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Digital Archiv
463 Episoden
36 Minuten
Wie wir durch den Winter kommen werden, bleibt abzuwarten. Wir sind und bleiben zwar Optimisten. Trotzdem kommen wir nicht umhin, heute einmal ernsthaft darüber zu sprechen, was wäre, wenn uns Nerds eine Ressource abhandenkäme, die wir in aller Selbstverständlichkeit rund um die Uhr konsumieren. Diese Ressource ist der elektrische Strom. Und klar – auch die meisten Nicht-Nerds halten es für völlig normal, dass die Steckdosen das hergeben, was wir von ihnen erwarten. Doch das Jahr 2022 hat, nebst vielen anderen vermeintlichen Gewissheiten, auch die Überzeugung erschüttert, dass die Stromversorgung zu den gelösten Problemen gehört. Darum üben wir uns in dieser Sendung in Selbstkritik, überlegen, wie digitales Preppertum aussehen würde und wieweit es sinnvoll ist – und wieweit nicht. Und auf alle Fälle vernünftig ist, unser Bewusstsein für das Problem schärfen und uns im Alltag auf unseren Umgang mit der Energie zu achten.
35 Minuten
Viele der Klientinnen und Klienten von Kummerbox Live sind auf Nachhaltigkeit bedacht – wie sich auch heute zeigt: Heidi verwendet ein Samsung-Handy von 2017 und Hans einen Mac, der schon acht Jahre auf dem Buckel hat. Doch wer als Nutzerin und Nutzer digitaler Geräten die Umwelt und die Ressourcen schont, bekommt dafür zwar unsere Anerkennung, aber oft auch jede Menge technischen Ärger. Die Hersteller ihrerseits tun nämlich wenig für die Langlebigkeit ihrer Geräte – was ein Dauer-Ärgernis in unserer Sendung ist. Konkret ist es so, dass Heidi als Telefon das Samsung A3 hat, das aber kaum mehr nutzbar ist, weil ständig die Google-Play-Dienste abstürzen. Beim Mac von Hans funktioniert das Dock nicht mehr, was das Starten von Programmen markant erschwert. Nebst Heidi und Hans mit ihren alten Gerätschaften hat Armin Ärger mit den Links in seinen auf Onedrive gespeicherten Dokumenten. Felix plagt sich mit einem Rechner, der ständig auf Hochtouren lüftet. Und Matthias fragt sich, warum sein (harmloser) Leserbrief auf einer News-Website wohl abgelehnt worden ist. Der Link zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-635/
38 Minuten
Ist die künstliche Intelligenz der Computer dabei, die natürliche Blödheit von uns Menschen abzulösen? Immer neue Meldungen zu technischen Durchbrüchen erscheinen in den Medien – und neulich war sogar zu lesen, ein Google-Mitarbeiter sei überzeugt, der Chatbot seines Arbeitgebers habe ein Bewusstsein entwickelt. Hat hier tatsächlich ein revolutionärer Durchbruch mit weitreichenden Folgen stattgefunden? Oder ist alles bloss ein Hype, befeuert von einigen Technik-verliebten Nerds, die sich gern ihr digitales Ebenbild erschaffen würden? Wir diskutieren und ordnen ein: Wie funktionieren diese neuen Systeme? Was können sie? Und wo sind sie zum Scheitern verdammt?
