Last Exit - Das politische Pamphlet Archiv
42 Episoden
26 Minuten
Ich sitze, wie wahrscheinlich die meisten von euch, zuhause, ich weiß, dass ich irgend etwas tun sollte, für mein Innenleben, mit diesen viel zu viel vorhanden Informationen, mit dieser mir plötzlich viel zu viel vorhandenen Zeit.
Ich verbringe unnötige Stunden damit, mich durch sämtliche Fake- oder tatsächlichen News zu arbeiten, google herum, ob die verschiedenen Videos, die mir tagtäglich zugeschickt werden, überhaupt auch nur irgend einen Wahrheitsgehalt haben.
Menschen, mit denen ich früher kaum Kontakt hatte, übermitteln mir Artikel in Zeitschriften, Videos, Radiomitschnitte, in denen Verschwörungs- oder wahre Theorien, Fakten, Meinungen und was weiß ich lang und breit getreten werden. Ich weiß schon nicht mehr, was ich glauben kann.
Ich verbringe unnötige Stunden damit, mich durch sämtliche Fake- oder tatsächlichen News zu arbeiten, google herum, ob die verschiedenen Videos, die mir tagtäglich zugeschickt werden, überhaupt auch nur irgend einen Wahrheitsgehalt haben.
Menschen, mit denen ich früher kaum Kontakt hatte, übermitteln mir Artikel in Zeitschriften, Videos, Radiomitschnitte, in denen Verschwörungs- oder wahre Theorien, Fakten, Meinungen und was weiß ich lang und breit getreten werden. Ich weiß schon nicht mehr, was ich glauben kann.
20 Minuten
Heute ist Donnerstag, der 12. März, und darum habe ich mir hier in Indien, wo ich noch weile, vorgenommen, euch zwölf Tipps für ein gutes Leben zu geben. Ein rundes Dutzend sozusagen. Meine Sendung heißt last exit, und darum möchte ich euch heute als last exit ein paar Ideen vorstellen, mit denen ihr es vielleicht leichter habt, euer Leben ein kleines bisschen schöner zu gestalten.
17 Minuten
Ich bin immer noch in Indien. Und neben Yogamachen und Meditieren beschäftige ich mich derzeit mit dem indischen Schriftsteller Pankaj Mishra.
Pankaj Mishra ist 1969 in eine traditionelle nordindische Familie hineingeboren worden. Nach einem Ökonomie- und Literaturstudium hat er sich auf 2500 Meter Seehöhe in den Himalaja zurückgezogen und widmet sich seitdem dem Schreiben. Mit Rezensionen und Kolumnen für die «New York Times» oder den «Guardian» und diversen sozial- und globalisierungskritischen Büchern hat er sich zu einem der gefragtesten indischen Intellektuellen entwickelt. Als Autor lebt er heute abwechselnd in London und in Indien und setzt sich mit europäischer Geistesgeschichte auseinander.
Von Mishra kenne ich die Bücher „Ruinen des Empire“ und „Zeitalter des Zorns“.
In den „Ruinen des Empire“ schreibt er über die Folgen der Kolonialisierung, die Revolte gegen den Westen und den Wiederaufstieg Asiens, das Buch gibt viele Einblicke in die Entwicklung von Indien und von China im derzeitigen großen „global game.“ In seinem Buch „Das Zeitalter des Zorns“ schreibt er, dass die Welt vor einem globalen Bürgerkrieg steht. Das hört sich sehr alarmierend an. Darüber hat er mit Claudia Mäder von der NZZ gesprochen, und ich habe die Erlaubnis bekommen, das Gespräch für euch wiederzugeben.
