Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv
621 Episoden
11 Minuten
Carl Philipp Emanuel Bach hat eine sichere Stellung am Hof Friedrich des Großen von Preußen. Trotzdem ist er unzufrieden, denn seine Arbeit als Hofcembalist wird vom König überhaupt nicht honoriert. Carl Philipp bemüht sich um die Anerkennung des Königs, doch daraus wird nichts. Zu gegensätzlich sind die beiden Männer. Aber dennoch hat Carl Philipp Emanuel Bach Karriere gemacht in Berlin. Mehr dazu in unserem heutigen ZOOM.
11 Minuten
Das in Musik gesetzte Rauschen der Moldau - damit verbindet man heute den Namen Bedrich Smetana, der vor 200 Jahren, am 2. März 1824 geboren wurde. Doch dieses Rauschen hat er nicht nur in Musik gesetzt, lange Zeit hat er es auch gehört, und zwar in seinen Ohren. Als ein Freund aus Kindertagen zu Besuch kommt, erfährt er, dass Smetana auf beiden Ohren vollkommen taub ist. Geschockt von der Nachricht, geht er in das nächstbeste Wirtshaus. BR-KLASSIK hat ihm zugehört.
9 Minuten
Leopold Mozart erkannte das Genie seines Sohnes Wolfgang Amadeus und förderte ihn wo immer er konnte. Auch Julius Korngold, der gestrenge Wiener Kritiker ahnte was in seinem Sohn Erich Wolfgang steckte, und wenn der Rest der Familie zum Baden ging, hatte der Filius am Schreibtisch zu komponieren. Und im folgenden ZOOM kommt es zu einem Jurastudium, denn der Vater, ein rechter Dickschädel ist nicht bereit Talent und Leidenschaften seines Sohnes ernst zu nehmen.
12 Minuten
Eltern wünschen sich für ihre Kinder meistens eine gesicherte Zukunft. Also am besten lassen sie die Finger von der brotlosen "Kunst" und widmen sich etwas Vernünftigem. Auch bei Robert Schumann war das so: Für eine sorgenfreie Studienzeit hatte der Vater bereits mit seinem Testament gesorgt; an Musik hat er dabei natürlich nicht gedacht. Sondern an die Wissenschaft. Also hat Schumann mit knapp 18 Jahren in Leipzig mit dem Jurastudium begonnen, genannt "Jus". Wie fürchterlich Schumann das fand, davon erzählt unser heutiges ZOOM.
12 Minuten
Neid und Missgunst gehörten und gehören zu den sieben Todsünden. Wenn der Mensch, zumindest der katholische, neidisch ist, dann hat er schlimme Strafen zu befürchten. Dies freilich brachte die Menschen, auch die katholischen, zu keinen Zeiten davon ab, Andere ihren schlechten Charakter spüren zu lassen. Komponisten bilden hier natürlich keine Ausnahme. Unser folgendes ZOOM berichtet von einem unglaublich perfiden Fall von Missgunst, der sich im Februar 1730 in der römischen Opernwelt ereignet hat.
10 Minuten
Märchenhaftes Aussehen, märchenhafte Sopranstimme! Und dann wohnte Lisa della Casa auch noch in einem märchenhaften Schloss am See! Auf der Schattenseite ihres langen Lebens standen gleichzeitig die schnell gescheiterte erste Ehe, die schwere Erkrankung ihres einzigen Kindes oder auch Konfrontationen mit den Intrigen und Eitelkeiten der Kollegen. Unser ZOOM porträtiert die Sängerin, die am 02. Februar 105 Jahre alt geworden wäre.
11 Minuten
Vielleicht hat der bayerische Kurfürst Max Emmanuel dann doch ein wenig getrauert, damals, 1688: Sein Vizekapellmeister Agostino Steffani packte in München seine Sachen, und machte sich auf die Reise nach Hannover. Für ihn war es ein Aufstieg: Steffani wurde Hofkapellmeister beim Herzog Ernst August. Und sein Dienst begann mit einem grandiosen Einstand. Das neue Opernhaus des Hofes wurde mit seiner Festoper "Enrico Leone", zu deutsch "Heinrich der Löwe" eingeweiht.
