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Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv

621 Episoden
9 Minuten
Wenn die Götter des Musik-Olymps stolpern, erregt das die Öffentlichkeit, emotionalisiert Fans und Publikum. Deshalb gehören Star-Ruhm und Skandal unweigerlich zusammen. Das gilt auch für die Opernwelt. Unser heutiges ZOOM erinnert an einen so spektakulären wie mysteriösen Gerichtsprozess, bei dem ein legendärer Tenor auf der Anklagebank saß.
11 Minuten
Mäzene sind in der Musikwelt beliebt, schließlich fördern sie die Künste. Manche Komponisten hätten ohne die finanzielle Großzügigkeit ihrer reichen Gönner gar nicht überlebt. Doch nicht immer ist die Beziehung zwischen Auftraggeber und Ausführendem ganz harmonisch. Was durchaus nicht nur an dem oder der Auftraggeberin liegen muss: Auch Claude Debussy hat zu diesem Thema seine besonderen Erfahrungen machen müssen, wie unser heutiges ZOOM berichtet.
9 Minuten
Er war eine der prominentesten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts: Frédéric Chopin. Befreundet mit den größten Dichtern und Malern seiner Zeit, gab er Konzerte in nahezu allen europäischen Metropolen - und feierte größte Erfolge. Weniger erfolgreich und glücklich war Chopin dagegen immer wieder in der Beziehung zu Frauen. Die letzten eineinhalb Jahre seines Lebens wird Chopin - nach der Trennung von George Sand - unterstützt von seiner ehemaligen Schülerin Jane Stirling. Unser heutiges ZOOM erzählt von einer Frau in Chopins Leben, auf die man erst nach seinem Tod aufmerksam wurde.

