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Das sich selbst in anderen erkennen Archiv

114 Episoden
7 Minuten
Ist die Schöpfung nicht ein anderes wunderbares Wort dafür, dass wir die komplexen biologischen Zusammenhänge nicht begreifen können, in welche der Mensch immer mehr eingreift, um dann verwundert festzustellen, dass Bienen eine Bedeutung haben? Ohne den Begriff der Schöpfung wäre die Ökologiebewegung wahrscheinlich nicht entstanden. Die Schöpfung ist der Ausgangspunkt einer Erzählung, die jenseits politischer Theorien die Menschen vereint. Ähnlich verhält es sich mit dem Paradiesgarten. Nicht umsonst ist das Paradies ein Garten; er beglückt alle Menschen, spendet Früchte zum Leben – und zwar so viele, wie der Mensch braucht und nicht als akkumuliertes Kapital! Der Paradiesgarten existiert im ökologischen Gedankengut, auch hinsichtlich der Beziehung zwischen Menschen und Natur. Das Paradies als Garten gedacht ist eine zutiefst ökologische Erzählung.
2 Minuten
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich immer noch zu viele Zeitgenossen als leeres Behältnis wahrnehmen, das nur mit gut bezahlten Jobs, möglichst vielen Besitztümern, belangloser Kommunikation und bekanntem Design als Maske gefüllt werden muss, um als erfolgreich gelten zu können. Bescheidenheit trotz oder gerade wegen hoher Kompetenz, Empathie und Hilfsbereitschaft, außergewöhnliche Leistungen, die oft nur durch Entbehrungen zu erreichen sind, Ehrlichkeit – diese noch immer gültigen Maßstäbe werden in unserer Inszenierungsgesellschaft von Sichtblenden versperrt. Die Possenreißer beherrschen die Bühnen. Wenn wir hinter die Sichtblenden schauen, hat Erfolg und Zugang zu wichtigen Entscheidungen allerdings wenig mit Schminke, Markenartikeln und großen Autos zu tun.

