Wer weiß in deinem Unternehmen, welche KI-Agenten bereits
arbeiten? Anna Kopp und Norman Müller sprechen in LEADERS IN
LEATHER über die Fragen hinter der KI-Einführung:
Zuständigkeiten, Datenqualität, Kosten und den laufenden Betrieb.
Anna bringt Erfahrungen aus Microsofts eigener IT und Gesprächen
nach ihren Vorträgen mit. Gemeinsam schauen wir auf Schatten-KI,
die Rolle der Geschäftsführung und die Frage, warum eine
Richtlinie allein im Arbeitsalltag wenig verändert.
Kapitel
* 00:00 Willkommen zurück bei LEADERS IN LEATHER
* 01:28 Microsoft als eigener Kunde: Was Unternehmen von Anna
wissen wollen
* 04:35 Die Fragen nach der Keynote
* 07:01 KI-Kosten, Governance und der Wunsch nach Überblick
* 08:29 Ruhestand, Fachkräfte und die Arbeit, die bleibt
* 10:22 Datenqualität und die Altlasten der Digitalisierung
* 13:25 Wie sich die Rolle des CIO verändert hat
* 16:07 Die Vasa als Bild für gescheiterte Projekte
* 18:01 Wer trägt die Verantwortung für KI?
* 18:42 Viele Tools, viele Agenten und fehlende Dokumentation
* 21:46 Agenten erfassen, Verantwortliche benennen und Altlasten
prüfen
* 24:29 Wenn die Geschäftsführung von der KI-Nutzung nichts weiß
* 26:16 Innovation sichtbar machen und Schatten-KI erkennen
* 27:59 Warum Beschäftigte auf private KI ausweichen
* 29:14 Work Trend Index und die Lücke zwischen Nutzung und
Strategie
* 32:04 Vertrauliche Produktinformationen und fehlendes
Grundwissen
* 34:24 Mitarbeiterbewertungen, Mitbestimmung und menschliches
Urteilsvermögen
* 36:22 Richtlinien, Lernangebote und Verantwortung im Alltag
* 39:44 Cybersicherheit als Aufgabe der Unternehmensführung
* 43:59 Cloud, eigene Infrastruktur und Sicherheitskompetenz
* 46:36 Ausblick und Verabschiedung
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Shownotes
* Anna Kopp auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/koppanna/
* CIO Magazin auf LinkedIn:
https://de.linkedin.com/posts/cio-magazin_cio-des-jahres-2026-activity-7515013798437728256-aKDU
* CIO des Jahres: Projekte und Hintergründe:
https://www.cio.de/cio-des-jahres/
* CIONET Germany: https://www.cionet.com/cionet-germany
* CIDO Women: Female Leadership Circle bei CIONET:
https://www.cionet.com/de/cido-women-cionet-germany
* Microsoft und LinkedIn: Work Trend Index 2024:
https://www.microsoft.com/en-us/worklab/work-trend-index/ai-at-work-is-here-now-comes-the-hard-part
* Microsoft Agent 365: Herstellerdokumentation:
https://learn.microsoft.com/microsoft-agent-365/overview
* Microsoft Secure Future Initiative:
https://www.microsoft.com/en-us/trust-center/security/secure-future-initiative
* Datennutzung bei Microsoft 365 Copilot:
Herstellerdokumentation:
https://learn.microsoft.com/en-us/microsoft-365/copilot/microsoft-365-copilot-privacy
Wer weiß, welche Agenten im Unternehmen
arbeiten?
Anna bekommt eine Frage gestellt, die zunächst einfach klingt:
Wie viele KI-Agenten hast du in Deutschland? Sie muss es
herausfinden. Denn ein Team kann einen nützlichen Helfer bauen
und im Alltag verwenden, ohne die IT-Leitung darüber zu
informieren. Für die Beteiligten funktioniert der Ablauf. Für die
Organisation fehlt womöglich der Überblick.
Diese Geschichte bleibt bei mir hängen. Sie passt zu Begegnungen,
die ich selbst mit Unternehmen habe. In einem Gespräch
interessiert sich die Geschäftsführung für den Einstieg in KI.
Beim nächsten Termin stellt sich heraus, dass Mitarbeiter längst
eigene Anwendungen nutzen. Die Führung wusste davon nichts.
Mit meiner Co-Host Anna Kopp spreche ich in LEADERS IN LEATHER
darüber, was zwischen diesen beiden Ebenen fehlt. Anna bringt
langjährige Erfahrung aus Microsofts IT mit. Sie erlebt bei
Kundenterminen und nach Vorträgen, welche Fragen Unternehmen
stellen. Ihre Beispiele geben Einblick in diese Gespräche. Sie
liefern keine allgemeine Bestandsaufnahme aller Betriebe.
