Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv
621 Episoden
12 Minuten
Robert Schumann - vieles weiß man über seine Musik, und einiges auch über sein Talent als Musikkritiker. Neben Konzertrezensionen schrieb er außerdem zahlreiche Briefe, Aufsätze, Tagebücher und sogar: Gedichte. Die schönsten und wichtigsten Verse finden sich in seiner Gedichtsammlung "Allerley aus der Feder Roberts an der Mulde". Die Texte entstanden zwischen Schumanns 12. und 18. Lebensjahr. Bis heute wurde kaum eines dieser Gedichte gedruckt. Dabei sind sie alles andere als Fingerübungen für Höheres.
10 Minuten
In unserem heutigen ZOOM geht es um die Erfindung der Zwölftonmusik. Wer hatte die Idee? Arnold Schönberg natürlich! Wirklich? Damals, vor etwa 100 Jahren, gab es noch jemand anderen, der behauptete, die Zwölftonmusik erfunden zu haben. Einen etwas komischen Kauz: Josef Matthias Hauer. Und der hat sich dann mit Arnold Schönberg angelegt. Ein aussichtsloser Kampf? Wir werden sehen.
9 Minuten
Von der Fußballweltmeisterschaft 1990 in Rom bleibt nicht nur in Erinnerung, dass sie der deutschen Nationalmannschaft den Titelgewinn bescherte. Sie sorgte auch für ein neues Konzert-Genre in der Klassikszene. Denn der Auftritt der Tenöre Luciano Pavarotti, Plácido Domingo und José Carreras in den römischen Caracalla-Thermen sollte der Beginn einer ganzen Serie von Stadionkonzerten werden, Motto: "Arien in der Arena". Doch diese Konzerte für ein Massenpublikum sollten ungeahnte Folgen haben wie unser heutiges ZOOM berichtet.
12 Minuten
Schwabing sei kein Ort, sondern ein geistiger Zustand! Das fand Wassily Kandinsky. Sein erstes abstraktes Bild hatte er in München gemalt, immer wieder tauschte er die Stadtwohnung mit einem kleinen Holzhaus in Murnau an Staffelsee. Hier lebte er mit Gabriele Münter. Viele Besucher kamen. Maler pilgerten ins blaue Land. Kandinsky zog sie alle an. Seine erste Begegnung mit einem berühmten Komponisten ereignete sich unweit der Alpen in Bayern. Unser ZOOM erzählt, wie ein Maler und ein Komponist miteinander baden gingen.
10 Minuten
Dass die Geige ein Teufelsinstrument ist, wissen wir spätestens seit Paganini. Doch schon fast ein Jahrhundert vor ihm betritt ein anderer Geigenvirtuose die großen Bühnen Italiens und schockt die Menschen mit seiner Teufelsmusik: Giuseppe Tartini! Gegen den Willen des Vaters hatte er sich für den Beruf des freischaffenden Künstlers entschieden. Nur, leicht war dieser Weg nicht. Eines Nachts aber wandte sich plötzlich das Schicksal und er wurde zum gefeierten Virtuosen. Welche teuflischen Mächte dabei ihre Hände im Spiel hatten, verrät unser heutiges ZOOM.
11 Minuten
Wer kann meine Vögel so schaurig kreischen lassen? Der Regisseur Alfred Hitchcock wäre an dieser Frage fast verzweifelt, als es 1961 an die Vertonung seines Psychothrillers "Die Vögel" ging. Kein Hollywoodprofi konnte es ihm recht machen. Erst ein Mann in einem Berliner Hinterhof-Studio löste Hitchcocks Problem. Es war Oskar Sala mit seinem Mixtur-Trautonium. Mit seinem selbst gebauten elektronischen Instrument hat Oskar Sala über 300 Filme vertont. Und um Sala geht es in unserem heutigen ZOOM.
10 Minuten
Seine Werke sind selten im gängigen Repertoire zu finden, und lange Zeit waren die skurrilen Umstände seines Todes mehr im allgemeinen Gedächtnis verhaftet als seine Kompositionen. Dabei gilt Ernest Chausson, der eigenwillige Komponist mit seiner unverwechselbaren Tonsprache, heute als Wegbereiter des Impressionismus. Katharina Neuschaefer hat ihn im heutigen ZOOM näher unter die Lupe genommen.
