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  4. 081 Klaus & Nicki Ackermann, machen sich vom Acker, man.
Moin, Grüezi, Grüß Gott, liebe Reisefreaks, die Land Radde begrüßt
euch zu einer neuen Folge Landy & Leute, dort wo ihr ihn jetzt
gestreamt habt. Und ich, Rainer Schuler, bin euer Laberfeuer Host.
Heute ist einiges anders, und deshalb erkläre ich euch das lieber
gleich. Wir sitzen nicht am Lagerfeuer, sondern auf einem Balkon,
bei untergehender Sonne und nach einem fantastischen georgischen
Abendessen. Und wir sind nicht zu zweit oder zu dritt, sondern zu
viert. Meine Frau Petra ist mit dabei, und unsere Gastgeber sind
Klaus und Nicky Ackermann. Klaus und ich kennen uns seit über 20
Jahren. Im ersten Satz habe ich ihn noch als ehemaligen Kollegen
vorgestellt, und er hat mich prompt korrigiert: Ich war sein Chef.
Daraus ist über die Jahre eine echte Freundschaft geworden, und
genau so klingt diese Folge auch. Klaus und Nicky sind vor Kurzem
von einer Reise zurückgekommen, die eigentlich nicht in eine
einzige Folge passt. 20 Monate, 26 Länder, rund 55.000 Kilometer,
im echten Zick-Zack-Kurs über den Balkan und die Türkei, durch
Iran, Irak und die Arabische Halbinsel bis in den Oman, rauf in den
Kaukasus und nach Russland und über Griechenland, Italien und
Tunesien wieder zurück. Unterwegs waren sie in einem Mercedes 609 D
Kastenwagen, 35 Jahre alt, 4 Liter Hubraum und 90 PS. Ja, ich weiß,
das ist kein Landy. Aber wer Zwillingsreifen an der Hinterachse als
Vierradantrieb verkauft, hat sich einen Platz in diesem Podcast
redlich verdient. Zwei ehrliche Hinweise vorab. Erstens: Es war
schon das eine oder andere Gläschen Wein im Spiel, und bei den
Ackermanns geht es sowieso immer etwas lebhaft zu, im allerbesten
Sinne. Es wird also durcheinander geredet, korrigiert, ergänzt und
viel gelacht. Zweitens: An drei Stellen hört ihr für etwa zehn
Sekunden ein Piepsen. Das ist kein Wecker, sondern ein LKW, der im
Hinterhof rangiert. Ich wollte die Stimmung auf dem Balkon nicht
jedes Mal unterbrechen. Rückblickend nicht meine klügste Idee, aber
so ist das eben bei Aufnahmen mitten im echten Leben. Dranbleiben
lohnt sich trotzdem. • Warum werden die beiden kurz nach der
iranischen Grenze von einem fremden Auto ausgebremst, und wieso
sitzen sie danach vier Tage bei einer wildfremden Familie mit am
Tisch? • Ist es eine gute Idee, im Ramadan im Oman früh schlafen
gehen zu wollen, wenn neben dem Bus einige platte Hüpfburgen
herumliegen? • Und wie kommt ein Differenzial, das mitten in Tiflis
den Geist aufgibt, ausgerechnet in Jerewan an einen Mercedes-Mann,
der in Sindelfingen gelernt hat? Das werden euch die beiden gleich
selbst erzählen. Mein Getränketipp für heute: ein Glas georgischer
Saperavi. Die Georgier sagen schließlich, sie hätten als erste
Menschen überhaupt Wein gemacht. Wer es kräftiger mag, greift zum
Chacha, dem georgischen Tresterbrand. Dann heißt es heute aber
nicht Cha-Cha-Cha, sondern Cheers and Rock’n’Roll. Was mir von
diesem Abend am meisten hängen bleibt, ist nicht die Anzahl der
Länder, sondern die Großzügigkeit, die den beiden unterwegs
begegnet ist. Im Iran haben sie 500 Dollar gewechselt und sind nach
vier Wochen mit mehr als der Hälfte wieder ausgereist, weil sie es
schlicht nicht geschafft haben, ihr Geld auszugeben. Datteln, die
nachts um elf an die Tür gebracht werden, Diesel von LKW-Fahrern,
die kein Geld dafür wollen, Wasser für zwei verschwitzte Radler in
Bagdad. Klaus hat es auf den Punkt gebracht: Diese Großzügigkeit
möchte er mit nach Hause bringen. Ich finde, das ist ein ziemlich
gutes Souvenir. Besser jedenfalls als ein Wimpel am Heck. Und die
Geschichte von den gut bewachten Grenzen, an denen auf beiden
Seiten vor den „Bösen“ drüben gewarnt wird. Am Ende ist das nur
eine kleine gestrichelte Linie auf der Landkarte, und die höchsten
Grenzen stehen meistens im Kopf. Vielleicht ist das Motto der
beiden deshalb gar nicht so verkehrt: „Unsere Religion ist
Rock’n’Roll, und wir sind Menschen von dieser Erde.
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„081 Klaus & Nicki Ackermann, machen sich vom Acker, man.“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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