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Quotenmeter Archiv

421 Episoden
40 Minuten
Der Fernsehsender Sat.1 startete am Montag seine neue Nachmittags- und Vorabendsendung «Volles Haus! Sat.1 Live», die werktags zwischen 16.00 und 19.00 Uhr ausgestrahlt wird. Zum Start hatte man Britt Hagedorn geladen, die freudig davon erzählte, dass sie seit Längerem auf der spanischen Insel Mallorca lebt. Zu ihrer Talkshow selbst hatte Hagedorn wenig zu sagen, immerhin hat man nach knapp 20 Minuten den Fernseher angeworfen und so schauten Jasmin Wagner und Jochen Schropp gemeinsam mit der Talkshow-Moderatorin «Britt – Der Talk». Gegen Ende der Talkshow wurde bereits gezeigt, dass Ingo Lenßen das Studio betrat. Apropos Studio: Man habe sich zwar Mühe gegeben, ein komplettes Haus zu bauen, doch die Kamera zeigt, dass es auch nur eine angemietete Halle ist. Nach drei Tagen mit jeweils drei Stunden «Volles Haus! Sat.1 Live» fällt das Ergebnis ernüchternd aus: Die Moderation ist ausbaufähig, die Themen sind uninteressant und laden zum Zappen ein. Nur die sehr langen Einspielfilme wie «Die Wüstenköniginnen» und «Das Spar-Dinner» werten die Sendung auf. Die Quoten sind übel, Sat.1 wird aber wohl trotzdem an dem Programm festhalten.
41 Minuten
Mit «Hartz und herzlich» sowie den Vorabendserien «Berlin – Tag & Nacht» und «Köln 50667» haben die Verantwortlichen von RTLZWEI vor vielen Jahren extrem erfolgreiche Standbeine geschaffen, die teilweise auch heute noch richtig gut laufen. Doch inzwischen hat die Fernsehstation mitunter arge Quotenprobleme, weil fast nur noch über 50-Jährige zuschauen. Anlässlich des 30. Geburtstages, der am 6. März zelebriert wird, muss RTLZWEI dennoch neue Formate entwickeln. Denn: Viele Formate laufen bei den Umworbenen schrecklich, inzwischen kommen nur noch Formate für das ältere Publikum auf gute Werte. Doch Geschäftsführer Andreas Bartl sollte wissen, dass man mit den Doku-Soaps aus Mannheim & Co. nicht noch zehn Jahre bestreiten kann. Ein großes Fragezeichen ist auch das Nachmittagsprogramm des Senders. Zahlreiche Neustarts waren wirkliche Rohrkrepierer und erreichten nicht einmal noch ein Prozent bei den Umworbenen. Drei Abende werden bei RTLZWEI mit hochkarätigen Spielfilmen bestritten, die allerdings weder medial noch quotenmäßig Beachtung finden.
44 Minuten
Die fünfte Jahreszeit ist an ihrem Höhepunkt angelangt und die Fernsehzuschauer bekommen wieder zahlreiche Faschings- respektive Karnevalsübertragungen angeboten. Ein Teil der mehrstündigen Shows sind zahlreiche Witze von Prominenten oder Künstlern, die das Publikum unterhalten möchten. Aber sind Formate wie «Kölle Alaaf» tatsächlich noch angebracht? Der Quotenmeter-Podcast bespricht das Thema Comedy auf eine andere Weise: Während Karnevals-Comedy als Klamauk deklariert wird, gibt es zahlreiche andere Formate. Auf einer höheren Ebene sind Formate wie «TV total» und «heute-show» angesiedelt, die mit vorbereiteten Einspielern und verschiedenen Programmpunkten überzeugen möchten. Die Speerspitze kommt aus Köln: Jan Böhmermann und sein «ZDF Magazin Royale», das zahlreiche Personen, Organisationen und anderen Verdächtigen die Leviten gelesen hat. Heutzutage ist Comedy gepaart mit Information. Das kommt beim Publikum gut an, die Einschaltquoten sind in Mainz hoch.
5 Minuten
Mit der letzten Episode der dritten Staffel werden die Fernsehzuschauer mit dem Abschluss einiger Charaktere überrascht.
