Ein sehr erfolgreicher Mann heiratet ein junges Mädchen und gründet
Hof und Familie. Er ist als Ratsherr und Richter viel
unterwegs, muss auch als Soldat seinem Kanton dienen und überlässt
seiner jungen Frau immer mehr Aufgaben in Feld und Landwirtschaft,
mit Vieh und Dienstleuten. Sie bekommen 10 Kinder und leben 18
Jahre in glücklicher Ehe. Alles in bester Ordnung also. Aber
dann wird der Mann immer unruhiger, immer verschlossener, seiner
Frau immer fremder. Er betet und fastet viel und berät sich mit
einem langjährigen Freund. Und dann geht er zu seiner Frau und
bittet sie, ihm ein zweites Mal ihr Ja zu geben. Beim ersten Mal,
bei ihrer Hochzeit, und nun ein zweites Mal, um von ihr weg zu
gehen und Gott zu dienen. Und nach langen Wochen gibt seine Frau
Dorothea ihm, dem geliebten Nikolaus von der Flüe ihr großes JA zu
seinem neuen Weg.Durch ihren Verzicht und ihr, jetzt wirklich
schwierigeres Leben, wird sein neues Leben möglich. Er wird zum
Einsiedler und gleichzeitig Berater vieler Menschen. Er, der jetzt
wieder ausgeglichen und froh leben kann, wird zum großen
Friedensstifter der Schweiz, zu ihrem Patron und zum großen
Vorbild. Der Weg dieser beiden Menschen ist sehr ungewöhnlich
und beide, sind nur Miteinander und Füreinander zu denken. In einer
Bronzeplastik werden beide, Nikolaus und Dorothea gezeigt, wie sie
das Radbild halten und darin verbunden sind. In diesem Radbild
weisen Strahlen den Weg in die Mitte und damit auf den Grund aller
Dinge. Gleichzeitig führen sie in die Weite, hinein in Aktion und
Engagement. Klaus hat die beiden Dimensionen dieses Bildes gelebt
und seine Frau Dorothea, auf ganz andere Weise, ebenso. Und auch
nur von beiden zusammen ist das Gebet des Nikolaus von der Flüe zu
verstehen und zu beten:Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir!Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was
mich fördert zu dir!Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib
mich ganz zu Eigen dir! Amen
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