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Digital Archiv
463 Episoden
36 Minuten
In der heutigen Folge von Kummerbox Live beschäftigen wir uns mit mehr oder minder dubiosen Angelegenheiten, die uns Hörerinnen und Hörer unterbreitet haben. Zum Beispiel Florian: Er wundert sich über die verdächtig günstigen Lizenzen, die in Geschäften und bei Online-Händlern Manor angeboten werden: Da gibt es unter anderem Windows 10 für zehn Franken zu kaufen, während das Betriebssystem andernorts 130 Franken kostet. Das gleiche Spiel bei Windows 11, das es ebenfalls für eine Zehnernote gibt. Der offizielle Preis in Microsofts Laden: 160 Franken. Ist Manor besonders spendabel oder ist das ein grossangelegter Betrug, bei dem auch Händler involviert sind, die wir bis anhin für zuverlässig gehalten haben oder steckt etwas anderes dahinter? Apropos spendabel: Wir besprechen auch die Frage, wie mit diesen Spam-Mails zu verfahren ist, in denen uns ein Millionenerbe in Aussicht gestellt wird. Ferner geht es auch darum, ob Google die Websites selbst speichert, wie Windows 8.1 abgelöst werden kann und wie sich die Situation bei den Office-Anwendungen präsentiert..
32 Minuten
Bisher waren die Chatbots für die meisten von uns mehr oder weniger amüsante Spielzeuge. Doch die Anzeichen deuten darauf hin, dass der Spass bald vorbei sein wird und die Bots das Internet nachhaltig verändern werden. Wenn es nach Microsoft geht, hat die klassische Suchmaschine ausgedient: Stattdessen richten wir unsere Fragen an einen Bot, der uns nicht einfach eine Liste mit Resultaten liefert, sondern eine pfannenfertige Antwort. Das klingt nach einer grossartigen Erfindung, die unser Leben massiv erleichtern wird. Gleichzeitig stellen sich bange Fragen: Was, wenn uns dieser Bot falsche Informationen liefert oder bewusst anlügt? Wie verändert sich das Web, wenn wir Informationen nicht mehr direkt von Websites holen, sondern uns von einer KI vermitteln lassen? Und überhaupt: Haben wir uns das gut überlegt? Und während wir noch über diese Fragen sinnieren, kommt schon die nächste Neuerung um die Ecke: Die Chatbots sollen bald auch auf bestimmte Sichtweisen und politische Ausrichtungen trainiert werden können: «Hier wird eine ideologische Echokammer und potenzieller Radikalisierungsturbo als Feature in Aussicht gestellt», kommentiert Kommunikationswissenschaftler Marko Ković auf Twitter. Lassen sich diese KIs kontrollieren – oder sind wir dabei, die Büchse der Pandora zu öffnen? Darüber diskutieren wir in der heutigen Folge. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-650/
33 Minuten
An diesem Valentinstag können wir gar nicht anders, als eine Duftkerze anzuzünden, das Studio zu verdunkeln und uns zusammen mit euch auf ein romantisches Abenteuer zu begeben. Denn das Internet war schon zu Beginn ein Ort, an dem Beziehungen ihren Anfang nahmen und wo geflirtet wurde. Und seit es Webcams gibt, fallen gelegentlich auch die Hüllen. Wir unterhalten uns übers Online-Dating, über Chats mit und ohne Kamera, über Sexting und natürlich die Tinder-Revolution. Und wir fragen uns, ob sich unser Liebesleben bald auch auf künstliche Intelligenzen erstreckt, zumal Bots wie Replika auf maschinellem Weg auch das Schäkern schon gelernt haben … Und nein, diese Sendung hier ist kein «Romance Scam» – aber wir haben zwei Podcasts-Tipps zu diesem Thema. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-649/
30 Minuten
