Manchmal braucht man ein Fest, ein Zusammenkommen Vieler, die auf
ähnlichen Wegen unterwegs sind. Ob bei einem Festival von
Musikfans, einem Derby im Stadion, einem großen besonderen Konzert
in einer Musikhalle, einem runden Geburtstag, einer Hochzeit und
Ähnlichem.Und auch wir Ordensleute brauchen manchmal ein Fest mit
Vielen. Am letzten Samstag war so ein Fest, der Ordenstag des
Erzbistums Paderborn bei uns in Olpe im Mutterhaus. Mehr als 110
Ordensleute, Brüder und Schwestern aus 22 verschiedenen
Gemeinschaften haben sich getroffen, um miteinander Gottesdienst zu
feiern, einen großartigen Vortrag zu hören, zusammen zu essen, zu
plaudern und Erfahrungen auszutauschen. Und dann gab es neun
verschiedene Angebote für den Nachmittag: einen Besuch im
Kinderhospiz oder in der Erlebnisscheune des Josefshauses,
Mutterhausführungen und stille Anbetungszeiten, kreative und
thematische Auseinandersetzungen zum Thema: "Aufbrüche ins
Leben".Es war für alle die schöne Erfahrung, dass die
Mutterhauskirche mal wieder mit vielen Ordensleuten, Schwestern und
Brüdern gefüllt war. Für viele war es ein Wiedersehen nach einem
oder mehreren Jahren oder auch ein neu Kennenlernen der so
vielfältigen Menschen in den Orden und Gemeinschaften unseres
Bistums.Und ganz egal, ob die Schwestern und Brüder in Kitas und
Schulen, in Krankenhäusern und Altenheimen, in Hospizen und
Straßenambulanzen, in den Pfarreien oder Gefängnissen, in der
Hostienbäckerei oder im Klosterladen, in der Seelsorge für
Obdachlose, in der Notfallseelsorge oder im Pfortendienst, in der
Telefonseelsorge oder bei den Tafeln und unendlich vielen weiteren
Arbeitsbereichen tätig sind: ihr wichtigster Dienst ist immer die
Anbetung und das Lob Gottes und das Fürbittgebet in den Anliegen
der Menschen, der Kirche und der Welt. Immer.Und ein kleines Detail
ist mir sehr ans Herz gegangen: Alle Olper Schwestern hatten ein
gut sichtbares Namensschild an ihrem Habit und es gab die Ansage,
dass fremde Ordensleute bei ihnen anfragen können, wenn es um Wege,
Räume und Hinweise geht. Und einige dieser Schwestern sind sehr
alt, manche gebrechlich, auf den Rollator angewiesen, schwerhörig
und schmerzgeplagt. Aber man kann trotzdem jede von ihnen fragen,
nach Wegen, Räumen und Hinweisen. Ich bin beeindruckt.
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