Hoffnung

3 Minuten
Hoffnung „Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ (1. Kor. 13.13.) Hoffnung gehört zusammen mit Glaube und Liebe zu den drei göttlichen Tugenden. Hoffnung bedeutet freudige Erwartung, ist ein Gefühl, das aus den Vorstellungen künftiger positiver Möglichkeiten entspringt. Hoffnung verkörpert einen starken Handlungsantrieb. Sie richtet Menschen in ihren Leiden auf, stärkt ihre Kraft und ihren Willen, und sie erhöht ihr Selbstwertgefühl. Hoffnung bedeutet Denken in einem Möglichkeitsfeld, d.h. über das Hoffen erschließt sich der Mensch Existenz- und Handlungsalternativen. Hoffnung ist eine auf die Zukunft gerichtete Erwartung, aber nicht in erster Linie mit Wissen, einer Gewissheit, sondern mit dem Glauben zusammenhängend. Hoffnung ist insofern mit der Ahnung verwandt, dass das Erwartete weder fest bestimmt noch absolut gewiss sein muss, lese ich auf juraforum.de.
3 Minuten
Armutsrisiko Alleinerziehend In Deutschland leben rund 1,6 Millionen alleinerziehende Mütter und Väter mit minderjährigen Kindern. Während der Anteil von Familien mit Kindern an allen Haushalten in Deutschland insgesamt seit Jahren rückläufig ist, steigt die Zahl der Alleinerziehenden kontinuierlich an. Mittlerweile machen Alleinerziehende ein gutes Fünftel der Familien mit minderjährigen Kindern aus. Frauen sind bei den Alleinerziehenden mit rund 90 Prozent immer noch stark überrepräsentiert. Gerade diese Familienform gilt als besonders armutsgefährdet: Dem Statistischen Bundesamt zufolge waren 2015 rund ein Drittel aller Alleinerziehenden in Deutschland von Armut bedroht, noch mehr (40 Prozent) waren es 2021, lese ich auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung. Warum ist das so?
3 Minuten
Debatte um das Rentenalter Das Rentensystem Deutschlands steht auf dem Prüfstand. Immer weniger junge Leute sollen die Rente der immer älter werdenden Menschen erwirtschaften. Die gesetzliche Rente steht daher auf wackeligen Beinen. Vor allem jetzt, da die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Eines der am häufigsten diskutierten Mittel, um einen Kollaps abzuwenden, ist eine Erhöhung des Rentenalters. Eine starre Erhöhung des Rentenalters halte ich für nicht zumutbar. Einige unserer Politiker/innen diskutieren über die 4-Tage-Woche in einigen Branchen, aber alle sollen länger arbeiten, was denn doch für viele aus gesundheitlichen Gründen eine schwere Belastung wäre. Wer 40 Jahre im Bergbau gearbeitet hat oder im Straßenbau, weiß mit 65, was er getan hat. Gleiches gilt für diejenigen, die ein Leben lang im Schichtdienst gearbeitet haben. Das Rentenalter an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln, weil wir durchschnittlich älter werden, ist eben kein ernst zu nehmendes Argument dafür, dass man auch durchschnittlich länger gesund bleibt. Die steigende Lebenserwartung ist nicht gleichbedeutend mit einer guten Lebensqualität. Stattdessen sind viele im Leben einfach länger krank.
3 Minuten
Die Bundesforschungsministerin Karliczek steht erneut in der Kritik der Hochschulen und der Landesbildungsminister. Ein überwiegend vom Bund finanzierter Digitalpakt für die Hochschulen soll zu den Akten gelegt werden, weil sich die seit Amtsübernahme unglücklich agierende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) stattdessen für eine Bund-Länder-Vereinbarung zum Thema Künstliche Intelligenz stark gemacht hat. Ein Sprecher der Landesministerien sieht in Fragen der Künstlichen Intelligenz durchaus einen wichtigen Teilaspekt, der dringend erforderliche Digitalisierungsschub an unseren Hochschulen ist darauf aber nicht zu reduzieren.
3 Minuten
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich im Kampf gegen globale Ungleichheit in diesem Jahr für eine Erneuerung der internationalen Ordnung ausgesprochen, wie die Deutsche Presseagentur meldete. Es brauche ein "Neues Globales Abkommen", um Macht, Reichtum und Chancen gerechter auf der Welt zu verteilen, so Guterres weiter. Als Beispiel nannte der UN-Chef das Stimmrecht des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen: die USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich sind Vetomächte des mächtigsten UN-Gremiums, das bei vielen Themen wie dem Syrien-Krieg blockiert ist, weil nichts gegen ihren Willen beschlossen werden kann. "Ungleichheit beginnt ganz oben: in globalen Institutionen.“

