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Gemeinsam durch die Galaxis Archiv

98 Episoden
37 Minuten
Wie misst man eigentlich Entfernungen im Universum? Und wie hat sich unser Verständnis darüber im Laufe der Jahrhunderte verändert? In dieser Folge erklimmen Susanne und Paul mit euch die „Himmelsleiter“ der Astronomie und zeigen, wie Wissenschaftler über Jahrhunderte hinweg nach Wegen suchten, die kosmischen Distanzen zu bestimmen.

Von den ersten Versuchen mit Venustransits, bei denen Forscher wie Captain Cook im 18. Jahrhundert die einen der sehr seltenen Durchgänge der Venus vor der Sonne beobachteten, bis hin zu den bahnbrechenden Erkenntnissen der modernen Astronomie – unsere beiden Astronomen tauchen mit euch heute ein in die Geschichte der Himmelsvermessung. Die berühmten Keplerschen Gesetze halfen zwar, die Bewegung der Planeten zu verstehen, doch ohne eine verlässliche Bestimmung der Entfernung zwischen Erde und Sonne blieb die Himmelsleiter sogar im Sonnensystem ohne Maßstab. Erst aufwendige Expeditionen brachten uns diesem heiligen Gral der Astronomie näher.

Und dann? Im 19. Jahrhundert brachte die Messung der Parallaxe den nächsten Durchbruch: Wir erfuhren, wie weit weg die nächsten Sterne sind. Heute liefern uns Teleskope und Raumsonden wie Gaia gigantische Datenmengen, die es ermöglichen, Entfernungen für Milliarden von Objekten im All zu berechnen.

Doch nicht nur geometrische Methoden helfen uns weiter – auch das Licht der Sterne verrät uns, wie weit sie entfernt sind. Mithilfe der Spektralanalyse können wir die wahre Leuchtkraft eines Sterns bestimmen und so seine Distanz berechnen.

Wie all diese Methoden zusammenspielen und welche faszinierenden Erkenntnisse sie uns über das Universum liefern – das erfahrt ihr in dieser Folge mit unseren beiden Himmelspaziergängern Susanne und Paul!
35 Minuten
Unsere Himmelspaziergänger Susanne und Paul nehmen euch diesmal mit zum vielleicht faszinierendsten Planeten unseres Sonnensystems: Saturn! Der Ringplanet ist nicht nur ein wahres Juwel am Himmel, sondern auch ein Meister der Überraschungen. Seine atemberaubenden Ringe bestehen aus unzähligen Eisbrocken und reflektieren das Sonnenlicht besonders gut – doch aktuell sind sie fast unsichtbar. Aber warum ist das so? Und vor allem: Wann zeigt sich Saturn wieder in seiner vollen Pracht?

