Darmbeins (14,2 %), des Azetabulums (6,6 %), des Kreuzbeins (4,1 %) und der Symphyse (3,5 %) diagnostiziert. Als häufigste Frakturkombinationen wurden Luxationen im Iliosakralgelenk kombiniert mit Beckenbodenfrakturen und kontralateralen Iliumfrakturen gefunden. Die chirurgische Versorgung der Beckenfrakturen wurde nach durchschnittlich 3,4 Tagen durchgeführt. Luxationen im Iliosakralgelenk waren überwiegend nach kranial disloziert und lagen zu 37,5 % beidseitig vor. Eine operative Versorgung durch Zugschraubenosteosynthese wurde bei 80,7 % durchgeführt. Bei 78,9 % der operierten Iliosakralgelenke kam es zu einer vollständigen Ankylosierung und bei 11,2 % konnten Arthrosen diagnostiziert werden. Spondylopathien wurden bei 6,3 % der betroffenen Katzen gefunden. Die Lahmheitsfrequenz betrug 3,9 %. Bei den Iliumfrakturen wurden am häufigsten Schrägfrakturen des mittleren Darmbeinkörperdrittels mit Dislokation nach kraniomedial diagnostiziert. Die chirurgische Fixation erfolgte mehrheitlich mit 2.0-mm-DCP-Platten. Die Häufigkeit von Schraubenlockerungen betrug 33,0 %. Eine überschießende Kallusbildung führte bei 9,1 % der Katzen zu einer Beckeneinengung ohne klinische Beeinträchtigung. Bei der Langzeitkontrolle wurde eine Arthrosefrequenz von 15,2 % und eine Lahmheitsfrequenz von 4,0 % ermittelt. Eine Schmerzhaftigkeit im ipsilateralen Hüftgelenk wurde bei 42,4 % und eine Muskelatrophie der Gliedmaße bei 27,3 % der Tiere festgestellt. Azetabulumfrakturen waren mit 46,8 % am häufigsten im mittleren Pfannendrittel lokalisiert. Die Fixation wurde überwiegend mit 2.0-mm-DCP-Platten vorgenommen. In 13,6 % der Fälle konnte eine Schraubenlockerung festgestellt werden, die bei einer Katze eine hochgradige Beckeneinengung verursachte. Zum Kontrollzeitpunkt betrug die Arthrosefrequenz 65,9 % und die Lahmheitfrequenz 15,9 %. Bei 6,8 % der Katzen wurde während des Heilungsverlaufes eine Resektionsarthroplastik des Femurkopfes durchgeführt. Die fast ausschließlich konservativ therapierten Sitzbeinfrakturen führten bei 27,6 % der Katzen zur Bildung einer Pseudarthrose, die zu 57,9 % auf den Sitzbeinhöcker lokalisierbar war. Pubisfrakturen waren zu 39,0 % beidseitig lokalisiert und konsolidierten zu 83,6 % vollständig nach konservativer Therapie. Zur vollständigen Ankylosierung der Faserknorpelfuge nach einer Symphysiolyse kam es bei 72,0 % der Katzen. Sakrumfrakturen waren zu 79,3 % mit ipsilateralen Luxationen im Iliosakralgelenk kombiniert. Zur Bildung von Arthrosen und Spondylopathien kam es in jeweils 22,2 % der Fälle. Eine Lahmheit und anhaltende neurologische Defizite wurden bei 7,4 % und 1,5 % der Tiere gefunden. Bei den 184 chirurgisch versorgten Katzen konnte eine gesamte Arthrosefrequenz von 32,1 % und eine Lahmheitsfrequenz von 11,4 % festgestellt werden. Aus den Untersuchungsergebnissen von Böhmer (1985) lässt sich nach konservativer Therapie eine gesamte Arthrosefrequenz von 48,8 % und eine Lahmheitsfrequenz von 7,9 % ermitteln. Im Vergleich der verschiedenen Frakturlokalisationen waren die Arthrosefrequenzen nach Iliosakralgelenksluxationen, Azetabulum- und Iliumfrakturen geringer und nach Sakrumfrakturen höher als bei Böhmer (1985). Nach chirurgisch versorgten Iliosakralgelenksluxationen und Iliumfrakturen wurden weniger und nach Azetabulum- und Sakrumfrakturen mehr Lahmheiten als bei Böhmer (1985) diagnostiziert.
