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Mysteriöser Merkur – der kleinste Planet wirft große Fragen auf

Mysteriöser Merkur – der kleinste Planet wirft große Fragen auf

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Am 18. November 1915 hält Albert Einstein einen Vortrag vor der
ehrwürdigen Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Dort
stellt er seine Allgemeine Relativitätstheorie vor, die ihn schon
bald weltberühmt machen wird. Viele seiner Fachkollegen überzeugt
er mit einem Kniff: Es ist eine Rechnung, die den inneren Planeten
Merkur betrifft. Denn die neue Theorie kann ein wissenschaftliches
Problem lösen, das über 50 Jahre lang die Astronomen beschäftigte.
Demnach stimmte die Umlaufbahn des Merkur nicht völlig mit den
Vorhersagen von Newtons Gravitationsgesetz überein. Doch Einsteins
neue Theorie kann helfen. Karl erzählt in dieser Folge des AstroGeo
Podcast vom Merkur. Er ist eine Welt, die vermutlich lange vor der
Antike bekannt war. Die alten Griechen nennen ihn Apollon oder
Hermes, je nachdem, ob er am Morgen- oder Abendhimmel erscheint.
Die Römer benennen Hermes in Mercurius um und verleihen damit dem
Planeten seinen bis heute gültigen Namen. Bis weit in die Moderne
bleibt Merkur schwer zu erforschen. Denn seine Nähe zur Sonne
verhindert gestochen scharfe astronomische Aufnahmen. Immer
verschwimmt die Planetenscheibe im Dunst des Dämmerungshimmels.
Allein die Dauer einer Eigendrehung – also die Tageslänge – wird
erst 1965 mit dem damals größten Radioteleskop Arecibo ermittelt.
Die erste Raumsonde Mariner 10 bringt ab 1973 noch mehr
Merkwürdiges zu Tage: Der kleine Merkur hat eine immense Dichte, so
dass sein Schwerefeld ähnlich stark ist wie das des viel größeren
Planeten Mars. Dazu besitzt er wie die Erde ein Dipol-Magnetfeld,
was auf einen inneren Dynamo hindeutet. Erst 2008 erreicht eine
zweite Raumsonde den Merkur und schwenkt drei Jahre später in seine
Umlaufbahn ein. Die NASA-Mission Messenger liefert zwar viele
wertvolle Daten, vertieft aber die Rätsel um den kleinen Planeten
nur noch weiter. Bis heute bleiben immense Fragen offen: Warum
unterscheidet sich der kleine Merkur so sehr von den anderen
felsigen Planeten, in seiner Dichte, der chemischen Zusammensetzung
oder dem Magnetfeld? Um was handelt es sich bei den tiefen Löchern,
die bis heute in seiner Oberfläche entstehen und die erst kürzlich
auf Aufnahmen von Messenger entdeckt wurden? Wie entstand dieser
merkwürdige Planet und was können wir aus diesen Prozessen über
weit entfernte Exoplaneten lernen? Eine neue Mission von Europas
Raumfahrtagentur und der Japans könnte diese Fragen schon bald
lösen. Episodenbild: CC BY-SA 3.0 IGO ESA/BepiColombo/MTM
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„Mysteriöser Merkur – der kleinste Planet wirft große Fragen auf“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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