Wir erinnern uns wieder einmal an unseren Leistungsauftrag, der auch darin besteht, euch darüber aufzuklären, wie ihr das Maximum aus euren digitalen Gerätschaften herausholt. Heute stellen wir euch Apps vor, deren Hauptzweck es ist, im täglichen Leben nützlich zu sein – also uns dabei helfen, Aufgaben schneller, komfortabler oder mit mehr Spass zu erledigen. Diese Apps laufen typischerweise in der Kategorie der Produktivitäts-Apps – aber uns geht es nicht rein um die Leistungssteigerung, weil wir sonst auch Amphetamine verticken oder ein Consultant-Unternehmen gründen könnten. Nein, es soll auch darum gehen, Eleganz und Lockerheit in den Alltag zu bringen. Wir hatten vor, dass jeder von uns – Kevin, Digichris und Matthias – je fünf Apps vorstellt. Dieses Ziel haben wir nicht erreicht. Darum heisst es in Sachen Alltags-Apps: Fortsetzung folgt! Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-648/
36 Minuten
Kummerbox live mit Fragen, die die Umgebungstemperatur im buchstäblichen oder auch im übertragenen Sinn hochtreiben. Eine wortwörtliche Glut könnte entstehen, wenn wir beim Anliegen von Chandra den falschen Tipp geben: Er sucht sich einen USB-C-Adapter, der cool bleibt, wenn er gleich zwei externe Monitore aufs Mal mit Signalen versorgen muss. Rolfs Anfrage ist aus anderen Gründen hitzig bzw. heikel: Er hat eine Website für Erwachsenen-Unterhaltung aufgesucht, und weil es dort bestimmte Inhalte nur zu sehen gibt, wenn man seine E-Mail-Adresse einträgt, hat er das getan – und nun will er wissen, wie er sie dort wieder löschen kann. Cyrills Frage dreht sich um eine heisse Schnitzeljagd in Form einer Geocache-Herausforderung: Die Teilnehmer sollen ein Passwort herausfinden, mit dem sie dann Bilder und Videos freischalten, die wiederum weitere Hinweise enthalten. Also: Wie können Inhalte auf dem iPad mit Passwort geschützt werden? Und falls noch Zeit ist, gibt es eine Sache, die den Puls von Ernst hat hochschnellen lassen: Wie kommt es, dass sich eine Kauf-Version von Office plötzlich in eine Miet-Version mit jährlicher Abo-Gebühr verwandelt? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-647/
34 Minuten
Heute feiern wir Geburtstag: Knackige 39 Jahre ist er jung und zeigt erst ganz leichte Anzeichen einer Midlife Crisis – und nicht einmal ohne Grund, denn es gibt tatsächlich jemand Jüngeres, der ihm den Rang ablaufen könnte und viel mehr Aufmerksamkeit geniesst. Doch nicht bei uns: Wir halten ihm die Treue, auch wenn er in den letzten Jahren schon etwas seltsam geworden ist. Aber wer möchte es ihm verdenken, bei der seltsamen Familie, die er inzwischen hat! Es geht – wie ihr schon ahnt, oder auch nicht – um den Apple Macintosh. Wie Digichris herausgefunden hat, feiert der genau heute einen fast runden Geburtstag: Er wurde nämlich am 24. Januar 1984 von Steve Jobs persönlich vorgestellt. Seitdem hat sich vieles verändert – der Mac spielt bei Apple längst nicht mehr die erste Geige, sondern steht heute im Schatten des iPhones. Und er wird bedrängt vom iPad, mit dem er inzwischen nicht nur den Look der Systemsteuerung und Erfindungen wie Stage Manager teilt, sondern vielleicht irgendwann zwang-verschmelzen wird. Darum feiern wir ihn, so lange es ihn noch gibt: Wir werfen einen Blick in die Geschichte des Macintosh (und nicht etwa des Mackintosh – das ist nämlich ein Regenmantel) und finden nach der letzten Sendung vielleicht auch heraus, wie sein Startsound wirklich klingt … Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-646/
36 Minuten
Der Computer ist neuerdings in der Lage, auch auf komplizierte Fragen zu antworten. Er schreibt auf Zuruf Gedichte zu einem bestimmten Thema, Programmcode, Seminararbeiten oder auch Blogposts. Und wir fragen uns – ein wenig vorfreudig und etwas bang –, was da auf uns zukommt. Die Software, die das alles möglich macht, heisst ChatGPT. Sie stammt von OpenAI, also den gleichen Leuten, die schon mit dem künstlichen Kunstroboter Dall-e 2 zur Frage geführt hat, was da eigentlich auf uns zukommt. Zeit also, diesen fabulösen Chatroboter näher kennenzulernen. Wir tun das auf eine spielerische Weise, indem wir ihn in der Sendung zu Wort kommen lassen – wenn er bloss eine eigene Stimme hätte. Aber auch davon sind wir nicht mehr weit entfernt … Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-645/
