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Der Tag Archiv
176 Episoden
54 Minuten
Feierei, Sauferei, Völlerei - alles vorbei! Jedenfalls nach den christlichen Traditionen beginnt nach den Faschingstagen die Fastenzeit. Bis Ostersonntag wird Verzicht geübt. Manche verzichten auf Fleisch, manche auf Alkohol, manche lassen das Auto stehen. Auf Essen verzichten Muslime und Musliminnen tagsüber in den nächsten Wochen, denn der März ist der Fastenmonat Ramadan. Und wieder andere fasten aus gesundheitlichen Gründen. Aber was bringt der Verzicht eigentlich? Welche mentalen und spirituellen Effekte können damit verbunden sein? Welche gesundheitlichen? Ist das Fasten mehr als nur weniger? Darüber sprechen wir mit dem Arzt und Ernährungsexperten Andreas Michalsen, dem hr-Kirchenredakteur Klaus Hofmeister, der Muslimin Dounia Boulahfa und der Religionswissenschaftlerin Anna Kira Hippert. Podcast-Tipp: Warum Verzicht so schwer fällt - Und warum weniger mehr sein kann Verzicht klingt nach Entsagung und Verlust. Wem die Überzeugung fehlt, dass sich Nein-Sagen lohnen kann, tut sich schwer. Deshalb finden Aufrufe zu nachhaltigeren, sparsamen Lebensstilen so wenig Resonanz. https://www.ardaudiothek.de/episode/radiowissen/warum-verzicht-so-schwer-faellt-und-warum-weniger-mehr-sein-kann/bayern-2/13824443/
56 Minuten
Seit die Waffen im Gaza-Krieg angefangen haben zu schweigen, wird umso deutlicher, wie viel dieser Krieg zerstört hat. Zurückgekehrt nach monatelanger Binnenflucht finden viele Menschen nur noch Ruinen ihrer verlassenen Häuser vor. Und die Aussicht, dass Donald Trump den Gazastreifen zu einer „Riviera“ nach seinen Reißbrett-Ideen machen könnte, wollen nicht nur sie sich nicht vorstellen. Geschweige denn, dass die Trump-USA die Kontrolle in Gaza übernehmen und die Bevölkerung anderswohin umsiedeln könnten. Über die Köpfe der Bevölkerung hinweg reden jetzt viele Akteure mit, über die Zukunft des Gazastreifens: Neben Israel, der Hamas und den USA ganz aktuell die Mitglieder der Arabischen Liga bei ihrem Treffen in Kairo. Aber werden überhaupt dauerhaft Werkzeuge statt Waffen zum Einsatz kommen können, wenn Israel Hilfslieferungen stoppt, wenn die Hamas ein Ende des Krieges fordert und wenn aus beiden Gründen eine Vereinbarung scheitert? Waffenruhe und Wiederaufbau, humanitäre Hilfe und politische Perspektiven - all das sind unverzichtbare Bausteine für die Zukunft des Gazastreifens. Wird man sie zwischen all den Trümmern in die Hand bekommen und zusammenfügen können? Hören wir dazu u. a. die Politikwissenschaftlerin Muriel Asseburg, den Entwicklungsökonomen Markus Loewe und die DRK-Notärztin Maria Overbeck. Podcast-Tipp: Lost in Nahost - der Podcast zum Krieg in Israel und Gaza Am 7. Oktober 2023 greifen Terroristen der Hamas Israel an - seitdem ist Krieg in Israel und Gaza. Was ist damals genau passiert - und warum eskaliert die Gewalt dort immer weiter? Dieser Podcast erklärt die Hintergründe - einmal mit Hilfe unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten - und indem wir mit Menschen aus Israel und den palästinensischen Gebieten sprechen, die eine sehr unterschiedliche Sicht auf den Konflikt haben. https://www.ardaudiothek.de/sendung/lost-in-nahost-der-podcast-zum-krieg-in-israel-und-gaza/12828739/
55 Minuten
