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Zahnschmerzen und deren Behandlung begleiten die Menschheit seit
Jahrtausenden. 

Die konservierende Behandlung von Zähnen wurde bei einem 14.000
Jahre alten männlichen Individuum aus einer Felshöhle in
Norditalien festgestellt, auch für die Zeit um 7000 bis 5500 v.
Chr. wurden in Pakistan Beweise für eine konservative
Zahnbehandlung gefunden.

Über Jahrtausende glaubten Kulturen in Europa, Asien und Ägypten
an den „Zahnwurm“ als Verursacher von Karies und Schmerzen.

 

Man versuchte den Schmerz durch Kräuterräucherungen, magische
Rituale oder das Übertragen des Leidens auf Bäume zu
vertreiben. 

 

Im Mittelalter: übernahmen oft
Wander-Heiler,  (Handwerker oder fahrende „Zahnbrecher“).
Bis um das Jahr 1800 versuchten sich Bader und Barbiere – neben
dem Haareschneiden und Schröpfen – in der hohen Kunst des Zähne
Ausreißens.

 

Ohne Narkose wurden Patienten mit Seilen fixiert, mit Schnaps
betäubt und Zähne mit schnabelartigen Zangen (dem sogenannten
„Pelikan“) herausgerissen. Extreme Entzündungen wurden mit
glühenden Brenneisen behandelt.

 

Im 19. Jahrhundert wurde die Legende des Zahnwurms widerlegt; man
erkannte Bakterien und zuckerreiche Ernährung als Auslöser von
Karies. 

 

1775 synthetisierte der englische Theologe und Naturforscher
Joseph Priestley das Lachgas (Distickstoffmonoxid, N₂O).

1831 stellt der Chemiker Justus von Liebig, dessen Mineraldünger,
Fleischextrakt und Backpulver ebenfalls gewaltige Erfolge sind,
einen chlorierten Wasserstoff her, der als Chloroform bekannt
wird.

 

Erst die Entdeckung von Lachgas, Äther und Chloroform ermöglichte
operative Behandlungen ohne Schmerzen. 

 

1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die Röntgenstrahlen,
wodurch man Zähne und Kiefer ganz gezielt untersuchen konnte.

 

1905  erfanden deutsche Chemiker das Lokalanästhetikum
Novocain, damit haben die brachialen Methoden des Aberglaubens zu
einer modernen, schmerzfreien Zahnbehandlung entwickelt.

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DOC-ON-AIR - Der Podcast für den Umgang mit medizinischen
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„#91 - Zahnweh“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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