Thomas Durchschlag, Stefan Rieß, Anna Schneider und Michi Schreiber
über Erinnerungslücken, Gedächtnisverlust, Fotografie und Demenz
Geplant war die #299 als Dreier-Runde. Wie meistens. Und das
aus gutem Grund: Drei die zum ersten Mal einen Thriller geschrieben
haben. Für den Regisseur (u.a. Friesland/Rentner Cops) und
Drehbuchautor Thomas Durchschlag sogar doppelte Premiere,
Finsterland ist sein erstes Buch ever. Dr. Stefan Rieß hat schon
einige Sachbücher geschrieben (Das Dahlai-Lama-Prinzip für Kollegen
/ Eltern / Paare) und sogar Bestsellerautorin Anna Schneider
betritt Neuland. Viele Krimifans denken, jetzt sicher, wie, von der
haben wir doch schon sechs Bestseller gelesen – ja, und bei
sprengerspricht sie in Ausgabe 159 (Grenzfall: Nebenan ist doch
weit weg!) über ihre (ab 27. Januar 2027 mittlerweile sieben Bände
umfassende) Grenzfall-Reihe. Aber: 140 Ausgaben später steht
tatsächlich mit Blut für Blut "mein erster
Psycho-Thriller auf dem Programm". Dem, Schneider-Fans
können sich freuen, „zukünftig jedes Jahr ein weiterer
Stand-Alone folgen wird.“ Zudem gibt´s noch diverse andere
Berührungspunkte zwischen den Dreien: So ist beispielsweise Annas
Protagonistin im Fotografin, Thomas Durchschlag hat Fotografie in
Essen studiert, Rieß hat genauso Coaching- und Management-Expertise
wie die Bestsellerautorin usw. Und trotzdem ist eine große Runde zu
hören: Denn die Primatologin Michi Schreiber, deren Verein
Affenstark bedrohte Tiere rehabilitiert / schützt / rettet, musste
aus gesundheitlichen Gründen bei einer der vorherigen Episoden
passen und passt „mit meinem persönlichen Lebensthriller“ perfekt
in die #299 . Zudem ist ihr Mann Marc Polizist. Außerdem, wer wenn
nicht dieses Format steht für Crossover und damit für anderen
Content auch Dank Serendipity. Ohne die Schilderung von Michi
Schreibers Schicksal, sprich ihren Verlust von Erinnerungen („mir
fehlen primär die Jahre 2022, 2023 und 2024 komplett“) hätte sich
kein so intensives Gespräch über Demenzerkrankungen ergeben, auch,
wenn die in Schneiders Thriller (der Prolog aus dem Argon-Hörbuch
ist am Ende von Podcast-Part II) angeschnitten werden. Zwar ist es
ja auch im realen Leben so, wie Stefan Rieß sagt, „wir ja sind alle
irgendwie damit konfrontiert, ob im ganz nahen oder etwas weiterem
Umfeld“ trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass Anna
Schneider Erinnerungen an ihre Großmutter teilt, „die weinte, weil
sie wusste, dass sie sich nicht mehr erinnern kann, wo ich wohne.“
Wie ist der beste Umgang ? Auf wen ist Verlass und wem kann man
Vertrauen, „wenn einem plötzlich das eigene Gesicht so fremd
vorkommt?“ Ganz zu schweigen davon, wen man wiedersehen will, wenn
einem die Fotos auf dem Handy von gleich drei Jahren "aber so gar
nichts sagen?" Wobei das selbstverständlich auch an der Bilderflut
liegt, schließlich kennen und wissen wir alle, wie unkompliziert
und „auch hochwertig“ das mit dem Mobiltelefon geht. „Als ich im
Fotostudium war, gab es noch nichts Digitales, da war es so, wenn
man fotografiert hat, musste man erst den Film entwickeln, dann
musste der erst trocknen, später wurden die Bilder vergrößert und
so dauerte es Minimum 1,5 Stunden zwischen dem Prozess des
Draufdrückens und dem Anschauen des fertigen Bildes. Meistens
sogar, weil man nicht die Zeit oder Lust hatte, sogar einen Tag."
Und, auch das weiß Thomas Durchschlag noch gut: „weil der ganze
Prozess auch sehr teuer war, überlegte man sich sehr genau, was man
fotografierte.“ Anna Schneider ("ich hatte ja kein Labor, da
dauerte es natürlich viel länger") hat sich, um ihrer
Thriller-Protagonistin ganz nahe zu sein, mit einer speziellen
Kamera nochmal in die analoge Welt versetzt. Sogar die mit Abstand
Jüngste in der Runde, muss bei dem, „was ja sonst eher Retro ist“
nicht passen. Schreiber, die trotz aller gesundheitlichen Probleme
("ich muss immer wieder operiert werden") ihren Lebenstraum auch
Dank Spenden umsetzen wird, kennt analoge Fotografie nicht nur von
Parties und Hochzeiten, sondern erinnert sich auch noch daran, dass
wir „als ich ganz klein war, so einen Apparat mit Röllchen hatten.“
part I (00:00:00) Gedächtnisverlust part II (00:41:16)
Schockverlust part III (01:22:49) Zeitverlust guests Thomas
Durchschlag Dr. Stefan Rieß Anna Schneider Michi Schreiber books
Thomas Durchschlag – Finsterland Stefan Rieß · Schuhmanns Verdacht
Anna Schneider - Blut für Blut Michi Schreiber – Ich erinnere mich
für dich cover: jennie_laluna voice: miriam sinno
music sprengerspricht impro – by toby gad
kontakt@sprengerspricht.de
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(00:00:34) Gedächtnisverlust (00:41:12) Schockverlust
(01:22:45) Zeitverlust
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