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Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv

621 Episoden
11 Minuten
Post mortem, in der Musikgeschichte hat dieser Ausdruck mitunter einen unerwartet makabren Beigeschmack. Denn vor allem das 19. Jahrhundert hatte an Komponisten gerade nach deren Tod ein ungewöhnliches Interesse. Wo im Körper eines Künstlers steckt dessen Genialität? Kann der Mediziner mit dem Seziermesser fündig werden? Rechtfertigt wissenschaftlicher Forscherdrang alle Mittel? Musik und Anatomie, legendär ist die Geschichte von Joseph Haydns gestohlenem Totenschädel. Einem nicht minder spektakulären Fall von Leichenraub hat unser heutiges ZOOM nachgespürt.
12 Minuten
Zugegeben: Im 18. Jahrhundert war das Reisen noch weitaus beschwerlicher als heute. Eine Postkutsche schaffte keine 15 km pro Stunde und besonders bequem war sie auch nicht. Trotzdem war Georg Philipp Telemann im Vergleich zu seinen Kollegen ganz schön reisefaul. Selbst nach Paris war er schon unzählige Male eingeladen worden und konnte sich lange Zeit nicht dazu aufraffen, hinzufahren. Im Herbst 1737 brach er schließlich doch auf. Und verlebte - wider Erwarten - acht glückliche Monate in der französischen Metropole. Am 25. März 1738 erlebte Georg Philipp Telemann geradezu einen Feiertag in Paris.
9 Minuten
Immer und überall können wir Musik hören. Wofür man früher noch ins Café, in die Kirche oder den Konzertsaal musste, genügt heute ein Knopfdruck. Doch der Weg zum iPod, den man einfach so in die Jackentasche stecken kann, war ein langer. Angefangen hat alles mit der Erfindung des Phonographen und der Schallplatte. Die Erfindung der Schallplatte war eine regelrechte Sensation. Welche Rolle Caruso dabei gespielt hat, berichtet unser heutiges ZOOM:
13 Minuten
Wirklich vergessen war Johann Sebastian Bach nie. Die Gelehrten, die Komponisten, die Musikstudenten hatten sich immer mit seiner Musik beschäftigt. Doch in das breite Gedächtnis der Öffentlichkeit gelangten die "Matthäuspassion" und ihr Komponist erst 1829 - vielleicht weil ein Kompositionslehrer seinen wissbegierigen Schüler ärgerte. Unser ZOOM erzählt diese Geschichte.
10 Minuten
Er ist eines der Aushängschilder der italienischen Musikwelt: Antonio Vivaldi. Und: er ist der "rote Priester", wegen seiner weithin leuchtenden roten Haare - und weil Vivaldi Priester der katholischen Kirche in Venedig war. Diese Berufswahl sollte dem jungen Antonio vor allem eine gute Ausbildung sichern, in der Folge aber führte sie den Komponisten in eine Welt voller Konflikte und Schwierigkeiten. Unser heutiges ZOOM berichtet von dem nicht ganz einfachen Verhältnis Vivaldis zur katholischen Kirche.
10 Minuten
Was für eine psychische Krankheit war es, die Robert Schumann seit seiner Jugend immer wieder heimsuchte, und die mit Episoden lähmender Melancholie ebenso einherging wie mit fast manisch übersteigertem Schaffensdrang? Wahrscheinlich hat Schumann über weite Zeiten seiner Krankengeschichte tatsächlich an etwas gelitten, das man heute als "bipolare Störung" bezeichnen würde - mit längeren Phasen ausreichender psychischer Stabilität. Am Ende aber hat sich Schumanns Geist dann doch endgültig verschattet. Unser ZOOM berichtet über eine Begebenheit zu Anfang dieses letzten Leidensweges.
10 Minuten
Macht Musik aus uns allen wirklich bessere Menschen? Natürlich ist die "befriedende Wirkung der schönen Kunst der Töne" unbestritten, sie wird ja auch in Pädagogik und Politik immer wieder gerne verwendet. Aber dennoch ist auch sie nicht frei von Zoff und Zank. Es menschelt überall dort in der Musik, wo zwei übergroße Egos aufeinanderprallen. Solch einen Konflikt der Persönlichkeiten beschreibt unser heutiges ZOOM.
