Bergpanorama, Käse, Schokolade – und Wein? Ja! Die Schweiz ist
vielleicht das am meisten unterschätzte Weinland Europas. Gerade
mal 14.500 Hektar Rebfläche, verteilt auf alle 26 Kantone, über 240
verschiedene Rebsorten – und weniger als zwei Prozent davon
verlassen das Land. Lou und Jonas nehmen euch heute mit auf eine
Rundreise durch sechs Weinregionen: vom Wallis mit seinen steilen
Terrassenlagen bis ins sonnige Tessin, vom UNESCO-Weltkulturerbe
Lavaux bis zu den elegantesten Pinot Noirs der Deutschschweiz. Und
am Ende gibt's die Antwort auf die Frage, warum ihr im deutschen
Supermarkt fast nie einen Schweizer Wein findet – und ob das
wirklich an der Qualität liegt. Wein der Woche Jardin du Soleil
Blanc Ein aromatischer Weißwein, der genau das erfüllt, was sein
Name verspricht: Sonnengarten im Glas. Fruchtig, einladend, mild –
perfekt als Aperitif vor dem Abendessen oder als Begleiter zu
leichten Desserts und fruchtigem Käse. Wer gerne einen eleganten,
aromatischen Weißwein zum Entspannen trinkt, liegt hier genau
richtig. Weinlexikon: C wie Chasselas Chasselas – gesprochen
„Schass-lá"". In Deutschland kennt man die Sorte als Gutedel, im
Wallis heißt sie Fendant. Eine Traube, drei Namen – und die weiße
Seele der Schweiz. Chasselas ist von sich aus eher zurückhaltend,
fast neutral, und genau das ist seine Stärke: Er ist wie eine leere
Leinwand und zeigt, wo er herkommt – den Boden, die Lage, das
Klima. Typisch sind eine mild eingebundene Säure und Aromen von
Birne, Zitronenzeste, weißen Blüten, einem Hauch Butter und
Feuerstein. Und was viele nicht ahnen: Guter Chasselas kann richtig
alt werden. Nach 10 bis 20 Jahren auf der Flasche entfaltet er
Aromen von getrockneter Aprikose, gerösteten Mandeln, Honig und
Salzzitrone – und bleibt trotzdem frisch.
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