Eine gute Idee braucht jemanden, der sie weiter betreut
Ein Mitarbeiter automatisiert eine Aufgabe. Das Team spart sich
einen lästigen Arbeitsschritt und verwendet den Agenten immer
häufiger. Irgendwann ist der Erbauer im Urlaub oder verlässt das
Unternehmen. Dann fällt eine Verbindung aus. Wer weiß jetzt, wie
der Ablauf entstanden ist und welche Daten er benötigt?
Anna erinnert die Entwicklung an Excel-Makros. Menschen bauten
damit Anwendungen, auf die ihre Kollegen sich verließen. Mit den
Jahren konnte daraus eine Infrastruktur entstehen, die außerhalb
der vorgesehenen Betreuung lag. Einen solchen Ablauf später zu
ersetzen, verlangt mehr Arbeit, als die ursprüngliche kleine
Lösung vermuten ließ.
Bei KI-Agenten stellt sich die Frage nach dem Betrieb erneut. Wer
ist verantwortlich? Wer darf Einstellungen verändern? Welche
Schnittstellen müssen funktionieren? Wer überprüft, ob der Agent
überhaupt noch gebraucht wird? Anna beschreibt, wie Microsoft mit
Bestandsübersichten und benannten Verantwortlichen darauf
reagiert. Im Gespräch nennt sie Agent 365 als Werkzeug für diese
Verwaltung.
Für mich ist daran die organisatorische Aufgabe entscheidend. Ein
Unternehmen braucht einen Weg, solche Anwendungen zu erfassen und
über ihre weitere Nutzung zu entscheiden. Welches Produkt dafür
passt, muss es anhand seiner eigenen Umgebung prüfen.
Die Geschäftsführung muss erfahren, woran ihre Teams arbeiten
Anna fragt, wie Informationen im Unternehmen fließen. Wenn die
Führung nur Vorgaben nach unten schickt, erfährt sie wenig
darüber, was Menschen bereits ausprobieren. In regelmäßigen
Gesprächen könnte sie erkennen, welche Aufgaben die Teams lösen
und wo sie auf Schwierigkeiten stoßen.
Sie nennt eine Innovation Hour als Beispiel: Beschäftigte können
eigene Projekte vorstellen und der Geschäftsführung zeigen, was
sie entwickelt haben. Das macht Fähigkeiten sichtbar, die im
Tagesgeschäft leicht übersehen werden. Zugleich entsteht eine
Gelegenheit, nach Datenzugriffen, Betreuung und Nutzen zu fragen.
Im Gespräch taucht auch der Chief AI Officer auf. Anna will
wissen, wer die KI-Transformation verantwortet und die
verschiedenen Arbeitsstränge zusammenhält. Wir entwickeln in
dieser Folge kein vollständiges Stellenprofil. Die Frage nach
einer verbindlichen Zuständigkeit zieht sich aber durch unsere
Beispiele.
Gerade ein mittelständisches Unternehmen muss klären, wer
Entscheidungen über Fachbereiche hinweg treffen kann. Welche
Anwendung erhält Unterstützung? Welche muss jemand überarbeiten?
Wer bekommt Zeit für die Betreuung? Ein neuer Titel beantwortet
diese Fragen noch nicht. Die Geschäftsführung muss die Aufgabe
mit den beteiligten Menschen besprechen und im Alltag
ermöglichen.
Gute Daten und brauchbare Werkzeuge gehören zum Anfang
Anna erzählt von einem Datenfeld, das Kollegen für einen Zweck
nutzten, für den es ursprünglich nicht vorgesehen war. Bei einer
späteren Umstellung verschwand es. Die Informationen ließen sich
ihrer Schilderung nach nicht wiederherstellen. Für die Menschen,
die damit arbeiteten, war das Feld relevant. Im Migrationsprozess
hatte offenbar niemand diese Bedeutung erkannt.
Die Geschichte macht verständlich, warum eine KI-Einführung
Arbeit an den bestehenden Daten verlangt. Wer nutzt welche
Information? Was bedeutet ein Eintrag? Welche Historie muss
erhalten bleiben? Diese Fragen lassen sich nicht allein durch den
Kauf eines weiteren Werkzeugs beantworten.
Gleichzeitig müssen Beschäftigte ihre Aufgaben mit den
freigegebenen Mitteln erledigen können. Ich erzähle von einem
Vorstandsprotokoll, das bis zum nächsten Morgen zusammengefasst
sein soll. Der Mitarbeiter verwendet dafür seine private KI. Die
vertraulichen Unterlagen verlassen die vorgesehene
Arbeitsumgebung.
Anna greift das als Beispiel für Schatten-KI auf. Die Führung
sollte wissen, welche Arbei…
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