Eine Gutenachtgeschichte für Kinder. Heute ist es ein bisschen
kühl, und der Wind weht ganz leicht gegen das Fenster. Mama
schaltet die Heizung ein, ein kleines Klicken, ein sanfter Hauch
von Wärme. Emma legt ihre Hand auf den Heizkörper: „Warm! Ganz
warm!“ Mochi, ihr Schnuffel, schaut und hört zu, wie immer
tagsüber, ohne ein Wort.
Am Abend kuschelt sich Emma unter die Wiesendecke, heute warm wie
eine Wiese mitten im Sommer. Das Große Bett macht crrriii, und
Emma schläft ein. Dann erwacht die Abendwelt: Das Nachtlicht wird
zum kleinen, ruhenden Mond, und Mochi macht das Regal-Hallo mit
Pantin, Ball und Nina. Doch plötzlich macht das Haus ein
Geräusch: gluck-gluck-klack. Ball wird ganz steif, Nina fragt mit
angespannter Stimme, was das ist, und selbst der alte Pantin hat
es noch nie gehört.
Mochi schlägt vor, nachzusehen. Langsam, aber alle zusammen, denn
so ist es beruhigender. Die kleine Expedition zieht über die
weiche Insel: Mochi vorneweg, Pantin, der bei jedem Schritt
knarrt, Nina, die ihre Schritte leise zählt, und Ball, der
weniger fest hüpft als sonst. In der Zimmerecke finden sie ihn:
den Heizkörper, ganz warm, ganz ruhig. Wenn er warm wird, singt
er sein kleines Lied. Und weil ein Freund, der singt, einen Namen
verdient, nennt Nina ihn Gluck. „Guten Abend, Gluck“, sagt Mochi,
und Gluck antwortet mit einem ganz sanften gluck-gluck-klack.
Im Lauf der Geschichte erfährt dein Kind, dass Geräusche in der
Nacht immer eine sanfte Erklärung haben. Bei Angst vor Geräuschen
hilft kein langes Reden: Man geht gemeinsam nachsehen, woher der
Laut kommt, und gibt ihm einen Namen. So wird aus dem großen
Geräusch im Haus ein neuer Freund in der Zimmerecke. Und der
Zusammenhalt der kleinen Gruppe zeigt, dass man mutiger ist, wenn
niemand allein gehen muss.
Zurück am Regal öffnet Mochi die Kuschel-Box und wickelt ein
goldenes Wollknäuel um die kleine Geräusch-Angst: das Kuscheln
von dem Moment, als Emma ihre Hand ganz froh auf den Heizkörper
legte. Pantin schläft mitten in einer Geschichte von früher ein.
Am Morgen fragt Mama: Hörst du ihn? Und Emma ruft begeistert:
„Gluck!“
Niemand lacht über die kleine Angst. Man nimmt das Geräusch
ernst, geht hin und schaut: Diese Art, eine Angst gemeinsam
anzuschauen, statt sie wegzureden, ist der ganze Geist der
Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und während Mochis Herz langsamer
wird, poc-poc, poc, bleibt nur ein ganz kleines Gluck, ganz weit
weg, wie ein Freund, der in seiner Ecke wacht.
Eine Schnuffel-Geschichte ohne Bildschirm, gedacht für Kinder ab
2 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im
Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das
Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne
jemanden zu wecken.
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Tipp: Um eine Welt am Stück zu hören, wähle ihre Staffel
(Noisette, Léo, Cassie, Marin, Tom der Pirat, Nino, der kleine
Feuerwehrmann, Mochi, der Schnuffel, oder die Staffeln
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