Andreas Thomas spricht offen darüber, wie stark er sich lange
über Leistung definiert hat. Als Kind fand er im Kung Fu
Selbstwirksamkeit und Anerkennung. In Griechenland wurde er
nationaler Meister. Nach dem Wechsel nach Deutschland machte er
Kung Fu weiter, betrieb Breakdance professionell und wechselte
später zum Vollkontakt-Thai-Boxen.
Der Preis dieser dauerhaften Performance waren Verletzungen an
beiden Hüften. Nach den Operationen nahm Andreas innerhalb eines
Jahres nach eigener Aussage etwa 15 bis 20 Kilogramm zu. Er
beschreibt, wie unzufrieden er mit seinem Körper war und wie ein
konkreter Moment den Ausschlag gab, etwas zu verändern. Sport
allein brachte die gewünschte Abnahme für ihn nicht. Deshalb
beschäftigte er sich intensiv mit Ernährung und den
psychologischen Gründen hinter Essverhalten. Daraus entstand sein
Online-Business.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht heute der Wechsel von
Disziplin zu Systemen. Andreas hält wenig von der Idee, du
müsstest dich nur mehr zusammenreißen oder dauerhaft verzichten.
Ein funktionierendes System soll in deinen Alltag passen, Spaß
machen und auch dann tragfähig bleiben, wenn sich dein Leben
verändert. Nicht ein einzelner perfekter Tag zählt, sondern am
nächsten Tag wieder einzusteigen, statt nach einem Rückschlag
monatelang aufzugeben.
Andreas spricht außerdem über die Rolle des Mindsets und den
Unterschied zwischen Information und Wissen. Wissen bedeutet für
ihn nicht nur zu wissen, wie etwas funktionieren könnte, sondern
es im Alltag umsetzen zu können. Sein Ziel für Kundinnen und
Kunden ist deshalb nicht allein eine Zahl auf der Waage, sondern
mehr Bewegungsfreiheit, Energie, Gesundheit und Lebensqualität.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Verhältnis von Leistung und
Erholung. Andreas hat seinen Körper nach eigener Aussage oft
überhört. Heute betont er, dass Fortschritt aus dem Wechsel
zwischen Anspannung und Entspannung entsteht. Dauerhafte
Anspannung kann dagegen zerstörerisch werden. Diese Logik
überträgt er auch auf Business und Alltag.
Im zweiten großen Themenblock geht es um Andreas’
Auswanderungsweg. Er lebte bis zum Alter von zwölf Jahren in
Athen und danach in Deutschland, unter anderem in Berlin und
Magdeburg. Während der Pandemie zog er zunächst nach Kreta und
lebte dort vier Jahre. Seit zwei Jahren lebt er in Zypern.
Andreas erklärt, dass Zypern für ihn nicht einfach eine Flucht
aus Deutschland war. Er suchte einen Ort, an dem er Griechisch
sprechen kann, und entschied sich aus unternehmerischen Gründen
sowie wegen Community und Netzwerken für Zypern. Klima, Meer,
Atmosphäre und der mediterrane Lebensstil spielen für ihn
ebenfalls eine wichtige Rolle. Gleichzeitig arbeitet er weiterhin
mit einer stark deutschen Mentalität und beschreibt seinen Alltag
nicht als dauernden Urlaub.
Die Folge romantisiert das Auswandern nicht. Andreas macht klar,
dass ein Ortswechsel allein nicht automatisch glücklicher oder
erfolgreicher macht. In einem neuen Land fehlen zunächst Familie,
enge Freunde und ein gewachsenes Netzwerk. Neue Sprache und
kulturelle Unterschiede können dazukommen. Du musst dir dein
Leben auch am neuen Ort aktiv aufbauen.
Zum Abschluss geht es um provokantes Marketing,
Kundenveränderungen und die Frage, was ganzheitlicher Erfolg
bedeutet. Andreas verbindet Familie, Business, Fitness und
Gesundheit. Sein eigener Alltag dient dabei auch als
Accountability: Er will das, was er anderen empfiehlt, selbst
leben.
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