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Mit dem Herpesvirus, das häufig Fieberblasen und in weiterer
Folge Feuchtblattern und Gürtelrose hervorrufen kann, sind
weltweit etwa 4 Milliarden Menschen infiziert.

Die Geschichte des Herpes reicht Millionen Jahre zurück, und
Formen des Virus infizieren Arten von Fledermäusen bis hin zu
Korallen. 

Das aufkommende Küssen in der Bronzezeit dürfte die weltweite
Verbreitung des Herpes-Virus begünstigt haben. Zu diesem Schluss
kommt ein Forscherteam unter der Leitung der University of
Cambridge nach der Analyse von mehrere tausend Jahre alten
DNA-Proben aus Zahnwurzeln. Der Virenstamm HSV-1 ist den
Studienergebnissen zufolge vor etwa 5.000 Jahren
entstanden.

Herpes Zoster oder Gürtelrose ist also eine Virusinfektion die
durch das Varizella - Zoster-Virus verursacht wird – dasselbe
Virus, das auch Windpocken auslöst. Meist erkranken Menschen über
50 Jahre .Es verbleibt nach einer Erstinfektion, also einer
Windpocken-Erkrankung, wie alle Herpes-Viren lebenslang,
versteckt in den Nervenzellen des betroffenen
Menschen. 

Wenn das Immunsystem im Laufe des Lebens schwächer wird, kann das
Virus wieder aktiv werden. Besonders ältere und immungeschwächte
Menschen sind gefährdet, das Robert Koch Institut schätzt,
dass  jedes Jahr 300.- bis 700.000 Menschen an Herpes Zoster
erkranken. Die Zahl der krankenhauspflichtigen
Herpes-Zoster-Patienten hat im Zeitraum von 2009 bis 2019 um 57
Prozent zugenommen.

Diese schmerzhafte Infektionskrankheit der Haut und der Nerven,
die sich durch einen streifenförmigen, meist halbseitigen
Bläschenausschlag äußert, ist mehr als nur ein
Hautausschlag. 

Sie kann Nerven, Augen, Gefäße und innere Organe, das führt zu
einem schmerzhaften Hautausschlag mit Bläschen. Der Ausschlag ist
meist oft am Rumpf, gürtelförmig – daher der Name
Gürtelrose.

Die beste Möglichkeit, sich vor Gürtelrose zu schützen, ist die
Impfung. Der Impfstoff Shingrix ist ein sogenannter Totimpfstoff,
enthält also kein lebendes Virus.

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DOC-ON-AIR - Der Podcast für den Umgang mit medizinischen
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„#90 - Gürtelrose“

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