Pankaj Mishra ist 1969 in eine traditionelle nordindische Familie hineingeboren worden. Nach einem Ökonomie- und Literaturstudium hat er sich auf 2500 Meter Seehöhe in den Himalaja zurückgezogen und widmet sich seitdem dem Schreiben. Mit Rezensionen und Kolumnen für die «New York Times» oder den «Guardian» und diversen sozial- und globalisierungskritischen Büchern hat er sich zu einem der gefragtesten indischen Intellektuellen entwickelt. Als Autor lebt er heute abwechselnd in London und in Indien und setzt sich mit europäischer Geistesgeschichte auseinander.
Von Mishra kenne ich die Bücher „Ruinen des Empire“ und „Zeitalter des Zorns“.
In den „Ruinen des Empire“ schreibt er über die Folgen der Kolonialisierung, die Revolte gegen den Westen und den Wiederaufstieg Asiens, das Buch gibt viele Einblicke in die Entwicklung von Indien und von China im derzeitigen großen „global game.“ In seinem Buch „Das Zeitalter des Zorns“ schreibt er, dass die Welt vor einem globalen Bürgerkrieg steht. Das hört sich sehr alarmierend an. Darüber hat er mit Claudia Mäder von der NZZ gesprochen, und ich habe die Erlaubnis bekommen, das Gespräch für euch wiederzugeben.
19 Minuten
Die heutige Sendung widmet sich dem Thema Yoga.
Grundsätzlich sehen viele Verrenkungen im Yoga nach Akrobatik aus, das ist Teil des konzentrierten Arbeitens mit dem eigenen Körper und diese Konzentration kann ein gutes Werkzeug sein, um das eigene Selbst zu finden, durch die Limitationen, die sich immer wieder ergeben, sowohl körperliche Limitationen als auch geistige. Was mich am akrobatischen Aspekt von einzelnen Yoga-Positionen stört, ist, dass es um Selbstdarstellung der Praktizierenden geht, um Stolz, sich so extrem verbiegen zu können, um Beeindruckenwollen, wie weit man sich schon vorbeugen, zurückbeugen oder strecken oder verkrümmen kann.
Yoga als Bodybuilding-Fitness-Trimm-Dich-Trendsport. Das entspricht zwar nicht unbedingt der Idee, die hinter Yoga steht, aber wenn jemand Yoga als gymnastische Übung sehen will, mit der er zum perfekten Body gelangt, dann soll er das tun. Immer noch besser, als sich mit Kriegsspiel-Computergaming oder rechtsradikalen Postings die Zeit zu vertreiben.
Grundsätzlich sehen viele Verrenkungen im Yoga nach Akrobatik aus, das ist Teil des konzentrierten Arbeitens mit dem eigenen Körper und diese Konzentration kann ein gutes Werkzeug sein, um das eigene Selbst zu finden, durch die Limitationen, die sich immer wieder ergeben, sowohl körperliche Limitationen als auch geistige. Was mich am akrobatischen Aspekt von einzelnen Yoga-Positionen stört, ist, dass es um Selbstdarstellung der Praktizierenden geht, um Stolz, sich so extrem verbiegen zu können, um Beeindruckenwollen, wie weit man sich schon vorbeugen, zurückbeugen oder strecken oder verkrümmen kann.
Yoga als Bodybuilding-Fitness-Trimm-Dich-Trendsport. Das entspricht zwar nicht unbedingt der Idee, die hinter Yoga steht, aber wenn jemand Yoga als gymnastische Übung sehen will, mit der er zum perfekten Body gelangt, dann soll er das tun. Immer noch besser, als sich mit Kriegsspiel-Computergaming oder rechtsradikalen Postings die Zeit zu vertreiben.
28 Minuten
Die heutige Sendung hat den Subkontinent Indien zum Thema, genauer gesagt die Heilige Kuh.
Indien. Ein Subkontinent, der um einiges kleiner ist als Europa und trotzdem doppelt so viele Einwohner hat, nämlich 1,3 Milliarden Menschen leben hier. Und 200 Millionen Kühe.
