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Der Tag Archiv

176 Episoden
54 Minuten
Ein Ende des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist nicht abzusehen. Trotzdem hatte Deutschland gemeinsam mit der Ukraine zu einer internationalen Wiederaufbaukonferenz eingeladen. Natürlich fordert Präsident Selenskyj wieder Waffen, aber die Ukraine braucht für ihre Zukunft auch eine funktionierende Infrastruktur, Schulen, Kraftwerke und gut ausgebildete Arbeitskräfte. Doch ist eine solche Konferenz, mitten im Krieg, überhaupt sinnvoll? Und gibt es überhaupt eine realistische Perspektive auf Frieden? Auch darüber wird bei einer weiteren Konferenz diskutiert. Über Frieden, Freiheit und Wiederaufbau in der Ukraine sprechen wir heute mit Ulrike Herrmann, Wirtschaftsredakteurin der taz, mit Ralph D. Thiele, Oberst a.D. und Vorsitzender der Politisch-Militärischen Gesellschaft e.V., sowie mit Prof. Nicole Deitelhoff, Leiterin des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung. Podcast-Tipp: Putins Krieg - Interviews und Hintergründe Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland. https://www.ardaudiothek.de/sendung/putins-krieg-interviews-und-hintergruende/10335403/
54 Minuten
„Widernatürliche Unzucht“ zwischen Männern stand fast 100 Jahre unter Strafe. Auch wenn 1969 homosexuelle Handlungen von Männern über 21 Jahren straflos gestellt wurden, sollte es bis 1994 dauern, bis der sogenannte „Schwulen-Paragraf“ 175 endgültig gestrichen wurde. Der Erfolg eines jahrzehntelangen Kampfes. Seitdem hat sich viel verändert. 2017 wurde die „Ehe für alle“ eingeführt, in „Regenbogen“-Familien leben Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Aber noch immer gehört Diskriminierung für homosexuelle Menschen zum Alltag. Was hat sich seit der Abschaffung des Paragrafen 175 gesellschaftlich verändert? Und wie können verbliebene Hürden und Hindernisse beseitigt werden? Darüber sprechen wir u.a. mit dem Historiker Christian Setzepfandt, der ehem. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Michael Hunklinger, Autor des Buches „Pride“. Podcast-Tipp: Willkommen im Club - der queere Podcast von PULS Willkommen im Club der LGBTIQA*-Community! Aber wer ist das eigentlich und wieso braucht sie so viele Buchstaben im Titel? Welche Klischees ärgern Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und andere queere Menschen so richtig? Was beschäftigt sie gerade? Gemeinsam mit euch entdecken Sophia und Dimi, die eine bisexuell, der andere queer, die wunderbare Welt der "Alle-Buchstaben-Community". https://www.ardaudiothek.de/sendung/willkommen-im-club-der-queere-podcast-von-puls/10531949/
53 Minuten
Bei der Hochwasser-Katastrophe in Süddeutschland kamen mindestens 5 Menschen ums Leben, weitere werden vermisst. Die Schäden an Gebäuden, Straßen und Schiene sind immens, auf den überfluteten Feldern ist die Ernte vernichtet. Von Entspannung kann keine Rede sein: Die Pegelstände der Flüsse sinken quälend langsam und neuer Regen kommt. Deiche und Schutzwände drohen unter dem Druck des Wassers abzurutschen. Woher kommen die Wassermassen und hat das etwas mit der globalen Erwärmung zu tun? Müssen wir damit zukünftig häufiger rechnen und welche Versicherung soll das bezahlen? Wären manche Schäden vermeidbar gewesen, waren wir gut vorbereitet und wie rüsten wir uns für die Zukunft? Darüber sprechen wir mit Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Experte für Wasserbau, dem Leiter des hessischen Hilfseinsatzes Branddirektor Thomas Fines, Anja Käfer-Rohrbach, vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Karsten Krug, Bürgermeister im südhessischen Groß-Rohrbach und mit dem hr-Meteorologen Tim Staeger. Podcast-Tipp: Newsjunkies In Süddeutschland spricht man vom Jahrhunderthochwasser. Die Zerstörung ist immens. Doch in Zeiten der Klimakrise werden wir solche Katastrophen in Zukunft viel häufiger erleben. Jahrhundertereignisse könnten zur Normalität werden. Kann man sich daran anpassen und wenn ja, wie? Darüber sprechen heute Martin Spiller und Ann Kristin Schenten von den Newsjunkies. https://www.ardaudiothek.de/episode/newsjunkies/hochwasserkatastrophe-haben-wir-wirklich-dazu-gelernt/rbb24-inforadio/13451119/ Die "Newsjunkies" - ein Tag, ein großes Nachrichtenthema, immer Montag bis Freitag am Nachmittag. Kostenlos folgen und abonnieren in der ARD-Audiothek. Alle Abo-Möglichkeiten findet Ihr hier: https://www.rbb24inforadio.de/newsjunkies
