Prost Mahlzeit – Episode 79 mit Johannes Kölbl:
„Urgestein, Leidenschaft & Weinviertel DAC – Herkunft und die
nächste Generation“
In dieser Episode von Prost Mahlzeit führt uns die Reise ins
nordwestliche Weinviertel, genauer gesagt nach
Röschitz zum Respiz-Hof Kölbl.
Dort betreibt die Familie Kölbl bereits seit 1660
Weinbau. Mit Johannes Kölbl steht heute
die nächste Generation im Mittelpunkt – ein junger Winzer, der
eine jahrhundertealte Familiengeschichte mit seinen eigenen
Vorstellungen und modernen Ideen verbindet.
Wir beginnen bei beeindruckenden 365 Jahren
Familiengeschichte. Wie fühlt es sich an, Teil einer
Tradition zu sein, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht?
Woher stammt eigentlich der Name Respiz-Hof? Und
war für Johannes von Anfang an klar, dass auch sein Weg einmal in
den Weinbau führen würde? Wir sprechen über Werte, die ihm seine
Eltern mitgegeben haben, aber auch über die Verantwortung, die
mit einer derart langen Familiengeschichte verbunden ist.
Bevor Johannes im Familienbetrieb seine eigene Handschrift
entwickelte, absolvierte er die Weinbauschule
Krems und sammelte Erfahrungen bei Praktika – unter
anderem beim Weingut Knoll sowie in der
Schweiz. Wir wollen wissen, welche Eindrücke ihn
besonders geprägt haben, was er bewusst aus anderen Betrieben
mitgenommen hat und was er heute vielleicht anders macht als die
Generation vor ihm. Natürlich geht es dabei auch um die
Zusammenarbeit mit seinen Eltern – bis hin zur entscheidenden
Frage: Wer hat eigentlich im Keller das letzte
Wort?
Besonders spannend wird es beim Thema Boden.
Während man das Weinviertel häufig mit Löss verbindet, spielen
rund um Röschitz auch Urgestein und Granit eine
entscheidende Rolle. Johannes erklärt, wie diese Böden seine
Weine prägen und was die Rieden Himmelreich, Reipersberg
und Galgenberg voneinander unterscheidet. Und wir gehen
der Frage nach, ob man jene viel zitierte Mineralität tatsächlich
im Glas schmecken kann.
Im Mittelpunkt des Respiz-Hofs steht natürlich der Grüne
Veltliner – fast die Hälfte der Rebfläche ist dieser
Rebsorte gewidmet. Warum ist gerade sie das Aushängeschild des
Betriebs? Was zeichnet für Johannes einen richtig guten
Weinviertel DAC aus? Und wie wichtig sind dabei
die einzelnen Rieden und ihre unverwechselbare Herkunft?
Ein Satz von Johannes bringt seine Philosophie besonders gut auf
den Punkt: „Qualität wird am Weinstock entschieden und
nicht im Keller.“ Wir sprechen darüber, wie viel Arbeit
tatsächlich im Weingarten steckt, wann ein Winzer eingreifen muss
und wann es besser ist, dem Wein seinen Lauf zu lassen. Dabei
geht es um Vinifikation, Geduld und die Überzeugung, dass die
Grundlage eines großen Weines lange vor dem Keller gelegt wird.
Dass dieser Weg Aufmerksamkeit bekommt, zeigen auch seine
bisherigen Erfolge: Weinviertel DAC Champion, Sieger der
Jungwinzer-Trophy und Finalist bei der
Schlossquadrat-Trophy. Was bedeuten solche
Auszeichnungen für einen jungen Winzer? Sind sie vor allem
Bestätigung und Motivation – oder erhöhen sie auch den Druck,
beim nächsten Jahrgang wieder abzuliefern?
Der Respiz-Hof soll allerdings nicht nur über seine Flaschen
erlebbar sein. Gäste können dort verkosten, übernachten
und das Weingut persönlich kennenlernen. Johannes
erzählt, warum ihm der direkte Kontakt mit Weinliebhaber:innen
wichtig ist und weshalb Wein heute immer stärker mit Erlebnissen,
Begegnungen und den Geschichten hinter dem Produkt verbunden
wird.
Zum Abschluss blicken wir gemeinsam nach vorne: Wo soll
der Respiz-Hof in zehn Jahren stehen? Welche
Herausforderungen beschäftigen junge Winzer heute? Welche neuen
Projekte und Weine hat Johannes im Kopf? Und was möchte er in der
österreichischen Weinwelt noch erreichen? Unsere Abschlussfrage
geht sogar noch weiter: Wenn Johannes in 30 Jahren auf seine
Arbeit zurückblickt – woran sollen sich die Menschen
erinnern, wenn sie den Namen Johannes Kölbl
hören?
Und selbstverständlich wartet zum Schluss wieder „Cornis
kleines Verhör“ – vom besten Weinmoment und dem
perfekten Katerfrühstück bis zum letzten Glas Wein seines
Lebens.
Wein der Episode:
Grüner Veltliner Ried Reipersberg
Ein Wein, der perfekt zu unserem Gespräch mit Johannes passt:
Grüner Veltliner aus Röschitz, bei dem Herkunft
und die besonderen Böden der Region im Mittelpunkt stehen. Genau
jene Verbindung aus Rebsorte, Riede und Terroir, über die wir in
dieser Episode ausführlich sprechen.
Wein der Episode – Respiz-Hof Kölbl
Prost Mahlzeit!
Mehr über Johannes Kölbl und den Respiz-Hof
Kölbl findet ihr unter:
Respiz-Hof Kölbl
Eine Episode über 365 Jahre Familiengeschichte, Granit
und Urgestein, Grünen Veltliner und Weinviertel DAC – und über
einen jungen Winzer, der seine Herkunft nicht verändern, sondern
mit einer eigenen Handschrift in die nächste Generation führen
möchte.
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