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  4. PROMs 2.0 – Wie KI Patienten eine Stimme gibt
In dieser Folge von Retina View geht es um einen Chatbot, der
nach Lebensqualität und Symptomen von Patienten mit chronischen
Augenerkrankungen fragt.

Wie geht es Menschen mit einer Augenerkrankung zwischen zwei
Arztterminen? Welche Veränderungen bemerken sie im Alltag, und
wie können diese Informationen helfen, ihre medizinische
Versorgung zu verbessern?

In der Augenheilkunde liefern Untersuchungen wie die Messung der
Sehschärfe oder bildgebende Verfahren wichtige Erkenntnisse über
den Zustand der Augen. Doch medizinische Messwerte allein zeigen
nicht immer, wie Betroffene ihre Erkrankung erleben und welche
Einschränkungen sie im Alltag erfahren.

Hier setzen sogenannte Patient-Reported Outcome Measures (PROMs)
an. Mit diesen Instrumenten werden Beschwerden, Symptome und
persönliche Erfahrungen direkt von Patientinnen und Patienten
erfasst. Doch wie lassen sich solche Informationen regelmäßig,
zuverlässig und möglichst unkompliziert erheben?

An der Universitäts-Augenklinik Bonn wird dazu ein neuer Ansatz
erforscht: Ein digitaler Chatbot befragt Menschen mit chronischen
Augenerkrankungen zu ihren Symptomen und Veränderungen im Alltag.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue Möglichkeiten der
digitalen Symptomerfassung zu entwickeln und damit langfristig
eine bessere Überwachung von Krankheitsverläufen sowie eine
stärker patientenzentrierte Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Besonders interessant für Menschen mit Sehverlust ist die
geplante Weiterentwicklung des Chatbots zu einem
sprachgesteuerten System. Künftig könnten Betroffene ihre
Beschwerden möglicherweise einfach mündlich schildern, statt
digitale Fragebögen ausfüllen zu müssen. Künstliche Intelligenz
könnte dabei helfen, die Angaben strukturiert zu erfassen und
wissenschaftlich auszuwerten.

Doch wie zuverlässig sind solche Systeme? Welche Chancen bietet
die künstliche Intelligenz, und wo liegen ihre Grenzen? Kann ein
digitaler Dialog künftig dazu beitragen, Veränderungen früher zu
erkennen und die augenärztliche Betreuung zu verbessern?

Darüber spricht Moderator Thomas M. Duda mit Privatdozent Dr.
med. Jan H. Terheyden, FEBO, Facharzt für Augenheilkunde an der
Universitäts-Augenklinik Bonn. Er stellt das Forschungsprojekt
vor, berichtet über die bisherigen Erfahrungen und erläutert,
welche wissenschaftlichen Schritte noch notwendig sind, bevor
solche Systeme in der medizinischen Routineversorgung eingesetzt
werden können.

Die Folge knüpft an unser Gespräch mit Prof. Sabine Wöhlke über
die Bedeutung von PROMs an und zeigt, wie die Perspektive der
Patientinnen und Patienten mithilfe digitaler Technologien
künftig stärker in die Augenheilkunde einfließen könnte.

Weiterführende Informationen

Universitäts-Augenklinik
Bonn:https://www.augenklinik.uni-bonn.de/

Informationen zum Forschungsprojekt und zur Studienteilnahme
bei Retina
plus:https://www.retinaplus.de/studienteilnehmende-gesucht/

AG
Terheyden:https://www.ukbonn.de/experimentelle-ophthalmologie/ag-terheyden/

Retina View – Perspektiven aus der
Netzhautforschung

Ein Podcast von Retina plus e.V., dem gemeinnützigen
Expertennetzwerk für Netzhautforschung und Sehverlust. Wir
informieren über aktuelle Forschung, innovative Entwicklungen und
neue Perspektiven für Menschen mit Sehverlust – und bringen
Betroffene mit Wissenschaft und Forschung ins Gespräch.

Weitere Informationen: www.retinaplus.de

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„PROMs 2.0 – Wie KI Patienten eine Stimme gibt“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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