55 Minuten
Die EU ist widersprüchlich. Sie steht für Streit, Abschottung und eine träge Bürokratie in Brüssel. Aber ohne sie wäre Chaos und nicht 70 Jahre Frieden, offene Grenzen und Wohlstand in Europa. Die EU bringt Vorteile, die vielen selbstverständlich scheinen. Reisen, wohnen, Geschäfte machen oder studieren. Alles wäre ohne sie komplizierter. Wie sähe unser Leben aus, wenn es die EU nicht gäbe? Erinnert sei an den Brexit und die Folgen für Großbritannien. Und jetzt, da wieder Europawahl ist, ergibt sich ein guter Anlass für einen Perspektivwechsel: auf die Potentiale der EU. Die schließlich immer wieder Streit zwischen Nachbarn schlichtet, auch wenn das durch Regelwerke und manch unbefriedigenden Kompromiss passiert. Aber immerhin friedlich. Das ist die Leistung. Darum feiern wir das Erfolgsprojekt kritisch, aber konstruktiv. Und stellen im Sinne der Demokratie die Frage, wohin die EU sich entwickeln soll? Zu Gast: Ulrich Ladurner, ZEIT-Korrespondent in Brüssel; Gerhart Baum, ehem. Bundesinnenminister; Paula Gent und Paul Vorreiter aus dem Studio Brüssel. Podcast-Tipp: Denk ich an Europa / WDR 5 Ein ganz besonderer Blick auf Europa: Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Naturwissenschaften erzählen im Gespräch, welche Sorgen, Hoffnungen und Visionen sie mit Europa verbinden. https://www.ardaudiothek.de/sendung/wdr-5-denk-ich-an-europa/76727628/
54 Minuten
Die Vorfreude steigt. Endlich geht es los! Die Europameisterschaft steht vor der Tür. Erinnerungen werden wach: Lässt sich das „Sommermärchen“ von 2006 wiederholen? Deutschland will ein guter Gastgeber sein für die Fußballfans aus ganz Europa. Trotz der angespannten Weltlage, trotz der Sorgen um die Sicherheit, trotz der (leisen) Zweifel am sportlichen Erfolg. Inzwischen überwiegt der Optimismus: Halbfinale ist machbar, glauben viele Fans. Viel wichtiger ist es doch, ein Fußballfest zu feiern, mit Freunden aus ganz Europa. Kann ein gesunder „Fußball-Patriotismus“ eine positive Wirkung haben für die Stimmung in einer Gesellschaft? Kann uns Sport zusammenbringen? Darüber reden wir mit dem Sportsozioligen Prof Michael Mutz, mit Thomas Feda von der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt, dem Dokumentarfilmer Philipp Awounou, Sportreporterin Martina Knief und dem Fan-Vertreter Jost Peter Podcast-Tipp: Wir Weltmeister. Auf der Suche nach 2014 Deutschlands Triumph bei der Fußball-WM 2014 und seine Geheimnisse. Was hat der Titel in Brasilien mit den Helden gemacht? Sie müssten die glücklichsten Menschen der Welt gewesen sein, aber nicht alle waren es: Trainer Jogi Löw flieht nach Sardinien und versinkt in einem Tief. Benedikt Höwedes bekommt Haarausfall, Mario Götze erzählt vom zweifelhaften Ruhm nach seinem Finaltor, Per Mertesacker von einer schlaflosen Nacht in Rio. Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller hingegen: happy. Taucht ein in die Seele des Weltmeister-Teams! Was war das Erfolgsrezept? Und warum ging es danach bergab? https://www.ardaudiothek.de/sendung/wir-weltmeister-auf-der-suche-nach-2014/13360445/
55 Minuten