10 Minuten
Sie waren enge Freunde - Sergej Prokofjew und Vladimir Dukelskij, der später unter dem Pseudonym Vernon Duke in die Geschichte des amerikanischen Showbusiness einging. Beide haben Russland nach der Revolution 1917 verlassen, beide fühlten sich aber der Kompositionsschule ihres Heimatlandes verpflichtet. Doch während Duke sich als Autor populärer Broadwaymusicals in Amerika einen großen Namen machte, konnte sein Freund Prokofjew solche Erfolge in der Neuen Welt nicht vorweisen. 1936 kehrte er nach Russland zurück, Dukelskij blieb in Amerika. Wer hat gewonnen, wer verloren? Unser heutiges ZOOM geht dieser Frage nach.
9 Minuten
Der Pianist Arturo Benedetti Michelangeli galt als unnahbarer Perfektionist. Er stand im Ruf, Konzerte abzusagen, falls ihm die dafür gesetzten Bedingungen missfielen. Um Probleme mit Instrumenten zu vermeiden, pflegte Michelangeli, ähnlich wie vor ihm Vladimir Horowitz und Glenn Gould zum Konzert mit eigenem Steinway anzureisen. Nach Michelangelis Tod erwarben die Münchner Philharmoniker von der Witwe das Instrument und gaben ihm, seinem ehemaligen Besitzer angemessen, einen extravaganten Platz in einem Alu-Koffer. Zum Konzert-Einsatz kam der Steinway bislang nur ein einziges Mal. Unser ZOOM erzählt diese kuriose Geschichte.
8 Minuten
Die Wartburg, das Mittelalter, und die Werke Richard Wagners, waren die Inspirationsquellen für die Entstehung des wohl spektakulärsten Schlossbaus von König Ludwig II.: Schloss Neuschwanstein. Noch vor der Grundsteinlegung am 5. September 1869 träumt sich König Ludwig II. hinein in seine Mittelalterburg, gibt minutiös Anweisungen für die architektonischen Pläne und natürlich auch die Ausgestaltung der Räume. Heute ist das Schloss eine von Bayerns beliebtesten Sehenswürdigkeiten.
8 Minuten
Auch wenn Komponisten kreative Menschen sind, sprühen sie nicht immer gerade vor Ideen. Lässt der Kuss der Muse auf sich warten, dann macht sich so mancher Tonsetzer eben auf die Suche nach einer anderen Inspirationsquell. Dabei führt ihn sein Weg gerne in die Welt der Poesie. Und der Dichter? Nimmt er quasi als "Zulieferer" am Ruhm des Komponisten teil? Oder ärgert er sich vielleicht sogar über das, was mit seinem Text geschehen ist? Denn ist Lyrik für sich allein nicht schon Kunstwerk genug? Unser ZOOM geht dieser Frage nach.
11 Minuten
Heutzutage kennt und schätzt ihn jeder, den Komponisten des "Karnevals der Tiere" oder der Orgelsymphonie: Camille Saint-Saens. Als Kammermusikkomponist ist er hingegen weniger bekannt. Und als Saint-Saens noch lebte, waren seine Kammermusikwerke sogar regelrecht verpönt. Dennoch hat er einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen - immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung. Über diese "Lundis" berichtet unser heutiges ZOOM.
10 Minuten
Der Professor und eine Studentin. 13 Jahre Altersunterschied. Zwei verwandte Seelen - so scheint es, als sie sich kennenlernen. Galina Ustwolskaja und Dmitri Schostakowitsch. Der große Komponist, mal gefördert von den Herrschenden, dann wieder misstrauisch beäugt von den Kulturfunktionären. Er neigt bald dazu, sich zu isolieren. Vielleicht erkennt er sich in der jungen Komponistin, einer eigenwilligen Einzelgängerin. Vielleicht fühlt er sich an seine frühen Experimente erinnert, die er längst hinter sich gelassen hat. Die Geschichte einer rätselhaften Beziehung.
10 Minuten
Sie hat den Belcanto neu definiert und eine Karriere voller Höhen und Tiefen durchlebt. Keine Sängerin des 20. Jahrhunderts hat so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie Maria Callas - auf der Bühne wie im Privatleben. Am 02. Dezember wäre sie 100 Jahre alt geworden.
10 Minuten
Er dirigierte vor allen Nazi-Größen - und verweigerte ihnen dennoch den Hitler-Gruß, er ließ sich als musikalischer Botschafter des Dritten Reichs missbrauchen - und verhalf jüdischen Musikern zur Flucht. Wilhelm Furtwängler, einer der größten Maestri des 20. Jahrhunderts, war er Opfer oder Täter, feiger Opportunist oder ein Symbol der inneren Emigration? Unser ZOOM blickt zurück in ein finsteres Kapitel deutscher Musikgeschichte und fragt nach der Verantwortung von Kunst in totalitären Zeiten.