Advent

3 Minuten
Advent bezieht sich auf die Ankunft von Jesus Christus, der der biblischen Überlieferung zufolge am 24. Dezember geboren wurde. In der vierwöchigen Adventszeit bereiten sich die Gläubigen also auf die Ankunft von Jesus Christus und die Menschwerdung Gottes vor. In dieser Zeit sollen die Menschen sich der Besinnung und dem Nachdenken widmen oder fasten. In unserer Zeit ist Besinnung eher zum Luxus geworden, nachgedacht wird in der Adventszeit über die Geschenke, die man seinen Lieben zum Weihnachtsfest kaufen möchte und noch besorgen muss. Besonders üppig fällt der Gabentisch für unsere Kleinsten aus.
3 Minuten
Pflanzenesser auf dem Vormarsch: Vegan leben wird zum Lifestyle-Trend. Grundsätzlich ist ein Veganer jemand, der eine Nutzung von Tieren und tierischen Produkten ablehnt. Wenn man also entschieden hat, vegan leben zu wollen, dann nimmt man keine Nahrungsmittel tierischen Ursprungs mehr zu sich – dazu gehören neben Milchprodukten (Butter, Sahne, Joghurt, Quark, Käse etc.) und Eiern auch Honig, und, natürlich, wie beim Vegetarier auch, Fleisch. Erwiesen ist, dass immenser Fleischkonsum ungesund ist. Ob es aus rein gesundheitlicher Sicht besser ist, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen.
3 Minuten
Keine „religiöse“ Gruppe darf sich auf die Religionsfreiheit berufen, wenn sie danach strebt, die Religionsfreiheit der anderen abzuschaffen, sagt die Berliner Anwältin und Publizistin Seyran Ates, deren Mutter Türkin und deren Vater Kurde ist. Die jüngst verübten Anschläge in Paris, Nizza und Wien haben bewiesen, dass niemand mehr sicher ist vor diesen Verbrechern. Ates beschreibt treffend, dass zu viele Menschen dazu neigen, solchen Situationen zuzusehen und den Schmerz darüber zu ertragen, statt dagegen zu handeln. Das gilt auch und im Besonderen für Politikerinnen und Politiker.
3 Minuten
Buß- und Bettage sind historisch gesehen in allen Religionen vorhanden, erinnert sei an die Buß- und Bettage in der Antike im Judentum (jährlicher Versöhnungstag, Fasten sowie Bußtage in Notzeiten u. v. a.). Er ist heute in Deutschland ein evangelischer Feiertag. Religionsgeschichtlich stellt die Buße das gestörte Verhältnis von Menschen untereinander oder gegenüber einer höheren Ordnung (Gott) wieder her.

Trump ist weg

3 Minuten
Joe Biden wird neuer Präsident der USA, die amerikanische Schande Trump ist abgewählt. Es bleibt die Frage offen, wie die Hälfte eines so großen Volkes einem Mann erneut die Stimme geben konnte, der seit Amtsantritt nur gelogen hat und seine konstruierten Wahrnehmungen als alternative Fakten bezeichnete, der auf unterstem sozialen Niveau agierte, alles und jeden beleidigte und diffamierte, und vor allem nichts in Richtung America first bewegt hat.
3 Minuten
Der BER Berlin-Brandenburg Willy Brandt ist in Betrieb. Bei allen Beteiligten war die Erleichterung zu spüren: Von einem neuen Tor zur Welt, sprach Flughafen-Chef Lütke Daldrup, der Bundesverkehrsminister von einem internationalen Drehkreuz und Berlins Regierender Michael Müller von einem „wichtigen Zukunftsprojekt“. Viel Häme hatte man über sich ergehen lassen müssen in den letzten Jahren. Jetzt dürfen wir stolz sein auf unseren Hauptstadtflughafen. In wenigen Wochen wird auch niemand mehr schlechte Witze über ihn reißen.
3 Minuten
Wir pflegen immer noch zu viele Tabus in unserer Gesellschaft, über eines möchte ich heute sprechen. Studien zeigen, dass junge Männer heute etwa ein Drittel weniger Spermien produzieren als Männer vor 30 Jahren. Die Qualität ist um etwa die Hälfte schlechter.
3 Minuten
Föderalismus bedeutet Bundesstaatlichkeit, die Zusammenfassung mehrerer Staaten (Bundesländer) zu einem Gesamtstaat (Bund). Der Gesamtstaat ist für die Dinge zuständig, die im Interesse des Volkes einheitlich geordnet werden müssen. Die übrigen Angelegenheiten regeln die Gliedstaaten. In der Bundesrepublik Deutschland haben daher sowohl der Bund als auch die Länder einen eigenen politischen Gestaltungsraum und eigene Verantwortung. In Bezug auf die Anordnungen zum Verhalten während der Corona-Pandemie haben die unterschiedlichen Anweisungen der Landesregierungen für Verwirrung und Verärgerung gesorgt. Vielerorts kam die Frage auf, wäre es nicht besser, es gäbe keine Bundesländer. Gegenüber einem Einheitsstaat überwiegen aber die Vorteile.