11 Minuten
Tiere spielen bekanntermaßen im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Oftmals sind sie - je nach Gattung - Ansprechpartner in allen Lebenslagen oder stille, treue Gefährten für lange Zeit. Auch in Wolfgang Amadeus Mozarts Leben war Platz für ein Tier. Mozart allerdings hatte keinen Hund, keine Katze, keinen Leguan - nein, Mozart hatte einen Vogel. In einer recht seltsamen Geschichte erzählt unser ZOOM, welche Bedeutung dieses Tier für den Komponisten hatte.
13 Minuten
In dieser Folge begleiten wir Niccol? Paganini auf seiner letzten Reise. Doch weil ihm ein Pakt mit dem Teufel nachgesagt wird, dauert es sehr, sehr lange, bis Paganinis Leichnam endlich bestattet werden kann. Warum, wie und wann der Teufelsgeiger dann doch seine letzte Ruhe gefunden hat: Katharina Neuschaefer hat sämtliche unrühmlichen Strapazen zusammengetragen.
13 Minuten
Eine Affäre, die Musikgeschichte schrieb: Hanna Fuchs, Alban Berg - und ein Briefbote namens Adorno. Unser ZOOM erzählt von einer Affäre, die Musikgeschichte schrieb.
10 Minuten
Richard Wagner hatte Glück, zumindest mehr Glück als die meisten seine Mitstreiter. August Röckel, zum Beispiel. Der flammende Publizist und sozialistische Agitator wird zum Tode verurteilt, bevor ihn die Richter zu lebenslangem Zuchthaus begnadigen. Und auch der Kopf der blutigen Unruhen, der russische Fanatiker Bakunin, ein kolossaler Kerl mit Rauschebart, sitzt hinter Schloss und Riegel. Bei Wasser und trocken Brot im dunklen Kerker, die Kugel eines Exekutionskommandos; kaum vorzustellen, was mit Richard, dem Barrikadenmann, nicht alles hätte passieren können.
12 Minuten
Wen man in die Suchmaschine die Wörter "Horenstein" und "MusiK" eingibt, dann fragt das System: "Meinten Sie Bernstein?" Wenn man dann aber weitersucht, findet man Internet-Foren von Klassiksammlern, die ebenso engagiert wie begeistert über Horensteins schönste Aufnahmen fachsimpeln. Der Dirigent Jascha Horenstein, einer der größten Mahler- und Bruckner-Interpreten des 20. Jahrhunderts, ist ein Geheimtipp, eine Kultfigur für Eingeweihte. Unser heutiges ZOOM erzählt sein abenteuerliches Leben, das, wie bei so vielen jüdischen Künstlern des 20. Jahrhunderts, gezeichnet war von Flucht und Exil.
9 Minuten
Bei dem Terminus Tafelmusik denken Sie vielleicht an Musikberieselung bei Ihrem Lieblingsitaliener, an unser Nürnberger Tafelkonfekt, an Georg Philip Telemann, der seine Tafelmusik teuer drucken ließ und für einen sehr guten Preis losschlug oder an die Musiker, die Don Giovanni um sich schart, damit sie ihm bei seinem letzten Souper auf Erden aufspielen. Tafelmusik ganz anderer Art stellt Ihnen jetzt unser heutiges ZOOM vor.
13 Minuten
Arnold Schönberg, der Erfinder der Zwölftontechnik, sah sich - durchaus sendungsbewusst - als Visionär. Er hatte spät erst begonnen mit dem Cello-Spiel. Mehr ein Dilettant denn ein Profi musizierte er mit Leidenschaft in einem Laienorchester. Im Hauptberuf versuchte Schönberg sich als Bankangestellter. Vorerst. Ideen und Visionen trieben ihn jedoch schon früh um. Schönberg wurde ein verkannter Komponist. Vorerst. Was ihn zu einem weiteren Schritt veranlasste. Er schaffte das Publikum ab. Wie es dazu kam? Unser ZOOM berichtet.
10 Minuten
Wolfgang Amadeus Mozart hielt etwas auf sich und gebärdete sich in Vielem nicht nur exzentrisch, sondern wie ein echter Aristokrat: "Mein Wagen - ich möchte ihm ein Busserl geben", sagte er über seine Kutsche, die er eine Zeitlang besaß. Eine Zeit lang soll er sich sogar ein Pferd gehalten haben, um im Prater auszureiten. Ein Komponist hoch zu Ross? Auch Ludwig van Beethoven geriet in den Besitz eines vierbeinigen Statussymbols. Unklar ist, ob es sich dabei sogar um zwei Tiere handelt. Unser ZOOM erzählt eine Geschichte vom Pferd.