Am 24. Mai 1993 erklärte Eritrea offiziell seine Unabhängigkeit von Äthiopien. Das kleine Land in Ostafrika war jahrhundertelang hart umkämpft. Heute herrscht dort vor allem einer: Isaias Afewerki. Der erste und einzige Präsident von Eritrea. Er führte das Land in die Unabhängigkeit und verwandelte es danach in ein Gefängnis, aus dem Menschen seither flüchten. Auch nach Deutschland, in dem neben den Niederlanden, Schweden und Großbritannien die größte so genannte Diaspora-Gemeinschaft Eritreas lebt. Es ist eine gespaltene Gruppe im Exil, deren politische Konflikte gerade am Tag der Unabhängigkeit immer wieder deutlich werden. Wenn die Gewalt am Rande sogenannter Eritrea-Festivals, wie zum Beispiel letztes Jahr, eskaliert. Dieses Jahr ist es ruhiger geblieben, aber die politischen Konflikte, die seit über Jahrzehnten und Generationen außerhalb von Eritrea gären, sind noch da. Wie der lange Arm der Diktatur auch in Deutschland für die Menschen zu spüren ist, warum sie nach Deutschland fliehen und worum es den Gegnern und Befürwortern des Regimes in Deutschland geht, darüber sprechen wir mit Rut Bahta, Ärztin und Aktivistin (U4E und Dachverband Eritreischer Vereine in Deutschland), mit Ulf Terlinden von der Heinrich Böll Stiftung Horn von Afrika, Nicole Hirt vom GIGA Institut Hamburg und dem Eritreer Kibrom. Podcast-Tipp: SWR Kultur Leben Importierter Konflikt - Anhänger und Gegner der eritreischen Diktatur in Deutschland Eritrea gilt als eines der ärmsten Länder der Welt und wird von einem extrem brutalen Regime beherrscht. Viele Gegner des Diktators Afewerki sind nach Deutschland geflüchtet, teilweise schwer traumatisiert. Doch in verschiedenen deutschen Großstädten treffen sie auf Anhänger von Afewerki, die schon lange hier leben und das Regime mit eritreischen Kulturvereinen unterstützen. Das hat dieses Jahr zu regelrechten Straßenschlachten der verfeindeten Parteien geführt, wobei auch deutsche Polizisten angegriffen wurden. Reporter Thomas Kruchem hat eritreische Gemeinschaften besucht und mit beiden Seiten gesprochen. https://www.ardaudiothek.de/episode/leben/importierter-konflikt-anhaenger-und-gegner-der-eritreischen-diktatur-in-deutschland/swr-kultur/13116591/
54 Minuten
Naziparolen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen - das Sylt-Video ist nicht das erste Beispiel dafür. Aber der Aufschrei in unserer Gesellschaft zeigt auch: Wir verhandeln über die Grenzen des Sagbaren. Denn die verschieben sich immer wieder. Aber was steckt dahinter, wenn rassistische Aussagen plötzlich im Mainstream stattfinden? Wem hilft das und was können wir dagegen tun? Wer entscheidet eigentlich, was für uns als Gesellschaft okay ist zu sagen - und was ein Tabu? Und führen Worte automatisch zu Taten? Wir sprechen darüber mit dem Sprachwissenschaftler Thomas Niehr, dem Sozialpsychologen Andreas Zick und Tina Dürr vom Beratungsnetzwerk Hessen. Podcast-Tipp: SWR Kultur Forum AfD statt Greta - Wie wählt die Generation Tik Tok? Rückt die Jugend nach rechts? Nach einer aufsehenerregenden Trendstudie wäre bei jungen Menschen die AfD die stärkste Partei, gefolgt von der Union. Aber stimmt der Befund? Was prägt die politische Haltung junger Leute? Ist die Generation Tik Tok konservativer als ihre Eltern? Und welchen Einfluss hat das auf die anstehenden Wahlen? Bernd Lechler diskutiert mit Baris Ertugrul - Sozialisations¬forscher, Uni Bielefeld; Kilian Hampel - Jugendforscher; Dr. Anna-Sophie Heinze, Politikwissenschaftlerin, Uni Trier https://www.ardaudiothek.de/episode/forum/afd-statt-greta-wie-waehlt-die-generation-tik-tok/swr-kultur/13427641/
54 Minuten
Wladimir Putins Speerspitze in seinem Krieg gegen die Ukraine war einen Tag lang plötzlich auf ihn selbst gerichtet. Die Wagner-Truppe, die private Söldner-Armee seines langjährigen Vertrauten Jewgeni Prigoschin - schon länger im Clinch mit dem russischen Verteidigungsministerium - marschierte auf Moskau zu. Um dann auf halber Strecke plötzlich haltzumachen. Ebenso bemerkenswert war daraufhin die Kehrtwende des Präsidenten. Er hat Prigoschin, den er gerade noch als „Verräter“ gebrandmarkt und mit einer „unvermeidlichen Strafe“ bedroht hatte, nun ohne Strafe nach Belarus entweichen lassen. Wer geht nun - wenn überhaupt - als Sieger aus diesem Macht-Poker hervor? Was wird aus der Wagner-Truppe? Was wird aus dem bisherigen „Alleinherrscher“ Putin? Und was bedeutet all das für Russland, die Ukraine und für „den Westen“?