33 Minuten
Das neue Jahr startet spannend: Das Twitter-Drama mit dem vom «Guinness-Buch der Weltrekorde» eben zum «grössten Verlierer aller Zeiten» gekürten Elon Musk hat zwar etwas an Fahrt verloren. Doch die Nerven liegen weiterhin blank und die Stimmung ist – so scheint es uns – so schlecht wie noch nie. Die Völkerverständigung mittels sozialer Medien ist definitiv an einem toten Punkt angelangt. In der Schweiz gibt ausserdem das neue Jugendschutzgesetz zu reden: Es soll Alterskontrollen für Pornografie und gewalttätige Filme, Videos und Games bringen, doch wie es umgesetzt werden soll, ist noch völlig unklar. Müssen wir uns künftig beim Besuch von Youtube, Tiktok und Instagram ausweisen, indem wir eine Kopie unserer Identitätskarte irgendwo hochladen? Und stimmt die Behauptung der Kritiker, dieses Gesetz beweise, dass die Parlamentarierinnen und Parlamentarier das Internet nicht verstanden haben und weiterhin versuchen, Lösungen aus der analogen Welt eins zu eins in die digitale zu übertragen? Wir sprechen über diese und weitere Themen, die uns am Anfang von 2023 beschäftigen: Die künstliche Intelligenz, die Neuerungen der Unterhaltungselektronik-Messe CES, die in Las Vegas eben zu Ende gegangen ist und auch ein paar Apple-News. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-644/
30 Minuten
Noch eine Sendung – und dann ist es geschafft: Dann haben wir das Jahr 2022 zumindest aus digitaler Sicht abschliessend erörtert. Und es geht noch einmal hoch zu und her: Wir diskutieren in der Rubrik der digitalen Inhalte über gute Internetverbindungen, überzeugende Sciencefiction-Serien, blutige Podcasts und fragwürdige Webshops. Das grosse Finale besteht, wie immer bei unserem digitalen Realitätsabgleich, in der Wahl der Auf- und Absteiger des Jahres. Es kommt vermutlich nicht überraschend, dass einer der Absteiger jene soziale Plattform ist, die in diesem Jahr durch einen umtriebigen und ziemlich egomanischen Milliardär gekauft wurde und seitdem nicht zur Ruhe kommt. Zum Glück sind wir aber nicht alle vorhersehbar und uns komplett einig über die Verdienste und Verfehlungen, die wir hier zu loben und zu kritisieren haben – sodass es bis zum Schluss unterhaltsam und spannend bleibt. Es bleibt uns an dieser Stelle, allen Hörerinnen und Hörern für die Treue in diesem Jahr zu danken und alles Gute zu wünschen: Geniesst die Feiertage und lasst euch nicht von Smartwatches oder dummen Druckern plagen. Und auf ein Wiederhören im neuen Jahr! Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-643/
30 Minuten
Der zweite Teil unserer grossen Abrechnung mit dem digitalen Jahr 2022: Wir haben als erstes die Software-Tops nachzutragen. Und da steigen wir gleich kontrovers ein: maege erklärt, wie ihn Github Copilot beim Programmieren hilft. Das ist ein von maschinellem Lernen befeuerter Algorithmus, der anhand einer kurzen Beschreibung sogleich den passenden Code liefert. Das ist «hueregeil», zieht aber einen Rattenschwanz an Dingen nach sich – nicht zuletzt rechtliche Kontroversen, weil sich diese Algorithmen überhaupt nicht um Urheberrechte kümmern. Wir behandeln auch die Tops und Flops im Web, wo sich eine riesige Bandbreite auftut: Von Detailkritik an der Website eines grossen Unternehmens im Bereich des öffentlichen Verkehrs bis hin zu einem Rundumschlag, wie sehr das Internet doch nervt, ist alles dabei. Und damit ebnen wir den Weg für den dritten und letzten Teil des digitalen Realitätsabgleichs, in dem es nächste Woche dann um die Auf- und Absteiger des Jahres geht. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-642/
