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Schon mal was von GDPR gehört? Nein, die „GDPR“ ist weder eine
neue Partei noch ein Bahnunternehmen. Vielmehr steht das Akronym
GDPR für ein Gesetzespaket namens „General Data Protection
Regulation“, mit dem Unternehmen dazu gezwungen werden, die
Sicherheit der ihnen anvertrauten Personendaten massiv zu
verbessern. Auf Deutsch heißt das GDPR „DSGVO“, was ausgeschrieben
„Datenschutzgrundverordnung“ heißt. Wozu das alles?
Es ist leidlich bekannt, dass in demselben Ausmaß, wie unsere
Abhängigkeit von digitaler Technologie zunimmt, auch die Menge der
von uns im World Wide Web hinterlassenen Spuren wächst. Von wegen
digitaler Fußabdruck, aber hallo! Die Plattform „Wikileaks“ macht
uns seit Jahren auf spektakuläre Weise vor, welch enorme, für die
Betroffenen oftmals verheerende Konsequenzen Datenlecks nach sich
ziehen können. Selbst Geheimdienste bleiben, aller noch so
aufwendigen und teuren Dateninfrastruktur zum Trotz, von Lecks
nicht verschont. Auch sie werden gehackt, oftmals von irgendwelchen
jungen Nerds, deren Hobby, neben aberwitzigem Pizza- und
Colakonsum, daraus besteht, möglichst viele möglichst komplexe
Systeme zu hacken. Bald tagtäglich sind wir auch mit nicht endenden
Veröffentlichungen um den Wahlkampf der Trump-Administration
konfrontiert. Zwar ist die Echtheit der an die Öffentlichkeit
lancierten Datenlecks nach wie vor nicht unumstritten – zu schwer
wiegt der Verdacht, die Gegenseite wolle sich, unterstützt von
bestimmten Interessentengruppen, für die Niederlage im Kampf um das
Weiße Haus rächen. Trotzdem zeigt allein schon die Tatsache, dass
mit derartigen Lecks – ob real oder nicht – auf diese Weise
hantiert und gezündelt werden kann, mit welchem Problem wir hier
konfrontiert sind. Beide Seiten – die demokratische wie die
republikanische – warfen in diesem schmutzigsten Wahlkampf aller
Zeiten mit Schmutz ohne Ende, und hielten sich gegenseitig
despektierlichsten Emailverkehr vor. Wobei immer die Frage im Raum
steht, was schlimmer ist: Das Leck, der Schnüffler oder der
erschnüffelte, skandalöse Inhalt … Diese krassen und prominenten
Beispiele sollen nicht davon ablenken, dass ausnahmslos alle
Institutionen, Organisationen und natürlich auch Einzelpersonen –
Stichwort „Identitätsdiebstahl“ – von dem Problem
betroffen sind. Dabei wäre der Diebstahl an sich noch gar nicht so
tragisch, würde nicht mit gestohlenen Identitäten und Personendaten
gleich massenhaft Missbrauch getrieben. Von der psychisch enorm
unangenehmen Rufschädigung bis zum Vermögensdelikt: Vielen Gaunern
ist das Datenphishing, „-Pharming“ und „Spoofing“ ein lukrativer
Erwerb. Phishermen’s Enemies Während nun der
Phisher Fakemails verschickt und, ganz geduldiger Angler, darauf
wartet, dass der Fisch anbeißt, verseucht der sogenannte „Pharmer“
die Ziele mit Malware. Die Malware ist wie der Samen, den der Bauer
sät. Danach wartet der Absender auf die Ernte. Sobald nämlich der
Samen dem Opfer implantiert ist, wird die Adresseingabe von der
Zielperson unbemerkt auf eine Phishing-Seite umgeleitet. Der
Spoofer dringt unter Verwendung einer vorgetäuschten oder
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