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  3. BEHIND THE BEAT Producer Podcast Podcast
  4. Episode #64 mit AOIFE, Thomas Braun und Julien Fernandez
Diese Folge widmet sich dem Thema PR aus der Sicht von drei
Experten mit persönlichen Perspektiven.

Spätestens seit der Kontroverse um die Band Geese, ihren
atemberaubenden Aufstieg und die umstrittene Social-Media-Agentur
Chaotic Good scheint fest zu stehen: Die Musikindustrie ist ein
schmutziges Geschäft. Die Rolle von PR in diesem System ist so
zentral, dass man meinen könnte, weder Musik noch eine gute
Geschichte entscheiden über Erfolg oder Misserfolg – sondern
ausschließlich die Wahl der aggressivsten Agentur.

Wenn man eine Kampagne vom Blickwinkel kurzfristiger Ergebnisse
her betrachtet, ist das vermutlich sogar korrekt. Doch kann man
sich darüber streiten, ob die von Chaotic Good praktizierten
Methoden streng genommen als PR durchgehen: Für das Betreiben
eines Netzwerks, dessen einziges Ziel die Produktion von
Aufmerksamkeit und “Engagement” ist, fehlen noch die richtigen
Begrifflichkeiten. “Legale Manipulation” trifft es noch am
ehesten.

Um zu sehen, wie PR-Manager über ihren Beruf denken und wie sie
die Zukunft der Branche sehen, habe ich mit drei von ihnen
gesprochen. Alle haben aufgrund ihres Backgrounds eine sehr
persönliche Perspektive

Thomas Braun hat die Geburtsstunde der deutschen Club-Szene
hautnah miterlebt, war Teil von Label-Projekten und Vertrieben.
Inzwischen hat er sich von House eher in Richtung Jazz
umorientiert, unter anderem deshalb, weil die Medienlandschaft in
der Elektronik fast komplett verschwunden ist. Aoife Lavery
arbeitet für die namhafte britische Agentur Neighbourhood, ist
aber selbst auch als DJ unterwegs und hat gerade mit “Attrition”
ihre erste EP mit spannend-düsterem Techno vorgelegt. Julien
Fernandez wiederum leitet aus New York die Agentur Five Roses
Press, mit der er sich stilistisch sehr offen aufstellt und
direkte, persönliche Beziehungen mit seinen Künstlern pflegt.

Aus diesen Gesprächen wird deutlich: Ja, klassisches PR
durchläuft eine schwierige Phase. Doch lohnt sie sich noch immer
– auch ohne das Budget eines Majors hinter sich zu haben.
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„Episode #64 mit AOIFE, Thomas Braun und Julien Fernandez“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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