Anthropic will an die Börse und peilt über zwei Billionen Dollar
an. Ist das die KI-Blase? Niko Jilch ist das egal. Er betreibt
das Podcast-Netzwerk Binifico, in dem auch Was KI kann
läuft.
Laut einem vertraulichen Prospekt-Entwurf, den Reuters am 28.
September einsehen konnte, hat Anthropic 2025 knapp 4,6
Milliarden Dollar umgesetzt und mehr als 8 Milliarden Dollar
operativen Verlust gemacht. Fast ein Viertel des Umsatzes kam von
zwei Kunden. Im zweiten Quartal 2026 waren es rund 11,5
Milliarden Dollar Umsatz.
In einer Welt mit so hohen Staatsschulden, sagt Niko, werde jede
Krise mit Gelddrucken beantwortet. Eine Finanzkrise sei das
einzige Ding auf der Welt, das sich so lösen lässt, ein Crash
also eher eine Gelegenheit zum Nachkaufen. Bitcoin sieht er als
Antwort auf Staatsschulden und Geldentwertung. Mit KI habe dessen
Anstieg gar nichts zu tun.
Haben OpenAI und Anthropic überhaupt einen Burggraben, also einen
Schutz vor Konkurrenz, wie ihn Microsoft mit Windows hatte? Wenn
chinesische Modelle fast genauso gut und deutlich billiger sind,
warum sollte man die Aktie kaufen? Im Gespräch geht es auch um
Michael Burry und Steve Eisman, bekannt aus dem Film The Big
Short, und um die Frage, ob man eine Blase erst im Nachhinein
erkennt.
Er sagt selbst, er sei kein KI-Power-User und arbeite mit Gemini.
Trotzdem hält er KI für unterschätzt, schon als bessere
Suchmaschine, weil man wieder Antworten bekommt statt dreißig
Seiten Werbung. Einzelaktien kaufe er keine, und dass früher
alles besser war, hält er für Unsinn. Und mir wirft er vor, dass
auf meinen Thumbnails zu wenig positive KI zu sehen ist.
Keine Anlageberatung.
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