Im Mai 2025 steht ein seltenes Himmelsereignis bevor: Die Sonne beleuchtet Saturns erstaunlich dünne Ringe genau von der Kante – ein Ereignis, das zuletzt 2009 zu sehen war. Doch das ist nur der Anfang! In den kommenden Jahren öffnet sich der Ring wieder, und Saturn wird immer heller. Warum Saturn für Astronomen und Hobbybeobachter in den nächsten Jahren besonders spannend wird und was es mit der dreifachen Ringkantenstellung 2038 auf sich hat, erfahrt ihr in dieser Folge unseres Podcasts. Also schnallt euch an und begleitet Susanne und Paul auf ihrer rasanten Reise zu Saturn, dem Herrn der Ringe! 
40 Minuten
Warum ist Merkur, der in der griechischen Mythologie als Hermes bekannt ist, so schwer zu beobachten und welche Geheimnisse birgt dieser faszinierende Planet? In dieser Folge nehmen uns Susanne und Paul mit auf eine Reise zum innersten Planeten unseres Sonnensystems. Unsere beiden Himmelspaziergänger erklären, warum die stark elliptische Umlaufbahn von Merkur und seine ungewöhnliche Rotation zu extremen Temperaturunterschieden auf dem kleinsten Planeten unseres Sonnensystems führen und erläutern, warum Forschende in den tiefen Kratern des Merkurs, die nach berühmten Künstlern wie Rembrandt, Goethe oder Beethoven benannt wurden, Wassereis vermuten. Raumsonden wie Mariner 10 und Messenger lieferten in der Vergangenheit wichtige Daten zu Merkur, neue Erkenntnisse erhofft sich die Wissenschaft nun von der zukünftigen Mission BepiColombo, die den kleinen Planeten 2026 erreichen soll. Welche neuen Entdeckungen erwarten uns? Natürlich geben Susanne und Paul auch wieder jede Menge Beobachtungstipps für Hobbyastronomen und Himmelsbegeisterte, um Merkur am Nachthimmel bewundern zu können. 
36 Minuten
Unsere Himmelspaziergänger Susanne und Paul brechen diesmal zu einem wahrhaft göttlichen Ziel auf: Sie reisen zum größten Planeten unseres Sonnensystems – Jupiter, benannt nach dem römischen Göttervater. Der Gigant unseres Sonnensystems hat nicht nur eine beeindruckende Größe, sondern auch ein faszinierendes Mondsystem. Fast 100 Monde umkreisen ihn und formen so ein eigenes kleines Planetensystem. Die vier größten, die galileischen Monde, sind schon mit kleinen Teleskopen sichtbar und geizen nicht mit Superlativen: Io ist der vulkanisch aktivste Himmelskörper des Sonnensystems, geformt durch Jupiters enorme Schwerkraft. Callisto, der äußerste der großen Monde, ist dagegen von Kratern übersät und gilt als einer der ältesten Oberflächen des Sonnensystems. Und unter der dicken Eisschicht von Jupitermond Europa könnte ein gewaltiger Ozean verborgen sein – vielleicht mit hydrothermalen Quellen, ähnlich denen in der Tiefsee der Erde. Dort gibt es Lebensformen, die ohne Sonnenlicht existieren. Könnte das auch auf Europa der Fall sein? Neue Missionen wie JUICE und Europa Clipper werden bald noch genauere Daten sammeln. Mehr als genug Gründe für Susanne und Paul sich in dieser Folge die Monde des Jupiters einmal genauer anzuschauen!
37 Minuten
Unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul nehmen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in der neuen Podcast-Folge mit zu einem am Himmel im Moment sehr auffälligen Objekt: Dem Riesenplaneten Jupiter. Der Gigant im Sonnensystem steht im Februar hoch an unserem Nachthimmel. Sehr beobachtungsfreundlich erreicht er seinen höchsten Stand im Süden gegen 21 Uhr. Aber was verbirgt sich hinter dem hellen Lichtpunkt am Himmel?

Paul und Susanne erzählen nicht nur von gewaltigen Stürmen, darunter dem ältesten Wirbelsturm im Sonnensystem, auf der Oberfläche des Jupiter – sie wagen sich auch ins Innere des Riesenplaneten, der die Erde 1.300-mal schlucken könnte. Da geht es exotisch zu: Sogar von Wasserstoff, der sich wie ein Metall verhält, ist zu berichten. Und: Wie mag so ein Riesenplanet entstanden sein? Dazu ist eine Zeitreise 4,5 Milliarden Jahre in die Vergangenheit nötig, als es im Sonnensystem weit weniger geordnet zuging als heute…

Beim Blick hinter die Schlagzeilen klären Susanne und Paul über das „schnellste Raumschiff“ auf, das Menschen je gebaut haben. Das ist eine Sonde, die besonders nah an die Sonne heranfliegt – was erstaunlich schwierig ist! 
44 Minuten
Unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul sind zurück – und wie! In der neuen Staffel nehmen sie euch erneut mit auf eine Reise zu den größten Rätseln und faszinierendsten Geschichten der Astronomie. Neu dabei: die Kategorie „Sternenstaub oder Schall und Rauch?“. Hier fühlen Susanne und Paul reißerischen Astro-Headlines aus den Medien auf den Zahn, räumen mit übertriebenen Sensationen auf und bringen humorvoll sowie wissenschaftlich fundiert Licht ins Dunkel.