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Mortality due to acute myocardial infarction has been drastically reduced by optimal means of intervention, but loss of myocytes is leading to heart failure later on and with it to an impaired quality and expectancy of the patient´s life. The research of adult stem and progenitor cells gave hope that transplantation of these cells into infarcted tissue could restore its contractile function. One potentially therapeutically viable kind of cells are endothelial progenitor cells, but there are only limited numers of cells available. Also at present there is no consensus how best to obtain endothelial progenitor cells. In this study we used two different procedures of culturing endothelial progenitor cells from peripheral blood that had been applied regularly in earlier studies and compared both cell types with each other, regarding their manner of growth, their morphology, expression of surface markers and their angiogenic potential on matrigel. It turned out that cells, which were obtained from unfractioned mononuclear cells, survived only for a short period of time in culture, showed little proliferation and expressed different kinds of markers. We called these cells angiogenic cells. Cells which were obtained from CD34+ mononuclear cells on the other hand survived in culture for up to 20 weeks, were highly proliferative and showed a homogenous expression of markers. We refered to these cells as endothelial cells. Both kinds of cells were transplanted into the myocardium of athymic nude rats, after experimental infarction and the ventricular function was assessed via sonography. After 14 days a significant improvement of the ventricular function was found in both cell groups compared to the control group that had only received culture medium, but no significant effect on the size of the infarction was found. Assessment of left ventricular morphology showed a significant decrease of ventricular dilation and wall thinning in infarction area. Vessel formation was studied after 3 and 14 days, using markers for smooth muscle cells and von Willebrand factor-positive cells. No differences were found in angiogenesis. These results show that different ways of obtaining endothelial progenitor cells lead to distinctly different cell populations which however have very similar effects after transplantation into the infarcted area, which is an improvement of ventricular function and remodeling, probably caused by paracrine effects.
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The objective of this work was to examine follicular and oocyte growth in canine ovaries with light and electron microscopic techniques and to characterize canine oocytes during in vitro maturation. Ovaries of healthy bitches of different ages (4 months to 12.5 years)and breeds were used, which had undergone elective ovariohysterectomy at local veterinary clinics. The ovaries of 15 bitches were fixed in Bouin`s solution or paraformaldehyde (4%) for immunohistochemical studies and of three bitches in Karnovsky`s solution for electron microscopic evaluation. COCs and oocytes were recovered from 61 other bitches by slicing the ovaries. They were then examined before and after in vitro maturation (24 to 72 hours) in modified TCM-199 either by native evaluation or after fixation in paraformaldehyde (4%) and nuclear staining (propidium iodide/Hoechst 33342), immunofluorescence or glycohistochemistry. The evaluation of the fluorescence microscopic staining was performed by confocal laser scanning microscopy. Oocytes and COCs after 0, 24, 72 and 90 hours of in vitro maturation were also subjected to electron microscopic examination. The morphology of the canine ovary in light and electron microscopic aspects is comparable to that of other domestic animals. Primordial, primary, secondary and tertiary follicles were regularly seen. The diameter of the oocytes and of the germinal vesicle, as well as the thickness of the zona pellucida, clearly increases during oocyte development. Growing canine oocytes are characterized ultrastructurally by rapid growth in the number of cellular organelles, particularly mitochondria, smooth endoplasmatic reticulum and lipid droplets. Mitotic division starting at the primary follicle stage can be regularly observed by immunostaining with the proliferation marker Ki-67. Further immunohistochemical studies on ovaries indicate that estrogen receptors alpha and beta, as well as MMP-1, -2, -14 and TIMP-2 show a specific distribution in bitches. Canine oocytes could easily be isolated by slicing the ovaries. The number of recovered oocytes was clearly influenced by the age of the donor bitch but not by the breed, the reproductive status or the transportation time between time of surgery in the veterinary clinic and the recovery of the oocytes in the laboratory. 48% of all isolated oocytes had a dark homogenous ooplasm and multiple dense layers of cumulus cells. After in vitro maturation, morphological changes like the formation of vesicles and the loss of cumulus cells could be observed in most of the COCs. Immediately after recovery, the nuclei of all oocytes were at the germinal vesicle stage, although the chromatin showed different degrees of condensation. While first signs of the resumption of meiosis were seen after 24 hours of culture, only one oocyte in metaphase II could be seen after 72 hours. Nuclear and cytoplasmatic maturation could be detected by electron microscopy for up to 24 hours of in vitro culture, as well as signs of degeneration, which were even more prominent after longer culture periods. The immunoreaction of ZP3beta, alpha-Tubulin and Connexin 43 and the binding sites of the lectins WGA and SBA showed characteristic changes in canine oocytes and COCs before and after in vitro maturation.