40 Minuten
Alle reden von Tiktok, weil die chinesische Videoplattform den etablierten Tech-Konzernen das Wasser abgräbt. Doch der direkte Konkurrent – Youtube – scheint das erstaunlich wenig zu tangieren. Im Gegenteil: Die Videoplattform hat auch dieses Jahr ein stabiles Wachstum hingelegt. Darum ist es Zeit, die Bedeutung dieser Plattform abzustecken und uns zu fragen, ob Youtube das, wovor uns Neil Postman immer gewarnt hat – die Plattform, auf der wir uns zu Tode amüsieren? Wir tun das ganz konkret: Hat Youtube das klassische Fernsehen zum Juniorpartner degradiert? Oder ist die ursprüngliche Aufgabenteilung auch heute noch intakt? In dieser Wahrnehmung ist Youtube für belanglose Zerstreuung zuständig, die traditionellen Medienveranstalter aber für Tiefgang und Information? Wir versuchen, das auseinanderzudröseln. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-633/
33 Minuten
Der Titel bezieht sich nicht auf die Fähigkeiten zum Dribbling und zur Ballabnahme, die Skills beim Innenseitstoss und beim Aussenristpass, und was man als Halbgott auf dem Rasen sonst noch so beherrschen muss – die formvollendete Schwalbe, zum Beispiel. Nein, es geht in dieser Sendung um die digitalen Hilfsmittel, die inzwischen zum Einsatz kommen: Spielertracking, Datenanalysen, Torkameras und ähnliche Dinge mehr: Wie verändert das den Sport? Und wie fühlen sich die Spieler, wenn jeder ihrer Schritte aufgezeichnet wird? Da die diesbezüglichen Kompetenzen im Nerdfunk-Team bescheiden sind, holen wir uns für diese Sendung Verstärkung: Im Studio ist Anastasio Nardiello, der lange Zeit selbst aktiver Fussballer war, dann die Trainerkarriere eingeschlagen hat und heute die Ausbildung beim FC Winterthur und beim FC Embrach leitet. Und, nebenbei bemerkt, war er bis vor ein paar Wochen Geschäftspartner von Kevin. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-632/
37 Minuten
Seit mehr als zwanzig Jahren beantwortet Matthias Fragen aus der digitalen Welt. Doch etwas erstaunt ihn noch immer: Das ist die Tatsache, dass Nutzerinnen und Nutzer ihre Gerätschaften und Programme oft nicht so verwenden, wie das vorgesehen wäre. Viele bürsten ihre Produkte gegen den Strich – was oftmals originell und manchmal auch schwer verständlich ist. Jedenfalls zeigt sich eines deutlich: Die Anwendungsfälle, wie sie sich die Herstellern ausdenken, haben mit der Realität oft wenig zu tun. Darum ist Improvisation in vielen Fällen notwendig – und häufig empfehlenswert. Eine Kehrseite hat diese Anwender-Kreativität allerdings auch: Die besteht in Sackgassen und schwer lösbaren Problemen, die mit viel Ärger verbunden sind. In der heutigen Folge von Kummerbox Live geht es um einige solcher Fragen, bei denen wir schon bei der Ausgangslage nicht sicher sind, was wohl die genaue Absicht war: Gerhild beispielsweise tauscht Daten zwischen Handy und Computer nicht drahtlos aus, sondern über ein Speichermedium. Erwin hat beim Digitalisieren von Tausenden von Dokumenten sein Smartphone zum Glühen gebracht (und die Cloud massiv überfordert). Werner will Android ohne Google nutzen – und fragt, ob F-Droid die beste Möglichkeit dafür ist. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-631/
35 Minuten
Wir Menschen sehen nur ein wirres Muster aus schwarzen Kästchen auf weissem Grund, doch unsere Handys ziehen daraus verwertbare Informationen – das allein ist faszinierend am QR-Code. Spannend ist indes auch, welche Karriere er hinter sich hat: Erfunden wurde er bereits in den 1990er-Jahren, damals zu Logistik-Zwecken in der Autoindustrie. Doch dank Internet und Smartphone ist der Code massentauglich geworden: Er steckt auf Tickets und auf den neuen Rechnungen, er hat uns auf dem Covid-Zertifikat durch die Pandemie begleitet, und er begegnet uns längst auch im öffentlichen Raum, in Museen und beim Einkaufen. Darum widmen wir dieser spannenden Erfindung eine Sendung: Wir werfen einen Blick auf die Historie und die technischen Details, leuchten die Möglichkeiten aus und fragen uns, wie es in Zukunft mit dem Code weitergehen könnte – mit unsichtbaren NFC-Chips, Bluetooth-Bojen oder den ominösen Soundbeacons, mit denen die Swisscom 2019 die Werbung revolutionieren wollte. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-630/
40 Minuten