Passend zum Neustart dreht sich die erste Folge der Staffel um den Anfang von allem: die ersten drei Minuten nach dem Urknall. Was geschah in diesen unglaublichen Momenten, als ein winziger Teil des Universums, kleiner als ein Atomkern, in kürzester Zeit auf die Größe eines Sonnensystems anwuchs?

Susanne und Paul erklären anschaulich die Phasen des jungen Universums – von der geheimnisvollen Planck-Ära bis zur Bildung der ersten Elementarteilchen. Schon damals wurde die chemische Zusammensetzung festgelegt, die später Galaxien, Sterne, Planeten und sogar uns möglich machte. Freut euch auf spannende Fakten und faszinierende Einblicke in den Moment, als unser Universum geboren wurde – spannender und spektakulärer als jeder Science-Fiction-Roman und vor allem: alles wirklich wahr!
47 Minuten
Premiere bei "Gemeinsam durch die Galaxis"! Anlässlich des 60. Jubiläums des Bochumer Planetariums traten Susanne und Paul erstmals gemeinsam in der Kuppel auf, um live astronomische Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Talk über „die ultimative Frage des Lebens, des Universums und des ganzen Rests“. Für zusätzliche Abwechslung sorgen Pauls improvisierte musikalische Einlagen am Flügel. Wie das klingt, wenn unsere beiden Himmelspaziergänger vor ausverkauftem Haus Astronomie erklären, diskutieren und: musizieren, erfahren Sie in unserer Sonderfolge! 
37 Minuten
Einer finnischen Sage nach entstehen sie, wenn die Schwanzspitze des arktischen Fuchses die Schneedecke berührt. In Schweden und Norwegen erzählt man sich, sie seien die Widerspiegelung riesiger Heringsschwärme in den Meeren und in Nordamerika glaubte man, die verstorbenen Ahnen sprächen zu ihren Angehörigen, wenn sie am Himmel tanzen: Polarlichter faszinieren Menschen seit vielen Jahrhunderten, wo immer man sie sehen kann. Aber wie entstehen diese faszinierenden Erscheinungen eigentlich? Und warum leuchten sie manchmal feuerrot, oft grünlich und gelegentlich sogar blau oder pink? Unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul nehmen euch zum Staffelfinale unseres Podcasts mit zur Aurora Borealis und Aurora Australis und erklären, wie Polarlichter durch Sonnenwind entstehen, welche Rolle unser Erdmagnetfeld und unsere Atmosphäre dabei spielen und warum die wunderschönen Himmelserscheinungen bei Satellitenbetreibern manchmal nicht so beliebt sind… Und wer schon immer davon geträumt hat, diesen außergewöhnlichen Tanz am Nachthimmel einmal selbst zu beobachten, erfährt hier natürlich auch, wie und wann dies am besten gelingt. 

Wie hat euch die 6. Staffel gefallen? Aus welchen Themenbereichen wünscht ihr euch mehr Folgen? Stimmt bei Spotify ab!

Damit ihr wisst, worüber wir reden, haben wir euch zu den einzelnen Kategorien hier kurze Erklärungen ergänzt:

Planetologie: Erforschung von Planeten, Monden, Asteroiden und Kometen – sowohl im Sonnensystem als auch bei Exoplaneten.

Sternkunde: Untersuchung von Sternen, ihrer Entstehung, ihrem Aufbau und ihrer Entwicklung (z. B. Supernovae, Neutronensterne).

Galaxienforschung: Struktur, Zusammensetzung und Entwicklung von Galaxien und ihren Wechselwirkungen.

Kosmologie: Die „großen Fragen“ – Entstehung, Struktur und Zukunft des Universums.

