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Im zweiten Teil von BESUCHSZEIT geht die Geschichte genau dort
weiter, wo Teil 1 aufgehört hat. Sein Bruder war als Fahrer an
einem Casinoüberfall beteiligt. Um ihn aus der Sache
herauszuhalten, fasst unser Gast einen folgenschweren Entschluss:
Er steigt selbst wieder ein und beteiligt sich an weiteren
Überfällen.
Die Gruppe besteht aus mehreren Leuten mit unterschiedlichen
Aufgaben. Casinos werden vorher beobachtet, einer wartet
teilweise stundenlang als Lockvogel im Laden, andere kümmern sich
um die Automaten, die Kasse oder den Zugang. Unser Gast erzählt,
wie er selbst mehrere Stunden im Casino spielte, Geld verlor und
anschließend das Zeichen gab, wann die anderen kommen konnten.
Damit der Verdacht nicht auf ihn fällt, bleibt er während eines
Überfalls teilweise selbst im Casino und spielt das Opfer. Bei
einem anderen Einsatz muss er dafür sorgen, dass eine gesicherte
Eingangstür offen bleibt, damit die anderen überhaupt
hineinkommen können. Doch mit jedem weiteren Überfall wächst das
Risiko.
Dann passieren Fehler. Einer aus der Gruppe wird vor einem Casino
von einer Kamera erfasst. Die Polizei beginnt nach seiner
Schilderung, Personen aus dem Umfeld zu beobachten. Telefonate
geraten ins Visier und selbst scheinbar harmlose Begegnungen auf
der Straße bekommen plötzlich eine andere Bedeutung.
Beim letzten Überfall glaubt die Gruppe noch immer, unentdeckt zu
sein. Was sie nicht wissen: Einsatzkräfte sollen ihnen bereits
folgen. Nachdem die anderen mit der Beute in die Wohnung
zurückkehren, erfolgt der Zugriff.
Die Tür fliegt auf, Beamte stürmen die Wohnung und auch sein
Bruder wird festgenommen. Genau das, was er mit seinem Plan
verhindern wollte, ist eingetreten.
Doch damit ist die Geschichte noch nicht vorbei. Einer aus der
Gruppe beginnt auszusagen. Plötzlich geht es nicht mehr nur um
die Überfälle, sondern auch darum, wer wen belastet und wer
versucht, seine eigene Strafe zu reduzieren. Für unseren Gast
bricht damit endgültig der Plan zusammen, die Verantwortung auf
sich zu nehmen und seinen Bruder aus der Sache herauszuhalten.
Er spricht außerdem über die Zeit danach: Haft, Isolation,
fehlenden Kontakt zu anderen Gefangenen und einen Alltag, in dem
irgendwann selbst Essenszeiten zum einzigen festen Rhythmus
werden. Am Ende wird er wegen der Casinoüberfälle zu drei Jahren
Haft verurteilt.
Wie funktionieren Casinoüberfälle mit mehreren Beteiligten?
Welche Rolle spielt ein Lockvogel? Wie lange kann eine Gruppe
glauben, unbeobachtet zu sein? Was passiert, wenn einer anfängt
auszusagen? Und was bleibt von einem Plan übrig, der eigentlich
nur dazu gedacht war, den eigenen Bruder zu schützen?
Der zweite Teil von BESUCHSZEIT erzählt von weiteren
Casinoüberfällen, Polizeibeobachtung, einem Zugriff in der
Wohnung und einem Plan, der am Ende genau das Gegenteil von dem
bewirkt, was er erreichen sollte.
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