Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Auf den Tag genau Archiv

2057 Episoden

Kapp-Putsch #3

2 Minuten
Wegen des Generalstreiks erschienen keine Zeitungen. Hier ein Schlaglicht auf die Ereignisse des Tages.
14 Minuten
Der heutige 15. März bedeutet auch für unseren Podcast einen Einschnitt: Ab sofort präsentieren wir einmal im Monat Hintergründe zu den Ereignissen und Themen des Jahres 1920 in unserem neuen Interviewformat „3 1/2 Fragen an….“, in dessen erster Folge der Historiker Daniel Schönpflug zu den Folgen wie der geschichtlichen Einschätzung des Kapp-Putsches zu hören ist.

Kapp-Putsch #2

2 Minuten
Wegen eines Generalstreiks in Reaktion auf den sogenannten Kapp-Putsch erschienen in Berlin keine Zeitungen. Hier ein Schlaglicht auf die Ereignisse des Tages.

Kapp-Putsch #1

3 Minuten
Wegen eines Generalstreiks in Reaktion auf den sogenannten Kapp-Putsch erschienen in Berlin keine Zeitungen. Hier ein Schlaglicht auf die Ereignisse des Tages.
8 Minuten
Mitte März 1920 hatten sich Gerüchte verdichtet, dass rechtsnationale Kreise eine Art Marsch auf Berlin planten. Einflussreiche Offiziere der Reichswehr hatten augenscheinlich paramilitärische Einheiten wie die Brigade Ehrhardt mobilisiert, um in der Hauptstadt einzumarschieren und die Regierung zu stürzen. General Walther von Lüttwitz schien an der Spitze der Bewegung zu stehen. Am 13.3. berichtet das Berliner Tageblatt von dem Verdacht, die Putschisten hätten sich bereits vor den Toren Berlins in Döberitz positioniert und könnten jeden Moment attackieren. Es liest Paula Leu.
6 Minuten
Der Erzberger-Hellferich-Prozess war ein Beleidigungsverfahren, das vom 19. Januar 1920 bis zum Urteil am 12. März dauerte. Der ehemalige Staatsminister Karl Hellferich, von der anitrepublikanischen DNVP, hatte in der Broschüre „Fort mit Erzberger“ und in Artikeln der konservativen Keuzzeitung dem in rechten Kreisen für seine Beteiligung am Versailler Friedensvertrag verhassten Finanzminister Erzberger Korruption vorgeworfen. Erzberger trat bei dem Prozess als Nebenkläger auf. Obgleich Helfferich verurteilt wurde, waren die Korruptionsvorwürfe in der Sache nicht widerlegt, was zum Rücktritt von Erzberger führte. Daher liest sich der etwas angestrengt um Ausgewogenheit bemühte Bericht zum Urteil im Berliner Börsen-Courier vom 12. März auch teilweise wie ein Nachruf auf den Politiker Erzberger. Was der Kommentar verkennt: Der Prozess zeigte deutlich die antirepublikanische Gesinnung der Justiz. Die Feinde der Republik konnten sich durch dieses Urteil bestätigt und zur Tat aufgefordert sehen. Es liest Frank Riede

Romain Rolland

6 Minuten
Der französische Schriftsteller, Pazifist und Literaturnobelpreisträger Romain Rolland hatte den 1. Weltkrieg in der Schweiz verbracht, von wo aus er – frei von den Beschränkungen der Zensur – gegen die Politik der Großmächte publizierte. Nach Ende des Krieges war er Mitinitiator der Gruppe Clarté, einer Friedensbewegung linker Intellektueller, und unermüdlich um ein verbessertes Verhältnis zwischen den beiden Erb/Erzfeinden Frankreich und Deutschland bemüht. 1919 veröffentlichte Rolland ‚Les Précurseurs‘, eine Sammlung von Artikeln aus den Kriegsjahren. Am 11. März 1920 findet sich im Berliner Vorwärts eine Besprechung des Bandes, die nicht zuletzt durch die große Bewunderung ihres Autos für den französischen intellektuellen geprägt ist. Es liest Paula Leu.
7 Minuten
Das Berliner Nachtleben in den Wilden 20ern war und ist legendär. Babylon Berlin lässt grüßen. Was passiert aber, wenn die gesitteten Damen aus den bürgerlichen Bezirken aus Neugierde einen Blick auf das verruchte Leben in den Pop-up-Bars und -Clubs der Metropole werfen wollen? Darauf liefert der Autor Kilian Kipp in der Berliner Morgenpost vom 10. März 1920 eine humorige Antwort, die zugegeben nicht ganz frei von machohafter Allüre ist. Es liest Frank Riede.
5 Minuten
Tja, wie soll das Berliner Stadtschloss genutzt werden? Diese Frage stellte sich auch schon während der Weimarer Republik, als das Schloss tatsächlich noch stand. Anfang 1920 wird der Umzug des Kunstgewebemuseums in dieses Gebäude geplant. Im Vorwärts vom 9. März 1920 macht sich ein gewisser Otto Meyer dafür stark, im Schloss die ästhetische Erziehung der Arbeiter nicht zu vernachlässigen. Besonders praktische, ästhetisch wie qualitativ hochwertige Einrichtungsgegenstände für die Ausstattung von Arbeiterwohnungen sollten dort ausgestellt werden. Gelesen von Frank Riede.

