Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus
haben Linke, SPD und Grüne laut Medienberichten
Sondierungsgespräche vereinbart. Bei der Wahl am 20. September war
die Linke mit 25,7 Prozent mit Abstand stärkste Kraft geworden.
Grüne und SPD hatten eine Vereinbarung zum Umgang mit
Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zur
Voraussetzung für weitere Gespräche gemacht. Nun haben sich die
Parteien auf gemeinsame Regeln verständigt, die bei antisemitischen
Vorfällen greifen sollen. Damit ist eine zentrale Hürde für eine
mögliche rot-grün-rote Koalition aus dem Weg geräumt. Fritz
Zimmermann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, erklärt im
Podcast, worauf sich die drei Parteien geeinigt haben und welche
politischen Differenzen noch bestehen. Die 87-jährige Spanierin
María del Carmen Abascal ist gestorben. Abascal, die meist
Maricarmen genannt wurde, hatte 70 Jahre lang in derselben Wohnung
in Madrid zur Miete gewohnt. Ende September wurde sie nach einem
jahrelangen Rechtsstreit auf einer Trage aus ihrer zwangsgeräumten
Wohnung in Madrid geholt. Ein Investor hatte die Immobilie gekauft
und den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um 275 Prozent
auf 2.650 Euro erhöht. Die Zwangsräumung hatte zu landesweiten
Protesten geführt, Maricarmen stand symbolisch für die
Wohnungskrise im Land. Nachdem ein Maßnahmenpaket der Regierung
gegen die Wohnungsnot im Parlament gescheitert war, kündigte
Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29.
November an. Welche Auswirkungen ihr Tod auf die Protestbewegung
haben könnte und ob ihre Zwangsräumung zu ihrem Tod beigetragen
hat, erklärt Julia Macher, Spanien-Korrespondentin der ZEIT. Der
britische Premierminister Andy Burnham ist zu seinem Antrittsbesuch
bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Deutschland und
Großbritannien wollen bei der Bekämpfung von Cyberangriffen,
Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen enger zusammenarbeiten.
Mit dem Kensington-Vertrag, einem Freundschaftsvertrag zwischen
beiden Ländern, wollen sie ihre Beziehung nach dem Brexit auf eine
neue Grundlage stellen. Und sonst so? Der
Literaturnobelpreis geht an die kanadische Dichterin Anne Carson
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Helena
Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter Mitarbeit: Konstantin
Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter
wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Linke in Berlin:
Linke, Grüne und SPD in Berlin einigen sich auf
Sondierungsgespräche Spanien: 87-jährige Spanierin stirbt nach
Zwangsräumung in Madrid Spanien: Maricarmen – das Symbol der
spanischen Wohnungskrise Andy Burnham: Deutschland und
Großbritannien wollen Cyberabwehr stärken Literaturnobelpreis: Anne
Carson aus Kanada erhält Literaturnobelpreis, die Akademie würdigt
das »kühne und einfallsreiche Werk«. Ihre Meinung zu unseren
Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an unserer Umfrage
bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast Sie wollen
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