Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 18/19 Archiv
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Hintergrund: Um die häufig als schwierig empfundenen Entscheidungen zur Therapiebegrenzung (TBE) bei fortgeschrittener Tumorerkrankung zu erleichtern, soll eine klinisch-ethische Leitlinie zur Therapiebegrenzung entwickelt und implementiert werden. In einer Vorher-Nachher Erhebung werden die Effekte dieser Leitlinie auf die Entscheidungspraxis untersucht. Hier werden die Ergebnisse aus der ersten Baseline-Erhebung vorgestellt. Methode: In der Medizinischen Klinik III des Klinikum Großhadern wurden in einem für die Baseline-Erhebung wurden entwickelten Dokumentationsbogen TBE anhand verschiedener Informationsquellen erfasst. Insgesamt wurden im Zeitraum von April-September 2012 625 Patienten erfasst. Hiervon wurden 567 Patienten wegen einer Neoplasie behandelt; dieses Patientenkollektiv wurde für die weitere Auswertung herangezogen. Die Messperiode wurde abgeschlossen, als n = 76 Patienten als verstorben erfasst waren. Ergebnisse: Bei 147 (26%) von 567 Patienten wurde eine TBE dokumentiert. Diese wurden während der Behandlung zum Teil verändert bzw verworfen. Bei Abschluss der Erhebung war bei 138 Patienten eine TBE festgelegt worden: bei 62% der Patienten (n = 85) „keine Reanimation“ und „keine Verlegung auf Intensivstation“; bei 37% (n = 51) wurde nur „keine Reanimation“ festgelegt worden. Bei 62 der 76 verstorbenen Patienten (82%) ging dem Tod eine TBE voraus. Auf der Normalstation ereigneten sich 37% (n = 28) der Todesfälle. Nach Verlegung in die Klinik für Palliativmedizin (gleiches Klinikum)/ins Hospiz/in die häusliche Palliativversorgung verstarben 55% (n = 42). Eine TBE wurde auf Normalstation im Median 6 Tage, auf Palliativstation 10,5 Tage vor dem Tod festgelegt. Diskussion: Die Häufigkeit der dokumentierten TBE ist höher als in der Literatur berichtet. Die Entscheidungen fielen im Median eine Woche vor dem Tod und damit eher spät im Erkrankungsverlauf. Die TBE „keine Reanimation“ und keine Verlegung auf Intensivstation“ wurden differenziert wahrgenommen und festgelegt. Eine Einbeziehung der Patienten in die TBE wurde in dieser Studie noch nicht erfasst. Diese wird Gegenstand der fallbezogene Befragung von Ärzten, Pflegenden und Patienten sein.
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Background: Expression patterns of microRNAs in body fluids show potential to be used as noninvasive rapid and accurate biomarkers for various diseases.The study aimed to (i) identify patterns of microRNA signatures for diagnosis of tuberculosis (TB) and (ii) assess significance of a patient’s genetic background on signature composition and diagnostic performance. Patients and Methods: The study enrolled consented participants from Europe and Africa. Circulating miRNAs were measured and compared between patients belonging to the following categories; (i) active pulmonary tuberculosis (PTB), (ii) healthy individuals (H), (iii) active pulmonary TB co-infected with HIV (PTB/HIV), (iv) latent TB infection (LTBI) and (v) other pulmonary infection (OPI). As a first step, pooled sera of 10 participants from each category and region of enrolment were measured by TaqMan low-density arrays. Secondly, the identified significant miRNA signatures were applied to 56 individual sera aiming to discriminate between H and PTB patients. Next, the identified miRNA signatures were analysed for their diagnostic performances using multivariate logistic analysis, and Relevance Vector Machine (RVM). The diagnostic performance of both models was evaluated by a leave-one-out-cross-validation (LOOCV).