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Neinsagen mit «Bartleby»

Neinsagen mit «Bartleby»

Literaturclub vor 1 Jahr
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Jennifer Khakshouri, Adriana Altaras, Philipp Tingler und als Gast
Psychotherapeutin Felizitas Ambauen diskutieren über «Bartleby, der
Schreiber» von Herman Melville, «Dream Count» von Chimamanda Ngozi
Adichie, «Das Lieben danach» von Helene Bracht sowie über «See der
Schöpfung» von Rachel Kushner. «I would prefer not to» oder «Ich
möchte lieber nicht»: Mit diesem Satz hat sich ein Büroangestellter
namens Bartleby in der Literaturgeschichte verewigt. Mit seiner
Neinsager-Geschichte «Bartleby, der Schreiber» hat der englische
Romancier Herman Melville neben «Moby Dick» einen zweiten Klassiker
erschaffen. Angesichts der heutigen Suche nach Work-Life-Balance
und Resilienz scheint dieser höchst aktuell. Chimamanda Ngozi
Adichie ist ein Weltstar der Literatur. Ihr Roman «Americanah» über
eine Frau, die in mehreren Kulturen gleichzeitig lebt, war ein
internationaler Erfolg. Nun ist ihr lang erwarteter zweiter Roman
«Dream Count» erschienen. Aus der Perspektive von vier Frauen um
die 40 schreibt sie über Freundschaft, Selbstbestimmung und
Afrika-Klischees. Mit 70 Jahren hat die Psychologin Helene Bracht
ihr literarisches Debüt veröffentlicht. Fast ein ganzes Leben hat
sie gebraucht, um sich dem Trauma ihrer Kindheit anzunähern: Im
Memoir «Das Lieben danach» erzählt sie, wie sie von ihrem
Nachhilfelehrer sexuell missbraucht wurde. Helene Bracht beschreibt
offen und ungeschönt, welche Spuren dies in ihrem Liebesleben und
ihrer Körperlichkeit hinterlassen hat. Die US-amerikanische Autorin
Rachel Kushner hat mit «See der Schöpfung» einen Spionageroman mit
philosophischem Tiefgang geschrieben. Eine Agentin hat den Auftrag,
sich in eine Gemeinschaft von radikalen Umweltaktivisten
einzuschleusen. Packend und intellektuell herausfordernd umkreist
sie relevante Themen wie den Kampf um Wasserressourcen und
Kapitalismuskritik. Die Bücher der Sendung sind: – Herman Melville:
«Bartleby, der Schreiber» (Kampa); – Chimamanda Ngozi Adichie:
«Dream Count» (S. Fischer); – Helene Bracht: «Das Lieben danach»
(Hanser); und – Rachel Kushner: «See der Schöpfung» (Rowohlt). Gast
der Sendung ist die Psychotherapeutin und Podcasterin Felizitas
Ambauen.

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