Unsicherheit, Krieg und Rezession: Gefühlt jagt eine Krise die nächste und wir kennen den Wunsch, dem zu entfliehen. Wenigstens für zwei oder drei Wochen: Ab in den Urlaub! Die Deutschen wollen auch in diesem Jahr nicht am Reisen sparen, trotz oder gerade wegen der Krisen. Aber wohin zieht es uns? Sind da womöglich schon alle anderen? Woher kommt das Fernweh, was macht das Verreisen mit uns und was wäre, wenn wir einfach nicht wiederkommen? Darüber sprechen wir mit Juli Rutsch, die seit zwei Jahren in ihrem Van lebt, mit der reiseverrückten Psychologin Barbara Horvatits-Ebner, mit Katrin van Randenborgh über die neue ADAC-Reisestudie und mit dem ARD-Kollegen Sebastian Kisters, der gerade recherchiert, wie sich Mallorca auf den Ansturm der Touristen vorbereitet. Podcast-Tipp: Zwischen Hamburg und Haiti Mit dem Mikrofon rund um die Welt. Das ist die spannende Aufgabe, die sich Autor*innen in diesem Podcast stellt. Um dann in unserem Reisemagazin ‚Zwischen Hamburg und Haiti‘ zu erzählen, wie nahe und ferne Länder klingen, was die Menschen dort berichten, wie sie leben, was sie wünschen. Die Reporter*innen erzählen aber auch, wie sie selber sich gefühlt haben beim Reisen, wie es ist, fremd in fernen Welten zu sein. Lassen Sie sich einladen, mitzureisen und vielleicht auch eigene Reisepläne zu schmieden. https://www.ardaudiothek.de/sendung/zwischen-hamburg-und-haiti/7852780/
53 Minuten
Die Narren und die Jecken sind wieder los. Deutschland feiert Fastnacht, Fasching, Karneval. Und die Menschen verkleiden sich, werden Prinzessinnen, Super-Marios oder Pirat*in und schlüpfen für ein paar Tage in andere Rollen. Die einen machen sich einen großen Spaß daraus, andere leben in ihnen schlummernde Seiten aus, entdecken sich neu oder verstecken sich schlicht bis zur Unkenntlichkeit im Ganzkörperkostüm. Woher kommt die Lust am Verkleiden? Was machen die tollen Tage mit uns und der Gesellschaft? Was sind die angesagten Verkleidungen in diesem Jahr und was hat Cosplay damit zu tun? Das erfahren wir u. a. von Gabriele Dafft, Kulturanthropologin aus Bonn, von Petra Jagow, Psychologin und Vorsitzende der Landesgruppe NRW, von Ulrich Fergenbauer, Vorstand der Zuggemeinschaft Klaa Paris in Frankfurt-Heddernheim und von Jannik Ehring, Cosplayer mit Agentur. Podcast-Tipp: Bremen Zwei - Wie die Tiere Sich verkleiden - Von wandelnden Blättern und bunten Kraken Wir Menschen feiern Karneval nur ein paar Wochen im Jahr - aber viele Tiere leben dauerhaft in einem geschicken Kostüm. Eine Heuschreckenart etwa sieht aus wie ein totes Blatt, manche Oktopusse haben immer das richtige Farbmuster parat, um ihre Gegner in die Flucht zu schlagen und eine kleine Eulenart aus Amerika weiß, wie man mit einer perfekten Imitation seine Feinde verwirrt. Darüber sprechen Biologe Mario Ludwig und Daniel Kähler von Bremen Zwei in dieser Folge von "Wie die Tiere". Ideal auch für Karnevalsmuffel. https://www.ardaudiothek.de/episode/wie-die-tiere/sich-verkleiden-von-wandelnden-blaettern-und-bunten-kraken/bremen-zwei/86009484/
54 Minuten
