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In dieser Folge sprechen wir darüber, ob Farbvorlieben etwas über
die psychische Gesundheit aussagen können. Ausgangspunkt ist eine
Schlagzeile, die den Eindruck erweckt, bestimmte Farben könnten
mit psychischen Erkrankungen zusammenhängen.

Wir fassen eine Übersicht von 16 Studien der Universität Auckland
mit mehr als 4000 Teilnehmenden zusammen. Darin wurden
Farbvorlieben abgefragt, unter anderem mit Farbkarten. In den
ausgewerteten Studien wurden bei Menschen mit Depressionen
häufiger Blau, bei Angststörungen häufiger Grau und bei
Schizophrenie häufiger Schwarz bevorzugt.

Wir ordnen diese Ergebnisse jedoch vorsichtig ein. Ein Muster in
einer Gruppe ist keine Diagnose für einzelne Menschen. Welche
Farbe jemand mag, kann viele persönliche Gründe haben, und auch
die Fragestellung macht einen Unterschied, etwa ob es um
Lieblingsfarbe, aktuelle Stimmung oder die gewünschte Raumfarbe
geht.

Außerdem weisen wir darauf hin, dass die Studien unterschiedliche
Methoden und Farbauswahlen verwendet haben. Deshalb sollten die
Ergebnisse nicht zu schnell verallgemeinert werden, besonders
nicht in vereinfachten Schlagzeilen. Entscheidend ist am Ende
eher die Frage, wie es uns im Alltag tatsächlich geht, was uns
belastet und was uns Freude oder Halt gibt.

Zum Schluss laden wir zu einer kurzen Selbstreflexion über die
persönliche Bedeutung der Lieblingsfarbe ein. Wir fragen, welche
Erinnerungen, Gefühle oder Begriffe mit ihr verbunden sind.
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„„Verrät deine Lieblingsfarbe, wie es dir geht?““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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