Eine Pressesprecherin mit Monsterreichweite, Millionenbudgets für
den Wahlkampf und eine Arbeitswelt, die gerade alles infrage
stellt. Wo bleibt da eigentlich die Qualität?
In dieser Folge von Mit Brille und Bart feiern Armin Ziesemer und
Thomas Böhlefeld fünf Jahre Podcast und bald 180 Folgen. Und sie
wundern sich, warum ein qualitativ deutlich schwächerer Auftritt
aus dem Weißen Haus eine Reichweite bekommt, von der ein zweimal
prämierter Podcast nur träumen kann.
Armin erzählt von einem Führungsimpuls zum
generationenübergreifenden Führen. Dort hat sich eine junge
Teilnehmerin von ihrer Führung weder New Work noch Freiheit noch
Work-Life-Balance gewünscht, sondern schlicht Orientierung.
Thomas greift das auf: Räume brauchen Grenzen, aber eben auch
Türen, durch die man weitergehen und mit anderen in Beziehung
treten kann.
Wir müssen über Kultur sprechen.
Dieser Satz aus einem Artikel über einen weiteren Abgang bei
OpenAI zieht sich durch das ganze Gespräch. Denn Kultur ist etwas
Zwischenmenschliches. Sie wird unter Menschen besprochen und
nicht mit der KI.
Dabei geht es unter anderem um:
• Orientierung statt grenzenloser Freiheit als Wunsch an moderne
Führung
• das realistische OK-OK von Fanita English und den Blick auf die
Welt, wie sie ist
• Kir Royal, Elon Musks 276 Millionen und eine Zeit, in der es
vor allem um Geld geht
• die KI-Strategie der UBS und die Frage, wie Organisationen sich
nicht an die Wand fahren
• das japanische Konzept Ma: das Dazwischen als Ursprung von
Beziehung
• soziale Resonanzräume und warum Perspektiven verbinden ohne
Widerspruch nicht funktioniert
• KI als Arbeitsinstrument für neue Lernformate und Großgruppen
• 30.000 fehlende Arbeitskräfte in Salzburg und was KI daran
ändern kann und was nicht
• Robo-Nanny, Körperwärme und das, was sich zwischen Menschen
nicht ersetzen lässt
• zwei Drittel weniger Stellen für Berufseinsteigerinnen und
Berufseinsteiger seit 2022
Besonders spannend wird es dort, wo es um die junge Generation
geht.
Müssen Berufseinsteiger ihre Bedürfnisse jetzt doch wieder dem
Job unterordnen?
Und was bleibt von Selbstentfaltung und Potenzialentfaltung, wenn
wir zurück in die Zeiten von Modern Times rutschen?
Am Ende gibt es trotzdem gute Nachrichten. Armin hat in
Österreich die Gewerbeberechtigung als Lebens- und Sozialberater
erhalten und ist in seiner eigenen GmbH zum ersten Mal an einer
Stelle, an der er nicht überqualifiziert sein kann. Sein Appell
an Unternehmen: Setzt euch für eure Mitarbeitenden ein und lasst
sie wachsen. Und Thomas erinnert daran, dass es immer noch
Menschen sind, die entscheiden und Veränderungen gestalten.
Wie viel menschliche Qualität steckt in deiner Organisation?
Reinhören lohnt sich!
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Zu Armin Ziesemer
Organisationsentwicklung & Coaching | Synop-Sys
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Zu Thomas Böhlefeld
kommitment | Entwicklung wirksamer Zusammenarbeit
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