Unabhängig im All. Das möchte Europa schon seit den 70er Jahren sein. Das Ariane-Programm sollte unsere Zukunft im umkämpften Weltraum sichern. Schließlich sind wir abhängig von Satelliten im Telekommunikationsbereich und bei der Navigation. Aber auch militärische Operationen verlassen sich auf Satellitendaten: Schätzungsweise 20 bis 25 Prozent aller in der Erdumlaufbahn befindlichen Satelliten sind in rein militärischer Nutzung. Satellitengestütztes Internet spielt beispielsweise im Abwehrkampf der Ukrainer eine Schlüsselrolle. Und damit ist auch der Weltraum ein Konfliktraum. Ein Ort, wo die Zahl der kommerziellen Satellitenbetreiber und Waffenkonzerne wie SpaceX von Elon Musk ihre eigenen Systeme betreiben. Aber Europa hat bisher kein eigenes Angebot, was angesichts der Wahl von Donald Trump in den USA immer dringender wird. Doch bei uns geht die Entwicklung nur schleppend voran. Diese Woche wurde der zweite Start der Trägerrakete Ariane 6 verschoben, die einen weiteren Satelliten zu Verteidigungs- und Sicherheitszwecken in die Umlaufbahn hätte bringen sollen. Verschoben auf unbestimmte Zeit. Und unbestimmt ist auch, wie Europa seine Kriegstüchtigkeit im All erreichen und vor allem unabhängig werden will. Darüber sprechen wir mit hr-Weltraumexperten Dirk Wagner, Marie-Christine von Hahn vom Luft- und Raumfahrt-Bundesverband, dem Betriebsleiter von ESOC Darmstadt Rolf Densing und Peter Ocker, Vorstand des Fördervereins Deutsches Segelflugmuseum mit Modellflug. Podcast-Tipp: Der Rest ist Geschichte Raumfahrt - Krieg der Systeme China schickt Sonden zum Mond, die NASA trainiert für den Mars, Europa startet eine Ariane-Rakete: Wer den Weltraum beherrscht, profitiert auf der Erde. Der Wettlauf im All ist so alt wie die Raumfahrt selbst. Es ging dabei nie nur um Prestige. https://www.ardaudiothek.de/episode/der-rest-ist-geschichte/raumfahrt-krieg-der-systeme/deutschlandfunk/13609607/
55 Minuten
Was um uns herum lebt und wächst, ist unsere menschliche Lebensgrundlage - das Ökosystem, aus dem wir schöpfen. Gleichzeitig bedrohen wir mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften genau diese Grundlagen: Wir beuten planetare Ressourcen aus, zerstören Lebensräume von Tieren und Pflanzen und sägen damit am eigenen Ast. Seit den Dinos hat es kein größeres Artensterben gegeben als jetzt. Und oft sind es die Kleinsten, die einfach verschwinden, ohne dass wir es merken. Die letzten Weltnaturkonferenz in Kolumbien im November 2024 ist abgebrochen worden, weil sich die Staaten nicht einigen konnten, wer für den Artenschutz aufkommt. Das soll jetzt nachgeholt werden, im zweiten Teil der Konferenz, in Rom. Wir holen uns ein Update der Verhandlungen, reden über den Zusammenhang von Biodiversität und Klimaerwärmung, blicken auf die ganz Kleinen, aber sehr bedeutsamen Akteure unseres Ökosystems und schauen uns aktuelle Kunst an, die sich mit Artenschutz und der Rettung unserer Lebensgrundlagen beschäftigt. Mit dabei Katrin Böhning-Gaese vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, Jasmin Schreiber, Schriftstellerin und Biologin und Michael Marks, Kurator und Galerist. Podcast-Tipp: Weird Animals Die Welt ist im Dauerstress. Das Einzige, was hilft: Raus in die Natur - wo die kuriosesten Tiere wohnen. Bei Weird Animals widmen sich die Hosts Robinga Schnögelrögel und Tereza Hossa den schrägen, spannenden und lustigen Seiten der Tierwelt. Eine Liebeserklärung an Axolotl, Kalikokrebs und viele andere. Vor allem aber ist Weird Animals ein Comedy-Wissenspodcast. Jede Woche stellt ein Host dem anderen ein Tier vor und erklärt, was es weird macht. Dabei nehmen sie auch stets das große Ganze in den Blick - Biodiversität, Artensterben, Klimawandel und die Zukunft von Mensch und Tier. Jeden Dienstag gibt es eine neue Folge. https://www.ardaudiothek.de/sendung/weird-animals/13490917/