3 Minuten
«German Crime Story: Gefesselt» ist eine Serie, die inszenatorisch problemlos mit internationalen Formaten auf einer Ebene steht. Für die erzählte Geschichte vermag allerdings nie der Funke überzuspringen, die stetig präsente Unbehaglichkeit passt zwar zur Hauptfigur und deren Taten, erzeugt aber insgesamt genau das Gegenteil von Unterhaltung.
10 Minuten
Welch Wehklagen. Es ist vorbei. Nach nur zwei Staffeln hat Netflix die Serie aus dem Programm geschmissen.
40 Minuten
Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hat die Fusion zwischen dem Fernsehangebot von RTL und dem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr mächtig verbockt. Als Kopf des Unternehmens ist es ihm nicht gelungen, eine gemeinsame Philosophie zu vermitteln und die Marken miteinander zu kombinieren. Er lässt auf sein Missmanagement Taten folgen und das ist ein krasser Stellenabbau. Es ist wirklich verwunderlich, dass man im Hause RTL mit den Gruner +Jahr-Marken so stiefmütterlich umging. «Chefkoch TV» war eine lieblos zusammengewürfelte Kochshow, die mit diesen Zutaten nur scheitern konnte. «Gala» hebt sich am Samstag ebenfalls nicht ab. Zahlreiche Chancen lässt man liegen: Nach [[Die Höhle der Löwen]] könnte ein «Business Punk» die Deals analysieren, neue Produkte vorstellen und erklären, woran die Verträge scheiterten. Eine Fernsehversion von „Beef“ könnte eine kleine Talkshow werden, in der gemeinsam unter Männern gegrillt wird. Und wenn sich RTL schon dem älteren Publikum widmet, wieso gibt es kein «Landlust» am Sonntagnachmittag? Rabe ist seit einem Jahr auch RTL-Chef und bestimmt damit maßgeblich die Entscheidungen der Sendergruppe. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner sind wirklich entsetzt, wie man so viel Potenzial liegen lassen kann. Bestes Beispiel ist der lineare Fernsehsender GEO, der einfach ein gewürfeltes Programm anbietet. Keine Sendung passt zum Vorgängerprogramm, das ist wirklich schlecht umgesetzt.
43 Minuten
In der vergangenen Woche teilte der Fernsehsender NBC mit, dass die Sony -Pictures-Television-Serie «The Blacklist» nach der zehnten Staffel eingestellt wird. Die Autoren haben also noch genügend Zeit, dass sie die Handlung zu einem guten Ende führen können. Solche Entscheidungen sind zwar nicht ganz neu, waren aber in der Vergangenheit eher selten. Noch vor einigen Jahren gehörten die Upfronts, die Mitte Mai stattfanden, zu den spannendsten Wochen im Jahr. Die fünf Fernsehstationen veröffentlichten an fünf Tagen das Line-Up für den Herbst. Doch das Entertainment-Business verändert sich: Serien werden zu Streaming-Titeln und deshalb will man dem Zuschauer abgeschlossene Enden präsentieren. Auf der anderen Seite versuchen die Streaming-Giganten wie Hulu und Netflix das Portfolio mit zahlreichen Miniserien wie «Inventing Anna» oder «The Dropout» aufzustocken. Selbst bei großangelegten Projekten wie «1899» von Baran bo Odar zog man trotz hohen Investitionen den Stecker, im Gespräch mit Fabian Riedner teilte Veit-Luca Roth mit, dass die Serie am Ende sehr zäh war. Man munkelt in der Branche, dass es schlussendlich die sehr hohe Abbruchrate war, die der Serie das Genick brach.