30 Minuten
Ist es tatsächlich so, dass man für Youtube Music extra zahlen muss, wenn man nicht nur das linke, sondern auch das rechte Ohr bespielt haben möchte? Diese Behauptung stammt von maege, der – nachdem er im letzten Jahr verschollen war – heuer wieder bei unserem grossen Jahresrückblick dabei ist. Also, wir blicken auf unsere ganz eigene Art auf 2022 zurück. Wir haben uns vorgenommen – und es auch geschafft – den allgemeinen Lauf der Dinge nicht zu beklagen, sondern stattdessen in bester eskapistischer Manier gleich in die Materie einzutauchen. Wie gewohnt, geht es im digitalen Realitätsabgleich um Gadgets, Software, das Web, digitale Inhalte, jeweils mit den Tops und Flops, plus um die Aufsteiger und Absteiger des Jahres. In der ersten Folge erschlagen wir die Gadgets und schaffen sogar, bereits mit den Software-Tops zu starten. Nebenbei diskutieren wir auch Raclette-Öfen mit USB-C, dreistöckige Drucker und Smart-Watch-erzeugter Mental Load und passiv-aggressive Navigationsgeräte. PS: Matthias weiss natürlich, dass Rom nicht untergegangen ist. Gemeint war ein Asterix-haftes antikes Rom. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-641/
38 Minuten
Unseren Hörern – und die männliche Form ist kein Zufall, weil es tatsächlich alles Männer sind, uns um Hilfe ersucht haben – sind in der letzten Zeit diverse Dinge abhandengekommen: Martin vermisst seine stabile WLAN-Verbindung – wenn surfen will, dann gelangen die Webinhalte nurmehr zögerlich auf den Bildschirm seines iMacs. Johannes seinerseits hat versehentlich eine Reihe von Digitalfotos beseitigt, weil er seine Speicherkarte einer unabsichtlichen Löschaktion unterzogen hat. Jetzt fragt er sich natürlich, ob es Rettung für diese Fotos gibt. Boris schliesslich fragt im Namen seiner Freundin, was wohl mit deren Instagram-Konto passiert sein könnte. Denn nicht nur alle ihre Fotos haben sich in Luft aufgelöst, auch die Follower sind weg. Nebst diesen unabsichtlichen Verlusten stellt uns Walter die Frage, ob er den Norton in die Wüste schicken kann. Denn dieser Virenschutz zeigt offenbar keine Neigung, sich von selbst zu verabschieden … Und falls die Zeit noch reicht: Warum verschwindet Matthias’ Kommentar auf einer Zeitungs-Website, ohne eine Spur zu hinterlassen? Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-640/
32 Minuten
Das Internet ist dort, wo es alles gratis gibt: Ob Musik, Filme, Software oder News – lange Zeit wäre es keinem von uns eingefallen, dafür das Portemonnaie zu zücken. Wieso denn auch? Entweder haben die Anbieter ihre Inhalte verschenkt oder wir haben sie in Tauschbörsen oder auf dubiosen Warez-Servern entdeckt. Oder wir haben frohen Mutes mit unseren persönlichen Daten bezahlt. Dieser Sachverhalt wird als «die Gratiskultur im Netz» bezeichnet. Doch die Anzeichen mehren sich, dass sich das Blatt wendet. Immer mehr News-Angebote verwenden Paywalls. Software-Abos sind allgegenwärtig. Google dreht immer mal wieder ein Gratisangebot ab oder bringt auf seiner Video-Plattform so viel Werbung, dass das nur als Wink mit dem Zaunpfahl für Youtube Premium gewertet werden kann. Und auch die Betreiber von sozialen Medien kommen auf den Geschmack und führen auf Instagram oder Twitter bezahlte Funktionen ein. Ist diese Entwicklung ein Grund zur Freude – weil jetzt ein schwerwiegender Geburtsfehler des Internets endlich korrigiert wird? Oder müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass diese höhere Zahlungsbereitschaft nicht demokratisch allen zugutekommt, sondern vor allem ein paar wenigen Tech-Konzernen nützt? Und wie steht es um die, die sich all diese Abos und Premium-Dienste nicht leisten können? Wir wägen die Vor- und Nachteile ab.