55 Minuten
Kurz, kalt und hart. Das war der Wahlkampf, der jetzt entschieden ist. Deutschland hat einen neuen Bundestag gewählt. Die CDU hat gewonnen. Die AfD feiert auf Platz Zwei und streckt der Union die Hand aus. Während sich die Grünen und SPD mit ihren Verlusten und der Idee einer möglichen Koalition mit der CDU auseinandersetzen. Und die Linke über ihren unerwarteten Erfolg in der Opposition jubelt, während FDP und BSW es nicht in den Bundestag geschafft haben. Dieser Wahlkampf war spannend bis zum Schluss. Weil diejenigen, die die Wahl - auch die Qual hatten. Was nicht am Überangebot lag, sondern darin, dass viele Menschen damit gehadert haben, wem sie ihre Stimme geben. Stichwort Vertrauensverlust. Und damit ist nach dieser Wahl der Anspruch an die neue Bundesregierung entsprechend hoch. Aber wer kann jetzt mit wem - nach diesem Wahlkampf der Abgrenzung und konfrontativen Auseinandersetzungen? Wie Kompromisse finden? Bei “Der Tag” fassen wir den Ist-Stand mit Blick auf die Parteien auch in Hessen und die Gefühle der Menschen am Tag nach der Wahl zusammen. Bei der Wahlnachlese helfen uns die Politologin Ursula Münch, der Publizist Max Czollek, hr-Politikredakteur Christoph Käppeler und hr-Landtags-Korrespondent Christoph Scheld. Podcast-Tipp: Berlin Code "Berlin Code" ist der neue Politik-Podcast aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Linda Zervakis schaut mit den ARD-Korrespondentinnen und -korrespondenten jede Woche hinter die Kulissen der Bundespolitik. Zusammen entschlüsseln sie Reden, Texte, Vorgänge und Entscheidungen, analysieren die bedeutenden Themen und greifen das auf, was im Nachrichten-Alltag manchmal zu kurz kommt. "Berlin Code" gibt es jeden Freitagnachmittag in der ARD-Audiothek und in allen Podcast-Apps. https://www.ardaudiothek.de/sendung/berlin-code-aus-dem-ard-hauptstadtstudio-mit-linda-zervakis/14053111/
51 Minuten
Nach drei Jahren Krieg in der Ukraine könnten die Kämpfe bald enden. Russland und die USA sprechen wieder miteinander. Allerdings ohne die Ukraine. Dafür sind sich die USA und Russland jetzt einig: Schuld am Krieg soll die Biden-Regierung sein, sie habe die Ukraine in die NATO ziehen wollen. Warum bedienen Russland und die USA jetzt das gleiche Narrativ? Wir fragen uns: was für einen Frieden verfolgen die USA und Russland? Welche Konsequenzen wird er für die Ukrainer und Ukrainerinnen und uns in Europa haben? Wir sprechen mit Dr. Johannes Thimm von der Stiftung Wissenschaft und Politik, dem Politikwissenschaftler und Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa Stefan Meister und Prof. Dr. Martin Löffelholz, der schon im vergangenen Jahr das Buch “Krieg der Narrative” herausgebracht hat. Podcast-Tipp: MDR Aktuell - Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg Wie kann man Putins Invasion stoppen? Welche Strategie verfolgt die russische Armee in der Ukraine? Wie stark sind die Verteidiger? Wie hilfreich ist die Unterstützung von Deutschland und NATO? MDR AKTUELL Moderator Tim Deisinger wird diese und andere drängende Fragen zum Ukraine-Krieg in diesem Podcast mit dem ehemaligen NATO-General Erhard Bühler in einer "Lagebesprechung" diskutieren. Im Mittelpunkt jeder Episode: eine profunde Bewertung des Kriegsgeschehens, die politische Gemengelage in Moskau, Washington und Berlin und auch die Folgen für die sicherheitspolitische Weltlage. https://www.ardaudiothek.de/sendung/was-tun-herr-general-der-podcast-zum-ukraine-krieg/10349279/