Astroteilchenphysik: Verbindung von Astronomie und Teilchenphysik, etwa bei der Untersuchung von Neutrinos, Dunkler Materie oder kosmischer Strahlung

Wir freuen uns über euren Input! 
32 Minuten
Warum wird es nachts eigentlich dunkel? Wem jetzt in Anbetracht der scheinbaren Banalität dieser Frage leicht irritiert der Gedanke kommt, er habe vielleicht versehentlich einen Kinder- satt eines Astronomie-Podcasts eingeschaltet, sei entgegnet: So einfach, wie man zunächst denkt, ist die Antwort gar nicht! Tatsächlich sind sogar recht komplexe Erklärungen und Modellvorstellungen nötig, um die alltägliche Beobachtung eines dunklen Nachthimmels zu erklären. Das wissen natürlich auch unsere beiden Himmelsspaziergänger Susanne und Paul und nehmen uns in dieser Podcast-Folge mit in das Bremen des 18. Jahrhunderts. Dort beschäftigte sich nämlich der Arzt und Astronom Heinrich Wilhelm Olbers mit genau dieser Frage und formulierte das später als 'Olberssches Paradoxon' bekannte Rätsel: Wenn der Raum unendlich viele Sonnen enthält, müsste der Nachthimmel doch eigentlich ständig hell sein. Schließlich, so Olbers, müsste „jede Linie, die ich mir von unserm Auge gezogen denken kann“, „nothwendig auf irgendeinen Fixstern treffen, und also müßte uns jeder Punkt am Himmel Fixsternlicht, also Sonnenlicht zusenden“. Warum es nachts dennoch nicht hell ist und was wir aus dieser Tatsache alles noch über den Zustand unser Universum schlussfolgern können, erfahrt ihr in unserer neuesten Podcastfolge!
36 Minuten
„Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unsere neun Pl…äh, unseren Nachthimmel!“ Diesen Sonnensystem-Merksatz kennt wirklich jedes Kind und mittlerweile geht der geänderte Schluss auch den älteren Semestern flüssig von den Lippen. Denn daran, dass der ehemals neunte Planet, Pluto, mittlerweile nicht mehr als solcher gezählt wird, haben sich die meisten inzwischen gewöhnt. Aber wie kam es eigentlich dazu, dass der kleine Pluto, der nicht zuletzt wegen des herzförmigen Eisfeldes auf seiner Oberfläche häufig als „Planet der Herzen“ bezeichnet wird, seinen Planetenstatus verlor? Um diese Frage zu beantworten, ist unsere Himmelspaziergängerin Susanne genau die Richtige, denn sie war bei der legendären Konferenz der Internationalen Astronomischen Union (IAU) 2006 dabei, als beschlossen wurde, Pluto fortan als Zwergplanet zu klassifizieren. Aber bevor Susanne und Paul uns hinter die Kulissen dieser denkwürdigen Tagung blicken lassen, flanieren wir natürlich erst einmal ganz weit hinaus in unser Sonnensystem und schauen uns den sympathischen Zwergplaneten, der 1930 durch den US-amerikanischen Astronomen Clyde Tombaugh entdeckt wurde, genau an. Wir klären, welche Voraussetzungen ein Himmelskörper erfüllen muss, um Planet genannt zu werden, was Pluto so einzigartig macht und warum er im Staat Illinois nach wie vor als neunter Planet aufgelistet wird. 