48 Minuten
Eine weltweite Pandemie, eine herannahende (wenn nicht schon eingetretene) Klimakatastrophe und jetzt Krieg in Europa. Wie soll man das noch aushalten? Klar, als aufgeklärter Mensch mit Empathie und Neugier, kommt man nicht drum rum. Wir wollen und müssen uns irgendwie mit dem Weltgeschehen auseinandersetzen. Aber wie lange geht das noch gut? Ist die beste Bewältigungsstrategie vielleicht einfach Ausbrechen? Wie funktioniert Eskapismus? Welche Formen gibt es? Wie kann er uns helfen? Schadet er uns vielleicht eher? Und: Ist er - gerade im Angesicht des Weltgeschehens - überhaupt legitim?
55 Minuten
Es geschah am 25. Dezember 1991, die rote Fahne auf dem Kreml wird eingeholt. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr und mit ihr verschwindet eine der zwei Supermächte des Kalten Krieges. Im sogenannten "Vertrag von Minsk“ wird die offizielle Auflösung des einstigen Staatenbündnisses besiegelt, insgesamt 21 Staaten erklären ihre Unabhängigkeit. Seit dem 31. Dezember 1991 um Mitternacht ist die UDSSR Vergangenheit. Offiziell. 30 Jahre später sind die Schatten der ehemaligen Sowjetunion so spürbar wie lange nicht mehr. An der russisch-ukrainischen Grenze droht die Lage zu eskalieren. Ob die diplomatischen Bemühungen reichen, um den Konflikt beizulegen? Wieder einmal geht es nicht nur um einen regionalen Konflikt, sondern wie schon auf der Krim und in Georgien um alte Fronten und die gemeinsame Geschichte der ehemaligen Sowjetrepubliken. Wie lange noch?
52 Minuten
Alte Menschen vor ungeimpften Pflegekräften schützen! Den Präsenzunterricht in der Schule aufrechterhalten! Im Großraumbüro nur diejenigen zusammensetzen, die einander nicht gefährlich werden können! Und: Ein Restaurant mal wieder von innen sehen - und dabei wissen, dass auch am Nebentisch keine Ansteckungsgefahr lauert! "Weise mir nach, dass Du geimpft bist! Und ich sage Dir: All das ist möglich.“ So sieht sie aus, die Hoffnung und ihr Prinzip: Der Impfstatus und das Wissen darum. Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen müssen ihrem Arbeitgeber künftig verraten, ob sie gegen Corona geimpft sind oder nicht Aber wissen wir dann auch wirklich hinreichend, woran wir sind? Sollten nicht noch viel mehr Leute - ja, am liebsten alle - über ihren Impfstatus Auskunft geben müssen? Müsste der Impfstatus nicht außerdem viel strenger kontrolliert werden - und zwar auch dort, wo Gastfreundschaft, Geselligkeit und vielleicht sogar der "soziale Frieden“ darunter leiden? Wenn ja, sind wir dann nicht mit all diesen Schritten endgültig auf dem Weg in eine de-facto-Impfpflicht? Und: Was nützt all das überhaupt, wenn doch sogar Geimpfte noch angesteckt werden und ansteckend sein können?
Der Tag

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