DMW - Deutsche Medizinische Wochenschrift Archiv
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Seit Erfindung der Fetthärtung vor über hundert Jahren hat dieser Prozess eine immense Bedeutung für die Lebensmittel-industrie: Flüssige Pflanzenöle können in streichfähige Fette umgewandelt werden. Allerdings entstehen bei dieser sogenannten partiellen Hydrierung Transfettsäuren, die bei erhöhter Aufnahme das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Doch in den vergangenen Jahren wurde der Gehalt an Transfettsäuren in Lebensmitteln – mit Ausnahme der Milchprodukte – durch umfangreiche Optimierungsprozesse so stark reduziert, dass das Risiko heute als unbedenklich eingestuft werden kann.
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Maden und Blutegel werden in der Medizin schon seit vielen tausend Jahren angewandt. Der Einsatz von Antibiotika hat die Behandlung mit Maden verdrängt, doch in den letzten Jahren wurden diese in der Wundtherapie wiederentdeckt. Und Blutegel werden heute nicht nur in der Komplementärmedizin, sondern auch in der Plastischen Chirurgie eingesetzt. Aber wie sieht es mit der Evidenz der Therapie mit den kleinen ärztlichen Helfern aus?
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Seit März 2014 hält der bislang weltweit größte und derzeit immer noch unkontrollierte Ebola-Ausbruch durch das Zaire-Ebolavirus an und umfasst immer mehr Regionen Westafrikas. Nahezu täglich steigt die Zahl der Erkrankten und Todesfälle. Waren es Anfang August noch 1779 Erkrankungsfälle, so zeigt ein Blick auf die aktuellen Internetseiten der WHO für Ende September eine Erkrankungszahl von über 3600 bestätigten Ebola-Fällen. Nimmt man die „wahrscheinlichen“ Fälle hinzu, so waren es sogar mehr als 6500 Erkrankte und über 3000 Tote.
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Wenn ein Patient ein lebensnotwendiges Protein aufgrund eines Gendefekts nicht selbst produzieren kann, gibt es manchmal die Möglichkeit der lebenslangen medikamentösen Substitution. Wäre es aber nicht einfacher, ihm stattdessen ein neues, „funktionierendes“ Gen zu verabreichen, damit er diese Produktion (wieder) selbst bewerkstelligen kann? Dies ist die einfache wie faszinierende Grundidee der Gentherapie, die sich – trotz interessanter neuer Forschungsergebnisse – zurzeit noch weitestgehend im experimentellen Stadium befindet.
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Die digitale Vollfeld-Mammografie (FFDM) hat sich als Brustkrebs-Screening-Verfahren bewährt. Dabei wird eine dreidimensionale anatomische Struktur zweidimensional abbildet, was zu Überlagerungen führen kann. Diese lassen sich mit der 3D-Technologie der Tomosynthese vermeiden, wodurch die diagnostische Sicherheit steigt und Zusatzuntersuchungen vermieden werden können.
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Körperfettwaagen sind fester Bestandteil zur Analyse der Körperzusammensetzung geworden. In Fitnessstudios und bei Instituten, die Menschen beim Abnehmen unterstützen, ist derzeit ein regelrechter Boom zu beobachten, da die Technik immer ausgefeilter wird und Selbstkontrolle mehr und mehr gewünscht wird. In der Medizin werden Körperfettwaagen hingegen nur begrenzt eingesetzt.
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Impfen lassen oder nicht? Diese Frage stellt sich alljährlich für diejenigen, denen die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeimpfung empfiehlt – wozu auch medizinisches Personal zählt.
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Während hierzulande bei einer akuten Appendizitis nahezu immer operiert wird, ist in anderen Ländern eine Antibiotikagabe durchaus als Therapiealternative vorgesehen. In den vergangenen Jahren wurden vermehrt internationale Studien veröffentlicht, die dieses Vorgehen propagieren. Wird sich dadurch die Behandlung auch in Deutschland verändern?
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„Goldener Reis“ enthält artfremde Gene, die zu einer vermehrten Bildung von Beta-Carotin führen. Damit soll armutsbedingter Vitamin-A-Mangel bekämpft werden, der die Gesundheit von Millionen Menschen auf der Südhalbkugel bedroht. Kritiker bemängeln jedoch, dass wichtige Basisdaten noch immer nicht verfügbar sind. Die Befürworter bezichtigen die Gegner der Blockade aus rein ideologischen Gründen und geben ihnen die Schuld am Tod von unzähligen Kindern. Doch dieser ließe sich womöglich durch andere Maßnahmen besser verhindern.
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Vor wenigen Wochen beschloss die Weltgesundheitsorganisation (WHO), weiterhin Pockenvirenstämme zu Forschungszwecken in ihren beiden Referenzzentren in Russland und den USA aufzubewahren. Für die Wissenschaft, so die WHO, ist die Arbeit mit den Variola-Viren nach wie vor wichtig. Zwar halten Virologen es für sehr unwahrscheinlich, dass die heute verbreiteten Tierpockenviren für den Menschen einmal ähnlich gefährlich werden könnten wie zuvor Variola. Aber sie können es nicht ausschließen.
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Dank der extrem hohen Auflösung hat sich die Optische Kohärenztomografie (OCT) zu einer Routinemethode in der Augenheilkunde entwickelt. Auch andere Fachgebiete profitie-ren von den Möglichkeiten dieses Bildgebungsverfahrens.
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Viele Patienten mit einer Krebsdiagnose fürchten sich vor einer Chemotherapie. Neben der Angst vor Schmerzen und Übelkeit bereitet den meisten vor allem der Haarverlust große Probleme. Gibt es Möglichkeiten, den Haarausfall zu verhindern oder einzudämmen? Und wie kann man lernen, mit dem Haarverlust umzugehen?
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Viele Menschen nehmen im Glauben, etwas Gutes für ihre Gesundheit zu tun, Antioxidanzien in Form von Nahrungs-ergänzungsmitteln ein. Eine gute Versorgung mit diesen Vitaminen und Spurenelementen ist zweifellos wichtig, allerdings wohl nicht als Supplemente. Denn wie immer mehr Studien zeigen, kann dadurch mehr Schaden als Nutzen angerichtet werden. Das Risiko für Krebserkrankungen kann steigen. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass endogene Mechanismen zur Abwehr von oxidativem Stress ausgeschaltet werden.
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Die menschlichen Darmbakterien erfüllen wichtige Funktionen im Körper, die weitaus vielfältiger sind als nur der Abbau von Nährstoffen: Die intestinale Mikrobiota bildet ein zentrales Kommunikationsorgan zwischen Stoffwechsel, Immunsystem und der Umwelt. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, steigt das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Prä- und Probiotika können dann die Aktivität der Mikrobiota stimulieren – ob sie bei Gesunden präventiv wirken, ist jedoch nicht klar.
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Krebs und Kinderwunsch schließen einander nicht mehr von vornherein aus. Selbst wenn ein Tumor während der Schwangerschaft diagnostiziert wird, muss diese heute nur noch selten beendet werden. Voraussetzung ist jedoch eine Behandlung in einem Krebszentrum, in dem interdisziplinäre Behandlungskonzepte entwickelt werden können. Bei Patienten mit Kinderwunsch sollte bei einer Tumorerkrankung rechtzeitig an fertilitätssichernde Maßnahmen gedacht werden.