All das und viele weitere spannende Fakten über Pluto und andere Zwergplaneten erfahrt in dieser Folge von unseren beiden Weltraum-Experten Paul und Susanne! 
35 Minuten
Heute wagen sich unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul zeitlich und räumlich ganz weit hinaus und widmen sich einer der spannendsten und komplexesten Fragen unserer Zeit: Wie endet eigentlich unser Universum? Um den aktuellen Forschungsstand zu dieser Frage verständlich vorstellen zu können, wirft unser Astro-Duo erst einmal einen Blick auf den Anfang des Kosmos. Die Idee, dass das Universum überhaupt einen Beginn hatte und sich seitdem immer weiter ausdehnt, wurde das erste Mal vom Theologen und Astrophysiker Georges Lemaître Ende der 1920er Jahre formuliert. Lemaître beschrieb seine Vorstellung vom Ursprung des Universums mit der Idee eines Uratoms. In diesem Uratom soll die gesamte heute vorhandene Materie zusammengepresst gewesen und im Moment der Entstehung des Universums „explodiert“ sein. Das Universum expandiert in diesem Szenario immer weiter, alle Materie und Energie verdünnt sich mehr und mehr. Sterne verlöschen, schwarze Löcher verdampfen und es bleibt ein Universum zurück, das immer kälter, leerer und dunkler wird, bis es zum sogenannten ‚Big Freeze‘ kommt und im Kosmos nichts mehr geschieht. Im Gegensatz zu diesen Theorien stehen die sogenannten zyklischen kosmologischen Modelle, gemäß denen das All zeitlich unbegrenzt existiert und sich unendlich wiederholende Zyklen durchläuft. Zwar dominiert in der Gemeinschaft der Kosmologen die Vorstellung, dass die Expansion des Universums ewig sein könnte und sogar immer schneller wird. Neueste Messungen könnten jedoch diese Dynamik wieder in Frage stellen, denn möglicherweise nimmt die Beschleunigung der Ausdehnung des Universums leicht ab.  Was dies für unsere Vorstellungen von Anfang und Ende unseres Kosmos bedeuten würde und welche alternativen Szenarien noch diskutiert werden, das erzählen euch Susanne und Paul bei ihrem heutigen Himmelsspaziergang!  
29 Minuten
„Seht ihr den Mond dort stehen, er ist fast nicht zu sehen und ist doch rund und schön!“ Mit dieser rätselhaften Zeile in Matthias Claudius bekanntem Gedicht lässt sich unsere heutige Podcast-Folge wunderbar überschreiben, denn unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul beschäftigen sich mit einem ganz besonderen Vollmond. Einem Vollmond, der in dieser extremen Form das letzte Mal vor 100 Jahren zu sehen war. Und das Beste: Diesen „Mond-Extrem“ könnt ihr ganz einfach selbst beobachten, ohne Teleskop oder Spezial-Kamera, nur mit dem bloßen Auge! Dafür müsst ihr lediglich in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2024 aufmerksam den Nachthimmel betrachten und nach dem Mond Ausschau halten. Klingt einfach? Tatsächlich ist das gar nicht so unanspruchsvoll, denn unser Erdtrabant steht in dieser Nacht im Süden weniger als 10 Grad hoch, weshalb es je nach Beobachtungspunkt sein kann, dass man ihn trotz Vollmond gar nicht zu Gesicht bekommt. Warum das so ist, was Astronomen unter dem Phänomen der ‚Großen Mondwende‘ verstehen und weshalb genau jetzt viele Forschende ihren Blick Richtung England nach Stonehenge richten und auf neue Erkenntnisse hoffen, das erfahrt ihr in dieser Podcast-Folge!  
38 Minuten
Würdet ihr bei Blinddarmbeschwerden eine Person um Rat fragen, die sich selbst als „Hobby-Chirurgen“ bezeichnet? Vermutlich nicht. Warum man sich bei kosmischen Fragen aber vertrauensvoll an jemanden wenden kann, der sich „Hobby-Astronom“ nennt, erklären euch Profi-Astronomin Susanne und langjähriger Freizeit-Himmelsbeobachter Paul in unserer heutigen Podcast-Folge. So ist es beispielsweise Pauls besonderes Talent, komplexe Konzepte verständlich zu erklären und Astronomie auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hobby-Astronomen sind aber noch viel mehr als kompetente und unterhaltsame Vermittler kosmischer Themen: Auch als Beobachter atmosphärischer Erscheinungen wie Regenbögen und Halos um Sonne oder Mond und Polarlichter oder veränderlicher Himmelskörper wie Asteroiden und Kometen und Sternen, die ihre Helligkeit ändern, sind viele Freizeit-Astronomen für die Profis von unverzichtbarer Wichtigkeit. Ihre Daten und Dokumentationen haben in der Vergangenheit schon oft zu Entdeckung und Verständnis komplexer Himmelsphänomene beigetragen. Und das Tolle: Auch mit einem kostengünstigen Teleskop kann eigentlich jeder am Himmel erste großartige Beobachtungen machen! Mit etwas Glück lässt sich bald zum Beispiel ein seltenes Phänomen beobachten, das sogar mit dem bloßen Auge sichtbar sein sollte: eine Nova-Explosion im Sternbild Nördliche Krone. Was da genau passiert, in welchem Zeitraum die Explosion wahrscheinlich zu sehen sein wird und wie das genau aussieht, das erfahrt ihr in dieser Podcast-Folge! 