52 Minuten
Die Grippewelle rollt und trifft viele Menschen hart. Langwierige Infektionen und Lungenentzündungen sind weit verbreitet. Besonders betroffen sind Kindergarten- und Schulkinder. Sie leiden nicht nur unter Schnupfen und Husten, viele bekommen schwere Bronchitis, Fieberkrämpfe und Muskelentzündungen. Die Kinderkliniken melden immer mehr Kinder auf den Intensivstationen, auch wenn die Lage in Hessen und Deutschland noch nicht bedrohlich ist. Was kann helfen? Neuerdings wird über die Grippeimpfung für Kinder gesprochen. Wir befragen dazu die Kinderärztin Soraya Seyyedi. Und Grippe ist das eine, aber was ist mit Corona? Hat das eine Virus das andere verdrängt? Der Virologe Martin Stürmer wird mit uns sprechen, außerdem die Biologin Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut und von dem Ernährungsmediziner Matthias Riedl holen wir uns Tipps, welche Ernährung der Grippe vorbeugt und welche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind. Podcast-Tipp: Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin Mit Ernährung Krankheiten in den Griff bekommen oder sogar heilen. Das geht! Und die NDR Ernährungs-Docs wissen, wie es geht. Wissenschaftsjournalistin Julia Demann spricht mit Dr. Silja Schäfer, Dr. Viola Andresen und Dr. Matthias Riedl über ihre spannendsten Fälle und erstaunlichsten Erfolge. "Essen als Medizin" lautet ihre Strategie, die Themen reichen von antientzündlicher Ernährung bis Zuckerersatz. Gemeinsame Mission: eine Ernährung, die schmeckt, die beim Gesundwerden und -bleiben hilft und die man leicht zubereiten kann. Deshalb gibt es am Ende jeder Folge ein Rezept für zu Hause. https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-ernaehrungs-docs-essen-als-medizin/12267783/
55 Minuten
Kaum im Amt hat US-Präsident Trump den sofortigen Stopp aller Entwicklungshilfemaßnahmen der USA veranlasst. Mit sofortigen Konsequenzen: so musste z.B. die dafür zuständige Behörde USAID (United States Agency for International Development) Impfprogramme gegen HIV für Kinder in Afrika abbrechen. Außerdem feuerte oder beurlaubte Trumps Regierung fast alle der mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von USAID. Denn, so die Begründung, ihre Arbeit orientiere sich nicht an amerikanischen Interessen. Manche Entlassungen wurden zwar erstmal von Gerichten gestoppt, aber die US-Entwicklungshilfe scheint vor dem Aus zu stehen. Was bedeutet das für die Menschen in Entwicklungsländern? Die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze befürchtet schwerwiegende Folgen für alle Seiten. Wird mit dem Rückzug der USA der Einfluss Chinas, Russlands oder anderer Mächte auch in der Entwicklungszusammenarbeit stärker werden? Darüber reden wir mit Jonas Schumacher, der in Südafrika als Entwicklungshelfer arbeitet, dem Entwicklungspolitikexperten