Überall in ganz Indien lassen es sich die heiligen Kühe mehr oder weniger gut gehen. Sie liegen auf Autobahnen herum, streunen durch Gassen, Straßen und in Tempelanlagen, grasen Ackerflächen ab, delektieren sich auf Märkten an den Obst- und Gemüseständen oder sie durchwühlen die Müllhalden.
Für uns Europäer gehört ab und zu ein saftiges Beefsteak zum ganz normalen Lebensalltag dazu, erst recht in Österreich, wo Tafelspitz und Rindsrouladen, Kalbsragout und jetzt im vergangenen Supersommer Grillparties mit Reindfleischspezialitäten eine gastronomische Selbstverständlichkeit sind. Für uns ist es normaler Lebensluxus, für eine Milliarde Inder immer noch unvorstellbar, etwas Heiliges abzuschlachten und dann auch noch zu verzehren.
Indien. Ein Subkontinent, der um einiges kleiner ist als Europa und trotzdem doppelt so viele Einwohner hat, nämlich 1,3 Milliarden Menschen leben hier. Und 200 Millionen Kühe.
Überall in ganz Indien lassen es sich die heiligen Kühe mehr oder weniger gut gehen. Sie liegen auf Autobahnen herum, streunen durch Gassen, Straßen und in Tempelanlagen, grasen Ackerflächen ab, delektieren sich auf Märkten an den Obst- und Gemüseständen oder sie durchwühlen die Müllhalden.
Für uns Europäer gehört ab und zu ein saftiges Beefsteak zum ganz normalen Lebensalltag dazu, erst recht in Österreich, wo Tafelspitz und Rindsrouladen, Kalbsragout und jetzt im vergangenen Supersommer Grillparties mit Reindfleischspezialitäten eine gastronomische Selbstverständlichkeit sind. Für uns ist es normaler Lebensluxus, für eine Milliarde Inder immer noch unvorstellbar, etwas Heiliges abzuschlachten und dann auch noch zu verzehren.
26 Minuten
Es hat sich einiges getan im vergangenen Monat und ich bin zuversichtlicher geworden. Die Wahlen sind vorbei, das ist gut so, weil mir die verschiedenen Casting-Shows der Politiker schon ziemlich auf die Nerven gegangen sind, kaum eine Partei hat seriös informiert, wie sie mit den vier Jahren, die ihr zur Verfügung stehen, verantwortungsvoll umgehen will. Image-Werbung hat nichts mit Information zu tun.
Was gibt es noch:
- Weltuntergangsszenarien in Filmen, Büchern und Theaterstücken
- Einen Mann mit den Initialen HCS, über den ich mich nicht auslassen will.
- Greta
- Putin beim Pilzesammeln
Was gibt es noch:
- Weltuntergangsszenarien in Filmen, Büchern und Theaterstücken
- Einen Mann mit den Initialen HCS, über den ich mich nicht auslassen will.
- Greta
- Putin beim Pilzesammeln
26 Minuten
Heute begebe ich mich nicht in den alpenländischen Sumpf des Bösen, sondern in den weltweiten. Ich tue das, was alle Positive-Thinker wie der Teufel das Weihwasser meiden: Ich ergehe mich im Negativen, im Dreck des globalen Weltuntergangs.
Und dazu habe ich zwei prominente Mitkämpfer an meiner Seite, den Ökologen und Umweltaktivisten Robert Hunziker und den Philosophen und Umweltaktivisten Derrick Jensen, die mir speziell für euch exklusiv im deutschen Sprachraum ihre aktuellen Texte zur Verfügung gestellt haben.
Und dazu habe ich zwei prominente Mitkämpfer an meiner Seite, den Ökologen und Umweltaktivisten Robert Hunziker und den Philosophen und Umweltaktivisten Derrick Jensen, die mir speziell für euch exklusiv im deutschen Sprachraum ihre aktuellen Texte zur Verfügung gestellt haben.
25 Minuten
Heute bekommt ihr das August-sorglos-rundum-Service-Paket für gute Laune, kostenlos, frei Haus und ohne Werbung.