Im April haben wir nach einer intensiven Diskussion entschieden, Instagram nicht von unseren Smartphones zu löschen. Doch wir kommen nicht darum herum, uns der Frage nach dem «Wie weiter?» noch einmal mit Vehemenz zu stellen. Denn Instagram verändert sich rasant: Videos statt Fotos und ein Vorschlags-Algorithmus, der anstelle die persönliche Beziehung von Followern und Gefolgten tritt. Ist das vielleicht sogar das Eingeständnis, dass die Idee der sozialen Medien gescheitert ist, wie es die «Süddeutsche Zeitung» vor ein paar Wochen angedeutet hat? Auf alle Fälle scheint es so zu sein, dass es schon lange nicht mehr um unsere Fotos geht – und noch nicht einmal mehr um die Zufriedenheit der Influencer, die die Werbe-Maschinerie am Laufen halten. Nein, es geht um die globale Dominanz, und im Kampf gegen das chinesische Tiktok ist Mark Zuckerberg zum Äussersten bereit. Das sei «Turbokapitalismus und gleichzeitig Turbo-Planwirtschaft im Reich der Ideen» – und auch ein Ausdruck, dass die Tech-Konzerne keine Innovationen mehr hervorbringen, sondern nur noch versuchen, sich gegenseitig die lukrativsten Ideen zu klauen. Was bleibt uns Nutzerinnen und Nutzern noch? Kapitulation – oder ist das jetzt die grosse Chance für jene Startups, die alles besser machen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-629/
36 Minuten
Wir erinnern uns: Es war vor zwanzig Jahren, als uns Napster alle zu Piraten machte. Auch ohne grosses technisches Wissen konnte jeder, der Lust darauf hatte, sich gratis und franko Musik aus dem Internet laden und am Computer anhören, auf einen der frühen MP3-Player kopieren oder auch auf CD brennen. Napster erfüllte ein Bedürfnis: Denn anstelle ganze Platten kaufen zu müssen, konnte man diejenigen Titel herunterladen, die man wirklich anhören wollte. Steve Jobs hat die Marktlücke erkannt, den iTunes-Store aus dem Boden gestampft und die Musikbranche damit übel in die Bredouille gebracht. Immerhin: Die Musiker wurden anders als bei Napster entlohnt, weil die Konsumenten bereit waren, für ihre Titel ein kleines Entgelt zu entrichten. Heute haben wir Gigabit-schnelle Internetverbindungen, mit denen man sich ganze Filme herunterladen kann. Trotzdem hat Netflix uns Nutzer dazu gebracht, für unsere audiovisuelle Unterhaltung zu bezahlen. Das Problem der Piraterie schien gelöst. Doch womöglich täuscht das. Denn in den letzten Jahren sind immer neue Dienste aufgetaucht und Netflix und Co. haben die Preise nach oben geschraubt. Wenn man heute «alles» sehen will, zahlt man mehr als damals – als das noch ein Luxus war – ein Teleclub-Abo gekostet hat. Wir diskutieren darüber: Wird ab jetzt alles schlechter? Oder ist es das alte Hin und Her, bis sich die Anbieter wieder zu einer benutzerfreundlicheren Lösung durchringen können? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-628/
1 minute
Während wir es uns in unseren Ferien haben gutgehen lassen, haben sich die kleinen, digitalen Fehlerteufelchen offensichtlich keine Auszeit genommen. Im Gegenteil: Sie haben ihr Unwesen auf vielfältige Weise getrieben, sodass wir mit erfreulich facettenreichen Auswahl an Leserinnenfragen in die neue Staffel von Kummerbox Live starten. Das ist eine Auswahl der Fragen: Stefan fragt sich, ob die QR-Rechnung nicht ein Schuss in den Ofen ist: Er hat nämlich Mühe beim Lesen der Codes. Doch wie zu erwarten, fühlt sich niemand zuständig: Weder Six, das Unternehmen, das die Lösung technisch eingeführt hat, noch Stefans Bank. Beat findet die Tastaturbelegung seines Notebooks unpraktisch und würde sie gerne verbessern. Und Dominic regt sich über Google auf und macht dem Konzern grosse Vorwürfe: Es sei nämlich nicht möglich, auf Google Maps mehr als ein Unternehmen an der gleichen Adresse zu registrieren: «Wie stellt sich Google das mit den Hunderten Kleinunternehmen allein im Grossraum Zürich vor, die im selben Gebäude und an derselben Adresse und sogar auf demselben Stock beheimatet sind – Ateliergemeinschaften, Studio-Gmeinschaften, Coworking Spaces, Untermieter?», fragt er.
1 minute
Ronnie Grob ist Blogger und Journalist mit pointierten liberalen Positionen. Also jemand, mit dem unsereins sich vortrefflich streiten könnte. Nur scheint das mit dem Streit – oder vornehmer ausgedrückt, mit dem Diskurs – nicht mehr zu funktionieren. Warum? Sind die sozialen Medien schuld?