Dr. Stephan Klingebiel, Dr. Sebastian Brandis von der Stiftung Menschen für Menschen in Äthiopien und mit Anneli-Sofia Räcker, deren Verein KETAAKETI mit der Idee „Weltfamilie“ eine etwas andere Entwicklungshilfe betreibt. Podcast-Tipp: Weltzeit USA und Afghanistan - Neue Partner in der Entwicklungshilfe dringend gesucht Die neue Trump-Regierung hat Geldmittel für die Entwicklungshilfe (USAID) eingefroren. Darunter leiden auch die Menschen in Afghanistan. Bis zuletzt wurde das Land von den USA mit Hunderten Millionen Dollar jährlich unterstützt. Das ist vorbei. https://www.ardaudiothek.de/episode/weltzeit/usa-und-afghanistan-neue-partner-in-der-entwicklungshilfe-dringend-gesucht/deutschlandfunk-kultur/14169347/
54 Minuten
Die erste Euphorie ist verflogen nach dem Sturz von Assad. Jetzt geht es darum, eine langfristige Perspektive für Syrien zu eröffnen. Syrien hat eine Übergangsregierung, der neue Machthaber Ahmed al-Scharaa versucht moderat aufzutreten, ist aber bisher ein Dschihadist gewesen. Jetzt hat er die islamistische Kämpferkluft gegen westliche Anzüge getauscht und sagt: „Wir können Syrien nicht aufbauen, wenn die Gesellschaft nicht geeint ist.“ Ob die Islamisten eine offene Gesellschaft schaffen können, das fragen sich sowohl die Syrer im In- und Ausland als auch die internationale Gemeinschaft. Noch gelten Sanktionen, es gibt keine funktionierende Infrastruktur, kaum Strom und Nahrungsmittel, die Wirtschaft und die Gesundheitsversorgung liegen am Boden. Wie geht es jetzt weiter? Darüber sprechen wir mit der Syrien-Expertin Dr. Regine Schwab, mit unserem Korrespondenten in Istanbul Uwe Lueb, mit dem in Deutschland lebenden syrischen Journalisten Abdulah Al Samman und mit Oliver Hochedez von der Malteser Nothilfe. Podcast-Tipp: Weltspiegel-Podcast Syrien: Wie gelingt die Aufarbeitung der Verbrechen? Folter, Hinrichtungen, Giftgas gegen das eigene Volk. Die Liste der Verbrechen ist lang, nicht nur vom Assad-Regime, sondern auch von verschiedenen Milizen-Gruppen. Nach dem Umsturz ist die Hoffnung groß, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Welche juristischen Möglichkeiten gibt es, die Menschenrechtsverbrechen aufzuklären? Darüber sprechen wir in dieser Weltspiegel Podcast Folge. ARD-Reporterin Kristin Becker und Ramin Sina, ARD-Korrespondent im Studio Kairo, berichten von ihren Eindrücken vom Foltergefängnis Saidnaja und von den Menschen, die selbst dort gefoltert wurden und nun zurückgekehrt sind. Und Patrick Kroker, Rechtsanwalt beim European Center for Constitutional and Human Rights, erklärt, wie ein mögliches Sondertribunal aussehen könnte. *** Triggerwarnung: Diese Folge enthält Beschreibungen von Folter *** https://www.ardaudiothek.de/episode/weltspiegel-podcast/syrien-wie-gelingt-die-aufarbeitung-der-verbrechen/ard/14134087/
55 Minuten