44 Minuten
Wie sieht das Programm von VOX in zehn oder zwanzig Jahren aus? Wenn es nach VOX-Unterhaltungschefin Kirsten Petersen, die unter anderem «Let’s Dance» in ihrer Vita vorweisen kann, geht, dann wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Die Fernsehstation setzt seit Jahren auf ihre altbekannten Marken. Wie viel «Die Höhle der Löwen» verträgt der Fernsehzuschauer aktuell noch? Die früheren Erfolgszeiten sind vorbei und neue Formate fruchten aktuell nicht. Die dreiteilige Reportage-Reihe «Zum Schwarzwälder Hirsch», in der «Schmeckt nicht, gibt’s nicht»-Star Tim Mälzer mit an Down-Syndrom erkrankten Menschen kochte, war beispielsweise nur mittelmäßig. Inhaltlich konnte der neue «First Dates»-Ableger nicht punkten. Bei VOX hat man sich allerdings erfolgreiche Sendergesichter aufgebaut: In der Daytime kommentieren «Mein Kind, dein Kind»-Zuschauer seit Jahren das Geschehen, die Mallorca-Auswanderer gehören zur Sammlung des Senders und mit «Ab ins Bett!»-Akteuren kann man zahlreiche Formate besetzten. Das hört sich unterm Strich an, als wäre VOX verhältnismäßig gut aufgestellt. Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag!
42 Minuten
Die Rückkehr stand an: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» ist im Jahr 2023 wieder im australischen Dschungel angekommen. In Pandemiejahr 2021 sendete man aus der Gemeinde Hürth, vor zwölf Monaten bewohnte man das südafrikanische Camp, in dem die australische Version gedreht wird. Jetzt ist man wieder zurück und die Zuschauer freuen sich. Allerdings hält sich die Begeisterung zunehmend in Grenzen, denn die Reichweiten sind weiterhin im Sinkflug. Noch vor drei Jahren waren bis zu sechs Millionen Menschen dabei, die aktuellen Werte unterbieten die bisherigen Tiefstwerte – mit Ausnahme der Container-Show aus dem Jahr 2021. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich einige Episoden von «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus» angeschaut und ziehen ein Zwischenfazit. Für sie werden die zahlreichen Teilnehmer in stereotypische Charaktere eingeteilt, die zu funktionieren zu haben. Unter anderem glauben die beiden, dass Papis Loveday und Lucas Cordalis Chancen auf die Krone haben.
44 Minuten
Als Netflix vor knapp sechs Jahren auf dem deutschen Markt startete, war die Euphorie groß. Die englische Premier League, zahlreiche amerikanische Sportarten und ein paar außergewöhnliche Ligen gab es für einen sehr günstigen Preis von nur zehn Euro. Sky Deutschland mit seinem Tarifdschungel und hohen Preisen war damals sehr unbeliebt. Doch dann holte sich Sky die Premier League zurück, der Aufschrei war zunächst groß. Doch inzwischen haben zahlreiche Fans ein Abo abgeschlossen. Bei DAZN bekommt man zwar weiterhin Spitzensport wie fast die komplette Champions League und die Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga, dennoch waren die Fans zunehmend unglücklich. Mit jeder Preiserhöhung wuchs der Unmut der Fans. Viele wissen: Für zehn Euro ist ein solches Angebot nicht finanzierbar, aber gleich drei Preiserhöhungen in eineinhalb Jahren ist schon ziemlich dreist. Die Kunden sollen künftig 40 Euro pro Monat bezahlen, wenn sie das komplette Angebot nutzen wollen. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich diese Sache genauer angeschaut.
39 Minuten
Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 Media SE hat in seinen Nachrichtenbereich investiert und produziert seit ein paar Wochen seine Nachrichten selbst. Die Fernsehzuschauer bekommen die Nachrichten mit dem Neujahr zu sehen, vermutlich im Mai sollen die Eigenproduktionen auch optisch in einer einheitlichen Form auftreten. Es ist allerdings nicht wirklich nachvollziehbar, warum die Verantwortlichen der Sendergruppe für rund 30 Minuten pro Tag so viel Geld in die Hand nehmen und dieses Budget nicht etwa in den Kauf neuer Serien investieren, um die jeweils zehn gleichen Serien, die seit Jahren bei Kabel Eins und ProSieben abgespult werden, nicht etwa zu ersetzen. Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich die neuen «Sat.1 Nachrichten», «Newstime» und «Kabel Eins News» angeschaut. Sie können ProSiebenSat.1 keine handwerklichen Fehler vorwerfen, teilweise wird auch die Auswahl der Nachrichten gelobt. Allerdings stellt sich die Frage, warum man so ein hohes Budget in mittelmäßige Informationsprogramme investiert. Für dieses Angebot hätte man durchaus weiterhin die Nachrichten von Welt beziehen können.