1 minute
Eine nüchterne Meldung hat im Nerdfunk-Team letzte Woche für tumultartige Zustände gesorgt. Die EU hat neue Vorgaben für die grossen Tech-Konzerne erlassen: Der Digital Service Act (DSA) und der Digital Markets Act (DMA) sollen dafür sorgen, dass im digitalen Geschäft wieder mehr Fairness herrscht und die grossen Tech-Konzerne nicht weiterhin schalten und walten können, wie sie wollen. Unter anderem verpflichten die neuen Regeln die grossen Messengerdienste Whatsapp, iMessage von Apple und Facebook-Messenger zur Interoperabilität: Sie müssen sich für die Konkurrenten öffnen und es den Nutzern erlauben, Nachrichten über die Plattformgrenzen hinweg auszutauschen. Das klingt erst einmal nach einer hervorragenden Idee. Doch die Kritiker bemängeln, eine solche Öffnung sei technisch schwer umzusetzen: Nicht alle Messenger haben den gleichen Funktionsumfang – und vor allem gewichten nicht alle Produkte die Sicherheit und die Privatsphäre gleichermassen. Die Betreiber der Kommunikations-Apps Threema und Signal, die beide auf Verschlüsselung, Anonymität und Datenschutz setzen, argumentieren, dass die hohen Standards nicht mehr aufrechtzuerhalten wären, wenn man Schnittstellen zu Dritten einrichten müsste. Das wollen wir heute ausdiskutieren: Sind diese Befürchtungen berechtigt? Oder ist das eine Kröte, die wir schlucken müssen, damit endlich wieder mehr Wettbewerb herrscht? Ist das hier von der EU adressierte Problem überhaupt eines – und falls ja, gäbe es allenfalls auch andere, bessere Lösungen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-625/
1 minute
Die allermeisten Facebook-Nutzer sind frustriert. Instagram ist nur noch eine Influencer-Horrorshow. Und Twitter hat seit dem Übernahmeversuch durch Elon Musk viele Freunde verloren. Die überwiegende Mehrheit von uns sind unzufrieden mit unseren sozialen Medien. Trotz des Unmuts haben Konkurrenten kaum eine Chance. In den letzten Jahren sind diverse neue Plattformen so schnell gegangen, wie sie gekommen sind. Das, trotz allen Versprechen, mehr auf die Nutzer, den Datenschutz und die Diversität Rücksicht zu nehmen. Da stellt sich die Frage? Sind wir selbst schuld an unserer Misere, weil wir passiv alles mit uns geschehen lassen, statt toxischen Orten wie Facebook den Rücken zu kehren? Diese These hat Mathias Möller in einem Artikel aufgestellt. Er ist Social-Media-Redaktor bei Tamedia und verteidigt seinen Standpunkt im Nerdfunk. Denn Matthias ist überzeugt, dass nicht wir Nutzer schuld seien – denn was nützt die besten neue Social-Media-Plattform, wenn wir dort keinen von unseren Freunden vorfinden. Wie liesse sich dieses Dilemma lösen? Und wie schaffen wir es in eine bessere Social-Media-Zukunft? Das sind die Fragen, die wir in dieser Sendung erörtern. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-624/
1 minute
Haben wir uns mit der letzten Kummerbox-Live-Sendung in die Nesseln gesetzt? Die Zahl der Rückmeldungen lässt uns das vermuten: Wir bekamen es mit der geschlagenen Menge von zwei (in Worten: zwei) Antworten zu tun, die besagen, dass unser, Zitat, «Halbwissen über Schallplatten erschreckend» sei. Keine Frage, dass wir das heute ausdiskutieren werden. Aber es ist in der Tat so, dass wir nicht alles wissen, auch wenn wir manchmal so tun. Auch heute wieder. In der regulären Sendung geht es um die Frage von Peter, der wissen möchte, ob er seinen PC, der nicht für Windows 11 geeignet ist, vielleicht doch irgendwie kompatibel bekommt. Thomas kämpft mit dem Problem, dass beim Mac manche Software-Anbieter den Betriebssystemversionen hinterherhinken. Und Ruth fragt sich, warum sie ständig ihre Zustimmung geben muss, dass Cookies gespeichert werden. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-623/
1 minute
Memes, Hypes und Hoaxes – das Internet produziert am laufenden Band virale Phänomene, die sich dank der sozialen Medien über den ganzen Erdball verbreiten. Und entgegen der Behauptung im Titel ist nicht alles Unsinn (bzw. «Ice Bucket Challenge»), was dabei herauskommt. Das Internet bringt auch Dinge für ernsthafte Menschen hervor – wie zum Beispiel das Buchstabenpuzzle mit Suchtpotenzial, «Wordle». Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-622/ Da bekanntlich der Sommer eine für Internet-Phänomene besonders fruchtbare Jahreszeit ist, sprechen wir über unsere persönlichen Lieblinge und beantworten die Frage, wo man sich verkriechen muss, falls man vom nächsten Hype unbehelligt bleiben möchte.