Sichtbarkeit in der Rechtsbranche – muss ich dafür zum
Influencer werden?
Gerade Rechtsanwälte, Notarinnen, Steuerberaterinnen und andere
Experten und Expertinnen tun sich mit Sichtbarkeit oft schwer.
LinkedIn? Personal Branding? Videos? Über sich selbst sprechen?
Schnell entsteht das Gefühl: Das ist doch Selbstdarstellung.
Aber Sichtbarkeit muss weder laut noch privat sein.
In dieser Folge von „Digital im Notariat – Schöne neue
Welt“ spricht Notarberaterin Ramiza Schöne mit
Su Reiter, Gründerin von Reiter Media, über
strategische Sichtbarkeit, Personal Branding und Kanzleimarketing
in der Rechtsbranche.
Su bringt es auf einen wichtigen Punkt: Sichtbarkeit bedeutet
nicht, künstlich eine Marke zu erschaffen. Es geht darum, die
Expertise, Haltung und Persönlichkeit, die bereits vorhanden
sind, nach außen erkennbar zu machen.
Wir sprechen darüber,
warum sich gerade Juristen mit Sichtbarkeit oft schwertun,
wo der Unterschied zwischen Sichtbarkeit und
Selbstdarstellung liegt,
welche Rolle LinkedIn für Kanzleien, Notare und
Rechtsanwältinnen spielen kann,
wie Content über echte Fragen von Mandanten und Kunden
entsteht,
warum Sichtbarkeit auch für Recruiting und den
Fachkräftemangel relevant ist,
warum Personal Brands gegenüber anonymer
Unternehmenskommunikation an Bedeutung gewinnen,
und weshalb KI den Menschen hinter der Expertise nicht
unwichtiger, sondern möglicherweise sogar wichtiger macht.
Denn während KI Wissen und Content immer leichter verfügbar
macht, wird etwas anderes knapper: Vertrauen.
Menschen wollen wissen, wer hinter einer Kanzlei, einem Notariat
oder einer Expertise steht. Sie wollen verstehen, wofür jemand
steht und ob sie dieser Person vertrauen können.
Oder, wie wir es in der Folge zusammenfassen: Human in
the Loop.
Wer schon lange über den ersten eigenen Beitrag nachdenkt,
bekommt von Su eine einfache Aufgabe:
Warum machst du eigentlich das, was du heute
machst?
Warum Jura? Warum Notariat? Warum Familienrecht, Steuerrecht,
Legal Tech oder ein ganz anderes Spezialgebiet?
Nicht den Lebenslauf abschreiben. Nicht sämtliche Titel und
Stationen aufzählen. Sondern die Geschichte dahinter erzählen.
Denn gerade in Zeiten von KI-generiertem Content kann die eigene
Perspektive etwas sein, das nicht austauschbar ist.
Wir sprechen über die
Legal Influencer Liste von Legal Nerd, über
Sichtbarkeit und Vielfalt in der Rechtsbranche und werfen einen
Blick auf den
German Legal Tech Summit am 3. Dezember 2026 in
Hannover.
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