Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv

621 Episoden
11 Minuten
Als "Mozart des 19. Jahrhunderts" hatte ihn Robert Schumann bezeichnet. Ob Felix Mendelssohn-Bartholdy tatsächlich so hochbegabt war, das wollte kein geringerer als Johann Wolfgang von Goethe mal genauer wissen.
10 Minuten
"Jeder ist bestechlich, nur die Höhe des Preises ist verschieden!", sagt das Sprichwort. Und auch Musiker machen da keine Ausnahme und erliegen der Verlockung des Geldes. Selbst wenn sie sich noch so sehr als Diener der heiligen Kunst verstehen! Und so ganz nebenbei, wer kann es sich heutzutage als Musiker schon leisten allzu wählerisch zu sein? Wenn der Magen knurrt, dann nützt aller Idealismus nichts! Mit einer Ausnahme: Arnold Schönberg. Er weigerte sich hartnäckig seine Kunst in den Dienst des schnöden Mammons zu stellen. Ob sich Arnold Schönberg allerdings immer ganz treu blieb ...?
10 Minuten
Berühmt geworden ist der russisch-deutsche Pianist Heinrich Neuhaus hauptsächlich als Lehrer. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Svjatoslav Richter, Emil Gilels, Radu Lupu oder Victor Krainew. Doch alle seine Verdienste konnten ihn während des zweiten Weltkriegs nicht vor Stalins Repressalien schützen. Seine deutsche Herkunft wurde ihm zum Verhängnis.
10 Minuten
Wenn ein Maler oder ein Komponist eigene Werke vernichtet, mag das für die Nachwelt schmerzlich sein - der Künstler selber kann nicht anders: das solchermaßen Vernichtete genügt nicht den eigenen Ansprüchen, ist also für den Schöpfer nicht Kunst, sondern kann weg. Was allerdings im Herbst 1907 in einer der berühmtesten Künstlerfamilien Wiens auf dem Müll landete, hatte damit nichts zu tun - die Vernichtungsaktion von Eduard Strauß hatte andere Gründe.
13 Minuten
Glenn Gould war ein schwieriger Kunde. Seine Briefe an die Künstler- und Konzertabteilung von Steinway and Sons in New York waren gefürchtet, nicht nur wegen ihrer Länge, sondern auch wegen ihres Inhalts. Noch mehr zitterten die Steinway-Mitarbeiter aber, wenn der Mann, der bei jeder Jahreszeit Schal, Wintermantel und Handschuhe trug, persönlich in der Firmenzentrale des Klavierbauers in der 75sten Straße auftauchte. Er war auf der Suche nach dem - für ihn - perfekten Klavier.
12 Minuten
Viele hinterlassen ein Testament, in dem sie ihren letzten Willen erklären - auch in der Musikgeschichte. So bat beispielsweise Ludwig van Beethoven in seinem Heiligenstädter Testament darum, dass seine Krankheitsgeschichte veröffentlicht werde. Der selbstkritische Johannes Brahms hingegen verfügte, dass alles von ihm Handgeschriebene nach seinem Tod zu verbrennen sei. Doch während diese Wünsche vielleicht noch nachvollziehbar sind, hat der letzte Wille eines Musikers in jüngerer Vergangenheit für ziemlichen Wirbel gesorgt.

