In Folge 25 sprechen Marcus und Thomas über Goethe und das Meer.
Anlass ist eine Ausgabe der Zeitschrift mare, die sich diesem
Thema mit einer Titelgeschichte und einem Interview widmet und
auch Objekte aus Goethes naturwissenschaftlicher Sammlung
zeigt.
Obwohl Goethe viel unterwegs war, kannte er nur das Mittelmeer.
Während seiner Italienreise von 1786 bis 1788 fuhr er von
Sizilien zurück nach Neapel und erlebte eine bedrohliche
Situation: Wegen Windstille wurde das Schiff in Richtung Küste
getrieben. Das Meer beeindruckte Goethe nicht nur durch solche
Erfahrungen, sondern auch durch seine Tierwelt. Bei
Strandspaziergängen und auf Fischmärkten entdeckte er zahlreiche
Lebewesen, die sein naturwissenschaftliches Interesse
weckten.
In Goethes Sammlung finden sich entsprechend viele Objekte aus
dem Meer: Krebse, Schnecken, Muscheln, Seesterne, Seeigel und
Meeresfische. Einige Stücke stammen möglicherweise von seinen
Reisen, andere wurden ihm geschenkt, etwa von der jungen
Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimer Eisenach. Darunter sind
tropische Meeresschnecken, Algen von weit entfernten Küsten und
ein Stück Schiffsholz, das von Bohrmuscheln zerfressen wurde.
Woher viele dieser Objekte genau kamen und wer sie Goethe
übergab, lässt sich heute allerdings nicht mehr feststellen.
Einen systematischen Katalog seiner Sammlungen legte Goethe
selbst nicht an.
Auch in seinem literarischen Werk spielt das Meer eine Rolle. In
„Faust II“ erscheint es einerseits als Schauplatz mythologischer
Vorgänge, andererseits als Naturgewalt, die Faust durch den Bau
von Dämmen zurückdrängen will. Thomas und Marcus beleuchten
außerdem Goethes Neptunismus, seine Vorstellung, dass die Erde
ursprünglich von einem Ur-Ozean bedeckt gewesen sei und Gesteine
aus diesem Wasser entstanden seien.
Besonders ausführlich widmen sich die beiden den Gedichten
„Meeresstille“ und „Glückliche Fahrt“. Sie gehören zusammen und
schildern den Übergang von tödlicher Windstille zu einer
glücklichen Wendung, als der Wind wieder einsetzt. Damit setzt
Goethe seine Reiseerfahrungen während der Rückfahrt von Sizilien
nach Neapel in lyrische Form um. In der Zeitschrift mare ist
Thomas mit einem Interview vertreten, Anlass für die
Titelgeschichte, war eine kleine Meeres-Ausstellung im
Goethe-Haus.
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Links (mainly Wikipedia)
Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach
Johann Christian Schuchardt
Margrit Wyder (Kurzbio auf der mare-Seite)
weitere Informationen:
Thomas Schmuck: Anschauung der Erde. Goethes
geowissenschaftliches Arbeiten und Sammeln. Verlag Sandstein
Kultur, 2026
mare-Ausgabe 178, Webseite der Ausgabe
Margrit Wyder, Helmut Hahn (Hrsgb.): Bewegliche Ordnung,
Goethes Naturforschung, Wallstein Verlag, 2026
Goethes Laboratorium, Dauerausstellung der
Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Goethes Naturforschung im
alten Inspektorhaus des Botanischen Gartens, kuriert von Margrit
Wyder und Helmut Hühn.
Musik diesmal keine, dafür Meeresrauschen und
Möwengeschrei.
Idee, Technik und Produktion: Marcus Anhäuser
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Thomas bei der Klassik Stiftung in Weimar.
Marcus bei Riffreporter.
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Das Transkript wurde automatisch erstellt und enthält
wahrscheinlich Fehler. Die Zusammenfassung wurde auch mit Hilfe
von KI erstellt, aber überarbeitet.
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