Eklat im Adlon

5 Minuten
Am 6. März abends war es im Hotel Adlon zu einem Übergriff deutscher Gäste auf zwei französische Offiziere und einen Beamten gekommen. Sie hatten sich beim Abspielen des Deutschlandliedes durch die Hauskapelle nicht von ihren Plätzen erhoben. Unter den deutschen Angreifern war auch Prinz Joachim Albrecht von Preußen, was dem eh schon peinlichen Vorfall eine ganz besondere Note verlieh. Von französischer Seite wurde in der Folge heftig auf eine exemplarische Bestrafung der Schuldigen gedrungen. Tatsächlich waren die nicht zuletzt durch nationalistische Agitation beförderten Vorfälle gerade auch für die junge Republik ein schwieriges Problem: Mit ihnen wurde ihr arg eingeschränkte Einfluss auf große Teile der Bevölkerung offensichtlich. Am 8.3. berichtet die Vossische Zeitung von der zumindest vorläufigen Verhaftung Prinz Joachim Albrechts. Gelesen von Paula Leu.
6 Minuten
Herbert Ihering galt im Berlin der Weimarer Republik als einer der einflussreichsten Theaterkritiker und als großer Antipode Alfred Kerrs - von dem am 19. Januar bereits eine Rezension im Podcast zu hören war. Am 7. März 1920 bespricht Ihering in seiner Stammzeitung, dem Berliner Börsen-Courier, eine Wiederaufnahme von Max Reinhardts Oedipus-Inszenierung am Großen Schauspielhaus. Ursprünglich eine Markthalle, war dieses 1918/19 vom Architekten Hans Poelzig in expressionistischem Stil spektakulär umgebaut worden und bildete nun den Schauplatz für Reinhardts berühmte Masseninszenierungen - die in Berlin seinerzeit freilich keine allzu gute Presse hatten. Auch Herbert Ihering äußert sich über den Oedipus eher verhalten. Es liest Frank Riede.

Geldregen

4 Minuten
Banküberfälle, Autojagden, Schießereien in den Straßen – das ist ein gerade dieser Tage immer wieder bemühtes Cliché aus dem Berlin der 20er Jahre. Manchmal entsprechen Clichés allerdings der Wirklichkeit, wie im März 1920, als zwei bewaffnete Verbrecher im Bayrischen Viertel eine alte Frau ihrer ansehnlichen Barschaft beraubten, um deren größten Teil auf der Flucht gleich wieder loszuwerden. Am Ende gibt’s tatsächlich noch ne Schießerei, bevor die Diebe verhaftet werden. Also einer von ihnen. Der andere bleibt flüchtig. Die Berliner Morgenpost vom 6.3. berichtet. Gelesen von Paula Leu.
5 Minuten
Nach seiner Abdankung als Kaiser floh Wilhelm II. nach Holland, wo ihm die Königin der Niederlande Wilhelmina Exil gewährte. Wiederholt forderten die Entente-Mächte eine Auslieferung im Rahmen der Verfolgung von Kriegsverbrechern. Die Regierung der Niederlande, die “Regierung Ihrer Majestät”, verweigerte diese jedoch beharrlich. Der Artikel des Berliner Tageblatts vom 5. März zitiert weite Teile der offiziellen Antwortnote auf ein weiteres Auslieferungsgesuch der Entente. Gelesen von Frank Riede.
5 Minuten
Das wohl wichtigste Ziel der auf dem ersten Zionistenkongress in Basel 1897 gegründeten zionistische Weltorganisation war die Errichtung einer nationalen Heimstätte für Juden in Palästina. Auch die Tagung des Großen Aktionskomitees im Februar 1920 in London bekräftigte diese Politik. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches mit Ende des 1. Weltriegs rechnete man in der Organisation fest mit der Vergabe des Völkerbundmandates an England, von dem man sich wiederum die Unterstützung des Zionismus erwartete. Am 4.3. berichtet die Deutsche Allgemeine Zeitung in einem Beitrag von der Konferenz des Aktionskomitees über die Neuordnung Palästinas. Gelesen von Paula Leu.
7 Minuten
Von März bis November 1919 bestand in Ungarn eine kurzlebige Räterepublik. Nachdem diese unterging, wurde Ungarn ein zunehmend autoritärer rechtskonservativer Staat. Das Parlament wählte den an der Zerschlagung der Räterepublik maßgeblich beteiligten Admiral Miklos Horthy zum Reichsverweser, wovon der Berliner Börsen-Courier am 3. März berichtet. Damit waren alle Hoffnungen auf ein demokratisches Ungarn vom Tisch. Formal immer noch ein Königreich, das auf die Rückkehr der Habsburger wartete, führte Horthy Ungarn autokratisch bis in den Zweiten Weltkrieg hinein – an der Seite Nazi-Deutschlands. Es liest Frank Riede.
Auf den Tag genau

Auf den Tag genau

Der Podcast mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Welt vor hundert Jahren