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Letzte Werke von Pascal Mercier und Julian Barnes

Letzte Werke von Pascal Mercier und Julian Barnes

Literaturclub vor 8 Monaten
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Der Zürcher Zoodirektor Severin Dressen war diesmal zu Gast im
Literaturclub. Ausserdem begrüsste Moderatorin Jennifer Khakshouri
in ihrer Runde: die Autorin Nina Kunz sowie den Politiker und
Germanisten Gerhard Pfister. Diskutiert wurde über «Der Fluss der
Zeit» von Pascal Mercier, «Gym» von Verena Kessler, «Das Geschenk»
von Gaea Schoeters, «Abschied(e)» von Julian Barnes und «Grelles
Licht für darke Leute» von Mariana Enriquez. Viele dürften den
Schriftsteller und Philosophen Pascal Mercier durch seinen
Bestseller «Nachtzug nach Lissabon» kennen. Mercier gehört zu den
international erfolgreichsten Schweizer Autoren überhaupt. 2023
verstorben, erscheint nun posthum ein Band mit fünf Kurzgeschichten
von ihm. «Der Fluss der Zeit» ringt mit elementaren Themen wie
Freiheit, Identität und Vergänglichkeit. Es gibt nicht viele
Romane, die in einem Fitness-Studio spielen. «Gym» von der
deutschen Autorin Verena Kessler tut das. Es geht um eine Frau, die
in einer «Muckibude» jobbt. Als sie selbst zu trainieren beginnt,
verliert sie jedes Mass. Der Sport wird zur Obsession. Rasant
erzählt, lässt sich diese Geschichte auch als Kritik an unserer
Leistungsgesellschaft lesen. Passend zu seiner Leidenschaft für
Tiere stellt der Gast der Sendung, der Zürcher Zoodirektor Severin
Dressen, einen tierischen Roman zur Diskussion: «Das Geschenk» von
der flämischen Autorin Gaea Schoeters. Die Handlung: 20'000
Elefanten stehen plötzlich mitten in Berlin. Ein normaler Alltag
ist fortan unmöglich. Und was tut die Regierung? Getrieben von
Macht- und Konkurrenzdenken sucht diese nur nach Scheinlösungen.
Eine skurrile Polit-Satire. Der britische Star-Autor Julian Barnes
wird dieser Tage 80 Jahre alt. Zeit für ihn, sich vom Schreiben zu
verabschieden. Meint zumindest er. Er tut das mit dem Werk
«Abschied(e)», einer Mischung aus Essay, Memoir und Roman. Barnes
blickt darin auf sein Leben zurück. Ein trauriges Buch, das aber
von einem beeindruckend leichten Ton getragen ist. Einen Blick nach
Südamerika wirft die «Literaturclub»-Runde mit dem Erzählband
«Grelles Licht für darke Leute» der Argentinierin Mariana Enriquez.
Ihr Genre: literarischer Horror. Und so handeln ihre Stories von
Gesichtern, die bei lebendigem Leibe verwesen, von Toten, die ihre
Nachbarn verfolgen, oder von Frauen, die zu Vögeln werden.

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