Was passiert, wenn ein Buch nicht nur gelesen wird, sondern sich
beinahe wie ein Film vor unseren Augen entfaltet?
Brian Selznick ist Autor und Illustrator – und hat eine ganz
eigene Form des Geschichtenerzählens entwickelt. In seinen
Büchern wechseln sich Text und oft seitenlange Bildsequenzen ab,
die die Handlung selbst weitererzählen. Sein bekanntestes Werk
„Die Entdeckung des Hugo Cabret“ wurde von Martin Scorsese als
“Hugo” verfilmt. Für „Big Tree“ wiederum arbeitete Selznick mit
Steven Spielberg zusammen – aus einer Filmidee entstand
schließlich ein außergewöhnliches Buch über die Geschichte des
Lebens auf der Erde.
Erik trifft Brian Selznick in Brooklyn und spricht mit ihm über
die Entstehung seiner Geschichten, über das Zusammenspiel von
Bildern und Worten und darüber, wie es sich anfühlt, wenn die
eigenen Figuren plötzlich in den Händen einiger der größten Namen
Hollywoods landen. Aber das Gespräch führt auch zu persönlicheren
Fragen: Warum handeln so viele seiner Geschichten von jungen
Menschen, die ihren Platz in der Welt suchen? Welche Spuren hat
seine eigene queere Identität darin hinterlassen? Und was
bedeutet es, Geschichten hinaus in die Welt zu schicken, die von
Leserinnen und Lesern ganz anders verstanden werden können, als
ihr Autor es ursprünglich erwartet hat?
Und natürlich geht es um New York. Selznick erzählt, warum ihn
die Stadt als jungen Künstler anzog, weshalb Gemeinschaft für
sein Leben hier so wichtig wurde und warum „Wonderstruck“ für ihn
eine Liebeserklärung an New York ist – ausgerechnet an das New
York des Jahres 1977, in einer seiner schwierigsten Phasen.
Ein Gespräch über Fantasie und Handwerk, Bücher und Filme,
Zugehörigkeit und die besondere kreative Energie einer Stadt, die
Brian Selznicks Geschichten seit Jahrzehnten begleitet.
(Wer die etwas längere Einleitung überspringen möchte: Das
Gespräch beginnt bei min. 5:30.)
=== Über das Format „New York im Gespräch“ ===
Ein Blick auf New York, eine Stadt, die fasziniert wie kaum eine
andere – und auf Menschen, die sie prägen und von ihr geprägt
sind.
Seit einigen Jahren lebt unser Host Erik Lorenz in jener
Metropole, die niemals schläft und ihn immer wieder ins Staunen
versetzt. In „New York im Gespräch“ trifft er auf Menschen und
Themen aus seiner Wahlheimat, die ihn begeistern – und
hoffentlich auch euch.
Der Titel ist bewusst doppeldeutig: Es geht um Gespräche über New
York – aber vor allem um Gespräche in New York. Mit Menschen, die
hier leben, arbeiten, wirken – und die uns zeigen, wie sie ihre
Welt in dieser einzigartigen Stadt gestalten.
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