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Live: Der Femizid von Binningen

Live: Der Femizid von Binningen

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Der Podcast «Unter Verdacht» war am 5. Oktober live zu Gast im
Kaufleuten in Zürich. In der Live-Folge geht es um einen der
erschütterndsten Femizide der Schweiz und das schlimmstmögliche
Ende einer Gewaltspirale, die sich über einen längeren Zeitraum
immer weiter zugespitzt hat. Es geht aber auch um die Geschichte
von einem Prozess, der sehr emotional geführt wurde. Über Fälle
von häuslicher Gewalt, die in der Schweiz weiter zunehmen. Und
über die Rolle der Medien, die in diesem Fall Fragen aufwirft.

«Dieser Fall hat unsere Realität verändert», sagt der
Gerichtspräsident an der Urteilsverkündung am 13. Mai 2026 am
Strafgericht Muttenz. Vor dem Gericht steht der Angeklagte Adrian
F. (Name geändert). Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 13.
Februar 2024 seine Ehefrau Sofia B. (Name geändert) in ihrem
gemeinsamen Haus in Binningen getötet zu haben.

Nach zwei Tagen Prozess wird er wegen Mordes und Störung des
Totenfriedens zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Adrian F. bestreitet den Vorwurf des Mordes. Er beruft sich auf
Notwehr und hat das erstinstanzliche Urteil weitergezogen. Für
ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Der Fall hat weit über die Region hinaus für Aufsehen gesorgt. Er
erzählt von einer Beziehung, die nach aussen hin lange Zeit
intakt schien – während sich im Innern eine Spirale der Gewalt
zuspitzte. Zugleich wirft der Fall grundsätzliche Fragen auf: Wo
steht die Schweiz im Umgang mit häuslicher Gewalt? Und welche
Verantwortung tragen die Öffentlichkeit und die Medien im Umgang
mit einer solchen Tat?

Gast: Alexandra Aregger und Thomas Hasler

Host: Noah Fend und Sara Spreiter 

Skript: Valeria Mazzeo, Sara Spreiter und Noah Fend

Hier lesen Sie unsere Berichterstattung über den Fall
Binnigen: 

Binningen Femizid: Täter erhält lebenslänglich für Mord
an Frau

Sie ordnet sich nicht unter – er vernichtet ihr
Leben

Anwältin klagt an: «Er macht das Opfer nachträglich zur
Täterin»

«Kränkung, Rache, massive Wut»: Anklage zum Femizid von
Binningen liegt vor

«Sie war ein ganz toller Mensch» – nach Urteil brechen
ihre Freundinnen in Jubel aus

Leitartikel zum Femizid-Prozess: Und
wieder geht es um Macht: Der Fall Binningen und seine Lektionen
für die Schweiz

Hilfe bei häuslicher
Gewalt

Häusliche Gewalt umfasst nicht nur körperliche, sondern auch
psychische oder sexuelle Gewalt. Hier finden Betroffene und
Drittpersonen Hilfe:

Im Notfall: Die Polizei alarmieren (Tel. 117), medizinische
Hilfe anfordern (Tel. 144)

Die Opferhilfenummer 142 richtet sich an Menschen, die
psychische, physische oder sexuelle Gewalt erleben – zu Hause,
in Beziehungen oder im öffentlichen Raum.

Die Opferhilfe Schweiz bietet
für Betroffene und deren Umfeld in jedem Kanton kostenlose,
vertrauliche und anonyme Beratung.

Weibliche Betroffene finden in den
Frauenhäusern Zuflucht, für Männer
bietet der Verein Zwüschehalt
entsprechende Plätze an.

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