 
32 Minuten
Sie sammeln Licht von weit entfernten Sternen und Galaxien und ermöglichen es uns so, tief in den Kosmos zu blicken: Extrem leistungsstarke, technisch hoch anspruchsvolle Großteleskope liefern seit Jahren neue Erkenntnisse über viele der grundlegendsten Fragen unseres Universums. Unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul nehmen uns in dieser Folge mit in die atemberaubende Welt der astronomischen Giganten, die unser Verständnis des Kosmos immer wieder revolutionieren. Gemeinsam klettern wir auf den Mauna Kea auf Hawaii, wo sich auf über 4.000m Höhe das nördliche Gemini-Observatorium mit einem Teleskop von 8,1 m Hauptspiegeldurchmesser befindet. Wir schauen beim noch größeren Gran Telescopio Canarias vorbei, das mit  10,4m Spiegeldurchmesser auf dem Roque de los Muchachos auf La Palma steht und landen schließlich in Chile, wo mit einem Spiegeldurchmesser von 39,3m aktuell das größte Teleskop der Welt gebaut wird. Bereits 2028 soll dieses Extremely Large Telescope, kurz ELT, erste Signale aus dem All empfangen. 

Welchen technischen Herausforderungen sich Ingenieure stellen müssen, um diese riesigen Fernrohre zu entwickeln, warum wir uns in einem ‚goldenen Zeitalter‘ der Astronomie befinden und welche großen Fragen der Menschheit das größte Teleskop aller Zeiten vielleicht demnächst beantworten kann, erfahrt ihr in unserer neuesten Podcastfolge! 
40 Minuten
So ganz lässt unsere beiden Himmelspaziergänger Susanne und Paul die spektakuläre Sonnenfinsternis, die sie vor ein paar Wochen live in den USA erleben durften, noch nicht los. Und so steht auch in der heutigen Folge unser Heimatstern im Mittelpunkt. Diesmal betrachten wir die Sonne aber nicht von ihrer schattigen, sondern ihrer glühend-heißen Seite. Bereits in der Antike wussten die Menschen, dass die Erde eine Kugel ist – allerdings nahm die Mehrheit an, dass sie von der Sonne umkreist wird und nicht umgekehrt. Auch als klar war, dass es die Erde ist, die die Sonne umrundet, blieb jahrhundertlang die Frage, woher die Sonne ihre Energie nimmt, ein Rätsel. Zunächst glaubten die Menschen, dass die Sonne ein brennender Himmelskörper sei und vielleicht aus Kohle oder anderem brennbaren Material bestünde. Als Geologen im Laufe des 19. Jahrhunderts jedoch mehr über das wahre Alter der Erde herausfanden, wurde schnell klar, dass die Ursache für die enorme Leuchtkraft der Sonne nicht Verbrennung sein kann. Schließlich gibt es kein Material, das so lange brennt. Wie die Entdeckung der Kernfusion das Rätsel der Leuchtkraft unserer Sonne löst, was Einsteins berühmte Formel e=mc² damit zu tun hat und warum unser Heimatstern seit seiner Zündung vor Milliarden von Jahren 90 Erdmassen verloren hat, das erfahrt ihr in unserer neuesten Podcast-Folge! 
Gemeinsam durch die Galaxis

Gemeinsam durch die Galaxis

Astronomische Plaudereien aus dem Bochumer Planetarium