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  4. An der Hand Mariens das Leben Jesu betrachten
Heute feiern wir mit der Kirche das Rosenkranzfest. Es ist ein
sogenanntes Ideenfest und wurde von Papst Pius V. zum Ende des 16.
Jahrhunderts gestiftet, der damit seinen Dank für den Sieg der
christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto 1571 ausdrücken
wollte. Ein Fest zum Dank für einen Sieg klingt in unseren Ohren
heute komisch, war aber früher nicht so unüblich. Als Kind habe ich
immer mit meiner Tante den Rosenkranz gebetet und es war eine
wunderbare Einschlafhilfe am Abend.Vor einigen Jahren haben wir mal
bei einem Wochenende für junge Mädchen einen sehr kreativen
Rosenkranz gebetet, der ein richtiger Muntermacher war. Wir hatten
im großen Saal mit 55 Lichterbechern einen leuchtenden Rosenkranz
ausgelegt und haben dann die einzelnen Gesetze mit Körperübungen
verbunden, die aus dem Sport als Zirkeltraining bekannt sind. Die
Idee dahinter fanden die Mädels sehr einleuchtend: Glaube und
Körper gehören zusammen. Ich kann nicht ohne meinen Körper glauben
und gerade durch ihn bekommt mein Glaube Fleisch und Blut, Hand und
Fuß.Der Rosenkranz ist eigentlich eine sehr meditative Gebetsform,
bei dem ich mich nicht unbedingt großartig bewegen muss. Aber beim
Zirkeltraining werden die verschiedenen Muskelgruppen trainiert,
damit man fitter und munterer wird.Hier ist nun beides miteinander
verbunden: Die innere Einkehr und Elemente des Rosenkranzes sowie
körperbetonte Elemente aus dem Training. Beides zusammen kann
unseren Körper mit unserem Glauben verbinden.Ich selber bete den
Rosenkranz am liebsten beim Spazierengehen. Beim Gehen verbinden
sich die Gedanken und Gebete mit dem Rhythmus des Gehens und es
entsteht ein Gespür vom Unterwegssein mit Gott. An der Hand Mariens
das Leben Jesu betrachten ist eine sehr schöne Idee dieser Art von
Gebet. Und manchmal, wenn ich betend hier um den Obersee laufe,
sehr ich ältere muslimische Herren, die ihre Gebetsschnüre in den
Händen haben und die 99 Namen Gottes beten und wir fühlen uns
verbunden.
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„An der Hand Mariens das Leben Jesu betrachten“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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