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  4. # 42 Warum tippen wir eigentlich noch? Über KI, Fachkräftemangel und ziemlich freche Software mit Franziska Stein / diktat.ai
Warum tippt im Jahr 2026 eigentlich noch jemand ein
Diktat ab?

Bestimmt nicht, weil es technisch nicht anders ginge. Sondern oft
schlicht, weil wir es immer noch so machen.

Genau damit beginnt diese Folge mit Franziska Stein, geprüfter
Rechtsfachwirtin und Mitgründerin von
diktat.ai. Als Franziska wieder
selbst in Kanzleien arbeitete, stellte sie fest: Manche
Tätigkeiten sehen noch erstaunlich genauso aus wie zu Beginn
ihrer Ausbildung vor 16 Jahren. Dazu gehört das Tippen von
Diktaten.

Also entwickelte ihr Ehemann Steffen Stein ihr
eine Lösung, damit sie – wie sie selbst sagt – beim Tippen nicht
mehr fluchen muss.

Aus einem persönlichen Problem wurde diktat.ai.

Und aus unserem Gespräch darüber ziemlich schnell eine
grundsätzlichere Diskussion:

Wie viel unserer Arbeitszeit verschwenden wir eigentlich
nur deshalb, weil wir uns daran gewöhnt haben?

Wir sprechen über KI-gestützte Transkription, juristische
Fachsprache und darüber, warum Franziska bei längeren Diktaten
nach eigener Erfahrung teilweise rund viermal schneller arbeitet.

Aber wir sprechen auch über Kanzleisoftware, die man erst
studieren muss. Über Schulungen, die nötig werden, um Software
überhaupt bedienen zu können. Über proprietäre Systeme, fehlende
Schnittstellen und Vertragslaufzeiten von bis zu 36 Monaten.

Und ja: An einigen Stellen finden Franziska und ich das ziemlich
frech.

Denn vielleicht sollten wir Technologie inzwischen nach einer
ganz anderen Frage beurteilen:

Wie respektvoll geht sie mit unserer Zeit um?

Außerdem geht es um die Zukunft der Assistenzberufe,
Fachkräftemangel, europäische KI-Infrastruktur, Franziskas Blick
aus Singapur auf den deutschen Legal-Tech-Markt – und um die
Frage, welche Tätigkeiten Menschen künftig überhaupt noch selbst
erledigen sollten.

diktat.ai selbst soll dabei bewusst kein riesiges
Alleskönner-System werden. Franziska beschreibt die Idee vielmehr
als schlankes „Helferlein“, das sich künftig möglichst
reibungslos in bestehende Arbeitsabläufe integriert.

Eine Folge über ein kleines KI-Tool – die überraschend
schnell zu einer ziemlich großen Frage wird:

Warum akzeptieren wir bei unserer Software eigentlich Dinge, die
wir bei kaum einem anderen Arbeitsmittel akzeptieren würden?

Und vielleicht ist es Zeit, als Anwender ein bisschen frecher zu
werden.

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„# 42 Warum tippen wir eigentlich noch? Über KI, Fachkräftemangel und ziemlich freche Software mit Franziska Stein / diktat.ai“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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