5 Minuten
Durch die undurchsichtigen finanziellen Aktivitäten seines Vaters geriet Carl Maria von Weber mehrmals in missliche Lagen: Einmal wurde er deshalb sogar ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Unser ZOOM erzählt diese schmerzhafte Episode im Leben des hochgeschätzten Komponisten.
10 Minuten
In dieser Folge geht es um den einsamen Titanen der Musikgeschichte. Ein knorrig tauber Einzelgänger, der sein Leben den höchsten Idealen der Menschlichkeit geweiht hat: "... seid umschlungen Millionen" heißt es in seinem womöglich bekanntesten Stück, der Ode an die Freude. Umschlungen hat Ludwig van Beethoven aber nicht nur die Menschheit im Ganzen, sondern auch im Speziellen. Jedenfalls hat er auf die Damen der Gesellschaft immer eine besondere Anziehungskraft ausgeübt. Und letztlich doch nie die eine Lebenspartnerin gefunden. Woran das gelegen haben könnte?
5 Minuten
Seit fünf Jahren hatten die Münchner ein neues Theater. Das Hof- und Nationaltheater zählte zu den größten Häusern Europas, übertraf sogar das Pariser Odeon, das König Max I. Joseph seinem Architekten Karl von Fischer als Vorbild empfohlen hatte. Die "erste und schönste Zierde der Königsstadt" bot 2400 Zuschauern Platz, hatte einen großen Bühnenausschnitt, beste Sichtverhältnisse, neueste Bühnentechnik und eine Sprinkleranlage, wie sie bislang kein Theater aufzuweisen hatte. Die Welt und München waren begeistert. Vor allem von den Superlativen. Bis zu jenem Tag im Januar 1823
9 Minuten
Die Carnegie Hall, die "Königin der Konzerthallen". Wer es dorthin geschafft, hat es geschafft. Das legendäre Backstein-Bauwerk in Manhattan ist jedoch mehr als nur eine Bühne mit fast mystischen Ruf. Es ist ein Haus, das auch hinter den Kulissen viele ungewöhnliche Geschichten erzählt.
11 Minuten
Wer hat sich nicht schon einmal dazu verführen lassen, es den großen Komponisten gleich tun zu wollen, heimlich mit dem Gedanken geliebäugelt, es könne doch ein musikalischer Genius in ihm verborgen sein? Dass sich im Kreis der "Möchtegern-Mozarts" zuweilen auch Philosophen tummeln, zeigt sich am Beispiel Friedrich Nietzsches. Im Jahr 1872 bat er den berühmten Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow, einen Blick auf seine soeben vollendete "Manfred-Meditation" für Klavier zu werfen. Die Antwort erfolgte prompt und schonungslos...
12 Minuten
Moderat, tolerant, weltoffen. Das sind die Attribute, die den Komponisten Rodion Schtschedrin auszeichnen. Ein Wanderer, der mit Wohnsitz in München und Moskau zu Hause ist und damit gleichermaßen vertraut mit der westeuropäischen wie der osteuropäischen Musikszene. Seine Liebe zur bayerischen Landeshauptstadt hat Rodion Schtschedrin durch den Münchner Klaviersommer entdeckt. Ulrich Möller-Arnsberg erinnert in unserem heutigen ZOOM an seinen 90. Geburtstag.
9 Minuten
Franz Liszt war nicht nur eine umschwärmte Berühmtheit, er hat viele andere Künstler beeinflusst. So auch den norwegischen Pianisten und Komponisten Edvard Grieg. "Ich kann jetzt kein anderes Klavierspiel mehr hören", bekannte dieser einem Freund. Unser heutiges ZOOM erzählt diese Geschichte.
10 Minuten
Heute geht es um New Orleans, ein wahrer Schmelztiegel für Kultur und Musik. Die Stadt ist musikalisch gesehen zwar vor allem für den Jazz bekannt. Es gibt aber einen Teil der Musikgeschichte, der vor 100 Jahren leider mit dem dazugehörigem Gebäude in Flammen aufging. Denn lange Zeit galt das Opernhaus New Orleans als wichtigste Station für aufstrebende Opernsänger und Sängerinnen. Warum die Oper dort in Vergessenheit geraten ist und welchen Einfluss die klassische Musik im Kampf gegen die Sklaverei hatte, erzählt unser heutiges ZOOM.