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Schweizerhalle 1986: Der rote Rhein und tausende tote Fische

Schweizerhalle 1986: Der rote Rhein und tausende tote Fische

Geschichte vor 1 Woche
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Nach der Brandkatastrophe von Schweizerhalle treibt eine Giftwelle
durch Europa. Der Rhein wird zum Symbol einer Umweltkatastrophe.
Doch der Fluss erholt sich überraschend schnell. Wie ist das
gelungen? Und was hat die Schweiz aus Schweizerhalle gelernt? Der
Brand in der Schweizerhalle ist gelöscht. Doch für den Rhein
beginnt die eigentliche Katastrophe erst danach: Mit Chemikalien
belastetes Löschwasser gelangt in den Fluss, eine Giftwelle bewegt
sich durch Europa, Fischbestände brechen zusammen und das Vertrauen
in Chemieindustrie und Behörden wird nachhaltig erschüttert. In der
dritten Folge des SRF-Podcasts «Geschichte» geht es um die
ökologischen Folgen der Chemiekatastrophe. Die Ökologin Patricia
Holm erzählt, wie sie als junge Forscherin unmittelbar nach dem
Brand an den Rhein reist, tote und sterbende Fische untersucht und
dokumentiert, welche Schäden Pestizide und andere Schadstoffe im
Ökosystem anrichten. Die Folge zeigt, weshalb gerade die Aale fast
vollständig verschwanden, wie sich der Rhein über Jahrzehnte
erholte und warum heute wieder Menschen darin schwimmen können.
Gleichzeitig geht es um die umstrittene Kommunikation von Sandoz,
die Kritik aus Deutschland und den Niederlanden sowie die Frage,
wie sich das Verhältnis zwischen Basel und seiner Chemieindustrie
verändert hat. Historiker Jakob Tanner ordnet ein, weshalb
Schweizerhalle die Umweltpolitik prägte, warum neue
Sicherheitsvorschriften und die Störfallverordnung entstanden und
weshalb die Katastrophe trotz aller Empörung keinen politischen
Umbruch auslöste. Ausserdem geht die Folge einer bis heute
kursierenden Frage nach: War der Brand tatsächlich ein Unfall oder
steckt mehr dahinter? Denn im Jahr 2000 äussert der ehemalige
leitende Mitarbeiter des US-Auslandgeheimdienstes CIA in einer
ZDF-Dokumentation die Vermutung: Die Stasi könnte hinter dem Brand
gesteckt haben. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder
Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachricht via geschichte@srf.ch –
und wenn ihr euren Freund:innen von uns erzählt.
____________________ In dieser Episode zu hören: · Patricia Holm,
ehemalige Professorin für Ökologie an der Universität Basel, fische
in Mannheim am 1. November Fische aus dem Rhein, um sie zu
untersuchen · Jakob Tanner, Historiker, emeritierter Professor für
Geschichte an der Universität Zürich ____________________
Produktion und Moderation: Silvan Zemp Archivrecherchen: Seraina
Scherer, Stefanie Strahm, Susan Eberhard (Recherchen & Archive
Radio SRF) ____________________ Literatur: · Tanner, Jakob (1988):
Die Chemiekatastrophe von Schweizerhalle und ihr Widerhall in der
schweizerischen Umweltpolitik. In: Österreichische Zeitschrift für
Politikwissenschaft 17, 1988, S. 17-32. ____________________ Links:
«Falscher Alarm»: Hörcollage von Lukas Holliger zu den Ereignissen
in Schweizerhalle:
https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/falscher-alarm-hoer-collage-von-lukas-holliger?id=AUDI20251010_NR_0006
____________________ Welche Aspekte der Brandkatastrophe von
Schweizerhalle interessieren euch besonders? Eure Fragen greifen
wir in einer späteren Q&A-Folge mit Fachleuten auf. Schreibt
uns an geschichte@srf.ch.
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„Schweizerhalle 1986: Der rote Rhein und tausende tote Fische“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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