34 Minuten
Die heutige Folge dreht sich um jenes menschliche Organ, das die Poeten und die Mediziner gleichermassen beschäftigt – nämlich das Herz. Zu Gast ist Vorstellung Pascal Köpfli. Er ist leitender Kardiologe bei Kantonsspital Baden AG und Inhaber der Praxis Herz im Takt. Pascal gibt uns Auskunft zu seiner Arbeit und zur Frage, wie sich die Medizin dank Hightech verändert hat. Einerseits gibt es immer mehr Wearables bzw. smarte Uhren, die die Herzfrequenz messen und sogar EKGs erstellen können. Andererseits existieren auch hochgezüchtete kardiale Gadgets (Schrittmacher, ICDs, CRTs und Loop Recorder), die den Patienten implantiert werden und die der Arzt aus der Ferne auslesen und überwachen kann. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-638/
35 Minuten
Twitter ist in Aufruhr: Seit Elon Musk das soziale Netzwerk endgültig übernommen hat, ist die Stimmung schlechter als je zuvor: Trolle tun alles, um auszuloten, wo die Grenzen der «freien Meinungsäusserung» liegen – und ob die Moderatoren noch in der Lage sind, jede noch so primitive Hassbotschaft zeitnah zu löschen. Gleichzeitig ist der Chef kein Vorbild – Musk teilt selbst Verschwörungstheorien und reisst ein Bild eines Wehrmachtssoldaten aus dem Kontext. Das wird vielen eingefleischten Nutzern zu bunt. Sie wandern ab oder prüfen zumindest die Alternativen. Eine Ausweichmöglichkeit liegt auf der Hand: Sie heisst Mastodon und funktioniert ganz anders, als wir es uns bei Twitter, aber auch Facebook, Instagram, Tiktok oder Linkedin gewohnt sind: Dieses Netzwerk basiert auf offener Software und auf Servern, die nicht von Unternehmen, sondern von Privatpersonen und Organisationen betrieben werden. Diese Server nennt man auch Instanzen und ihr Verbund heisst Fediversum. Zu dieser föderierten Struktur gehört nicht nur Mastodon, sondern auch andere Plattformen, die die gleichen Protokolle verwenden. Einige davon sind manchen von uns noch bekannt, zum Beispiel Identi.ca oder Diaspora. Von anderen haben wir wahrschenlich noch nie gehört, namentlich Friendica und Hubzilla. Ist das Fediversum die Zukunft der sozialen Medien oder bloss ein Nerd-Auswuchs, der ausserhalb der Tech-Freaks niemanden interessiert? Darüber sprechen wir mit einem alten Bekannten, nämlich Raoul René Melcer, der während unseren Anfängen fester Bestandteil des damaligen Digitalmagazins war. Er ist @kubikpixel@chaos.social auf Mastodon und mit 2000 Followern so etwas wie ein Influencer auf der Plattform. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-637/