Eine Gutenachtgeschichte für Kinder. In Emmas Zimmer steht ein kleines Nachtlicht in Form eines Pilzes, mit einem runden, weichen Knopf. Heute darf Emma es ganz allein anmachen, wie eine Große. Sie zögert, drückt, und ein honigfarbenes Licht wächst, wie eine kleine Sonne, die aufwacht. „Emma macht an!“ Mama ist stolz auf sie, und Emma schaut lange auf das kleine Licht, Mochi, ihren Schnuffel, fest im Arm.
Am Abend kuschelt sich Emma unter die Wiesendecke, die heute honigfarben schimmert. Mama gibt ihr den Leuchtturm-Kuss und sagt: Er bleibt die ganze Nacht an, selbst wenn das Nachtlicht einschläft. Dann erwacht die Abendwelt. Das Nachtlicht wird zu einem kleinen, ruhenden Mond, der runde Teppich zu einer weichen Insel, und Mochi begrüßt beim Regal-Hallo Pantin, Ball und Nina.
Doch plötzlich blinkt der kleine Mond, einmal, zweimal, und erlischt ganz: Das Nachtlicht hat eine Laune. Ball hüpft aufgeregt in alle Richtungen, Nina sieht ihre Pfoten nicht mehr, und Pantin sagt nur: Ich bin da. Dann flüstert Mochi: Schaut genau hin. Auf Emmas Stirn leuchtet der Leuchtturm-Kuss, im Dunkeln sogar noch besser, wie ein kleiner Stern. Und hinter dem atmenden Vorhang blinken die echten Sterne, einer, noch einer, und noch ein ganz kleiner. Das Dunkel ist eigentlich gar nicht so dunkel, findet Nina.
Im Lauf der Geschichte lernt dein Kind, das Dunkel zu zähmen. Mochi sagt es mit einem einzigen, einfachen Satz: Das Dunkel ist einfach das Licht, das sich ein bisschen versteckt, damit andere Lichter leuchten können. Für Kinder mit Angst vorm Dunkeln ist das ein sanftes Bild, das bleibt. Hier gibt es keine Schatten, die bedrohen, und kein Geräusch, das unerklärt bleibt.
Mochi öffnet die Kuschel-Box und wickelt ein goldenes Wollknäuel um die kleine Angst: den Kuschler vom allerersten Abend, an dem das Nachtlicht anging, das allererste „schön, schön“. Da geht der kleine Mond ganz von allein wieder an, als wäre er nur kurz eingenickt. „Willkommen zurück, kleiner Mond“, sagt Nina. Am Morgen öffnet Mama die Vorhänge: Guten Morgen, kleine Sonne. Gute Nacht, kleine Sterne.
Niemand schimpft mit Ball, weil er so wild hüpft. Mochi antwortet sofort mit etwas Konkretem und Sanftem, einem Kuss, der leuchtet, und Sternen hinter dem Fenster: Diese Art, einer Angst mit etwas Schönem zu begegnen statt mit langen Erklärungen, ist der ganze Geist der Tilibou-Gutenachtgeschichten. Und wenn das Poc-Poc von Mochis Herz langsamer wird, bleibt nur das Nachtlicht, sanft und treu.
Eine Schnuffel-Geschichte ohne Bildschirm, gedacht für Kinder ab 2 Jahren, ideal zum Zuhören schön kuschelig zur Schlafenszeit, im Auto oder vor dem Mittagsschlaf. Wie immer bei Tilibou bleibt das Ende ganz sanft, ohne Musik, um in den Schlaf zu gleiten, ohne jemanden zu wecken.
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