37 Minuten
Jahresanfang bedeutet in der deutschen Medienlandschaft auch immer: «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus». Vermutlich dachte Janina Youssefian, dass in Südafrika andere Regeln herrschen als im australischen Outback. Nachdem die Australier das RTL- und ITV-Camp aufsuchten, pilgerte das Kölner-Team in der Kruger-Nationalpark. Hier herrschte dicke Luft zwischen den zahlreichen Teilnehmern. Unter anderem zwischen Youssefian und Linda Nobat. Die Verantwortlichen der Produktion warfen die Streiterin raus, da sie Nobat rassistische Beschimpfungen an den Kopf schmiss. Im Gegensatz zu anderen skandalträchtigen Formaten wie «Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare» oder «Promis unter Palmen» wurde diese Aussage aber nicht alkoholisiert getätigt. Außerdem blicken René Günther und Fabian Riedner zurück auf die Screenforce Days, bei denen die Fernsehsender ihr Programm für die nächsten Wochen bekannt gaben. Warner Bros. Discovery startete völlig überraschend seinen Streamingdienst discovery+ in Deutschland und ProSieben kündigte mit der Sendung «Local Heroes» das Ende des Filmlabels «Blockbuster» am Sonntag an. Die Factual-TV-Show überlebte allerdings nur eine Folge.
49 Minuten
Mit Superlativen konnte Steven Gätjen am Dienstagabend nicht übertreiben. Man habe sich den bekanntesten Gefängnisinsassen Deutschlands ins Studio geholt. Die Rede ist von Boris Becker, der aus Großbritannien aufgrund der Überbelegung der Gefängniszellen nach Deutschland abgeschoben wurde. Obwohl Sat.1 einen riesigen Aufriss um Boris Becker machte, schalteten nur 1,55 Millionen Menschen ein. Selbst die neun Jahre alten «Rosenheim-Cops» holten am Nachmittag genau doppelt so viele Zuschauer. Die Quotenmeter-Redakteure Veit-Luca Roth und Fabian Riedner haben sich große Teile des Interviews, das im «Zervakis & Opdenhövel. Live.»-Studio aufgezeichnet wurde, angeschaut. Schon der Start der Sendung war melodramatisch, denn man besuchte Becker vor seiner Freilassung im Gefängnis. Gätjen erklärte den Zuschauern, dass die Kamera nicht zugelassen sei – obwohl das so in jedem Gefängnis der Welt gehandhabt wird. Im Zwiegespräch kamen Becker mehrfach die Tränen. Roth und Riedner debattieren, warum der ehemalige Wimbledon-Sieger überhaupt ins Fernsehen ging. Sind das nur die rund 400.000 Pfund Gage, die man nach Informationen von „Bild“ bezahlt? Oder hat Boris Becker wirklich eine größere Geschichte zu erzählen?
39 Minuten
Mike White hat wieder zugeschlagen: Zunächst sollte die Satire-Serie «The White Lotus» nur eine Miniserie auf Hawaii sein, bei der sich reiche Amerikaner vom Festland kulturelle Vielfalt aneignen. Das Konzept kam so gut an, dass sich die Verantwortlichen von HBO eine zweite Staffel wünschten. Diese wurde auf Sizilien gedreht und handelt unter anderem von der Familie Di Grasso, bestehend aus Oberhaupt Bert, Erfolgsproduzent Dominic und Sohn Albie, die auf der italienischen Insel ihre Wurzeln erkunden möchten. Außerdem fahren die Ehepaare Ethan und Harper Spiller sowie Cameron und Daphne Sullivan gemeinsam in das Luxushotel. Die Fernsehzuschauer dürfen sich auch auf ein Wiedersehen mit Tanya freuen, die dieses Mal ihre neue Assistentin im Schlepptau hat. Während Fabian Riedner jede Woche eine neue Episode sah, hat sich Veit-Luca Roth alle Geschichten bis zum vergangenen Wochenende aufgehoben. Die beiden «The White Lotus»-Zuschauer haben sich über die Fortsetzung gefreut und sprechen spoilerfrei über die Geschehnisse in den sieben Episoden. Außerdem werfen Riedner und Roth einen Blick auf den Vorspann, der nicht nur künstlerisch hervorragend ist, sondern auch viel über die Personen aussagt.
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