Lisztomania

9 Minuten
"Liszt ist bloß eine ordinäre Person mit gesträubten Haaren - ein Snob aus dem Irrenhaus. Er schreibt die hässlichste aller existierenden Musik." So war es in der Londoner Presse im Jahr 1843 zu lesen. Die Kritiker waren über Franz Liszts zukunftsweisende Musik oft entsetzt. Ganz anders jedoch die Damenwelt, denn die lag dem äußerst attraktiven Klaviervirtuosen zu Füßen. Wie ein Popstar versetzte Liszt, der am 22. Oktober 1811 geboren wurde, auf seinen europaweiten Konzertreisen die Massen in Ekstase. Von dieser sogenannten "Lisztomania" handelt die heutige ZOOM-Ausgabe.
9 Minuten
Musik, die friedfertige Kunst, die Kunst, die uns zu besseren Menschen macht. In der Mythologie zähmt Orpheus die wilden Tiere mit seiner Leier, und wenn heute ein Kind hyperaktiv und verhaltensauffällig ist, drücken wir ihm aus therapeutischen Gründen ein Instrument in die Hand. Allzu bereitwillig wollen wir an die heilende, besänftigte Kraft der Klänge glauben. Dass dies nicht immer so ist, zeigt Markus Vanhoefer im unser heutiges ZOOM, das ein makabres Kapitel der Musikgeschichte aufschlägt.
8 Minuten
Skandale sind schon eine feine Sache - auch in der Musik. Oft hilft nämlich ein Skandal, so manches Festgefahrene über den Haufen zu werfen. Der Amerikaner Georg Antheil hat vor ungefähr 80 Jahren für mehr als nur einen Skandal gesorgt. Von Philadelphia über New York und Berlin ging es für ihn 1922 nach Paris. Einer anfangs geplanten Pianistenkarriere sagte er bald wieder ab. Stattdessen widmete er sich ausschließlich dem Komponieren - und kreierte so manch unerhört Neues.
8 Minuten
Bekanntlich war so manch großer Komponist kein Kostverächter: Rossini zum Beispiel war ein leidenschaftlicher Koch, der zu seinen Menüs selbst den passenden Wein aussuchte. Auch Brahms war angeblich ein großer Weinliebhaber, und sein Zeitgenosse Liszt übertrieb es besonders in seinen letzten Lebensjahren mit dem Alkohol. Doch wie das Verhältnis des Münchner Komponisten Richard Strauss zum Bier war, das erfahren Sie in unserem heutigen ZOOM.
8 Minuten
Alle Menschen müssen sterben. Komponisten machen da keine Ausnahme, und für gewöhnlich tun sie das, wie andere Menschen auch, daheim in ihren Betten. Einige wenige aber nicht: Anton Webern zum Beispiel - den erschoß 1945 aus Versehen ein amerikanischer Besatzungssoldat, als er vor dem Haus eine Zigarette rauchte. Unser heutiges ZOOM begibt sich in einen Krieg, der viel weiter zurückliegt, den englischen Bürgerkrieg, der von 1642 bis 1648 dauerte, und auf die Spuren eines Komponisten, der in diesem Krieg fiel. Sein Name: William Lawes.
9 Minuten
Es sind hauptsächlich Klavierlieder, die wir mit dem Namen Hugo Wolf verbinden. Dabei hatte Wolf ein anderes Feld, auf dem er sich viel lieber bewiesen hätte: die Oper. Was ihm freilich nicht recht gelungen ist. An diesem Scheitern ist Wolf schließlich auch zerbrochen. Vor allem war es aber auch eine Krankheit, die ihn in den Wahnsinn getrieben hat...
11 Minuten
Es gibt einige Chöre, die kennt fast jeder: zum Beispiel den "Gefangenenchor" aus Verdis "Nabucco". Auch der "Jägerchor" aus Webers "Freischütz" ist so eine Art klassischer Gassenhauer. Und das "Halleluja" aus Händels "Messias" zählt ebenfalls zu diesen Chor-Hits. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte dieses "Messias" allerdings gar nicht so glorreich, sondern als der ungekrönte Opernkönig Händel in London ziemlich in der Klemme steckte...
8 Minuten
Das Wetter muss spätsommerlich heiter gewesen sein in diesen Tagen, damals, Anfang September des Jahres 1914, und die meisten Menschen hätten zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht geglaubt, dass der Krieg, der wenige Wochen zuvor begonnen hatte, einmal der Erste Weltkrieg genannt werden würde. Später verblutete die Jugend des Kontinents auf den Schlachtfeldern. Die deutschen Maler August Macke und Franz Marc etwa. Unter den ersten Künstlern, die dem Gemetzel zum Opfer fielen, war am 3. September 1914 der französische Komponist Albéric Magnard. Ein ZOOM über einen ungewöhnlichen Musiker und sein ungewöhnliches Ende.
10 Minuten
Immer wieder schreibt die Liebe die ungewöhnlichsten und seltsamsten Geschichten. Warum sollte es in der Kunst anders sein als im wahren Durchschnittsleben? Ungleiche Paare, auch die Musikgeschichte hat einige davon zu bieten, Mozart und Konstanze, Gustav und Alma Mahler, das sind nur zwei der Beziehungen, über die wir bis heute tratschen und diskutieren. Eine weitere spektakuläre Musik-Beziehungskiste: Der Komponist und das Model.
12 Minuten
Die Fantasie der Musiker, Schriftsteller und Künstler richtete sich im 19. Jahrhundert auf Italien. Auch Felix Mendelssohn ging auf Bildungsreise. Der Ruf eines Wunderkindes eilte ihm voraus, auch wenn er längst nun erwachsen war. Mit der Fantasie eines Literaten berichtete später ein berühmter Franzose in seinen Erinnerungen von seiner Begegnung mit dem Deutschen. Anfang einer Freundschaft?
9 Minuten
Wie wird man als Sänger entdeckt? Unterschiedlich. Man fällt positiv im Chor auf und wird mit Solorollen betraut. Mancher macht Karriere, wenn er kurzfristig und gut für einen erkrankten Kollegen einspringt. Und dann gibt es noch die wahren Naturstimmen, die erkannt werden und da weiß so mancher gar nicht, was in ihm steckt. Aber es geht auch ganz anders, wie das Beispiel des Tenors Alfred Piccaver zeigt.
12 Minuten
Hitler liebte Wagner. Manche Historiker glaubten sogar, Hitler habe die von Wagner begonnene Verknüpfung von Musik und Politik fortgeführt. Der Aufstieg und Fall eines Diktators, begleitet von der Musik Wagners? Bereits als 17-Jähriger hatte Hitler im Stadttheater Linz die Werke Wagners gehört. Auf dem Spielplan auch eine frühe Oper: "Rienzi". War dieses Werk etwa Hitlers Lieblingsoper?