In dieser On-the-Road-Episode bei 41 Grad Außentemperatur ️️ wird
es philosophisch: eine neue Folge aus „The Life of a CIO, a
Report from the Trenches”, die mit Weihnachtsgebäck Mitte Oktober
beginnt und bei der vielleicht wichtigsten Frage eines CIO
landet. Warum tun wir die Dinge eigentlich so, wie wir
sie tun?
Die meisten Menschen wissen gar nicht mehr, warum wir Weihnachten
feiern. Wir machen es, weil wir es immer so gemacht haben.
Tradition, Rituale, Routine. Das gibt uns Halt, einen
gedanklichen Anker. Aber genau das wird zur Bremse, wenn echte
Veränderung ansteht. Denn dasselbe Muster erlebe ich bei
Kernprozessen: Schritt eins, Schritt zwei, Schritt drei, und
keiner fragt mehr, warum eigentlich Schritt vier nicht wegfällt
oder warum man nicht gleich nur Schritt eins und fünf behält. ️
Bei der KWC Professional stehen wir genau vor dieser Frage:
Welches System unterstützt künftig unsere Kernprozesse? Und mein
Punkt ist: Fangt nicht mit einer Bestandsaufnahme jedes einzelnen
Schritts an. Fangt mit dem Warum an. Aus A und O wird I und O,
Input und Output. Wenn du weißt, was den Prozess auslöst und was
am Ende herauskommen muss, dann ist der Weg dazwischen neu
verhandelbar, mit weniger Technologie, mit mehr Technologie, mit
KI.
Dazu eine steile These: Wenn SAP nicht anfängt, intelligenter zu
denken, könnten solche Kernsysteme in fünf Jahren obsolet sein.
Plus ehrliche Gedanken zu Souveränität, Business Continuity (ja,
wir hatten dieses Jahr einen ganzen Tag SAP-Ausfall) und der
Frage, was das optimale Betriebsmodell wirklich ist.
Kernbotschaft: Entscheidend ist nicht, wie ihr etwas tut,
sondern warum. Wer das Warum nicht beantworten kann, für den wird
die Frage nach einem besseren Wie gegenstandslos. Denkt eure
Prozesse auf der grünen Wiese neu.
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