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In den letzten Jahrhunderten wurde postuliert, dass der komplexen Verarbeitungsleistung des adulten Säugetiergehirns ein stabiles Netzwerkgefüge zugrunde liegen würde. Diese Hypothese wurde kontinuierlich durch die Erkenntnis ersetzt, dass adulte Säugetiergehirne permanent einer massiven strukturellen und synaptischen Plastizität unterliegen. Teil dieser Plastizität ist eine lebenslang in hohem Maße stattfindende Neubildung von Nervenzellen in zwei regional begrenzten Gehirnarealen, den primären neurogenen Zonen. Daneben existieren multipotente neuronale Vorläuferzellen in diversen Bereichen des adulten Säugetiergehirns deren Potential neue Neurone im naiven Gehirn zu bilden, vielfach diskutiert wird. Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit (Publikation 1) wurde das neurogene Potential des piriformen Cortex (PC) adulter Ratten untersucht. Der PC ist der größte Anteil des olfaktorischen Cortex und entscheidend an der Verarbeitung verschiedener Riecheindrücke beteiligt. Es konnte eine Zellneubildung mit neuronalen Charakteristika im PC nachgewiesen werden, die im Vergleich zu den beiden primären neurogenen Zonen jedoch um ein Vielfaches geringer war. Weiterhin konnte die Existenz von neuronalen Vorläuferzellen abgesichert werden, aus denen sich die neugebildeten Neurone direkt bilden könnten. Weiterführende Untersuchungen ergaben, dass die neugebildeten Zellen jedoch nicht über einen langen Zeitraum erhalten bleiben. Im Vergleich zu freilebenden Tieren werden Laborratten unter deprivierten Bedingungen gehalten. Da in der Vergangenheit gezeigt wurde, dass eine Umwelt mit gesteigerten Sinneseindrücken die Überlebensrate von neugebildeten Neuronen in den primären neurogenen Zonen steigert, kann weiterhin vermutet werden, dass die Überlebensdauer der neugebildeten Zellen im PC unter natürlichen Umweltbedingungen ebenfalls gesteigert ist. Im zweiten Teil der Arbeit (Publikation 2) wurden spezifische pathophysiologische Mechanismen neurogeneseabhängiger plastischer Veränderungen im Hippocampus zweier Rattenmodelle mit Epileptogenese charakterisiert. Während ihrer Entwicklung bilden neuronale Vorläuferzellen im adulten Säugetierhippocampus transient kurze basale Dendriten aus. In epileptischen Tieren und in Epilepsiepatienten persistieren diese Dendriten und weisen weitere morphofunktionelle Eigenschaften auf, die als prokonvulsive plastische Netzwerkveränderungen interpretiert werden. Daher wurde die Generierung dieser sog. hilaren oder persistierenden basalen Dendriten direkt mit dem Auftreten von epileptischen Anfällen in Verbindung gebracht. Genauere Untersuchungen, die diese Vermutung stützen, fehlen jedoch. Die Daten der vorliegenden Arbeit belegen, dass persistierende basale Dendriten charakteristisch für ein chronisches epileptogenes, neuronales Netzwerk und nicht unmittelbar eine Folge von epileptischen Anfällen sind. Spontane wiederkehrende Anfälle resultieren jedoch in einer weiteren Steigerung der Anzahl dieser Dendriten. Basierend auf der Hypothese, dass die Persisitenz der Dendriten die Epilepsieprogression und den Erkrankungsgrad steigert, kann weiterhin gefolgert werden, dass auch in Phasen der Anfallsfreiheit diese Form aberranter neurogeneseabhängige Plastizität zu einer Progression der Epilepsie beiträgt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen demonstrieren einheitlich die weit reichende Bedeutung neurogeneseabhängiger plastischer Veränderungen limbischer Strukturen unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen. Eine weiterführende Aufklärung des regenerativen Potentials der transienten Nervenzellneubildung im PC ist aus Sicht einer möglichen Therapie diverser neurologischer Erkrankungen von Relevanz. Das endogene Reservoir multipotenter Vorläuferzellen in dieser und weiterer Gehirnregionen könnte für den funktionellen Ersatz erkrankungsbedingt untergegangener Neurone verwendet werden. Neben diesem regenerativen Potential existieren Hinweise auf eine pathophysiologische Bedeutung der neurogeneseassoziierten Plastizität bei Epilepsien. Die weiterführende Charakterisierung und die Aufklärung der funktionellen Relevanz dieser permissiven Alterationen sind für die Entwicklung einer kausalen Therapie sowie einer Epilepsieprophylaxe von Bedeutung.