Sie haben Post. Wer diesen Satz im Ohr hat, der denkt an sein digitales Postfach, weniger an den Briefkasten. In dem finden sich vor allem Rechnungen. Und weil wir alle nur noch selten Briefe verschicken, verändert sich auch dieser gesamte Dienstleistungsbereich. Die Post kommt nur noch selten, die Zahl der Postfilialen schrumpft. Unser gesamtes Kommunikationsverhalten verändert sich. Noch arbeiten aber rund 170.000 Menschen bei der Deutsche Post AG und die fordern in den aktuellen Tarifverhandlungen mehr Geld. Auch wegen der großen körperlichen Belastung, die damit einhergeht, dass wir zwar weniger Briefe schreiben, aber deutlich mehr Päckchen und Pakete verschicken. Wir sprechen mit einem Postboten über die Veränderungen dieses Berufs, mit unserer Wirtschaftsredaktion über die aktuellen Tarifverhandlungen für die Post, um Liebesbriefe geht es in der Forschung von Prof. Dr. Andrea Rapp von der TU-Darmstadt, Jörg-Ulrich Hübner sammelt Briefmarken und Dr. Annabelle Hornung, die Direktorin des Museums für Kommunikation in Frankfurt, führt uns zurück in die Zeit der Postkutsche. Podcast-Tipp: Radio Wissen Liebesbriefe - Zärtliche Zeilen und Zeitzeugnisse Liebesbriefe sind spannende Zeitzeugnisse. Sie spiegeln Hoffnung und Sehnsucht und sind eine mutige Selbstoffenbarung mit dem Risiko. Manche gewähren auch Einblick in das Auf und ab von Beziehungen. Vor allem sind Liebesbriefe tiefromantische Bekenntnisse im Versuch, das ganz große Gefühl auszudrücken und für immer auf Papier zu bannen. Wie steht es heute um den Liebesbrief? Damit beschäftigt sich radiowissen. https://www.ardaudiothek.de/episode/radiowissen/liebesbriefe-zaertliche-zeilen-und-zeitzeugnisse/bayern-2/13746859/
54 Minuten
Warum lässt das Wort „Migration“ die Wogen hochschlagen? Migration gab es schon immer und wird es auch immer geben. Unsere Gesellschaft braucht Migration, um den Wohlstand in Zukunft zu wahren und eine lebendige Gesellschaft lebt auch von der Vielfalt. Gleichzeitig sind die Herausforderungen groß und immer wieder scheint das politische Management und die Verwaltung überfordert. Fehlverhalten einzelner Migranten führt zum Ausbruch von Hass, Populisten schüren gerade im Wahlkampf Ängste und die sachliche Kommunikation ist kaum noch möglich. Das wollen wir ändern und mit kühlem Kopf über das wichtige Thema reden. Nämlich mit dem Migrationsforscher Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück, der Soziologin Karin Scherschel von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Politikwissenschaftlerin Anne Koch von der Stiftung Wissenschaft und Politik und Mahmood Nisar, geboren in der afghanischen Hauptstadt Kabul, ab dem 15. Lebensjahr dann im Vordertaunus und in Frankfurt, studierte Internationale Beziehungen und Wirtschaft in Frankfurt. Podcast-Tipp: Podcast-Tipp: Wo bist Du? Verschollen auf der Flucht Tausende Menschen sind schon spurlos verschwunden - auf den gefährlichen Fluchtrouten nach Europa. Sie alle haben Familie. Sind Söhne, Töchter, Mütter, Väter, Brüder oder Schwestern. Was ist mit ihnen geschehen? In diesem Doku-Podcast begeben sich Angehörige aus dem Irak, Jemen, Marokko, Iran, Libanon und Syrien auf eine dramatische Suche nach den Vermissten. Getrieben von der Frage: Sind sie noch am Leben? Dabei stoßen sie auf kriminelle Netzwerke, korrupte Behörden und die EU-Grenzpolitik. Ein Recherche-Podcast über Hoffnung, Angst und den unermüdlichen Kampf um Antworten. Von Dawid Romanowski, Antonia Märzhäuser, Borhan Akid, Stefanie Delfs Produktion: Studio Jot für SWR, RBB, WDR und NDR, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle https://www.ardaudiothek.de/sendung/wo-bist-du-verschollen-auf-der-flucht/13861159/
56 Minuten