Und so ganz nebenbei geht es auch um Katzenpostings, um kleine grüne Marsmännchen, um schwimmende Milchfarmen und um die von Alfred Noll als Blödmaschinen bezeichneten Medien.
Und so ganz nebenbei geht es auch um Katzenpostings, um kleine grüne Marsmännchen, um schwimmende Milchfarmen und um die von Alfred Noll als Blödmaschinen bezeichneten Medien.
21 Minuten
Heute geht es um etwas, das faszinierend und gleichzeitig auch umstritten ist, vielleicht für manche sexy sein kann. Heute geht es um die Macht. Die Macht einer Idee, die Macht vom Staat, von Finanzhaien, von Medien, von einer Gottheit, einer Institution.
Und es geht auch um die helle Seite der Macht.
Und es geht auch um die helle Seite der Macht.
23 Minuten
Ein Rückblick mit Empörung!
Was ist in den vergangenen Wochen in Österreich geschehen?
Und wie soll es weitergehen?
Wir brauchen mehr denn je einen last exit!
Was ist in den vergangenen Wochen in Österreich geschehen?
Und wie soll es weitergehen?
Wir brauchen mehr denn je einen last exit!
18 Minuten
Wonnemonat Mai, Politikerbeschimpfung ... und Verdrossenheit, wohin man schaut
Die europäischen Regierungen wollen den globalen freien Handel, gleichzeitig wollen sie aber auch die nationale Kontrolle über ihre Wirtschaft. Das ist sozusagen der Teufelskreis, in dem sich die Demokratien momentan befinden. Und der Wähler hätte doch ganz gern eine Entscheidung, dazu sind ja Politiker da, nicht wahr? Aber der Wähler bekommt nichts serviert und ist darum frustriert und unwillig zu wählen, weil nichts angeboten wird, das auch nur im entferntesten befriedigend oder richtungweisend oder anders oder zumindest neu aussieht.
Man dreht sich im Kreis, aber bei diesem seltsamen disharmonischen Politwalzer will eigentlich niemand mehr mittanzen, zu viel ist aus dem Takt geraten. Taktlos, sozusagen.
Die europäischen Regierungen wollen den globalen freien Handel, gleichzeitig wollen sie aber auch die nationale Kontrolle über ihre Wirtschaft. Das ist sozusagen der Teufelskreis, in dem sich die Demokratien momentan befinden. Und der Wähler hätte doch ganz gern eine Entscheidung, dazu sind ja Politiker da, nicht wahr? Aber der Wähler bekommt nichts serviert und ist darum frustriert und unwillig zu wählen, weil nichts angeboten wird, das auch nur im entferntesten befriedigend oder richtungweisend oder anders oder zumindest neu aussieht.
Man dreht sich im Kreis, aber bei diesem seltsamen disharmonischen Politwalzer will eigentlich niemand mehr mittanzen, zu viel ist aus dem Takt geraten. Taktlos, sozusagen.
22 Minuten
Den roten Faden der heutigen Sendung bildet das Thema Zeit.
Ich bin beileibe nicht die erste, die sich mit dem Verrinnen von Sekunden, Stunden und Jahrhunderten beschäftigt. Das haben vor mir schon zig Menschen getan ... dass sie vergeht und vergeht und vergeht und einem eigentlich durch die Finger rinnt, genauso wie Geld.
Wir haben genug Zeit, wenn wir sie nur richtig verwenden, sagte ja schon Goethe.
Ich bin beileibe nicht die erste, die sich mit dem Verrinnen von Sekunden, Stunden und Jahrhunderten beschäftigt. Das haben vor mir schon zig Menschen getan ... dass sie vergeht und vergeht und vergeht und einem eigentlich durch die Finger rinnt, genauso wie Geld.
Wir haben genug Zeit, wenn wir sie nur richtig verwenden, sagte ja schon Goethe.