George Antheil

9 Minuten
Skandale sind schon eine feine Sache. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort kann ein solcher Akt der Empörung schnell den Bekanntheitsgrad steigern. Aber auch sonst kann er sehr nützlich sein - denn oft hilft ein Skandal, so manches Festgefahrene über den Haufen zu werfen. Das Neue bekommt dabei seine oft langersehnte Chance. In der Musikgeschichte waren es oft Uraufführungen, die sich bewusst oder unbewusst solcher Methoden bedienten. Der amerikanische Komponist Georg Antheil hat vor ungefähr 80 Jahren für mehr als nur einen Skandal gesorgt.
8 Minuten
Glenn Gould war nicht nur ein legendärer Pianist, er fuhr auch gern Auto. Und wäre die Geschichte ein wenig anders gelaufen, dann hätte Gould seine Plattenaufnahmen nicht nur auf einem Steinway gemacht, er wäre vielleicht sogar mit einem Steinway vor dem Tonstudio vorgefahren. Denn, was kaum jemand weiß: Steinway hat Ende des 19. Jahrhunderts nicht nur Flügel und Klaviere gebaut, sondern auch die ersten Automotoren und einige der ersten Autos in den Vereinigten Staaten.
12 Minuten
Maria Callas, Mythos, Kultfigur, unsterblicher Megastar der Opernwelt. Nicht nur für ihre Fans gilt sie als "Diva assoluta" ihrer Zeit. Die Bedeutung der Sängerin mit der Stimme, der kein Geheimnis des Lebens fremd war, ging jedoch weit über die Musik hinaus. Die Callas war ein Phänomen, das sich mit Ikonen der Pop-Kultur vergleichen lässt. Am 16. September 1977 starb die große Sopranistin im Alter von 53 Jahren in Paris.
8 Minuten
Die russische Pianistin Maria Judina gehörte zu den besten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Nur durfte sie nie im Westen konzertieren - und war und ist daher hierzulande nahezu unbekannt. Maria Judina wiederum tat alles Mögliche, um den russischen Zuhörern das Schaffen der verbotenen westlichen Komponisten vorzustellen: Sie war die erste russische Interpretin der Werke von Berg, Hindemith, Webern und Messiaen. Maria Judina war eine ehrliche und kompromisslose Künstlerin - die dem großen Diktator Josef Stalin die Stirn geboten hat.
6 Minuten
Im Jahr 1498 verlegte Kaiser Maximilian I. von Habsburg seinen Hof und damit auch die Hofkapelle von Innsbruck nach Wien. Er ordnete ausdrücklich an, dass sich unter den Musikern auch sechs Knaben befinden sollten. Das war die Geburtsstunde der Wiener Sängerknaben. Joseph Haydn wurde aus dem Chor entlassen, obwohl der Kapellmeister alles in die Wege geleitet hatte, um Haydn noch länger im Chor zu halten.
12 Minuten
Grabenkämpfe und Glaubenskrieg: Wer in der zweiten Hä#lfte des 19. Jahrhunderts als Komponist in Deutschland lebt, der kann miterleben, wie sich die Musikwelt in zwei Lager teilt: Auf der einen Seite stehen die 'Neudeutschen' auf der anderen Seite die 'Traditionalisten'. Die Hauptfiguren in diesem sogenannten Musik- oder auch Parteienstreit heißen Richard Wagner und Johannes Brahms. Unser ZOOM über zwei Komponisten im Clinch.
13 Minuten
Der große Dirigent Leonard Bernstein dirigierte sein letztes Konzert am 19. August 1990 in Tanglewood, dem Sommersitz des Boston Symphonie Orchesters. Anllass war der 50. Geburtstag des Tanglewood Festivals, und eigentlich sollte dieses Konzert Teil eines großen Festaktes werden.
13 Minuten
Das abenteuerliche Leben des Johann Nepomuk Mälzel, der am 15. August 1772 in Regensburg geboren wurde ,sollte ebenso abenteuerlich enden. Doch dieses Ende war nicht zu erwarten gewesen. Unser heutiges ZOOM berichtet über den Erfinder, der, unter anderem, das Metronom entwickelte.
12 Minuten
Musik sei eine grenzüberschreitende, universelle Kunst, heißt es immer wieder. Doch sind der Frack des Orchestermusikers und das Tattoo des Rock-Stars wirklich so eng verwandt, wie es Freunde einer Crossover-Philosophie gerne postulieren? Manchmal schon, denn Musik ist immer wieder für Überraschungen gut. Eine solche Überraschung gibt es in London zu entdecken. Unser ZOOM berichtet von einer ungewöhnlichen Nachbarschaft.