Lobbyismus ist wichtig und Teil der Demokratie. Das ist die eine Perspektive. Lobbyismus ist interessengeleitete Einflussnahme auf die Politik und höhlt die Demokratie aus. Das ist die andere. Und was stimmt? Über 27 000 Lobbyisten gehen im Bundestag regelmäßig ein und aus. Kontaktpflege heißt das, aber wie viel Einfluss haben sie wirklich auf die Politik? Die stärkste Gruppe der Lobbyisten im Bundestag kommt laut der Bürgerbewegung „Finanzwende e.V.“ aus der Finanzbranche, die Chemie- und die Autolobby liegen deutlich dahinter. Noch viel weniger Einfluss nehmen z.B. Umweltschutzorganisationen. Seit Einführung des Lobbyregisters ist das wenigstens nachvollziehbar. Lobbyismus gehört zum Alltag in Wiesbaden, Berlin und Brüssel und ist natürlich interessengeleitet. Aber brauchen die Politiker und Politikerinnen wirklich Lobbyisten, die ihnen die Welt erklären? Über diese Fragen sprechen wir mit Daniel Mittler von „Finanzwende“, Annika Joeres, Autorin von „Die Klimaschmutz-Lobby“, Martin Degenhardt, der für die politische Interessenvertretung der Kassenärztlichen Vereinigungen in Berlin arbeitet und Nina Katzemich, die für LobbyControl den Lobbyismus in der EU beobachtet. Podcast-Tipp: 11 KM Was tut eigentlich die Alkohol-Lobby, damit die Volksdroge der Deutschen und der Europäer ihr sauberes Image behält? Darum geht es in der Folge von 11KM - dem tagesschau-Podcast. Alkohol und Politik, das gehört zusammen - denn Bier, Wein und Spirituosen sorgen für Umsatz und für Arbeitsplätze. Natürlich trinken auch Politiker gerne mal ein Gläschen oder wie es Bayerische Bauernpräsident Günther Felßner ausdrückt: „Politik ohne Alkohol ist möglich, aber sinnlos“. Friederike Wipfler und das Team von BR Recherche haben ein Jahr lang zum Thema Alkohol recherchiert. https://www.ardaudiothek.de/episode/11km-der-tagesschau-podcast/prost-politik-ohne-alkohol-ist-moeglich-aber-sinnlos/tagesschau/14068161/
56 Minuten
Viele machen sich wenige Wochen vor der Bundestagswahl Sorgen um unsere Demokratie. Andere zweifeln aber auch an unserer Demokratie und ihren Repräsentanten. Sind die demokratischen Wege zu verworren und langwierig, um drängende Probleme zu lösen? Und was braucht eine funktionierende Demokratie noch, wenn sie nicht nur als Herrschaftsform, sondern auch als Lebensform verstanden wird? Erleben wir gerade eine Sternstunde der Demokratie oder den Beginn ihres Niedergangs? Wie verwundbar sind die demokratischen Institutionen und müssen wir sie besser schützen? Das besprechen wir mit Verfassungsrechtlerin Sophie Schönberger und schauen uns mit dem Psychologen Stephan Grünewald an, weshalb viele Menschen unzufrieden mit der Politik sind. Reiner Becker, Leiter des Demokratiezentrums Hessen, blickt mit uns auf die Demonstrationen der letzten Tage und wir diskutieren mit Journalist Patrick Bahners über die Rolle des Konservatismus in Deutschland. Podcast-Tipp: Bayern2 - Radiowissen Demokratie - Ein umkämpfter Begriff Die "Herrschaft des Volkes" - Demokratie. Handelt es sich dabei um eine Regierungsform neben anderen, oder um ein Ideal, dessen genaue Ausgestaltung stets umstritten ist? Welche Demokratiemodelle stehen einander gegenüber? Welche Auffassungen prallen aufeinander, wenn es darum geht, was wirklich "demokratisch" ist? https://www.ardaudiothek.de/episode/radiowissen/demokratie-ein-umkaempfter-begriff/bayern-2/94578852/