Vom Schuss bis zum Teller #3: Die größten Fehler bei der
Wildbrethygiene
Das Stück ist erlegt, aufgebrochen und sauber versorgt – damit
ist das Gröbste geschafft. Oder?
Gerade auf dem Weg vom Revier in die Wildkammer und bei der
anschließenden Kühlung können Fehler passieren, die die Qualität
unseres Wildbrets beeinträchtigen.
In dieser Folge von „Vom Schuss bis zum Teller“
spreche ich wieder mit Jäger und Wildsommelier Markus
Hoffmann von Rehzept. Diesmal drehen wir den Spieß um:
Statt zu erklären, wie alles im Idealfall läuft, schauen wir uns
an, was in der Praxis gerne einmal schiefgeht.
Warum gehört aufgebrochenes Wild nicht einfach irgendwo zwischen
Gummistiefel, Bergezeug und Hund in den Kofferraum? Was passiert,
wenn mehrere noch warme Stücke zu dicht liegen oder in einer
bereits gut gefüllten Kühlung hängen? Und warum ist ein kalter
Herbst- oder Wintertag noch lange keine Garantie dafür, dass Wild
nicht verhitzen kann?
Gerade mit Blick auf die kommende Drückjagdsaison wird es
spannend: Körpermasse, Schwarte und Feist können die Wärmeabgabe
beeinflussen. Ein starkes Stück Schwarzwild ist eben nicht
automatisch durchgekühlt, nur weil draußen wenige Grad über oder
sogar unter null herrschen.
Außerdem sprechen wir über Fliegen am Wild, den Kontakt
mit Jagdhunden, saubere Wildwannen, Kreuzkontamination und
Einweghandschuhe – denn auch ein Handschuh bleibt nur so
lange sauber, bis wir mit ihm etwas Unsauberes anfassen.
Und dann wäre da noch ein Hygienerisiko, das man nicht kaufen,
waschen oder desinfizieren kann: Routine.
Denn „Das haben wir schon immer so gemacht“ bedeutet nicht
automatisch, dass es nicht auch besser geht.
Gewinnspiel:
Das Jagdblatt verlost gemeinsam mit uns drei
Jahresabonnements. Mitmachen könnt ihr bis zum
31.10.2026. Wie ihr teilnehmen könnt, erfahrt
ihr direkt in der Folge.
In der nächsten Folge bleibt unser Wild in der Kühlung und wir
klären, wie lange eigentlich. Dann geht es um
Fleischreifung und das richtige Abhängen von Reh-, Schwarz-, Rot-
und Damwild.
Weidmannsheil und danke fürs Zuhören
Eure Anja
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